Freitag, 28. Februar 2014

Am Anfang war das Ende - Stefa Casta

Verwirrung am laufenden Band

Judit lebt in einer schwedischen Kleinstadt und geht dort zusammen mit ihren Freunden David, Gabriel und Dinah in eine Privatschule mit dem Namen „Vogelnest“. Eines Tages sitzen sie zusammen auf der neuen Holzterrasse eben dieser Schule, als ein nie enden wollender sintflutartiger Regen niedergeht und alles um sich herum mitreißt. Inklusive der Holzterrasse mit den vier Jugendlichen. Nach einigen ungezählten, schweren Tagen auf hoher See können die Freunde endlich an Land gehen, doch das Land, dass sie vorfinden, ist nicht mehr so, wie es einmal war: Es ist öd und unwirtlich, es gibt keine Nahrung und Wasser scheint auch Mangelware zu sein. Und es gibt keine Menschen…

Das Buch und ich hatten schon keinen guten Start. Gleich zu Beginn schreckte mich der komische Schreibstil absolut ab, doch dazu später mehr. Das Szenario, das Stefan Casta uns hier präsentiert ist absolut interessant und man hätte sehr viel aus dieser guten Grundidee herausholen können. Das, was den vier Freunden hier passiert, ist durchaus spannend und ich habe mit Interesse verfolgt, wie es ihnen ergeht, nachdem sie ihr Floß verlassen konnten. Hier fehlt mir aber viel: Emotionen vor allen Dingen! Das führe ich aber auf den katastrophalen Schreibstil zurück, der diesem Buch innewohnt. Auch bleibt mir zum Schluss zu Vieles im Dunkeln, auch wenn ich mit dem Ende als Solches sehr gut leben kann. Es absolut kein einfaches Jugendbuch, man muss viel mitdenken, was ich gut finde, doch ich denke auch sehr gerne mit, wenn ich einen passablen Schreibstil lesen kann!!!

Die Geschichte handelt von Judit und wird auch von ihr erzählt. Sie ist ein ganz komischer Vogel und zu Beginn ist alles in solch einer derben Jugendsprache, dass ich mir wirklich überlegt habe, das Buch wieder zur Seite zu legen. Zum Glück legt sich dass nach den ersten paar Kapiteln, doch die kurzen und abgehackten Sätze, die mir auch überhaupt nicht gefallen haben, sind geblieben. Es kommt meiner Meinung nach überhaupt kein richtiger Erzählfluss auf, ich konnte mir anhand von Judiths Erzählungen und durcheinandergewürfelten Gedanken kaum etwas richtig vorstellen, mich in keinen der Personen hineinversetzen. Die Einschübe aus der Sicht von Gabriels Filmkamera empfinde ich aber als gelungen. Auch die Kapitel waren zum Teil sehr, sehr kurz, was ich aber in diesem Fall positiv bewerten muss, so kam ich wenigstens einigermaßen schnell durch das Buch durch. Selten habe ich einen Schreibstil als solch einen kompletten Totalausfall erlebt, wie in dieser Geschichte!

Die Protagonisten selbst, also unsere vier Freunde Judit, Dinah, David und Gabriel sind durchaus sympathische Jugendliche. Judit lernt man natürlich am besten kennen, denn aus ihrer Sicht erlebt man die Ereignisse rund um die Sturmflut und den Überlebenskampf an Land. Trotzdem konnte ich weder in Judit noch in die anderen hineinversetzen. Sie blieben mir alle fremd, alle waren blass, wie wenn sich ein grauer Nebel über die Jugendlichen gelegt hätte, genauso, wie über das gesamte Land. Dinah kann gut Zeichnen, sie ist eine Künstlerin und hat manchmal ihre fünf Minuten, bzw. depressive Phasen. Das wars aber auch schon, was man über sie erfährt. Fast noch weniger erfährt man über David und Gabriel. Gabriel mag Filme und möchte ein berühmter Regisseur werden, und David…, ähm, keine Ahnung!

Die Gestaltung des Hardcovers ohne Schutzumschlag finde ich absolut gelungen und gefällt mir richtig gut. Man blickt auf ein graublaues, sturmzerwühltes Meer. Es passt richtig gut zur dumpfen und emotionslosen Stimmung in diesem Buch.

Fazit: „Am Anfang war das Ende“ von Stefan Casta und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr! Eine sehr interessante und gute Grundidee, Verwirrungen am laufenden Band, gepaart mit einem furchtbaren Schreibstil ergeben für mich gerade noch so knappe drei von fünf Sternen.



von Stefan Casta
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: FISCHER Sauerländer; Auflage: 1 (20. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3737350809
ISBN-13: 978-3737350808
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Den Gröna Cirkeln

Rezension vom 24.02.2014

Herzlichen Dank an den   Verlag für die Bereitstellung des Buches!

Donnerstag, 27. Februar 2014

Book in the post box: Crashed und Wired

Crashed

von Robin Wassermann
Gebundene Ausgabe: 431 Seiten
Verlag: Script5 (6. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001145
ISBN-13: 978-3839001141












Kurzbeschreibung

Sechs Monate sind vergangen, seit Lias Wirklichkeit auf den Kopf gestellt wurde. Sechs Monate voller Zweifel, Angst und Auflehnung gegen die Tatsache, dass ihr Körper tot ist und Lia Kahn nur in einer menschenähnlichen Maschine weiterexistieren wird. Jetzt ist Lia bereit, ihr neues Dasein zu akzeptieren: Sie ist ein Mech und sie gehört zu ihresgleichen. Es ist eine wilde, sorglose Existenz, die sie führen, ohne Regeln, ohne Angst. Denn es gibt nichts zu fürchten, wenn man nichts mehr zu verlieren hat. Doch dann wird Lia von ihrer Vergangenheit eingeholt. Sie muss eine Wahl treffen zwischen ihrem alten Leben und ihrer neuen Freiheit, zwischen den Menschen und den Mechs. Sie muss sich entscheiden zwischen dem Mädchen, das sie war, und dem Jungen, den sie einmal geliebt hat...

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Wired

von Robin Wassermann
Gebundene Ausgabe: 379 Seiten
Verlag: Script5 (1. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001153
ISBN-13: 978-3839001158
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren









Kurzbeschreibung

Vor einem Jahr starb Lia Kahn.
Nur wenige Tage später wachte sie auf.
In einem neuen, künstlichen Körper. 
Sie hatte eine neue Familie: Mechs wie sie. Und ein neues Leben eines, das für immer währen sollte.
Das dachte sie zumindest ...
Doch nun stellt sich alles, was man ihr erzählt hat, als Lüge heraus. Jemand beginnt, die Mechs zu zerstören, sie einen nach dem anderen auszulöschen. Lia geht jedes Risiko ein, um sich selbst und die zu schützen, ohne die sie nicht sein kann. Aber sie muss sich der Wahrheit stellen: Alle kann sie nicht retten. 
Der Abschluss einer mitreißenden Trilogie!

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Bei "Crashed" und "Wired" den Bänden zwei und drei der "Skinned"-Trilogie von Robin Wassermann habe ich beide Male zugeschlagen, als es die Bücher günstiger bei Arvelle zu haben gab. Band eins habe ich schon länger im Regal stehen und natürlich noch nicht gelesen. Dies werde ich dieses Jahr aber ändern und dann gleich die ganze Trilogie verschlingen. Ich finde die Bücher richtig schön aufgemacht und sie sehen alle drei toll zusammen im Regal aus. Ich freue mich sehr auf die Lektüre dieser wundervoll aufgemachten Trilogie!

Hier habe ich nochmal den deutschen Buchtrailer zum ersten Band "Skinned" für euch:

Dienstag, 25. Februar 2014

Die Druidin - Birgit Jaeckel

Die Zeit der Germanen und Kelten

Die 13 Jahre junge Talia wird eines Tages von ihrer Gabe Seelen sehen zu können überwältigt. Fortan wird sie von den Druiden nicht mehr in der Heilkunst unterrichtet, weil ihre Gabe unkontrolliert und gefährlich sei. Fünf Jahre später stirbt Talias Ziehmutter und die junge Frau muss vor den Druiden fliehen, von denen vor allem einer nur seine eigene Macht und Ansehen im Sinn hat. Talia zieht nach Alte-Stadt, wo ihr Vater lebt, der sie direkt nach ihrer Geburt verlasen hat, um dort ein neues Leben anzufangen. Doch ihre Gabe und ihre Vergangenheit holen sie schon bald wieder ein… 

Das Buch beginnt mit einer Rückblende, in der wir miterleben, wie Talias Gabe in Erscheinung tritt, danach springt die Geschichte fünf Jahre in die Zukunft und wir erleben Talias erste Begegnung mit dem Anführer einer keltischen Söldnertruppe namens Atharic, der später noch eine große Rolle in Talias Leben spielen wird. De Geschichte selbst ist im Jahr 120 v. Chr. angesiedelt, einer Zeit in der keltische Stämme auf der Suche nach einem neuen zu hause durch Europa gezogen sind und es auch immer wieder Schlachten und Scharmützel mit den ortsansässigen Germanischen Stämmen und den Römern gab. Das Leben damals war einfach, es gab noch nicht viele große markfähige Siedlungen und Alte-Stadt war so eine. Die Stadt lag südlich der Donau, wahrscheinlich in der Nähe des heutigen Ingolstadt. Trotzdem hatte ich nie so richtig das Gefühl, dass die Geschichte in solch einer frühen Periode angesiedelt war, es hätten auch gut und gerne 1.000 Jahre später spielen können, nur dass hier die Ritter gefehlt haben. Später springt die Geschichte wieder ca. 10 Jahre in die Zukunft und wir begleiten eine etwas ältere Talia.

Der Schreibstil war angenehm und gut zu lesen. Ich mochte die Beschreibungen sehr gerne und ich konnte mir die Lebensumstände der Protagonisten sehr gut vorstellen, auch wenn mir ein wenig das Gefühl gefehlt hat, dass ich mich in solch einer frühen Epoche bewege. Trotzdem gab es einige, für die heutige Zeit befremdliche Rituale, wie Stieropfer und das Verbrennen von sämtlichen Toten. Auch ob die Menschen damals tatsächlich an Seelen geglaubt haben, würde mich sehr interessieren. 

Die Protagonisten sind mit fast alle, bis auf Talia, relativ fern geblieben. Ich mochte außer Talia eigentlich nur Atharic, den keltischen Söldner gerne. Er ist ein gutaussehender Nordmann, der es der jungen Frau angetan hat. Er hat das Herz am rechten Fleck und kümmert sich rührend um seinen jüngeren Bruder. Talia ist eine starke junge Frau und ich habe sie für ihren Mut und ihre Selbstständigkeit bewundert. Ab und zu empfand ich es allerdings als etwas unglaubwürdig, wie schnurstracks sie ihren Weg gegangen ist. Talias Vater Caran ist der mächtigste Mann in Alte-Stadt, doch man bekommt erst im letzten Drittel so richtig etwas von ihm mit. Ientus ist der Drude, der Talias Gabe für sich ausnutzen will und dafür skrupellos zu allen Mitteln greift, die ihm passend erscheinen. Ein absolut unsympathischer Bursche und trotzdem nicht so fies, wie ich ihn mir vorstellen könnte.

Das Cover des Buches ist recht Schlicht gestaltet. Auf dem Schutzumschlag prangt eine Brosche, der aber keine Bedeutung in der Geschichte obliegt. Aufgrund des Covers wäre ich nie auf dieses Buch aufmerksam geworden. 

Fazit: „Die Druidin“ von Birgit Jaeckel war ein interessanter Ausflug nach Süddeutschland zur Zeit der Germanen und Kelten. Auch das Druidentum war für mich ein interessanter Aspekt, der leider etwas zu kurz kam. Talias Gabe Seelen zu sehen verleiht dem Buch etwas leicht mystisches, doch im Großen und Ganzen ist es ein Historischer Roman, für den ich solide vier von fünf Sternen vergebe.



von Birgit Jaeckel
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: Knaur TB (1. August 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342663712X
ISBN-13: 978-3426637128
Originaltitel: Die Druidin

Rezension vom 22.02.2014

Montag, 24. Februar 2014

Book in the post box: Das Geheimnis des Spiegelmachers

Das Geheimnis des Spiegelmachers

von Antoinette Lühmann
Gebundene Ausgabe: 366 Seiten
Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3649614340
ISBN-13: 978-3649614340
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre









Kurzbeschreibung

Magisch schillernde Glaskugeln, goldene Tücher, makellose Spiegel die atemberaubenden Kunstwerke einer geheimnisvollen Gilde sind in Amsterdam begehrt und nahezu unerschwinglich. Doch auf der Suche nach der ewigen Jugend sind die Handwerker zu weit gegangen. 
Zugleich häufen sich die mysteriösen Todesfälle in der Stadt. Zu den Opfern zählen auch die Zwillingsbrüder Matthijs und Claas van Leeuwenhoek und ihr älterer Bruder Nik ist wild entschlossen, den rätselhaften Tod der beiden aufzuklären. Bei einer Reise nach London kommt er den skrupellosen Männern der Gilde endlich auf die Spur, die alles daran setzen, ihr Geheimnis zu wahren und dabei vor nichts zurückschrecken. Eine wilde Jagd beginnt und Nik muss erkennen, dass es plötzlich auch für ihn um Leben und Tod geht.

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"Das Geheimnis des Spiegelmachers" hatte ich bisher gar nicht auf dem Schirm, aber bei BloggdeinBuch ist es mir dann aufgefallen und ich habe mich einfach mal beworben. Es hat geklappt und nun freue ich mich auf eine Reise nach London mit Protagonisten Nik. Außerdem möchte ich natürlich herausfinden, welches Geheimnis der Spiegelmacher verbirgt. Und ihr?

Sonntag, 23. Februar 2014

Book in the post box: Ein dunkler Ort

Ein dunkler Ort

von Lois Duncan
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: cbt (10. Februar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570308723
ISBN-13: 978-3570308721
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren
Originaltitel: Down a Dark Hall









Kurzbeschreibung

Flieh, so lange du noch kannst ...

Ein böser Ort, schießt es der 16-jährigen Kit Gordy bei ihrer Ankunft im Elite-Internat Blackwood Hall durch den Kopf. Warum lässt sich ihre Zimmertür nur von außen absperren? Und wieso gibt es außer ihr nur noch drei weitere Schülerinnen? Dann häufen sich die mysteriösen Vorfälle: Ihre Briefe kommen nie zu Hause an, sie wird von Albträumen heimgesucht und entwickelt plötzlich ein ungeahntes Talent als Pianistin. Als Kit endlich hinter das tödliche Geheimnis von Blackwood Hall kommt, scheint es kein Entrinnen mehr zu geben ...

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Ich dachte mir, so schlicht das Cover auch ist, so spannend und toll klingt der Klappentext. Ich bin hier wirklich ultra-mega-hammermäßig gespannt, was mich hier erwartet. "Down a Dark Hall", so der Originaltitel wurde schon 1974 von Lois Duncan veröffentlicht, bisher aber nicht ins Deutsche übersetzt. Außerdem habe ich gelesen, dass das Buch verfilmt werden soll, wie schon weitere Bücher der Autorin in der Vergangenheit. Die Produktionsfirma von Twilight-Autorin Stephenie Meyer "Frickle Fish" hat die Filmrechte an "Ein dunkler Ort" erworben. Das bekannteste Buch aus der Feder von Lois Duncan, zu dem es auch eine Verfilmung gibt, ist "Ich weiß was du letzten Sommer getan hast". Wer kennt diesen Film denn nicht? Zumindest dürften alle in meiner Altersklasse den Film auf alle Fälle gesehen haben! Somit bin ich nicht nur gespannt auf das Buch, sondern auch darauf, ob es die Geschichte tatsächlich auf die große Leinwand schaffen wird!

Freitag, 21. Februar 2014

Days of Blood and Starlight - Laini Taylor

Eine Sandburg voller Monster

Es ist ein wenig Zeit vergangen seit sich Karou auf den Weg nach Eretz gemacht hat, um ihr Volk vor dem völligen Untergang zu retten. Immer getrieben von dem Fünkchen Hoffnung, dass ihr Ziehvater Brimstone doch noch am Leben ist. Denn Karous Welt ist zerbrochen, seit Akiva ihr eröffnet hat, dass er Schuld hat am Tod von Zigtausend Chimären. Karous Volk ist geschlagen und die wenigen Überlebenden fliehen oder verstecken sich vor den Seraphim. Plötzlich tauchen neue Wiedergänger auf und töten Engel, lassen sie mit grausam entstellten Fratzen als Warnung zurück. Doch Brimstone, der einzige Wiedererwecker der Chimären ist tot und niemand hat damit gerechnet, dass Karou seinen Platz einnehmen könnte. Sie hat die Chimären Rebellen durch ein Portal in die Wüste Marokkos geführt und von dort aus holen sie zum Vergeltungsschlag aus…

Der erste Band „Daughter of Smoke and Bone“ konnte mich begeistern, doch der zweite Teil „Days of Blood and Starlight“ hat mich regelrecht weggeblasen. Ich war unglaublich gespannt, was sich die Autorin für uns ausgedacht hat, doch was da kam, damit hatte ich nicht gerechnet! Der zweite Band ist vor allem eines: Düster. Düster und hoffnungslos, ja gar verzweifelt. Genau das hat mich so an die Seiten gefesselt und mich das Buch gerade zu inhalieren lassen. Ich habe keine Sekunde gedacht, dass auch nur eine Seite von über 600 unnötig wäre. Karou kämpft einen verzweifelten Kampf und versucht Chimären Soldaten für den weißen Wolf wiederzuerwecken, als Dank erhält sie nur das Misstrauen ihres eigenen Volkes. Sie lebt in ständiger Angst vor ihrem Peiniger, der sie von vorne bis hinten bespitzeln lässt. Trotzdem hält sie es für ihre Pflicht ihren Teil beim Kampf gegen die Engel beizusteuern. Schon allein um Akiva zu verletzten.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder sehr, sehr gut und flüssig zu lesen. Sie konnte mich wieder abholen und in Karous Geschichte hineinverfrachten. Sie verwendet Worte, die sich wie eine zweite Haut um mich gelegt und mit tief in den Sog um Karous Trauer, Mut und Verzweiflung gezogen haben. Die Spannung war von Beginn an hoch, flacht zwischendurch wieder ein wenig ab um dann wieder anzusteigen, so verlief die Spannungskurve die ganze Geschichte hindurch. Lichtblicke in der Düsternis waren Karous Freundin und deren Freund Mik, die sich auf die beschwerliche Suche nach ihr gemacht haben. Karou ist auch dieses Mal wieder die Ich-Erzählerin.

Die Protagonisten sind natürlich alte Bekannte. Karou wird von ihrer Trauer und Verzweiflung über den Verlust ihrer Familie fast erdrückt und sie schwört den Seraphim Rache. Sie fügt sich selbst große Schmerzen zu um ihrem Erzfeind, den weißen Wolf, zu helfen eine neue Wiedergänger Armee auf die Beine zu stellen. Es ist, als wäre sämtliche Hoffnung aus Karous Leben verschwunden. Akiva spielt auch dieses Mal wieder eine wichtige Rolle, auch wenn er die meiste Zeit von Karou getrennt ist. Er zettelt einen Aufstand der Seraphim an und kann sogar seine beiden Geschwister von seiner Sache überzeugen. Als ein wichtiger und sehr liebenswerter Charakter kommt Ziri hinzu. Er entstammt dem gleichen Chimären Volk wie Karou ursprünglich, als sie noch Madrigal war und wird ihr wichtigster Vertrauter.

Die Gestaltung des Schutzumschlags kann ich nur wieder in den allerhöchsten Tönen loben. Sie ist wunder-, wunderschön, dieses Mal ganz in Rot gehalten. Man sieht wieder Karous Gesicht mit einer Maske um das sichtbare Auge. Weiter unten sind Ornamente und Chimären Hörner zu sehen und die Silhouette der Seraphim-Hauptstadt. Ich bin ein riesen Fan der Covers dieser Trilogie!

Fazit: „Days of Blood and Starlight“ von Laini Taylor ist ein zweiter Band, der mich restlos überzeugt und begeistert hat. Hier wird von unnötigem Liebeskitsch abgesehen und die eher leichte Stimmung des ersten Teils weicht einer düsteren, trostlosen Atmosphäre, die mich unheimlich in ihren Bann schlagen konnte. Ich vergebe wunderbare fünf von fünf Sternen und hoffe inständig, das wir nicht allzu lange auf die Übersetzung des dritten Bandes „Dreams of Gods and Monsters“ warten müssen!



von Laini Taylor
Gebundene Ausgabe: 624 Seiten
Verlag: FISCHER FJB; Auflage: 1 (26. September 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841421377
ISBN-13: 978-3841421371

Rezension vom 16.02.2014

 
Herzlichen Dank an den  Verlag für die Bereitstellung dieses wunderbaren Buches!

Mittwoch, 19. Februar 2014

Book in the post box: Sixteen Moons

Sixteen Moons - Eine unsterbliche Liebe

von Kami Garcia & Margaret Stohl
Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: cbj (9. August 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570138283
ISBN-13: 978-3570138281
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: Beautiful Creatures








Kurzbeschreibung

Liebe noch vor dem ersten Blick … 

Schon bevor Ethan sie zum ersten Mal gesehen hat, hat sie ihn in seinen Träumen verfolgt: Lena, die Neue an Ethans Schule. Lena, das Mädchen mit dem schwarzen Haar und den grünen Augen. Lena, die in Ravenwood wohnt, der verrufenen alten Plantage, von der sich alle in Gatlin fernhalten – alle außer Ethan. Lena, in die Ethan sich unsterblich verliebt. Doch Lena umgibt ein Fluch, den sie mit aller Kraft geheim zu halten versucht: Sie ist eine Caster, sie entstammt einer Familie von Hexen, und an ihrem sechzehnten Geburtstag soll sie berufen werden. Dann wird sich entscheiden, ob Lena eine helle oder eine dunkle Hexe wird … 

Ethan aber weiß: Auch ihm bleibt keine Wahl – ihm ist vorherbestimmt, Lena für immer zu lieben. Aber wird er bei ihr bleiben können, gleich, welcher Seite sie künftig angehört?

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Ich konnte es nicht lassen und habe mir bei Arvelle "Sixteen Moons" günstig mitbestellt. Es hat eine kleine Delle unten im Buchdeckel, ist aber ansonsten in einwandfreiem Zustand. Jetzt ist es nur so, dass ich den Film schon geschaut habe, ohne das Buch vorher gelesen zu haben. das mache ich normalerweise nicht, aber ich hab es einfach nicht mehr geschafft, das Buch einzuschieben, da der Film nur ausgeliehen war. Der Film hat mich aber positiv überrascht muss ich sagen und ich freue mich, dass ich das Buch hier habe. Nur der Hauptdarsteller, Alden Eherenreich, der den Etahn spielt, fand ich irgendwie nicht so passend. Mal sehn, was ich denke, wenn ich die Buchvorlage gelesen habe.

Was haltet ihr von der Verfilmung von "Beautiful Creatures"? Hat sie euch überzeugt?

Ich habe noch einen Buchtrailer für euch:

Montag, 17. Februar 2014

Rückkehr an den Ort meiner Träume - Emilie Richards

Men of Midnight

Drei Jungen sind um Mitternacht des gleichen Tages im schottischen Örtchen Druidheachd zur Welt gekommen. Duncan, Ian und Andrew. Die drei verbindet eine innige Freundschaft, doch einer der drei, Duncan Sinclair, ist nach einem tragischen Unfall nach Amerika gezogen und erst kürzlich nach dem Scheitern seiner Ehe mit seiner kleinen Tochter April in die Highlands zurückgekehrt. Hier trifft er auf Mara McTavish, die sich aufgrund ihrer besonderen Gabe in die Einsamkeit zurückgezogen hat. Duncan will das Familienhotel für den Verkauf herrichten und dann mit April an einen anderen Ort ziehen. Können Ian, Andrew und Mara Duncan helfen seine seelischen Wunden zu heilen?

„Rückkehr an den Ort meiner Träume“ ist der erste Teil der Teil der „Men of Midnight“-Trilogie und dieser ist Duncan Sinclair gewidmet. Duncan wurde als Kind, nachdem eine Tragödie das Familienglück zerstört hat, seiner Wurzeln entrissen und nach Amerika verfrachtet. Im Sommer ist er immer nach Druidheachd und seinem Vater zurückgekehrt. Nach Hause. Schottland versprüht immer einen ganz besonderen Charme und ich kann mich zwischen den Seiten dieser Bücher verlieren. Dabei ist es kein Buch, dass ich mein übliches Leseschema fällt. Es ist mehr oder weniger ein Liebesroman mit einer klitzekleinen Prise Mystery, doch er war an den wenigsten Stellen zu kitschig oder zu schnulzig. Mir hat gut gefallen, dass Duncan erst ganz langsam lernen musste zu vertrauen, bevor er sich einer neuen Liebe öffnen konnte. Er musste einsehen, dass er in Schottland unglaublich gute Freunde hat, die sich ein Bein für ihn ausreißen würden und dass er und April nicht allein auf dieser Welt sin.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gefühlvoll und lässt sich ganz toll lesen. Die Gedanken und Gefühle von Duncan oder Mara wurden sehr schön transportiert und ich konnte alles sehr gut nachvollziehen, auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit den Protagonisten war. Auch das einzigarte Flair der schottischen Highlands und des Dörfchens, in dem die Geschichte angesiedelt ist, wurden wunderbar eingefangen. Aber es ist nicht so, dass es nicht auch Spannungsmomente gab. Es wurde langsam auf einen dramatischen Höhepunkt hingearbeitet. Insgesamt war die Geschichte immer interessant und schön genug, dass ich immer wieder zu ihr zurückgekehrt bin.

Die Protagonisten haben mir sehr gut gefallen. Duncan ist, wie oben schon erwähnt, ein ziemlich sturer Esel, der sich und seine Gefühle in einen Panzerschrank geschlossen hat und der nicht sieht, dass es für seine kleine Tochter keinen besseren Ort gäbe um aufzuwachsen als Druidheachd. Mara McTavish wurde ebenfalls von der Welt und vom leben enttäuscht und hat sich in die Einsamkeit der schottischen Highlands zurückgezogen. Auch sie muss erst wieder lernen, das Leben und die Liebe an sich heran zu lassen, aber als sie sich öffnet, blockt Duncan ab. Ian und Andrew sind die besten Freunde, die sich ein Mensch nur wünschen kann und schubsen Duncan immer wieder auf den rechten Weg zurück. April ist eine kleine, zuckersüße Elfe, die man einfach nur ins Herz schließen kann.

Das Cover des E-Books gefällt mir sehr, sehr gut. Es versprüht Lebenslust und Frühling. Es ist eine große blühende Wiese in den schottischen Highlands zu sehen, der Himmel ist blau und eine junge Frau in einem weißen Kleid schlendert barfuß durch das hellgrüne Gras. Ein Wohlfühl-Cover!

Fazit: „Rückkehr an den Ort meiner Träume“ von Emilie Richards ist ein wunderschönes Buch, ein Liebesroman, der in den schottischen Highlands spielt und dem es nicht an Tiefgang und Spannungsmomenten fehlt. Ich vergebe sehr gute vier von fünf Sternen und möchte sehr gerne noch die beiden Folgebände „In den Armen des Schicksals“ und „…Wie Gespenster in der Nacht“ lesen.



von Emilie Richards
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 619 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: MIRA Taschenbuch; Auflage: 1., Aufl. (28. September 2011)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B006CGTTS0

Rezension vom 16.02.2014

Samstag, 15. Februar 2014

Book in the post box: Half Bad - Das Dunkle in mir

Half Bad - Das Dunkle in mir: Band 1

von Sally Green
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: cbj (31. März 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357015842X
ISBN-13: 978-3570158425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Half Life Trilogy 1 - Half Bad









Kurzbeschreibung

Wenn das Böse in dir lauert, bist du dann dazu
verdammt?

Nathan wird gejagt.
Seit seiner frühesten Kindheit wird er von der Regierung beobachtet, verfolgt, eingesperrt. Denn Nathan lebt in einer Welt, in der – mitten im modernen Alltagsleben – Hexen existieren. Weiße Hexen, die sich selbst für gut erachten und die Regierungsmacht in ihren Händen halten. Schwarze Hexen, die gefährlich und skrupellos sind und im Untergrund arbeiten. Und Nathan, der beides ist – denn seine Mutter war eine Weiße und sein Vater Marcus ist der gefürchtetste Schwarze aller Zeiten. Nathan ist ihm nie begegnet, aber von so einem Vater kann er nur Dunkles und Böses geerbt haben. Oder?

Um an Marcus heranzukommen, stellt der Rat der Weißen eine tödliche Falle – mit Nathan als Köder. Bald wird Nathan von beiden Seiten gejagt und muss sich entscheiden, wofür es sich zu kämpfen lohnt: für die gute Seite in ihm – oder für die böse …

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Spannend, spannend, spannend! Der Klappentext von "Half Bad" verspricht eine außergewöhnliche Geschichte mit einem ungewöhnlichen Protagonisten. Ich erhoffe mir hier etwas Neues, etwas Frisches, abseits der ausgetretenen Jugend-Fantasy-Pfade und ich habe schon die eine oder andere positive Stimme zu diesem Buch vernommen. Also kann es ja nur gut werden! Ich freue mich sehr auf die Lektüre!!! Was meint ihr?

Donnerstag, 13. Februar 2014

Der Ich möchte unbedingt lesen-Tag

Ich hab den Tag auf  dem Blog Fantasie und Träumerei gesehen und da sie niemanden Bestimmten getaggt, sondern geschrieben hat, dass man sich den Tag einfach mitnehmen soll, habe ich das einfach gemacht. Außerdem wurde ich von der lieben Steffi von Bella's Wonderworld und von Sandra von Read and be yourself getagged. Ich finde das Thema des Tags wirklich interessant und passend für einen Bücherblog:

Die Regeln: Zähle 5 Bücher auf, die ganz oben auf deiner Wunschliste stehen, die aber KEINE Fortsetzungen von Büchern sind, die du schon gelesen hast - sie sollen also völlig neu für dich sein.Danach werden 8 neue Blogger getaggt und ihnen in einem aktuellen Post Bescheid gegeben.

Das hier sind momentan meine Top-Fünf auf meiner Bücherwunschliste:

"Lockwood & Co. - Die seufzende Wendeltreppe" von Jonathan Stroud reizt mich einfach. Das Geisterjägerthema finde ich klasse und das Cover verspricht düstere, ja gar gruslige Spannung. Ich hoffe inständig, dass ich dieses Buch bald mein Eigen nennen kann, zumal ich das, was ich von Jonathan Stroud gelesen habe, ziemlich gut fand. (Das war übrigens "Valley - Das Tal der Wachter")




"Grotesque" von Page Morgan wird erst im August erscheinen, doch irgendwie lockt mich das Buch, es kribbelt mir jedes Mal in den Fingern, wenn ich das Cover betrachte. Denn da sind Gargoyles drauf! Richtig tolle Gargoyles und es geht auch um Gargoyles. Natürlich spielt die Geschichte in Paris und handelt von Ingrid, die sich vor der Öffentlichkeit versteckt und dabei in das Visier von dunklen Mächten gerät.




"Die 5. Welle" von Rick Yancey verspricht tolle Endzeitspannung. Dieser Auszug aus dem Klappentext macht mich absolut neugierig: Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Ich will unbedingt entdecken, was diese Wellen ausgelöst hat und wie es Protagonistin Cassie mit all dem ergeht. Das Buch erscheint am 14. April.



Ich habs momentan echt mit Endzeitbüchern. Zu dieser Kategorie zählt auch "Arclight - Niemand überlebt die Dunkelheit" von Josin L. McQuein. Hier ist die Welt in völliger Dunkelheit versunken, nur eine Lichtkuppel namens Arclight schützt die letzten Überlebenden vor den Seelenfressern, die draußen lauern... Uaaaaah, klingt das nicht toll gruselig??? Total was für mich!!! Erscheinungstermin ist der 3. April.




Zu guter letzt ein Buch, das schon seit einiger Zeit erschienen ist, das mich aber immer noch magisch anzieht und schon auf etlichen Wunschlisten, z.B. vom Bücherweihnachtswichteln stand. Ich finde das Cover von "Verflucht - Sie ist dort draußen, in der Dunkleheit..." von Victoria Schwab unglaublich toll und auch die Geschichte verspricht sanften Grusel mit Hexen, verschwundenen Kindern und einem düsteren Moor.





Ich hoffe, ich habe fünf interessante Bücher von meiner Wunschliste herausgepickt. Jetzt muss ich feststellen, das es alles Jugendbücher sind, dabei befinden sich auch etliche Bücher für ein erwachsenes Publikum auf meiner Wunschliste. Da ich selbst auch nicht so der typische Tag-Teilnehmer bin, halte ich es auch einfach so, dass ich alle tagge, die gerne teilnehmen wollen. Nehmt den Tag mit und zeigt eure Top-5 Wunschlistenbücher!

Dienstag, 11. Februar 2014

Book in the post box: Pastworld

Pastworld

von Ian Beck
Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Loewe Verlag (15. Juni 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785571569
ISBN-13: 978-3785571569
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre










Kurzbeschreibung

Tauchen Sie ein in die nebelverhangene Atmosphäre des Alten Londons! Erleben Sie den Nervenkitzel eines authentischen Mordschauplatzes! Staunen Sie über die Tricks entzückender Straßenbengel, die sie um einen Penny anschnorren! Pastworld - Das Abenteuer wartet!

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Bei "Pastworld" wurde ich  vor allem durch das wunderbare Cover angefixt und von der Idee, einen Themenpark zu errichten, der London im 19. Jahrhundert nachbildet. Spannend! Da würde ich auch unbedingt mal hin wollen, wenn es solch einen Themenpark geben würde. Tolle, Idee und ich hoffe auf eine tolle Umsetzung! "Pastworld" habe ich mal bei Arvelle mitbestellt, aber ich habe gesehen, dass das Buch bei amazon derzeit für 3,95 € zu haben ist!

Sonntag, 9. Februar 2014

Die Erben von Atlantis - Kevin Emerson

Kiemen, UV-Strahlung und Atlanter

Owen Parker hat das Glück für ein Feriencamp ausgelost worden zu sein, das unter einer der großen Kuppel der Eden-Corporation liegt. Owen lebt mit seinem Vater im Hub in Yellowstone unter der Erde seit die Erdoberfläche aufgrund der stark angestiegenen UV-Strahlung nahezu unbewohnbar geworden ist. Unter den Kuppeln ist aber ein fast unbeschwertes Leben möglich. Kurz nachdem Owen in Eden West angekommen ist, ertrinkt er fast bei einer Schwimmprüfung, aber nur fast, denn plötzlich entwickeln sich Kiemen an seinem Hals und er entdeckt weitere merkwürdige Dinge, die in Camp Eden geschehen. Zusammen mit Junior-Betreuerin Lilly geht er der Sache auf den Grund.

Ich fand den Klappentext recht spannend und vielversprechend und ich habe eine interessante Atlanter-Abenteuer-Fantasy-Geschichte erwartet. Doch die Kurzbeschreibung ist in diesem Fall etwas irreführend, denn hauptsächlich erhält man hier eine Feriencamp-Geschichte mit Streitereien und Rivalitäten zwischen den einzelnen Camp-Gruppen, Aktivitäten, wie sie in jedem Ferienlager an der Tagesordnung stehen und regelmäßig Szenen aus der Speisesaalhütte. Das Szenario an sich, dass die UV-Strahlung das Leben an der Erdoberfläche fast unmöglich gemacht und der Planet sich in eine staubtrockene Wüste verwandelt hat, finde ich sehr gut durchdacht und glaubwürdig. Es ist nur noch wenig Landmasse übrig, nachdem die Polkappen abgeschmolzen und der Meeresspiegel stark angestiegen ist. 

Der Schreibstil ist angenehm und einfach zu lesen. Ich habe mich eigentlich recht schnell in die Geschichte einfinden können und Owen durch seine ersten Tage im Camp Eden begleitet. Doch eine Frage drängte sich mir immer wieder in den Vordergrund: Was ist mit unserer Erde genau passiert? Hier wird man nur häppchenweise mit Informationen gefüttert, aber genau das sind die Aspekte, die mich an solchen Endzeitszenarien besonders interessieren und über die ich unbedingt so viel wie möglich erfahren will. Anfänglich fand ich das Camp Leben noch interessant, aber streckenweise wurde es einfach langweilig mitanzusehen, wie sich die Jungen- und Mädchengruppen gegenseitig foppen. Es kommt auch erst recht spät Spannung auf, meiner Meinung nach zu spät um den jugendlichen Leser an die Seiten zu fesseln. Trotzdem gibt es auch spannende und interessante Aspekte, gerade was Owens atlantisches Erbe angeht, welches aber auch viel zu spät endlich auftaucht.

Owen Parker ist ein sympathischer Hauptprotagonist. Er ist nicht so cool wie die Kinder und Jugendlichen, die ihr ganzes Leben in Eden West verbracht haben. Doch er schlägt sich wacker und versucht sich auch nichts daraus zu machen, wenn er von ihnen gemobbt wird. Natürlich wird Owen in tiefste Verwirrung gestürzt, als ihm plötzlich Kiemen wachsen, zusätzlich zu seiner aufkeimenden Verliebtheit Lilly gegenüber. Lilly ist das hübscheste Mädchen in Camp Eden und schenkt Owen ihre Aufmerksamkeit, was dieser gar nicht nachvollziehen kann, denn alle Jungs wollen von Juniorbetreuerin Lilly beachtet werden. Sie ist aber nicht nur hübsch, sondern auch tough und kritisiert die Eden Corporation, was ihre Betreuer-Freunde nicht nachvollziehen können. Allerdings hat mich die Liebesgeschichte zwischen den beiden kaum berührt. Mir war es schlichtweg egal, ob sie nun zusammenkommen oder nicht, dafür waren die Figuren emotional zu platt angelegt. Leech ist der Böse und Anführer in Owens Camp-Gruppe. Aber er ist mir zu durchschnittlich geraten, hier hätte auch etwas mehr Tiefgang gutgetan.

Das Cover des Taschenbuchs fand ich von Beginn an interessant. Es ist in auffallendem Rot gehalten und es sind Wasserblasen darauf zu sehen. In der größten Wasserblase ist ein schemenhafter Mensch abgebildet. Das Cover macht auf jeden Fall einiges her und passt auch gut zum Setting, in dem das Buch angesiedelt ist.

Fazit: „Die Erben von Atlantis“ von Kevin Emerson verspricht viel, hält aber nur die Hälfte davon auch wirklich ein. Man erhält hier hauptsächlich eine Feriencamp-Geschichte in einer dystopischen Umgebung, mit einer Prise Mythos von Atlantis. Wäre das „Vorgeplänkel“ nicht so ausufernd, wäre es ein richtig interessanter und spannender Jugendroman. Aber so verfällt die Geschichte streckenweise in Langatmigkeit. Zum Ende hin wird es aber spannend und die Fortsetzung dürfte auch besser werden, zumindest, was die Ausgangslage anbelangt. Ich vergebe somit 3,5 von fünf Sternen.



von Kevin Emerson
Taschenbuch: 432 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. Dezember 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453315286
ISBN-13: 978-3453315280
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Rezension 08.02.2014

Herzlichen Dank an für die Bereitstellung des Buches!

Freitag, 7. Februar 2014

Book in the post box: Monument 14

Monument 14

von Emmy Laybourne
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (13. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453411633
ISBN-13: 978-3453411630
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Monument 14









Kurzbeschreibung

Vierzehn Jugendliche. Eine Shopping-Mall. Eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.

An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …

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Das Buch "Monument 14" erinnert mich ein bisschen an "Dawn of the Dead" nur ohne Zombies.^^ Ich hoffe auf eine spannende, intelligente, düstere und auch brutale Jugend-Endzeit-Geschichte in der ums Überleben gekämpft wird. Das Cover ist eigentlich recht schlicht, doch es spricht mich wirklich an. Ich denke, es wird ein Buch sein, das man auch einem männlichen Teenager in die Hand drücken kann. Warten wirs ab, trinken eine schöne Tasse Tee und lassen uns überraschen! ;)

Mittwoch, 5. Februar 2014

Von der Nacht verzaubert - Amy Plum

Paris, scène de grand d‘amour

Die 17-jährige Kate Mercier zieht mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Hier gibt sie sich völlig ihrer Trauer hin und wird erst durch das Auftauchen des geheimnisvollen Vincent und einem Beinahe-Unglück wieder in das Reich der Lebenden zurückgeholt. Nur langsam lässt sie sich auf den jungen Mann ein und als sie erfährt, dass Vincent nicht ganz normal ist, droht das Glück in der Stadt der Liebe zu zerbrechen…

Meine Erwartung in „Von der Nacht verzaubert“: Jugend-Romantasy-Roman. Und genau das habe ich auch bekommen. Die Geschichte selbst spielt in Paris und ist zwar zu Beginn schwer und voll von Kates Traurigkeit über den Verlust ihrer Eltern, doch später wird sie luftig-leicht, als sie Vincent für sich entdeckt. Vincent ist natürlich kein Mensch, sondern ein Revenant und lebt quasi in zwei Welten: Leben und Tod. Aber er ist nicht allein, es gibt noch mehrere Personen, die genauso sind, wie er, sie wohnen in einer ziemlich pompösen Villa und an Geld mangelt es ihnen wahrlich nicht. Eine solche Gemeinschaft hat aber natürlich auch seine Gegenspieler, die aber erst ab der zweiten Hälfte des Buches so richtig in Erscheinung treten.

Den Schreibstil der Autorin kann ich am besten mit „fluffig“ beschreiben. Er ist so locker und federleicht, dass die Seiten nur so unter meinen Fingern hinweggeflogen sind. Es gab keine Längen und auch nicht allzu viele der von mir so verhassten Kitschmomente. Wofür ich überaus dankbar bin! Spannung kam so richtig im letzten Viertel des Buchs auf, davor war die Geschichte einfach interessant und unterhaltsam. Ich bin gerne zusammen mit Kate durch die Straßen und Museen von Paris gezogen. Die Häuser und schönen Fleckchen der Stadt an der Seine konnte ich mir wunderbar vorstellen und ich war unglaublich froh, selbst kurze Zeit später nach Paris zu reisen.

Die Charaktere waren insgesamt richtig schön und sympathisch gestaltet. Kate vergeht zu Beginn in ihrer Trauer und es war so realistisch dargestellt, dass ich ihr alles geglaubt habe. Ihre Apathie, ihre dunklen Momente, dass sie sich in ihre Bücher geflüchtet hat um nicht mit der Realität konfrontiert zu werden. Das alles macht Kate absolut sympathisch und glaubwürdig. Später beginnt sie an Vincents Seite wieder aufzublühen. Vincent ist ein junger Mann mit einem großen und alten Geheimnis. Er ist unheimlich romantisch, fast schon zu sehr, das macht ihn ein wenig unheimlich, aber durchaus interessant. Es gibt auch viele tolle Nebencharaktere, wie Georgia, Kates Schwester oder die anderen Revenants.

Der Schutzumschlag des Hardcovers ist wirklich aufwendig und wunderbar gestaltet. Er ist in einem gedeckten Grün gehalten, der Eiffelturm, die Straßen von Paris und eine Menge rote Rosen sind drauf zu sehen und versprühen eine ganz besondere Charme. 

Fazit: Mit „Von der Nacht verzaubert“ legt Amy Plum einen Debutroman vor, der wirklich verzaubern kann, auch wenn man einen typischen Jugend-Fantasy-Roman mit der üblichen Portion Romantik erhält. Wegen des Kitschfaktors muss ich mal wieder einen Stern abziehen und vergebe sehr gute vier von fünf Sternen! Die Folgebände werden auf jeden Fall in mein Bücherregal wandern!



von Amy Plum
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785570422
ISBN-13: 978-3785570425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Originaltitel: Die for me

Rezension vom 05.02.2014

Samstag, 1. Februar 2014

Leseliste Januar

Der erste Monat im Jahr 2014 ist nun auch schon wieder rum und es wird Zeit auf meine gelesenen Bücher zurückzublicken. Irgendwie war der Januar kein wirklich guter Lesemonat. Ich bin nicht so richtig zum Lesen gekommen und weiß auch gar nicht wirklich, woran es lag. Es ist keine Leseunlust, sondern allgemeine Müdigkeit. Ich vermisse die Sonne, das Licht und die Wärme!

Der Eiffelturm
Der Januar war kein Kino-Monat, dafür war ich mit meinem Liebsten in der Stadt der Liebe, in Paris. Wir haben eine Städtereise gemacht und waren von Freitag bis Sonntag in Frankreichs Hauptstadt. Die Anreise gestaltete sich denkbar einfach: Rein in den TGV, drei Stunden ganz gemütlich drinn sitzen (bei 320 km/h^^) und lesen und dann in Paris völlig entspannt wieder aussteigen. Wer selbst eine Paris-Reise plant und die Möglichkeit hat, mit dem TGV zu fahren, der sollte diese nutzen! Schneller und entspannter kommt man wirklich nicht nach Paris! Das Wetter war zwar die ganze Zeit ziemlich trüb, doch es war weitestgehend trocken, so dass wir viel zu Fuß unterwegs waren. Autsch, meine Füße!!! Wir hatten das Drei-Tage-Metro-Ticket und konnten somit so viel mit den Schnellzügen (RER) und der Metro fahren, wie wir wollten, was natürlich ziemlich praktisch war und unsere Füße haben es uns absolut gedankt! Natürlich haben wir alle wichtigen Sehenswürdigkeiten abgeklapptert und hatten drei tolle Tage in der Metropole an der Seine! Hier ein paar Impressionen:

Der Louvre

Ich vor dem Triumphbogen
Notre Dame

Nun aber zu meiner Leseübersicht für den Monat Januar. Mich hat eine Rezensionsunlust gepackt, so dass noch Rezensionen fehlen, diese werde ich aber noch nachholen. Ich habe nur sechs Bücher gelesen und es sind nur sechs geworden, weil ich im TGV nach Paris ein ebook beendet habe, das ich schon seit Längerem nebenher gelesen habe. Insgesamt waren es 2.384 Seiten. Durch Klicken auf die Links gelangt ihr, wie immer, zu meinen vollständigen Rezensionen.

Ins Jahr gestartet bin ich gleich mit dem ersten Buch für die SUB-Abbau-vor-2012-Challenge, die Sandra von Read and be yourself veranstaltet: Somit habe ich "Der Kruzifix-Killer" von Chris Carter endlich von meinem SUB befreit und mich in den ersten Fall der Deetectives Hunter und Garcia vom LAPD gestürzt. Die beiden jagen den Kruzifix-Killer, der Hunter schon Jahre zuvor den letzten Nerv geraubt hat, denn er hinterlässt einfach keine Spuren. Spannend, nervenaufreibend und ein echter Pageturner! Ich kann den Thriller nur empfehlen!




Lange, lange habe ich mich auf die Lektüre von "Daughter of Smoke and Bone" von Laini Taylor gefreut! Lange lang das Buch auf meinem SUB, wenn auch nicht so lange wie der "Kruzifix-Killer". Aber ich bin froh, dass ich gewartet und mir Zeit für diese Perle genommen habe, denn ich finde, dies ist eine Geschichte, die Zeit und Raum braucht, um sich zu entfalten. Es geht um die 17-jährige Karou, die bei einer besonderen Pflegefamilie aufwächst. Ihr Ziehvater Brimstone und seine Gehilfen sind allesamt Chimären und Karou kann auf einen fast unerschöpflichen Vorrat an Wünschen zurückgreifen. Kleine Wünsche zwar, aber für allerlei Schabernack reichen diese aus. Doch plötzlich wird ihr die Rückkehr zu ihrer Familie verwehrt und Karou beginnt zu kämpfen... um sich, um ihre Familie und um ihre Vergangenheit. Der zweite Band "Days of Blood and Starlight" ist zum Glück schon erschienen!


Als Nächstes habe ich zu einem Historischen Krimi gegriffen. "Mord im Tiergarten" stammt wieder aus der Feder von Tim Pieper und ist Dr. Otto Sanftlebens zweiter Fall. Die Geschichte ist Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin angesiedelt und dieses Mal muss Otto einen brutalen Mordfall aufklären, bei dem das Opfer im Tiergarten entdeckt wurde. Es geht um Rassissmus und Antisemitismus, welche keine leichten Themen sind. Doch der Autor hat es wieder mal geschafft, mich mit seiner Geschichte und seinem Schreibstil zu begeistern und somit war das Buch schnell ausgelesen. Ich wusste übrigens bis zur finalen Auflösung nicht, wer der Mörder war!!!! Hut ab vor dieser Leistung, lieber Tim!

Nach dem Krimi habe ich mich für ein weiteres SUB-Buch entschieden, vor allem im Hinblick auf meine anstehende Paris-Reise: "Von der Nacht verzaubert" von Amy Plum spielt in Paris und ließ mich schon mal vorab in den Zauber der Stadt eintauchen. Kate zieht mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris nachdem ihre Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind. Hier gibt sie sich völlig ihrer Trauer hin und wird erst durch das Auftauchen von Vincent wieder in das Reich der Lebenden zurückgeholt. Dabei lebt Vincent zwischen den Welten... Man bekommt hier eine Geschichte, so wie ich sie erwartet habe: Leichte Jugend-Fantasy-Unterhaltung und ein Schreibstil, den ich nicht anders als mit dem Wort fluffig beschreiben kann! Kurzweilig, schön und natürlich vorhersehbar, aber das machte überhaupt nichts! Ich freue mich darauf, Band zwei zu lesen!

Von "Die Erben von Atlantis" von Kevin Emerson habe ich einiges erwartet, denn der Klappentext verspricht unverbrauchte Ideen und eine spannende Story. Dies erhält man nur bedingt, denn das Buch ist mehr Feriencamp-Geschichte als Abenteuer-Fantasy, wie der Klappentext suggeriert. Owen Parker hat das Glück für ein Feriencamp ausgelost worden zu sein, das unter einer der großen Kuppel der Eden-Corporation liegt. Owen lebt mit seinem Vater im Hub unter der Erde, seit die Erdoberfläche aufgrund der UV-Strahlung unbewohnbar geworden ist. Unter den Kuppeln ist aber ein fast unbeschwertes Leben möglich. Kurz nachdem Owen in Eden angekommen ist, ertrinkt er fast, aber nur fast, denn plötzlich entwickeln sich Kiemen an seinem Hals und er entdeckt weitere merkwürdige Dinge, die in Camp Eden geschehen. Eigentlich ist es eine kurzweilige Geschichte, die wirklich nicht schlecht ist, ich hatte mir nur mehr von ihr erhofft.


Das letzte beendete Buch diesen Monat: "Rückkehr an den Ort meiner Träume" von Emilie Richards. Dieses ebook habe ich schon wirklich lange und immer mal zwischen durch ein bisschen darin gelesen. Auf der Zugfahrt nach Paris habe ich es schließlich beendet. Es fällt in meine Herzenskategorie der Schottland-Romane und handelt von den "Men of Midnight" drei Männern, die zur gleichen Zeit im schottischen Örtchen Druidheachd zur Welt gekommen sind. Die drei verbindet eine innige Freundschaft, doch einer der drei, Duncan Sinclair, ist nach Amerika gezogen und erst kürzlich nach dem Scheitern seiner Ehe mit seiner kleinen Tochter April in die Highlands zurückgekehrt. Hier trifft er Mara McTavish, die sich aufgrund ihrer besonderen Gabe in die Einsamkeit zurückgezogen hat. Kann sie Duncan helfen seine seelischen Wunden zu heilen? Eine schöne Liebesgeschichte mit Höhen und Tiefen, sehr unterhaltsam und für Zwischendurch wunderbar geeignet. Sympathische Charaktere runden das Ganze noch ab. Ich möchte irgend wann mal noch die beiden Folgebände lesen. Rezension folgt!