Montag, 25. August 2014

Skylark - Der eiserne Wald - Meagan Spooner

Das Leben hat mehr zu bieten!

Lark kann es kaum erwarten, dass ihr Name endlich auf der Liste erscheint und sie „geerntet“ wird, um danach ihren Platz in der Gesellschaft der kleinen Stadt einzunehmen. Die Ernte bedeutet, dass jungen Menschen ihre natürliche Magie abgesaugt wird, um sie dem Gemeinwohl zur Verfügung zu stellen. Als Lark jedoch im Ministerium entdeckt, welches Leben ihr blüht, versucht sie zu fliehen und entkommt mit knapper Not auf die andere Seite der Mauer, die die Stadt von der Außenwelt abschottet. Doch allein in der Wildnis, auf der Suche nach dem Eisernen Wald, wird Lark vor ganz neue Prüfungen gestellt…

„Skylark“ bietet neue und interessante Ideen, die auch gut umgesetzt wurden. Die Autorin legt sehr viel Wert auf ihre Figuren und ihre Glaubwürdigkeit. Auch die Welt, in der Lark lebt, ist plausibel, aber es ist natürlich von Anfang an klar, dass Lark in einem Regime aufgewachsen ist, das auf einem Lügengerüst errichtet wurde. Trotzdem ist der Gedanke, dass jeder Mensch Magie in sich trägt, wunderbar und dass der Mensch in einer Welt ohne Magie nicht existieren kann, für mich durchaus vorstellbar. Mich würde vor allen Dingen interessieren, was das Regime alles vor seinen Bürgern geheim hält und was der Auslöser für den verheerenden Krieg war, der sämtliche Magie vom Antlitz der Welt getilgt hat. Ich hoffe, in den Folgebänden mehr darüber zu erfahren!

Der Schreibstil war gut und angenehm zu lesen. Ich habe mich schnell in der Geschichte zu Recht gefunden und konnte mit Lark die Geheimnisse ihrer Welt erkunden. Trotzdem tat ich mich phasenweise schwer, an der Geschichte dran zu bleiben, meine Gedanken schweiften manchmal ab und ich hatte es schwer, wieder zurückzukehren. Ich kann allerdings den Grund dafür nicht genau benennen. Möglicherweise fehlte mir an manchen Stellen die Spannung, obwohl Lark von einem Abenteuer ins Nächste stolpert, oder ihr Irrweg durch die Wildnis hat sich zu sehr gezogen, so dass ich das Interesse verloren habe.

Die Protagonisten sind die klare Stärke dieses dystopischen Fantasy-Romans! Lark ist ein 16-jähriges Mädchen, das irgendwie anders ist, allerdings ist diese Andersartigkeit nicht so richtig greifbar und man kann es sich nicht genau erklären. Später wird hier Licht ins Dunkel gebracht, aber bis es soweit ist, grübelt man die ganze Zeit darüber nach. Lark ist aber auch mutig, aber ganz und gar nicht furchtlos, sie ist authentisch und das mochte ich an ihr. Allerdings gibt es einen weiteren Protagonisten, der Lark fast die Schau stiehlt: Oren, ein Junge, der Lark aus einigen misslichen Lagen rettet und mit dem man eine Überraschung erlebt, mit der ich absolut nicht gerechnet hatte! Die Nebenfiguren sind auch allesamt interessant und lebendig, so dass man hier viele unterschiedliche Charaktere kennen lernt.

Das Cover der Klappbroschur finde ich wirklich schön! Man sieht das Profil eines langhaarigen Mädchens, welches Lark darstellen könnte, zwischen metallisch glänzenden Baumstämmen. Das Cover ist stimmig und meiner Meinung passend zur Story gewählt.

Fazit: „Skylark – Der eiserne Wald“ von Meagan Spooner hat mich einige Nerven gekostet bis ich das Buch beendet hatte. Es lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück, denn auf der einen Seite mag ich die Idee und die Protagonisten, auf der anderen Seite musste ich mich streckenweise ein wenig durchkämpfen. Trotzdem möchte ich wissen, wie es mit Lark, Oren und den Magie weitergeht und vergebe dreieinhalb von fünf Sternen!



von Meagan Spooner
Broschiert: 448 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (23. Juni 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453268229
ISBN-13: 978-3453268227
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Skylark Book 1

Rezension vom 25.08.2014

Herzlichen Dank anfür die Bereitstellung des Buches!

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