Mittwoch, 31. Juli 2013

Dark Triumph - Die Tochter des Verräters - Robin LaFevers

Die Schöne und die Bestie

Sybella wurde von der Äbtissin in d’Albrets Haushalt geschickt und damit direkt in den Schlund der Hölle, dem sie entkommen zu sein glaubte. Das einzige, an das sie sich in der Dunkelheit klammert, ist die Hoffnung, dass Mortain d’Albret mit seinem Mal zeichnen wird, damit sie ihn töten kann. Um Rache zu nehmen für all den Schrecken und das Leid, das der grausame Verräter an der Herzogin in ihrem Leben verbreitet hat. Da bekommt Sybella den ungewöhnlichen Auftrag einen Gefangenen aus d’Albrets Kerker zu befreien. Damit tritt sie Ereignisse los, die für ihr Leben und möglicherweise auch für das Volk der Bretagne eine gewaltige Bedeutung haben…

Zu Beginn des ersten Bandes „Grave Mercy“ lernt man die jungen Mädchen Sybella, Ismae und Annith während ihrer Ausbildung zu Meuchelmörderinnen kennen. Ismae war von Anfang an die Sympathische, während Sybella das krasse Gegenteil zu sein schien, nämlich die Hochmütige und Unnahbare, doch nun wurde mir Sybellas Wesen in einem anderen Licht gezeigt und je mehr man von ihrer Vergangenheit erfährt, umso mehr Mitleid und Verständnis bringt man für die 17-jährige auf. Die Geschichte knüpft an dem Punkt des ersten Bandes an, an dem Ismae Sybella auf den Zinnen des Burgturms in Nantes sieht, wie sie ihre Freundin und die Herzogin vor einem Hinterhalt warnt, den d’Albret gelegt hat. Die Ereignisse spitzen sich dann immer weiter zu und die Schlinge um den Hals der Herzogin wird hoffnungslos eng.

Der Schreibstil der Autorin war wieder einmal brillant! Ich habe mich schnell in einen Rausch gelesen und wollte das Buch so ungern aus der Hand legen, dass ich jede Störung verteufelt habe! Bildgewaltig und gestochen scharf zeichnet Robin LaFevers das Bild der, von Franzosen und Verrätern eingekesselten Bretagne, die von einer mutigen, aber sehr jungen Herzogin regiert wird. Von Beginn an steigt der Spannungsbogen stetig an und die Ereignisse überschlagen sich bald, um zum Schluss in einem grandiosen Showdown zu münden. Ein wirklich außergewöhnlicher und wunderbarer Schreibstil, von dem ich kaum Genug bekommen konnte!

Diesmal ist Sybella die Protagonistin und während sie im ersten Teil der Reihe noch kühl und unnahbar wirkte, kommen nun all ihre Facetten ihrer Persönlichkeit zum Vorschein und ich habe mich sehr, sehrt schnell mit der jungen Assassine identifizieren können. Sybellas Vergangenheit ist dunkel und von Schmerz und Leid geprägt. Sie musste mitansehen, wie d’Albret sieben Ehefrauen ermordet hat, nur weil sie ihm keine Söhne gebären konnten oder sich ihm anderweitig wiedersetzten. Von daher finde ich es erstaunlich, dass Sybellas Seele nicht noch größeren Schaden genommen hat. Mut und Entschlossenheit sind ihre Markenzeichen, außerdem ist sie eine gute Lehrerin und muss ihrerseits lernen, ihr Herz zu öffnen. Denn als Die Bestie die Waroch in ihr Leben tritt, muss Sybella wohl oder übel all ihre Vorsätze über Bord werfen. Die Bestie ist ein wahrer Berserker im Kampf und trotzdem ein unglaublich großherziger und sanfter Mensch, den man einfach gern haben muss! Wunderbare Figuren, die in eine wunderbare Handlung eingebettet wurden!

Das Cover der Klappbroschur finde ich nicht ganz so bezaubernd, wie das des ersten Teils, denn es ist viel düsterer und spiegelt Sybellas Gemütszustand und Verfassung sehr gut wieder. Eine in dunkle Gewänder gehüllte junge Frau mit einem langen Dolch in der Hand, ist darauf zu sehen.

Fazit: „Dark Triumph – Die Tochter des Verräters“ von Robin LaFevers knüpft in Punkto Originalität und Qualität nahtlos an den wunderbaren ersten Band „Grave Mercy“ an und überzeugt mit einer tollen Story, kleinen, aber feinen Fantasy Elementen und unglaublich lebendigen Charakteren! Wer diese Reihe noch nicht kennt, dem sei sie nun aller wärmstens ans Herz gelegt!!!



von Robin LaFevers
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: cbj (10. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570401790
ISBN-13: 978-3570401798
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

Rezension vom 31.07.2013

Herzlichen Dank an den    Verlag für die Bereitstellung dieses absolut wundervollen Buches!

Montag, 29. Juli 2013

Book in the post box: Das Erwachen: Dunkle Götter 1

 Das Erwachen: Dunkle Götter 1

von Michael G. Manning
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Piper (14. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492702902
ISBN-13: 978-3492702904
Originaltitel: The Blacksmith's Son











Kurzbeschreibung

Seine Herkunft ist dunkel. Sein Leben ein Geheimnis. Seine Bestimmung – Magie ... Der junge Mort verfügt über Fähigkeiten, die es eigentlich nicht geben darf: Magie ist in seiner Welt längst vergessen. Und mit seiner Gabe bringt er die dunklen Götter gegen sich auf. Nachdem seine Eltern bei einem Attentat ums Leben kamen, wächst der junge Mort bei einem Hufschmied auf. Seine wahre Herkunft kennt er nicht. Doch bald erwachen in ihm magische Fähigkeiten – lebensgefährlich in einer Welt, die die Magie längst verbannt hatte. Gemeinsam mit seinen Gefährten Dorian und Penny erlernt Mort das magische Handwerk – und gerät damit dem finsteren Lord Devon in die Quere, der nicht nur für Mort, sondern auch für Penny zur größten Bedrohung wird. Dabei ist Devon nicht ihr einziger Gegner. Denn bald findet Mort heraus, dass er sich gegen eine schier unbesiegbare Macht gestellt hat: einen dunklen Gott.

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Ich hab mal wieder Lust auf so richtig schöne High-Fantasy und erhoffe mir von "Das Erwachen 1: Dunkle Götter" von Michael G. Manning eben genau das! Ich lese total gerne High-Fantasy mit Magie und einer tollen und spannenden Queste. Ich hoffe, ich werde hier nicht enttäuscht!

Kennt jemand von euch das Buch schon?

Samstag, 27. Juli 2013

Lost Land 02: Der Aufbruch - Jonathan Maberry

Wohin der Weg uns führt

Fast ein Jahr ist seit den Ereignissen in Gameland und im Lager von Rotaugen-Charlie vergangen. Doch Tom Imura, sein kleiner Bruder Benny, Nix Riley, Lilah und Chong sind nicht untätig gewesen und haben hart trainiert, um endlich zu ihrer großen Reise nach Osten aufbrechen zu können. Sie wollen den Jet suchen, den sie über das Leichenland haben fliegen sehen. Nix brennt förmlich darauf loszuziehen, doch Benny ist sich nicht sicher, ob er Mountainside wirklich verlassen will, zumal sie Morgie zurücklassen müssen. Als die kleine Gruppe schließlich aufbricht, merken sie schnell, dass ihre Reise unter keinem guten Stern steht und sie sich außer den Zombies noch ganz anderen Gefahren gegenübersehen und diese sind außerordentlich lebendig…

Zuallererst muss ich ein paar Worte über das Ende des zweiten Bandes der „Lost Land“-Reihe loswerden: Das Ende hat mich emotional so sehr gepackt, dass ich, ein wenig übertrieben ausgedrückt, einem Nervenzusammenbruch nahe war. Ich konnte einfach nicht fassen, was da passiert ist! Es war wie ein Hammerschlag in den Magen und ich habe geheult wie ein Schlosshund. Ihr wisst, ja ich bin bei Büchern ganz, ganz selten so emotional! Der Anfang war übrigens auch super, in der Mitte hatte ich irgendwie einen kleinen Durchhänger, aber das Ende hat alles wieder wettgemacht und sogar noch übertroffen! Das Leichenland ist noch immer schaurig und schön zugleich und die Zombies sind echte wankende und stöhnende Untote, die Jagd auf lebende Menschen machen, so wie es sich gehört.

Der Schreibstil des Autors hat mich wieder von Beginn an in seine Fänge gerissen und ich blieb darin gefangen bis zum bitteren Ende! Er schafft es einfach, mich zu fesseln und zu begeistern, so dass ich mich auf jede Sekunde freue, die ich mit diesem Buch verbringen kann. Einerseits schreibt Maberry jugendgerecht und nicht zu kompliziert, doch andererseits komplex genug um auch ältere Leser anzusprechen. Die Beschreibungen der Zombies und Kampfszenen schienen mir in diesem Teil etwas detaillierter und bildlicher dargestellt zu sein, als noch in Band eins, was mir sehr gut gefallen hat. Die Spannung steigt kontinuierlich an und mündet in einem gewaltigen und actionreichen Showdown, der sich wirklich gewaschen hat! 

Die Protagonisten sind ja nun schon alte Bekannte und trotzdem entdeckt man immer etwas Neues an ihnen, so dass man nie müde wird, ihren Weg zu verfolgen. Benny Imura, unser Hauptprotagonist ist noch immer auf der Suche nach sich selbst und in Nix Riley brennt ein heißes Feuer, dass sie ruhelos werden lässt und von Mountainside forttreibt. Lilah, das verlorene Mädchen muss sich erst in der Gesellschaft von so vielen Menschen zurecht finden, aber sie lernt unterwegs wieder, was es heißt zu lieben und Chong kann manchmal ein echter Idiot sein, auch wenn er der schlauste Junge ist, den Benny kennt. Tom Imura, der legendäre Kopfgeldjäger und Bennys älterer Bruder ist noch immer mein absoluter Held der Geschichte! Er ist klug, er ist schnell ein wahnsinnig guter Kämpfer und immer für die Jugendlichen da.

Die Gestaltung des Schutzumschlages des Hardcovers ist wieder sehr gut gelungen. Schlicht und düster transportiert es sehr gut die Stimmung des Buches und weckt die Neugier auf die Geschichte. Ein Maschendrahtzaun und eine schwarze Krähe dominieren das Bild.

Fazit: „Lost Land 02: Der Aufbruch von Jonathan Maberry hat mich wieder auf einen aufregenden Trip ins Leichenland mitgenommen und für nervenaufreibende Lesestunden gesorgt. Für mich ist „Lost Land“ eine absolut fesselnde und tolle Reihe, die ich in meinem Bücherregal nicht mehr missen möchte und deshalb kann ich gar nicht anders, als diesem hervorragenden zweiten Teil fünf von fünf Sternen zu vergeben!



von Jonathan Maberry
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (15. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522201760
ISBN-13: 978-3522201766
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Rezension vom 27.07.2013

Herzlichen Dank an den für die Bereitstellung dieses fantastischen Buches!!!

Donnerstag, 25. Juli 2013

Book in the post box: Tolkiens größte Helden

Tolkines größte Helden - Wie die Hobbits die Welt eroberten: Anthologie

von Bernhard Hennen (Hrsg.)
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (8. Oktober 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453314093
ISBN-13: 978-3453314092











Kurzbeschreibung

Wann haben Sie zum ersten Mal J. R. R. Tolkiens Meisterwerk »Der Hobbit« gelesen? Was haben dieses berühmteste aller Fantasy-Abenteuer und diese einzigartige Welt Mittelerde in Ihnen ausgelöst? Diesen Fragen und noch vielen mehr widmen sich Bernhard Hennen und eine hochkarätige Auswahl der besten Fantastik-Autoren. Dabei erzählen sie nicht nur von ihren persönlichen Begegnungen mit Tolkiens Welt, sondern bieten eine Fülle an interessanten und aufregenden Hintergrundinformationen rund um die größten kleinen Helden der Weltliteratur.

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Diese Anthologie habe ich gewonnen und war ziiiiiemlich happy darüber! Denn einige tolle deutsche Fantasy-Autoren wie z.B. Kai Meyer, Christoph Marzi, Kathleen Weise und viele Andere haben ihren Beitrag dazu geleistet. Klar, dass die Verlage auf den "Hobbit"-Zug, der zwangsläufig mit Peter Jacksons Verfilmung mitfährt, aufspringen wollen, aber die Autoren, die hier mitgewirkt haben, sind so hochkarätig, dass es bestimmt gut wird!

Dienstag, 23. Juli 2013

Das Mädchen mit dem Flammenherz - Kady Cross

Verbrecherjagd in New York

Jasper wurde von Amerikanischen „Polizisten“ verhaftet und nach New York gebracht, weil er angeblich eines Mordes angeklagt wird. Finley begibt sich zusammen mit Emily, Sam und Griffin nach New York weil die Freunde nicht an Jaspers Schuld glauben mögen und beziehen ihr Quartier im Nobelhotel Waldorf-Astoria. Doch da bleibt Finley nicht lange, denn sie finden heraus, dass Jasper nicht von den Gesetzeshütern in Gewahrsam genommen wurde, sondern von dem gemeingefährlichen und noch dazu gutaussehenden Bandenchef Dalton. Finley will sich in die Bande einschleusen um Jasper zu befreien, doch sie ahnt nicht, auf wen und was sie sich dabei einlässt…

„Das Mädchen mit dem Stahlkorsett“ war eines meiner Überraschungshighlights im Jahr 2011 und darum war ich sehr erfreut, dass nun endlich der Folgeband „Das Mädchen mit dem Flammenherz“ erschienen ist. Und ich muss sagen: das Warten hat sich gelohnt! Ich war wieder von Anfang an von der Geschichte, dem Steampunk-Setting und von Finley, Griffin, Emily und Sam total begeistert! Auch dass sie sich von London nach New York auf machen, um ihren Freund Jasper zu retten, gefällt mir außerordentlich gut! Diese Version von New York im Jahr 1897 finde ich wirklich spannend und faszinierend und man bekommt einen guten Eindruck, wie die Stadt damals, zumindest im Groben, wohl ausgesehen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach toll! Ich lese die Seiten im Rekordtempo weg, dabei ist die Sprache nicht ganz so einfach gestrickt, wie es in anderen Jugendbüchern der Fall ist und trotzdem versprüht sie Charme und Esprit und ist wirklich locker und leicht. Ich mag die Beschreibungen der Orte und der Figuren besonders gerne, denn sie lassen Bilder vor meinem inneren Auge entstehen und ich kann meiner Fantasie freien Lauf lassen. Der Spannungsbogen steigt unaufhörlich an und immer wieder kommen die Freunde in brenzlige Situationen aus denen sie sich irgendwie wieder befreien müssen und auch die Emotionen kommen nicht zu kurz!

Die Protagonisten sind mir alle schon in Band eins sehr ans Herz gewachsen. Finley hat ja mit ihren zwei Persönlichkeiten zu kämpfen, was, wie ich finde, aber gar keine so große Rolle mehr in dieser Geschichte gespielt hat. Es wird zwar das eine oder andere Mal erwähnt, aber Finley scheint da keine großen Schwierigkeiten mehr zu haben, sondern redet sich das nur ein. Sie ist ein mutiges und hartes Mädchen mit einem weichen und verletzlichen Kern. Emily ist das Genie, aber ein zartes Persönchen mit einem Herz aus Gold! Ich mag sie unheimlich gerne! Sam, der Riese, verteidigt Emily wie ein Wolf vor allen Gefahren und ist Finley und Griffin ein wahrer Freund. Griffin, der Duke of Dunbar, ermöglicht ihnen die Reise erst und hofft, die ganze Zeit, Finley möge ihm endlich ein Zeichen ihrer Zuneigung geben, außerdem spielt er andauernd den Helden und bringt sich oft in Lebensgefahr.

Das Cover des Taschenbuchs ist wieder eines meiner Favoriten! Hier sieht man ein Steampunk-Mädchen, das Finley darstellen soll, mit einer ziemlich coolen Kanone in der Hand vor ganz weißem Hintergrund. Die Detailverliebtheit ist einfach wunderbar!

Fazit: Ich kann für „Das Mädchen mit dem Flammenherz“ von Kady Cross einfach nur fünf von fünf Sternen vergeben, weil mich die Geschichte verzaubert und in ihren Bann gezogen hat und ich mir gewünscht habe, sie möge niemals enden! Einzig und allein, dass es das Buch nur im Taschebuchformat gibt, trübt meine Freude ein wenig, denn der erste Band ist ein ganz tolles Hardcover mit Schutzumschlag. Ihr solltet diese Steampunk-Reihe unbedingt lesen!



von Kady Cross
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (13. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453534328
ISBN-13: 978-3453534322
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren

Rezension vom 21.07.2013

Herzlichen Dank an  für die Bereitstellung dieses wunderbaren Buches!!!

Sonntag, 21. Juli 2013

Book in the post box: Dark Triumph - Die Tochter des Verräters

Dark Triumph - Die Tochter des Verräters

von Robin LaFevers
Taschenbuch: 544 Seiten
Verlag: cbj (10. Juni 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570401790
ISBN-13: 978-3570401798
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
Originaltitel: His Fair Assassin. Dark Triumph








Kurzbeschreibung

Sie ist berufen zu töten und auserkoren zu lieben.

Zerrissen von Trauer und Verzweiflung, findet Sybella, die Tochter des skrupellosen Verräters d'Albret, Zuflucht im Kloster St Mortain. Ausgebildet in den Künsten des Todes, machen ihre Wut und ihre Schönheit sie zu einer gefährlichen Waffe. Doch der Auftrag, an den schrecklichen Ort ihrer Herkunft zurückzukehren, verlangt ihr alles ab. Ist Rache ihr einziges, düsteres Schicksal? Sybella braucht Hoffnung, um in diesem bitteren Spiel zu überleben. Da trifft sie auf einen verletzten Krieger, dem sie helfen soll ...

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Wer meinen Blog verfolgt, der weiß ja schon, dass ich von "Grave Mercy", dem ersten Teil der "His Fair Assassin"-Reihe von Robin LaFevers, total begeistert war (Rezension)! Ich konnte richtig in das Buch abtauchen und fand die Zusammensetzung der Geschichte so toll! Dieses historische Setting mit einem Hauch von Fantasy, eine Prise Romantik und ganz viel Abenteuer: Einfach spitze!

Hier habe ich nochmal den "Grave Mercy"-Buchtrailer für euch:

Freitag, 19. Juli 2013

Die Kinder Húrins - J.R.R. Tolkien

Ein Fluch und kein Entkommen

Turin Turambar ist der Sohn des Menschen Húrin, Herrscher über Dor-lórmin und Lehnsmann der Elben. Eines Tages, als Turin noch ein kleiner Junge war, zieht sein Vater Húrin mit seinem Gefolge in eine Schlacht, die unter dem Namen die Schlacht der ungezählten Tränen („Nirnaeth Arnoediad“) in die Geschichte von Mittelerde eingehen sollte und kehrt nie mehr zurück. Húrin wird vom dunklen Herrscher Morgoth gefangen gehalten, gefoltert und mit einem Fluch belegt. Turins Mutter Morwen versucht unterdessen der Besatzungsmacht zu trotzen, die Dor-lórmin eingenommen hat, doch bald muss sie Turin fortschicken, an den Hof des Elbenkönigs Thingols in Doriath. In Doriath erhält Turin eine fast unbeschwerte Kindheit, doch seine Gedanken wandern oft in seine Heimat und zu seiner Mutter Morwen und seiner Schwester Nienor, die noch nicht geboren war, als er aus Dor-lórmin fortging. Durch einen unglückseligen Vorfall verschlägt es Turin hinaus aus dem schützenden Doriath, hinein in die Gefahren Mittelerdes und seinem Schicksal entgegen, denn der Fluch Morgoths lastet schwer auf ihm…

„Die Kinder Húrins“ ist eine unvollendete Erzählung Tolkiens, die von seinem Sohn Christopher aus verschiedenen Fragmenten zu einer vollständigen Geschichte zusammengetragen wurde. Sie ist im ersten Zeitalter Mittelerdes angesiedelt, ca. 3.000 Jahre vor den Ereignissen in „Der Herr der Ringe“ und stellt eine wunderbare Ergänzung dar, für alle, die sich für Tolkiens Fantasy-Epos begeistern können. Ich habe „Der kleine Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ verschlungen und wollte nun nach Mittelerde zurückkehren. Dies ist mir mit diesem Büchlein auch durchaus gelungen, zumal man außer dem tapferen Turin noch jede Menge Elben, einen Kleinzwerg und einen Drachen antrifft. Natürlich auch auf Orks, aber diese sind irgendwie zwar eine Bedrohung, aber dann doch nicht so präsent, wie bei Frodo oder Bilbo. Ich hatte ein wenig Mühe den Einstieg in die Geschichte zu finden, da der Schreibstil doch ein wenig sperrig ist, man die Ereignisse als Außenstehender beobachtet und man sich erst langsam in Turins Umgebung zurechtfinden muss. Doch irgendwann sprang der Funke dann doch noch über und ich konnte diesen Ausflug nach Mittelerde genießen.

Der Schreibstil ist sehr opulent, sperrig und poetisch in einem. Es geschieht manchmal sehr viel in einem Satz, man überspringt Jahre und wird dann wieder in bestimmtes Szenario hineingeworfen. Dann gibt es Stellen, in denen die Handlung nur langsam und schleppen voran geht, die manchmal allzu ausführlich gehalten sind, aber die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen, die man aus „Der Herr der Ringe“ kennt, sucht man hier leider vergeblich. Der Schreibstil ist wirklich nur etwas für hartgesottene Tolkien-Leser und wer einen leichteren Einstieg in die Geschichten um Mittelerde sucht, der sollte am besten zu „Der kleine Hobbit“ greifen!

Die Protagonisten sind einem allesamt bis zum Schluss unglaublich fern. Man begleitet Turin auf seiner Wanderschaft durch Mittelerde, schafft es aber nicht eine Beziehung zu diesem unglaublichen jungen Mann aufzubauen. Man beobachtet ihn und sein Schicksal aus der Ferne und dem zweiten (überlebenden) Kind Húrins wendet sich die Geschichte sowieso erst ganz spät zu, so dass man Ninor nur als Nebendarstellerin wahrnimmt, obwohl sie dann doch noch eine entscheidende Rolle spielt.

Das Cover des Taschenbuchs finde ich allerdings wunderschön! Erhaben steht der Krieger mit dem Wolfshelm, Turin, auf einem Felsen und blickt in die Ferne. Im Hintergrund sind seine Krieger mit Langbogen und Speeren zu sehen. Es ist alles sehr düster und atmosphärisch gehalten, umrandet wird sie Szenerie von einem goldenen, an den Ecken verschnörkelten Rahmen.

Fazit: „Die Kinder Húrins“ ist wahrlich keine leichte Fantasy-Kost, sie könnte einem sogar eher wie ein Stein im Magen liegen, und dennoch ist das Buch für alle Fans von Tolkiens Büchern eine Bereicherung! Zumal Christopher Tolkien ein Vorwort und die Entstehungsgeschichte des Textes beigesteuert hat, einen Stammbaum, eine Karte der im Buch wichtigen Ländereien, eine sehr hilfreiche Namensliste und es sind farbige Illustrationen von Alan Lee vorhanden, die durchaus sehenswert sind!



von J.R.R. Tolkien
Broschiert: 333 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 4., Aufl. (20. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608937625
ISBN-13: 978-3608937626
Originaltitel: The Children of Húrin

Rezension vom 17.07.2013

Mittwoch, 17. Juli 2013

Book in the post box: Lost Land 02: Der Aufbruch

Lost Land 02: Der Aufbruch

von Jonathan Maberry
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (15. Juli 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522201760
ISBN-13: 978-3522201766
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre









Kurzbeschreibung

Auf der Suche nach dem abgestürzten Flugzeug führt Tom seinen Bruder Benny und dessen Freunde ins Leichenland. Dort haben die Kopfgeldjäger ein neues Gameland gebaut und nehmen Chong, Benny und Nix gefangen, um sie wie Gladiatoren gegen Zombies kämpfen zu lassen. Wie weit können Menschen gehen, wozu sind sie fähig? Es kommt zum großen Showdown im Gameland, für den die Freunde einen sehr hohen Preis zahlen. Wer von ihnen zieht weiter nach Osten, auf der Suche nach Hoffnung und Zukunft?

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Juhuuuu, es ist endlich da!!!! Ich bin soooo happy, dass ich den zweiten Band von "Lost Land" in Händen halten kann. Teil eins "Lost Land: Die erste Nacht" war ja mein Jahresendhighlight aus 2012 (Rezension) und ich habe dem Erscheinen von Teil zwei sehr entgegen gefiebert. ich hoffe so sehr, dass mich die beiden Brüder Tom und Benny Imura mich wieder in den Bann ziehen und begeistern können! Schaut euch den ersten Teil der Reihe unbedingt mal an, falls ihr ihn noch nicht kennt!!!!!

Hier nochmal der deutsche Buchtrailer zu "Lost Land: Die erste Nacht":

Montag, 15. Juli 2013

Wir sind verbannt - Detected Virus 01 - Megan Crewe

Es ist heimtückisch und es will deinen Tod!

Kaelyn ist mit ihrer Familie erst vor kurzem zurück auf ihre kleine kanadische Heimatinsel gezogen. Mit ihrem besten Freund Leo hat sie sich zerstritten und nun ist Leo fortgezogen, aufs Festland. Doch Kaelyn kann Leo nicht loslassen und beginnt ein Tagebuch zu führen in dem sie alles aufschreibt, was sie Leo nun nicht mehr sagen kann. Bald beginnt sich eine merkwürdige Krankheit auf der Insel auszubreiten, ein Fieber, das mit heftigem Juckreiz, Niesen und Husten einhergeht und das zu Kontrollverlust und schlussendlich zum Tod führt. Kaelyns Dad ist Mikrobiologe und versucht herauszufinden, was diese tödliche Krankheit auslöst, doch er kommt nur schleppend voran und als die Insel unter Quarantäne gestellt wird, werden ihre Bewohner von der Regierung im Stich gelassen. Sie sind fortan allein mit ihrem Kampf gegen das Virus…

„Wir sind verbannt“ ist ein Jugendbuch, aber eines, das das beängstigende Szenario auch mal unbeschönigt darstellt. Die Autorin zeigt detailliert auf, was passieren kann, wenn ein unbekannter Virus unter uns Menschen anrichten kann, wenn nicht schnellstmöglich ein Impfstoff oder ein Heilmittel entwickelt werden kann. Was mit ein paar Kranken auf einer beschaulichen kleinen Insel beginnt entwickelt sich im Laufe der Handlung zu einem Endzeitszenario, in dem Kaelyn und ihre Freunde ums nackte Überleben kämpfen müssen. Sie erhalten keine Nachrichten vom Festland, sind abgeschnitten vom Rest der Welt und wissen nicht, was außerhalb vorgeht und ob es überhaupt noch ein Außerhalb gibt. Mir hat diese realistische Entwicklung sehr gut gefallen und ich konnte alles gut nachvollziehen.

Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, denn das Buch wird in Kaelyns Tagebucheinträgen erzählt. Man weiß als Leser also nur das, was Kaelyn auch in ihr Tagebuch schreibt. Dafür ist es häufig sehr emotional und ich konnte ihre Verzweiflung förmlich mit den Händen greifen, schließlich ist Kaelyn eine Jugendliche, die mit einer Katastrophe fertig werden muss. Die Geschichte lässt sich sehr schnell, leicht und flüssig lesen und trotz des einfach Schreibstils, konnte Megan Crewe die Einzelheiten sehr gut herüberbringen und hat es geschafft mich abzuholen. Gerne hätte es für mich noch etwas biologischer werden können, aber ich denke, so wie sie es gemacht hat, ist es auch für jüngere Leser verständlich.

Die Protagonisten konnten mich schnell für sich einnehmen. Natürlich steht einem Kaelyn am nächsten, da man ihre Gefühle und Gedanken liest, die sie in ihr Tagebuch niederschreibt. Auch über ihre Beziehung zu Leo erfährt man im Laufe des Buches Einiges, auch wenn man Leo selbst noch gar nicht begegnet. Kaelyn ist eigentlich sehr introvertiert und hat wenige Freundinnen, doch das beschließt sie zu ändern und im Laufe der Epidemie versucht sie zu helfen, wo es nur geht. Sie befreundet sich mit Tessa, Leos Freundin, die auf der Insel zurückgeblieben ist und die sie vorher nicht so richtig leiden konnte. Außerdem beginnt sie mit Gav Zeit zu verbringen, der einfach so bei Kaelyn vor der Tür stand. Somit gibt es auch eine kleine Liebesgeschichte in diesem Endzeitszenario.

Das Cover des gebunden Buches finde ich sehr gut gelungen. Der Hintergrund ist schwarz, was gleich einmal bedrohlich wirkt. Darauf zu sehen ist das Zeichen für biologisches Risiko, der dicke Titel in der Mitte und darunter ein toter Vogel, alles in eher ungesundem Gelb. Gefällt mir wirklich gut!

Fazit: „Wir sind verbannt – Detected Virus 01“ von Megan Crewe ist ein Endzeitroman für Jugendliche, mit einer beklemmenden Grundstimmung, der mich richtig gut unterhalten hat und dem ich deshalb 4,5 Sterne vergebe. Ich bin sehr gespannt darauf, wie es mit Kaelyn und ihren Freunden im zweiten Band „Und wenn wir fliehen – Detected Virus 02“ weitergeht! Ich diesen Auftaktband also nur weiterempfehlen!




von Megan Crewe
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (21. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596854539
ISBN-13: 978-3596854530
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: The Way We Fall

Rezension  vom 14.07.2013

Herzlichen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung dieses tollen Buches!!!

Samstag, 13. Juli 2013

Book in the post box: Teufelsherz

Teufelsherz

von Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus Taschenbuch); Auflage: Aufl. 2013 (16. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3843210438
ISBN-13: 978-3843210430
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre








Kurzbeschreibung

»Tagsüber werde ich noch wahnsinnig«, murmelte er und legte seine Wange an ihren Scheitel. »Es macht mich wahnsinnig in deiner Nähe und doch so weit von dir entfernt zu sein.« Die 17-jährige Emily wird dem Schutzengel Damian anvertraut. Doch Damian bricht die Regeln, um sie zu schützen, und fühlt sich immer mehr zu ihr hingezogen. Deshalb dringt er fast jede Nacht in ihre Träume ein - und schon bald empfindet Emily die Tage ohne ihn als lang und einsam. Aber ist Damian wirklich der, für den sie ihn hält? Als Emily die Wahrheit erfährt, bricht für sie eine Welt zusammen. Kann sie seine finsteren Pläne verhindern?

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Sabrina Qunaj hatte mich mit ihrem Debutroman "Elfenmagie" absolut geflashed und deshalb muss ich unbedingt auch alle anderen Bücher lesen, die sie geschrieben hat und noch schreiben wird! Ja, ihr lest richtig: Ich bin ein Fan!!! :-D Deshalb ist auch "Teufelsherz" in mein Bücherregal gewandert. Und wenn jemand anderes als Sabrina Qunaj dieses Buch geschrieben hätte, würde ich es nicht mit dem Popo angucken, weil es eigentlich absolut nicht in mein Beuteschema fällt. ;) Also, Frau Qunaj, ich will nicht enttäuscht werden!!! ;)

Donnerstag, 11. Juli 2013

Das Tal Season 2.2 Die Jagd - Krystyna Kuhn

Was für ein Trip!

Tim Yellad hat eine merkwürdige Bitte an Ben: Er soll sich am nächsten Tag mit ihm treffen und seine Videokamera mitbringen, den Tim hätte etwas sehr wichtiges zu sagen. Es hat mit der Selbstmordserie zu tun, die das Tal seit Tom Amoklauf heimsucht. Doch am nächsten Tag ist auch Tim tot und der Dean verkündet, dass das Grace College geschlossen wird. Ben hat einen Traum: Die Berghütte auf dem Ghost, die Studenten aus den 70ern machen ein Foto, lachen und haben Spaß. Der Traum kommt ihm so real vor, als wäre Ben mittendrin. Er weiß noch nicht, dass er vielleicht der Schlüssel zur Vergangenheit der Freunde ist…

Nach dem, für mein Empfinden etwas schwächeren sechsten Teil der Tal-Reihe konnte Band sieben mich wieder voll mitreißen. Endlich, endlich geht es etwas vorwärts und unsere Freunde kommen dem Rätsel um das Tal und warum es sie alle dorthin verschlagen hat, auf die Spur. Es wurde wirklich Zeit, denn es wird nur noch einen achten Band geben und dann müssen wir uns vom Grace Valley verabschieden. Wir steuern also unausweichlich auf das große Finale zu und von diesem erwarte ich einiges! Dieses Mal begleitet man Ben in dessen Vergangenheit und lernt den Clown, der fast an einem Pilz Trip gestorben wäre, näher kennen. Aber auch Debbie spielt in Band sieben eine große Rolle, immer von einem fixen Gedanken an Angela Finder angetrieben.

Krystyna Kuhns Schreibstil hat mich mal wieder aus dem Alltag in das abgelegene Grace Valley katapultiert und mich erst wieder entlassen, als auch die letzte Seite umgeblättert war. Ebenso wie in den vorangegangenen Teilen ist er flüssig und leicht zu lesen. Sie schafft es immer, die Spannung hoch zu halten und mich an das Buch zu fesseln. Die Perspektive wechselt ständig zwischen Ben als Ich-Erzähler und Debbie, die man aus der Perspektive eines personalen Erzählers verfolgt.

Wir begleiten Ben in seine Vergangenheit und finden einige interessante Dinge über ihn heraus. Aber nicht nur in seine Vergangenheit, sondern auch in eine weiter entfernte Vergangenheit, die eng mit den Freunden im Tal verknüpft ist. Debbie ist mir noch immer so was von unsympathisch, ich kann es gar nicht beschreiben! Aber ihr wisst, sicher, was ich meine, aber in diesem Buch müssen wir uns ziemlich viel mit Debbie herumschlagen. Katie, Julia, Rose, Chris und David sind nur Nebenfiguren.

Das Wappen und die Ornamente auf dem aubergine-braunen Cover sind noch giftiger grün, als das Vorangegangene. Warum hier keine andere Farbe verwendet wurde, ist mir ein Rätsel!

Fazit: nach einem etwas schwächelndem sechstem band konnte mich Krystyna Kuhn mit „Das Tal Season 2.3 Die Jagd“ wieder voll für diese Mystery-Serie begeistern und ich warte nun ultragespannt auf den letzten Teil „Das Tal Season 2.4 Die Entscheidung“!



von Krystyna Kuhn
Broschiert: 264 Seiten
Verlag: Arena (Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3401066331
ISBN-13: 978-3401066332
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Rezension vom 10.07.2013

Dienstag, 9. Juli 2013

Book in the post box: Das Mädchen mit dem Flammenherz

Das Mädchen mit dem Flammenherz

von Kady Cross
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (13. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453534328
ISBN-13: 978-3453534322
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren
Originaltitel: The Girl in the Clockwork Collar - Steampunk Chronicles Book 2








Kurzbeschreibung

Eine Heldin, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat

New York im Jahr 1897: Die 16-jährige Finley Jayne und ihre Gang erobern Manhattan. Ihre Mission: Jasper aus der Gewalt eines Mannes zu befreien, der vor nichts zurückschreckt. Ihre Waffen: übernatürliche Fähigkeiten, Freundschaft und Mut. Ihre Erfolgsaussichten: tendieren gegen null. Also genau die Art von Auftrag, bei der Finley Jaynes Herz höherschlägt. Dass es dies gelegentlich auch tut, wenn der geheimnisvolle Griffin sie nur lang genug anschaut, ignoriert sie geflissentlich. Dafür hat sie wahrlich keine Zeit …

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Ich freue mich sehr, diese Buchreihe nun endlich weiterlesen zu können. Ich habe Band 1 "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" sehr, sehr gerne gelesen und ziemlich gut bewertet (Rezension). Das Cover ist genauso toll, wie das von Band 1, somit gibt das Buchs wieder ein tolles Gesamtbild ab. Eine Sache gibt es allerdings, die mich schon ein wenig stört: "Das Mädchen mit dem Flammenherz" erscheint nur als Taschenbuch und "Das Mädchen mit dem Stahlkorsett" ist ein wunderschönes Hardcover mit Schutzumschlag!!! Schade! Ehrlich!!!

Ich zeige euch jetzt noch den absolut fantastischen, englischen Buchtrailer zum ersten Teil der Reihe. Er ist wirklich toll, doch schaut selbst:

Samstag, 6. Juli 2013

Der 13. Gast - Rhiannon Lassiter

Komm raus, komm raus, wo immer du bist!

Es ist Evangeline Chances 17. Geburtstag – und keiner gratuliert ihr! Keiner scheint an sie zu denken, sie überhaupt wahrzunehmen. Dabei sind sie alle gekommen: Die Tanten und der Onkel und Evas Cousin Felix. Nicht mal an der Festtafel wurde für sie gedeckt. Da merkt Eva, dass etwas absolut nicht in Ordnung ist: Sie ist ein Geist. Allerdings kann sie sich überhaupt nicht erinnern, warum. Als sie versucht, dem Geheimnis auf den Grund zu gehen, bekommt sie unerwartete Hilfe von den Zwillingen Kyra und Kyle. Werde sie es schaffen, das Rätsel um Evangelines Tod zu lösen?

Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen an das Buch, da mir „Böses Blut“ von Rhiannon Lassiter ziemlich gut gefallen hat. Leider wurden meine Erwartungen nicht so ganz erfüllt. Zwar finden wir hier eine interessante Geschichte und sehr sympathische Geister und Protagonisten vor, aber so ganz konnte mich das Buch nicht packen. Das finde ich sehr schade, denn wie gesagt, eigentlich hat alles gestimmt. Evangeline ist ein Geist, weiß es aber zuerst gar nicht und muss dies schmerzlich herausfinden. Als sie es aber weiß, geht sie auf Spurensuche in ihrem Haus, dem uralten, verwinkelten Herrensitz der adligen Familie Chance, in dem es vor Geistern nur so wimmelt. Vor allem der Keller ist eine riesen großen Herausforderung für Eva und ihre Verbündeten. Leider hat sich die ganze Story ein wenig hingezogen, hatte zwischendurch so ihre Durchhänger, so dass ich nur dreieinhalb Sterne vergeben kann. Der zweite Jugendroman der Autorin reicht also nicht ganz an „Böses Blut“ heran.

Der Schreibstil ist sehr einfach aber wunderbar flüssig zu lesen und ich war schnell mittendrinn in der Geschichte. Die Autorin beschreibt das Haus und all ihre Bewohner sehr lebhaft und bildreich und ich konnte mir den alten Kasten richtig gut vorstellen. Ich wäre am liebsten selbst dorthin gereist, um ihn mir anzuschauen. Nur die Spannung wollte und wollte sich bei mir nicht so richtig einstellen. Erst ziemlich spät im Buch wurde es für mein Empfinden richtig spannend, so dass ich unbedingt weiterlesen musste. 

Die Protagonisten haben mich alle überzeugt. Evangeline, die Hauptprotagonistin, die als Geist im Chance-Anwesen herumspukt, ist eine ziemlich gewitzte junge Lady, die man einfach in sein Herz schließen muss! Sie ist nett, lustig und gar nicht geisterhaft. Man wünscht sich immer, dass es für sie doch noch gut ausgehen möge. Auch die Zwillinge Kyra und Kyle oder Cousin Felix sind wunderbar ausgearbeitete Personen, die alle einzigartige Charakterzüge aufweisen und somit Sympathie oder Antipathie schüren. Auch sämtliche Nebenfiguren sind jede eine Persönlichkeit für sich.

Die Umschlaggestaltung des Hardcovers ist wirklich gut gelungen, wie ich finde. Das Cover war für mich von Anfang an ein Blickfang und gefällt mir außerordentlich gut. Es ist in dunklen Blautönen gehalten und blaue Ornamente, die zum Teil an deren Enden mit kleinen Totenköpfen ausgeschmückt sind, umranden eine geisterhafte Mädchensilhouette, die sich zwischen düsteren Zäunen befindet. Toll!

Fazit: „Der 13. Gast“ von Rhiannon Lassiter konnte meine in das Buch gesetzten Erwartungen leider nicht ganz erfüllen. Trotzdem erhält man eine schöne, interessant erzählte Geistergeschichte, die vor allem von ihren lebhaften Protagonisten lebt. Wer gerne über alte englische Herrenhäuser und deren Geister liest, sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen!



von Rhiannon Lassiter
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (7. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596854938
ISBN-13: 978-3596854936
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Originaltitel: Ghost of a Chance

Rezension vom 06.07.2013
  
Herzlichen Dank an den Fischer Verlag für die Bereitstellung dieses Buches!

Mittwoch, 3. Juli 2013

Book in the post box: Wir sind verbannt

Wir sind verbannt - Detected Virus Bd. 1

von Megan Crewe
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: FISCHER KJB; Auflage: 1 (21. Februar 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596854539
ISBN-13: 978-3596854530
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: The Way We Fall








Kurzbeschreibung

Die eigene Haut retten oder gemeinsam kämpfen?

Ein nervenaufreibender Thriller nicht nur für Jugendliche, der uns ahnen lässt, wie flüchtig das ist, was wir Normalität nennen.

Es beginnt mit einem Jucken. Dann kommt das Fieber. Etwas später verrätst du allen deine Geheimnisse. Nach drei Tagen machen Halluzinationen dich völlig paranoid. Und dann … bist du tot.

Kaelyn und Leo leben auf einer kleinen Insel. Nach einem Streit lässt Kaelyn Leo ohne Abschied aufs Festland ziehen, und kurz darauf – breitet sich ein gefährliches Virus aus! Menschen sterben. Die Insel wird unter Quarantäne gestellt, Kontakt zur Außenwelt gibt es nicht mehr. Die Gesunden streiten um die schwindenden Vorräte. Wird Kaelyn Leo jemals wiedersehen? Hat sie eine Chance zu überleben?

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Klingt spannend, oder? Schon wieder ein Endzeit-Jugendroman, aber ich finde, der Plot klingt anders und innovativ. Ich bin seeeeeeeeeehr neugierig auf die Geschichte und frage mich natürlich, ob Leo etwas mit der Epidemie zu tun hat! Ich freue mich noch mehr auf das Buch, seit ich diesen tollen englischen Buchtrailer gesehen habe:

Montag, 1. Juli 2013

Leseliste Juni

Es ist schon wieder soweit! Zeit für meine Leseliste Juni 2013. Dieses Mal schreibe ich sie voller Bgeisterung, nicht weil ich nur fünf-Sterne-Bücher hatte, sondern, weil dies bedeutet, dass ich meine Weiterbildungsprüfung endlich, endlich hinter mir habe! Am 27.06.2013 hatte ich die Mündliche Prüfung mit Fachgespräch und darf mich nun "Geprüfte Personalfachkauffrau (IHK)" nennen. Ich muss sagen, ich bin einfach nur erleichtert, dass es vorbei ist! 15 Monate hat es gedauert, davon 12 Monate mit Abend- und Wochenendeschule, weshalb meine Leseausbeute in dieser Zeit auch etwas geringer ausgefallen ist, als davor. Aber das ist jetzt vorbei und ich werde mich auf meinen SUB stürzen!!! Überlegt es auch wirklich gut, bevor ich euch auf solch ein Vorhaben einlasst, ich werde es ganz sicher nie wieder tun!!! Ich weiß wirklich nicht, ob irgendetwas die Strapazen der letzten 15 Monate aufwiegen kann... Vor lauter Frust habe ich natürlich ordentlich Bücher geshopt, mein armes SUB-Regal bricht bald zusammen!^^ Aber genug, gejammert, jetzt ist es vorbei und ich kann mich ganz auf die schönen Dinge des Lebens konzentrieren!

Starten wir mit den Kinofilmen (dieses Jahr ist das Kinojahr schlechthin!!!):
Los ging es im Juni mit der Buchverfilmung "Seelen". Ich hatte absolut keine Erwartungen an den Film und habe mich einfach mal überraschen lassen. Insgesamt war es nicht so schlecht, wie einige behaupten, ich weiß nicht, was die Leute erwarten. Ja, auch ich habe das Buch gelesen und fand es sehr gut, obwohl ich keine fünf Sterne vergeben habe, aber gerade dann bin ich vorsichtig mit meiner Erwartungshaltung. Ich mochte die Besetzung, vor allem Saoirse Ronan hat ihre Rolle als Wanda/Melanie gut gespielt. Nur Mels Stimme aus dem Off war manchmal recht merkwürdig und etwas deplatziert. Auch Onkel Jeff war sehr gut besetzt und sah genauso aus, wie ich ihn mir vorgestellt habe, genauso wie Ian, einer meiner absoluten Lieblingscharaktere! Nur Jared war nicht so das Wahre, er wäre nicht meine erste Wahl gewesen. ;) Die Sucherin war auch nicht klein und laut, aber das hat mich jetzt nicht so gestört. Insgesamt war der Film etwas zu ruhig und ihm hätten einige krachende Actionszenen gut getan. Außerdem war ich enttäuscht, dass es kein Raumschiff gab, nur so ein komisches Lichtgebilde.
"Man of Steel" wollte mein Freund unbedingt sehen und ich war auch nicht ganz abgeneigt. Ein Actionfilm mit ziemlich vielen Sci-Fi-Elementen, was mir ziemlich gut gefallen hat. Es wurde die Hintergrundgeschichte beleuchtet, wie Superman auf die Erde kam und warum, das gab es in keinem Supermanfilm vorher. Dies war alles ziemlich spannend und auch sehr schön anzusehen (3D), trotzdem blieb der Film ein wenig seelenlos, die Charaktere ein wenig blass. Die Zerstörung, die Superman und seine Gegner anrichten war dafür riesengroß. Fazit: Ein unterhaltsamer, abendfüllender Superheldenfilm mit großen Sci-Fi-Anteil, den man sich anschauen kann!


Nun mein Kinohighlight im Juni: "World War Z" mit Brad Pitt. Auch eine Romanverfilmung und zwar von Max Brooks' "Operation Zombie", den ich auch gelesen habe. Ein wahnsinnstoller Zombie-Actionfilm, aber KEIN Horrorfilm!!! Bitte erwartet keinen Zombie-Horrorschocker, denn das ist es nicht! In "World war Z" geht es darum, herauszufinden, wo die Seuche ihren Ursprung hat und diese zu bekämpfen. Gerry Lane wird losgeschickt, um eben diese Informationen zu beschaffen und darum fliegt er um die halbe Welt, wird natürlich von Zombies gejagt und seine Frau bangt um sein Leben. Viel Action und Spannung pur!!! Eine ganz tolle filmische Umsetzung, an deren Ende die Menschheit doch noch nicht wirklich schlauer ist, aber "World War Z" ist auch als Trilogie angelegt. Der zweite Film ist auch schon bestätigt. Nur das 3D hätte diesmal nicht unbedingt sein müssen.


Kommen wir jetzt zu meinen gelesenen Büchern im Monat Juni: Es sind, trotz des Prüfungsstresses, insgesamt sechs Bücher mit 2.664 gelesenen Seiten geworden. Ab Juli werde ich wieder über sechs Bücher im Monat hinauskommen. Der Juni war der Monat der Vier-Sterne-Bücher. Alle waren auf jeden Fall gut bis sehr gut, aber es war kein Buch dabei, das mich in grenzenlose Begeisterungsstürme hat ausbrechen lassen. Mitgenommen in den Juli habe ich "Der 13. Gast" von Rhiannon Lassiter.
Durch Klicken auf die Links kommt ihr, wie immer, zu den vollständigen Rezensionen der einzelnen Bücher:

"Der Kinderdieb" von Brom habe ich aus dem Mai mit herüber genommen. Dies war wieder ein Buch für meine "SUB-Abbau vor 2011"-Challenge und es konnte mich leider, leider nicht so sehr überzeugen, wie ich es mir gewünscht habe. Die Geschichte um Peter und die verlorenen Jungs von Avalon war manchmal leider etwas langatmig und zäh und ziemlich brutal und blutig. Das stört mich nun ja bekanntlich nicht, aber ich konnte mich trotzdem nicht so sehr für das Buch begeistern, trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben! Ich habe drei Sterne vergeben.


Zwischendurch habe ich dann eine Novelle in einer Lovelybooks-Leserunde gelesen: "Die Ballade von Tarlin" von Stephan R. Bellem. In diesem kleinen Büchlein geht es um den Elf Tarlin, der im wilden Westen eine Aufgabe zu erfüllen hat, nachdem er sein Gedächtnis verlor und die Erinnerungen erst nach und nach wiederkehren. Eine ungewohnte Buchform, aber absolut nicht schlecht! Ich habe die Geschichte gerne und schnell gelesen gehabt und möchte sie auf jeden Fall weiterempfehlen!

Als nächstes habe ich mir das Hype-Buch "Beautiful Distaster" von Jamie McGuire vorgenommen. Eins vorweg: Es ist KEIN Erotikroman sondern eine intensive Lovestory mit zerstörerischen Ausmaßen! Die erste Hälfte des Buches habe ich verschlungen und mit atemloser Spannung verfolgt wie sich die Geschichte um Abby und Travis entwickelt, doch in der zweiten Hälfte ging der Geschichte die Luft aus. Sie wurde abstrus und krass und konnte mich nicht mehr fesseln. Aber insgesamt ist ein gutes Buch, das es wert ist, gelesen zu werden!


Dann ging es für mich wieder an das Grace College im Grace Valley: In "Das Tal Season 2.2 Das Erbe" von Krystyna Kuhn geht es diesmal um einen Amoklauf, von dem unsere Freunde betroffen sind. Ich habe ausnahmsweise länger gebraucht, um mit der Geschichte warm zu werden, dann wurde es aber wieder sehr, sehr spannend und ich habe das Buch in einem Rutsch zu ende gelesen. Jetzt habe ich Juli noch den siebten Tal Band vor mir und dann muss auch ich auf das Erscheinen des letzten Teils warten. Ganz schön doof, oder?

Mit "Flügel aus Asche" konnte mich Autorin Kaja Evert in die Welt der fliegenden Stadt Rashija holen. Einen sehr spannenden und interessanten Weltenentwurf hat sie hier vorgelegt und mit Protagonist Adeen, ein von den Magiern als Krähe beschimpfter Mischling, einen total sympathischen Character erschaffen. Auch wenn ich wieder von der ersten Hälfte total begeistert war und die Zweite dann etwas abgefallen ist, kann ich "Flügel aus Asche" zu meinem Monatshighlight im Juni küren!


In "Säulen der Ewigkeit" führt uns Tanja Kinkel zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Ägypten. Jeder, der die Altertümer Ägyptens schon mit eigenen Augen gesehen hat, wird sich in diesem Buch wiederfinden. Ich mochte Sarahs Reise durch das Land der Pharaonen und ihren Kampf gegen alle Widrigkeiten und habe das Buch wirklich gern gelesen! Für alle, die noch nicht in Ägypten waren, könnte es jedoch etwas langweilig werden.