Samstag, 7. Juni 2014

Die 5. Welle - Rick Yancey

Invasion

Cassies Leben ändert sich schlagartig, als das riesige außerirdische Raumschiff im Erdorbit gesichtet wird. Alle Kommunikationsversuche der Menschen schlagen fehl und als die Aliens dann doch antworten, dann lautet die Antwort: Tod und Zerstörung. Cassie zählt zu den letzten Überlebenden der Menschheit, nachdem die Aliens vier Aktivitäten in Gang gesetzt haben, um den Planeten zu entvölkern und sie wird nur vom Gedanken an Rache und dem Versprechen, getrieben, dass sie ihrem kleinen Bruder Sammy gab, als er von Soldaten zusammen mit anderen Kindern zu einem sicheren Ort gebracht wurde. Doch Cassie kann keinen mehr trauen, sie wird verfolgt und schwer verletzt, steht am Rande des Todes und wird von Evan Walker gerettet. Evan Walker, der ihr sagt, sie könne ihm vertrauen, dass ihr nichts geschehen würde. Doch ist Evan Walker einfach nur Evan Walker?

„Die 5. Welle“ ist eine Endzeitgeschichte aus der Science-Fiction-Ecke. Hier greifen Außerirdische, die allerdings noch kein Mensch zu Gesicht bekommen hat, die Erdbevölkerung an den Stellen an, an denen es ihr am meisten weh tut: Zuerst zerstören sie mit einem gewaltigen EMP sämtliche Elektronik, dann werden die Menschen in den Küstenregionen mittels riesiger Flutwellen ausgelöscht und den Großteil der Weltbevölkerung eliminieren sie durch einen grausamen Virus. Die wenigen Resistenten sammeln sich natürlich in Auffanglagern, wo sie auf Hilfe durch das Militär hoffen. Und als sie vermeintlich kommt, sehen sie sich auch nur dem Tod gegenüber. Es ist ein Szenario, das schlimmer nicht sein könnte. Die ganze Zeit wird man von der Frage begleitet: Was zur Hölle wollen diese Aliens??? Warum tun sie das??? Obwohl die Antwort klar auf der Hand liegt, ist sie doch ein Schlag in die Magengrube eines jeden menschlichen Wesens!

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Zum einen aus der Sicht von Cassie, die als Ich-Erzählerin fungiert. Zu Begin ist der Schreibstil auch noch ein wenig wirr, weil man in die abgehakten Satzkonstruktionen einer Jugendlichen hineingeworfen wird, doch nach ein paar Seiten lichtet sich die anfängliche Verwirrung und alles rutscht ganz klar an seinen Platz. Das gibt es noch die Perspektive von Ben Parrish, in den Cassie während ihrer High School-Zeit unerwidert verknallt war. Ben Parrish, genannt Zombie, ist in einer Militärbasis gelandet und wird dort zu einem skrupellosen Soldaten gedrillt bis er etwas furchtbaren herausfindet. Der Schreibstil selbst ist einfach und angenehm zu lesen, wenn man einmal die ersten paar Seiten hinter sich gebracht hat. Es entsteht dann auch recht schnell Spannung vor allem zu Beginn in dem Teil, in dem es um Zombie geht. Cassies Geschichte wird erst richtig interessant, als sie endlich loszieht, um ihren Bruder zu retten und gipfelt dann in einem wahren Showdown, den ich mir so bildlich vorstellen konnte, als säße ich vor einer Kinoleinwand.

Zu den Protagonisten konnte ich schnell eine Beziehung aufbauen zu Cassie sowie auch zu Zombie und Sammy, der auch seine Abschnitte im Buch erhält. Cassie denkt sehr rational und konnte somit ihr Überleben sichern, seit sie ganz alleine ist. Sie klammert sich an den Gedanken, dass ihr kleiner Bruder Sammy noch am Leben ist und auf sie wartet. Evan Walker versucht sie von ihrem Plan abzubringen. Er ist die Freundlichkeit in Person, doch ich habe ihn immer misstrauisch beäugt. Auch Cassie kann sich einfach nicht vorstellen, dass das alles echt sein soll. Zombie kämpft sich verbissen durch den Drill in der Militärausbildung und vergisst sich dadurch selbst. Erst ein paar furchtbare Ereignisse rütteln ihn wieder wach, er nimmt sich Sammy an und beginnt zu kämpfen. Sammy ist ein kleiner fünfjähriger Junge, der einfach nicht weiß wie ihm geschieht und ganz fest an seine große Schwester glaubt. Es war herzzerreißend!

Der Schutzumschlag des Hardcovers ist einfach wunderschön gestaltet! Auch wenn er auf den ersten Blick nach nichts Besonderem aussieht, denn es ist einfach nur eine dunkle Gestalt zwischen Bäumen zu sehen, die im Schatten liegen. Von Hinten wird die Szenerie durch ein helles Licht angestrahlt, das golden glänzt. Der gesamte Schutzumschlag schimmert und glänzt einmalig und mir gefällt er sehr, sehr gut! Geht es nur mir so, oder sieht der obere helle Teil aus wie ein Hasenkopf???

Fazit: „Die 5. Welle“ von Rick Jancey ist der Auftakt zu einer Sci-Fi Trilogie, den ich wirklich in Rekordzeit verschlungen habe! Hier finden sich alle Elemente, die für mich eine gute Geschichte ausmachen, nämlich ein richtig heftiges Endzeitszenario, tolle Charaktere, viel Action und Spannung und einige unerwartete Wendungen. Ich vergebe grandiose 4,5 von fünf Sternen, aber nur, weil ich mir sicher bin, dass da noch mehr geht, Herr Yancey!!!



von Rick Yancey
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (14. April 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442313341
ISBN-13: 978-3442313341
Originaltitel: The Fifth Wave Vol. 1

Rezension vom 07.06.2014

Herzlichen Dank an den    Verlag für die Bereitstellung dieses grandiosen Buches!

Kommentare:

  1. Ich bin auch schon mega gespannt wie es weitergeht und hoffe das Rick Yancey wirklich noch ein Schippchen drauflegen kann!

    Mir geht es genau wie dir - finde das es wirklich nach einem Hasenkopf aussieht.

    LG
    Bella

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    1. Oh ja, hoffentlich müssen wir nciht so lange auf die Fortsetzung warten! *hoff*

      LG
      Kathi

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