Mittwoch, 19. März 2014

Monument 14 - Emmy Laybourne

Der Tag an dem das Chaos ausbrach

Dean ist im Schulbus auf dem Weg zur Schule, als das unfassbare geschieht: Ein Hagelsturm monströsen Ausmaßes geht auf das amerikanische Kleinstädtchen Monument nieder und lässt den Schulbus verunglücken. Deans Bruder im anderen Schulbus hat mehr Glück, denn die Schulbusfahrerin kann die kleinen Kinder wohlbehalten in eine Shopping Mall bringen. Danach rettet sie die Jugendlichen aus dem verunglückten Schulbus. Doch dann lässt sie die 14 Kinder und Jugendlichen allein um Hilfe zu holen. Ab dem Zeitpunkt sind Dean und die anderen auf sich gestellt und draußen vor den Toren des Shopping Centers geht die Welt unter…

„Monument 14“ klang für mich wie ein in interessantes Endzeitszenario im Jugendbuchgewand. Der Klappentext erinnerte mich ein wenig an „Dawn oft he Dead“. Thema: Shopping Center. Ihr wisst bescheid! Allerdings wurde meine Erwartung in dieser Hinsicht nicht ganz erfüllt, denn nach dem actiongeladenen Auftakt sitzen die 14 Kinder und Jugendlichen erstmal in der Shopping Mall fest und kein Erwachsener weit und breit. Das Gebäude riegelt sich von selbst ab, was den Kids nur zu Gute kommt, als eine gefährliche Giftgaswolke aus einer nahegelegenen Forschungseinrichtung entweicht. Im Grunde kämpfen die Jugendlichen hauptsächlich mit sich selbst und den Widrigkeiten des Teenagerdaseins. Natürlich müssen sie auch überleben, was ihnen durch ihre ständigen Streitereien und pubertären Allüren nicht gerade leichter fällt. Trotzdem ist das Buch ein spannendes Endzeitszenario und zum Ende hin wird es richtig interessant!

Der Schreibstil ist einem Jugendbuch angemessen und sehr leicht und einfach gehalten. Somit fliegt man förmlich durch die Seiten und ehe man sich versieht, ist man am Ende angelangt. Gerade die Ungewissheit zu Beginn schafft eine bedrückende Atmosphäre und selbst, als die Kids herausfinden, was da draußen passiert, das Ausmaß der Katastrophe ansatzweise bekannt wird, macht es das nicht wirklich besser. Der Spannungsbogen ist gleich zu Beginn sehr hoch, flacht dann ein wenig ab um zum Ende hin wieder rasant anzusteigen. Man erlebt die Geschichte aus Deans Sicht, er ist der Ich-Erzähler.

Die Protagonisten waren mir insgesamt ein wenig zu oberflächlich, doch darüber konnte ich dieses Mal ganz gut hinweg sehen. Dean als Hauptprotagonist erhält natürlich die größte Tiefe, denn man erlebt alles aus seiner Sicht, lernt die Gefühle, Ängste und Sehnsüchte des Außenseiters kennen. Deans Bruder Alex ist hochbegabt und kann alle Elektrogeräte reparieren, die man ihm hinstellt. Er ist nicht nur ein schlaues, sondern ein sehr sympathisches Kerlchen. Jeder der Jugendlichen und der kleinen Kinder hat seine eigenen Charakterzüge, wobei die meisten nur sehr oberflächlich beschrieben sind.

Das Cover des Taschenbuchs ist mir gleich beim ersten Mal aufgefallen und hat mich dazu verleitet, mir den Klappentext durchzulesen. De Titel bildet das Zentrum des Covers und bedeckt in dicken grünen Lettern die größte Fläche. Darunter sind 14 schemenhafte Gestalten zu sehen, die Kids, die im Einkaufszentrum festsitzen. Einfach aber wirkungsvoll!

Fazit: „Monument 14“ von Emmy Laybourne entwickelt beim Lesen seine ganz eigene Dynamik. Man erhält hier ein spannendes Endzeitszenario, welches aber nur den Rahmen für Teenagerquerelen bildet. Insgesamt habe ich das Buch sehr schnell gelesen und mir hat es auch gut gefallen. Ich hoffe nun auf weitere interessante Details in der Fortsetzung und vergebe gute vier von fünf Sternen!



von Emmy Laybourne
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (13. Januar 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453411633
ISBN-13: 978-3453411630
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: Monument 14

Rezension vom 15.03.2014
  
Herzlichen Dank an für die Bereitstellung des Buches!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen