Sonntag, 31. März 2013

Die Flammen der Dämmerung - Peter v. Brett

Jeder ist der Erlöser! 

Nur wenige Tage sind vergangen seit Arlen und Renna sich bei Neumond dem Horclingprinzen stellen mussten. Nun weiß Arlen um die große Bedrohung die von den Seelendämonen ausgeht und eilt zurück ins Tal der Holzfäller, um die Talbewohner so gut es geht auf den bevorstehenden Angriff der Dämonen vorzubereiten. Doch Arlen hat sich verändert, er geht ganz offen mit den Menschen um und zieht sich nicht mehr vor ihnen zurück, außerdem stell ter Renna ganz öffentlich als seine Verlobte vor. Leesha und Rojer weilen noch immer in Everams Füllhorn als Jadirs Gäste, rüsten sich aber gerade zum Aufbruch, um ins Tal der Holzfäller zurückzukehren. Mit ihnen wird ein Trupp Krasianer in das Tal einziehen. Auch die Krasianer bereiten sich auf den Sharak Ka vor, den großen Kampf gegen die Seelendämonen und die große Schlacht steht kurz bevor. Doch die Welt ist zu klein für zwei Erlöser… 

Ich versuche mal wieder die geeigneten Worte für dieses Meisterwerk zu finden, für das es sich wahrlich gelohnt hat, so lange zu warten! Auch wenn seit dem zweiten Band „Das Flüstern der Nacht“ mehr als zwei Jahre vergangen sind, war ich schon nach den ersten Sätzen wieder mittendrinn im Geschehen um Arlen, Leesha, Jardir und Rojer. Dieses Mal wird Jardirs Jiwa Ka, seine erste Frau Inevera und ihre Vergangenheit näher beleuchtet. Man erfährt so ihre Beweggründe und was in den vorangegangenen Büchern wie kalt, hart und berechnend aussah, erscheint nun teilweise in einem ganz anderen Licht. Auch wird eine bekannte Szene mit Jardir und Arlen nochmals aus ihrer Sicht geschildert. Ich habe nun einiges besser verstanden, doch ganz so viel Sympathie wie Ahmann Jardir nach dem zweiten Band des Dämonen-Zyklus, konnte ich ihr nicht entgegen bringen. Der Autor geht erstmals auch etwas näher auf die Dämonenprinzen selbst ein. 

Der Schreibstil von Peter v. Brett hat mich mal wieder umgehauen. Unglaublich packend und mitreißend erzählt er die Geschichte vom Tätowierten Mann und ich als Leserin habe mich entführen lasen in die dunkelste Nacht seit Menschengedenken. Die Erzählperspektiven wechseln wieder zwischen den einzelnen Protagonisten hin und her, neben den schon aus den Vorgängerbänden bekannten Perspektiven kommen nun doch die von Renna und Inevera hinzu. Doch ich hatte das Gefühl, dass die Perspektivwechsel dieses Mal nicht ganz so abrupt und plötzlich vollzogen wurden. Trotzdem steigt die Spannung von Beginn an kontinuierlich und bricht kaum ab, um dem Leser eine Verschnaufpause zu gönnen. Ich konnte das Buch somit mal wieder kaum aus den Händen legen. 

Die Protagonisten sind wie alte Bekannte, die man nach längerer Abwesenheit wiedertrifft und es ist genauso, als wären sie nie weg gewesen! Arlen ist noch immer mein absoluter Held in dieser Geschichte, auch wenn er steif und fest behauptet, nicht der Erlöser zu sein. Aber Arlen ist auch nicht unfehlbar und das macht ihn so sympathisch und menschlich, auch wenn er sich selbst anders sieht. Leesha, die oft als zu perfekt kritisiert wird, ist für mich neben Rojer, dem Jongleur mit den musikalischen Zauberhänden, eine absolute Sympathieträgerin. Doch sie muss nun einige Rückschläge hinnehmen und zeigt sich, vielleicht zum ersten Mal, verletzlich und fehlbar. Renna rückt in diesem Buch mehr in den Vordergrund und man erlebt Teile der Kämpfe auch aus ihrer Sicht. Dennoch konnte ich mich absolut nicht für sie erwärmen und erst ganz zum Schluss hat sie sich für mich ein wenig etabliert. Inevera ist eine vielschichtige und interessante Persönlichkeit, die über Leichen geht, um die Menschheit vor der Zerstörung zu bewahren. Nun kann ich sie viel besser verstehen. 

Das Cover der Klappenbroschur ist ganz im Stil der Reihe gestaltet. Dieses Mal dominieren Sand- und Erdtöne. Im Vordergrund sieht man eine vermummte Gestalt, die einen langen Stab in der Hand hält, im Hintergrund ist eine weitere Gestalt auszumachen. Der Titel ist in Spotlackoptik aufgetragen und von Ornamenten umrandet. Mir gefällt die Aufmachung wieder einmal sehr gut! 

Fazit: Actionreich findet die Geschichte um den Tätowierten Mann und den Kampf der Menschheit gegen die Dämonen ihre Fortsetzung. Blutige Kämpfe sind an der Tagesordnung, ganz in der Manier der Vorgängerbände und wer diese mochte, wird auch „Die Flammen der Dämmerung“ von Peter v. Brett lieben! Es gibt momentan kaum eine bessere High-Fantasy-Reihe auf dem Buchmarkt! Also, lasst uns den Kampf gegen die Horclinge gemeinsam aufnehmen, bei der Nacht!!!



von Peter v. Brett
Taschenbuch: 1056 Seiten 
Verlag: Heyne Verlag (11. März 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3453524748 
ISBN-13: 978-3453524743 
Originaltitel: The Daylight War

Rezension vom 27.03.2013

Freitag, 29. März 2013

Book in the post box: Das Buch von Ascalon

Das Buch von Ascalon

von Michael Peinkofer
Gebundene Ausgabe: 848 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 1 (14. Oktober 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785724322
ISBN-13: 978-3785724323







Kurzbeschreibung 

Köln, 1096. Unzählige Kreuzfahrer nutzen die Stadt als Durchgangsstation. Immer wieder gibt es Übergriffe gegen die jüdische Bevölkerung. Schließlich wird der Kaufmann Isaac beauftragt, den wertvollsten Besitz der Gemeinde zurück ins Gelobte Land zu bringen: das Buch von Ascalon. Zusammen mit seiner Tochter Chaya macht er sich auf den gefährlichen Weg. Dabei begegnen sie dem jungen Dieb Con, der um eine große Verschwörung gegen den englischen Thron weiß, und einem armenischen Gelehrten, der ganz eigene Ziele mit dem mysteriösen Buch verfolgt. In Jerusalem soll sich ihrer aller Schicksal erfüllen ...

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Manchmal habe ich nen Spleen für Historische Romane und dicke Schinken. Hier wäre also der Nächste, geschrieben von Michael Peinkofer höchstselbst und ich hab ehrlichgesagt keine Ahnung mehr, wie ich auf "Das Buch von Ascalon" aufmerksam geworden bin. Ich glaube, in der Verlagsvorschau. Auf jeden Fall hat mich erstens die Epoche, in der die Geschichte spielt (Beginn des Hochmittelalters) und zweitens die Geschichte selbst (Verschwörung, geheimnisvolles Buch, etc.) total angesprochen. Also habe ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt, als das Buch bei Arvelle vorrätig war und ein, so gut wie makelloses Hardcover, erhalten. So etwas macht mich immer besonders glücklich! Aber, wen denn nicht? ;)

Mittwoch, 27. März 2013

Das Tal Season 1.3 Der Sturm - Krystyna Kuhn

Schnee, Schnee und nochmal Schnee 

Um den 11. November, dem Remembrance Day, schließt das Grace College für vier Tage seine Pforten. Alle Studenten fliegen aus, machen Urlaub, besuchen Freunde und Familie oder wollen, wie Chris und Julia einfach nur Zeit zu zweit verbringen. Zusammen mit Rose, David und Debbie haben sie ein Auto gemietet, um das Tal zu verlassen, doch dazu kommt es gar nicht erst, denn bedingt durch Debbies Trödelei geraten sie in einen heftigen Schneesturm. Chris verliert auf schneeglatter Fahrbahn die Kontrolle über das Auto und bugsiert alle in den Straßengraben. Nun bleibt den Fünf nichts anderes übrig, als zu Fuß zum, mittlerweile ausgestorben, Grace College zurückzugehen. Nur zwei Wachleute halten die Stellung, doch von ihnen ist erst mal weit und breit nichts zu sehen und Julia, Chris, Rose, Debbie und David drohen im Schneesturm zu erfrieren… 

In diesem Teil der Season 1 erleben wir das Grace College völlig ausgestorben. Sobald Julia und Co. Auf dem verlassenen College-Gelände ankommen, stellt sich eine absolut drückende Atmosphäre ein, die einen bis zum Ende des Buches nicht mehr los lässt! Ich habe beim Lesen öfter über meine Schulter geschaut, ob mich nicht jemand beobachtet und genauso müssen sich die Protagonisten auf den leeren Gängen des Colleges gefühlt haben. Die Stimmung ging wirklich auf mich über und ich habe verstohlen die nächsten Seiten umgeblättert, fast mythisch von den Ereignissen angezogen. Alle stehen zunächst noch unter dem Schock des Autounfalls und übersehen wichtige Details, die sich alle am Ende zu einem Großen und Ganzen zusammensetzten und fast ein Aha-Erlebnis auslösen. Doch nur fast, denn in der Grundstory um die acht verschwundene Studenten aus den 1970ern, ist man nicht wirklich weitergekommen, obwohl mit dem Film im Kino mal ein sehr guter Ansatz da war. 

Zum Schreibstil muss ich kaum noch etwas sagen. Sogartig wurde ich wieder in das Tal hineingezogen, stand bis zu den Knien im Schnee, um erst nach der letzten Seite wieder ausgespuckt zu werden. Ich hatte dieses Buch in Rekordzeit durchgelesen. Spannung kam wieder ab der ersten Seite auf, die gewisse Grundspannung, die das Rätsel um die acht Studenten bewirkt, ist sowieso da und fesselt einen an die Tal-Reihe, denn irgendwann wird es doch hoffentlich mal eine Auflösung geben? 

Dieses Mal standen Chris und Debbie im Vordergrund, man erfährt viel von ihnen, ihrer Vergangenheit und wie sie auf dem Grace gelandet sind. Aber auch Julia, Rose und David spielen große Rollen auf den verlassenen Fluren des Gebäudes. Chris ist mir immer noch ein Rätsel, Debbie geht mir einfach nur auf die Nerven und ich wünsche mir für die Folgebände eine geringere Dosis „Debbie“! Insgesamt gefällt es mir aber sehr, sehr gut, dass pro Band andere Protagonisten im Focus stehen! 

Das Cover lehnt sich wieder an die Vorgängerbände an, nur dass das Wappen, die von ihm ausgehenden Ornamente und der Titelschriftzug diesmal in Dunkelgelb gehalten sind. Wie immer sehr stimmig! 

Fazit: Wieder mal hat mich Krystyna Kuhn mit „Das Tal Season 1.3 Der Sturm“ fesseln und gut unterhalten können. Und wieder mal bin ich froh, dass die Folgebände schon erschienen sind und ich nahtlos weiterlesen kann, denn es juckt mich wirklich in den Fingern!



von Krystyna Kuhn
Broschiert: 265 Seiten 
Verlag: Arena (November 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3401065319 
ISBN-13: 978-3401065311 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Rezension vom 25.03.2013

Montag, 25. März 2013

Book in the post box: Dark Destiny

Dark Destiny

von Jennifer Benkau
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Script5 (März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001455
ISBN-13: 978-3839001455










Kurzbeschreibung 

Hilflos musste Joy mit ansehen, wie Neél von ihren eigenen Leuten gefangen genommen und gefoltert wurde. Ihre große Liebe, all ihre Hoffnungen und Zukunftspläne zersplittern zu einem Scherbenhaufen, als sie schließlich von Neéls Tod erfährt. Trotz ihrer unendlichen Trauer fasst Joy einen folgenschweren Entschluss: Sie will nicht länger zu Matthials Clan gehören. Also macht sie sich allein und schlecht ausgerüstet auf den Weg durch Bomberland und von feindlichen Clans besetztes Gebiet. Es ist eine Suche nach Antworten: Wie starb Neél? Und warum? Doch es ist auch eine Suche, an deren Ende Hoffnung steht. Hoffnung auf eine zweite Chance. Dark Destiny ist der letzte von zwei Bänden. Der Titel des ersten Bandes lautet Dark Canopy.

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NATÜRLICH muss ich "Dark Destiny" lesen!!! Ich bin sosososososo gespannt drauf! Aber sowas von!!! Aber, wer ist das nicht, dach diesem Ende von "Dark Canopy", das uns Jenni Benkau verpasst hat! Oh man, ich war fix und fertig, ich verlinke euch mal HIER meine Rezension zu "Dark Canopy". Wenn ich "Die Flammend er Dämmerung" in den nächsten Tagen beendet habe, werde ich sofort mit "Dark Destiny" beginnen, ich bin schon total ungeduldig! ;) Wem von euch ging/geht es genauso???

Freitag, 22. März 2013

Demi Monde: Welt außer Kontrolle: Die Mission - Rod Rees


Wenn die Simulation deine Wirklichkeit ist… 

…dann steckst du wirklich tief in der Tinte! Das muss auch Ella Thomas schmerzlich feststellen und für kein Geld der Welt hätte sie sich darauf einlassen dürfen: Doch für 5 Millionen Dollar hat sie sich überreden lassen auf eine Rettungsmission in die Demi Monde eingeschleust zu werden, eine für die Ausbildung von US Militärs entwickelte Simulation, die die schlimmsten Ideologien unserer Welt in sich vereint: Rassismus in seiner schärften Form, Antisemitismus und Fanatismus gepaart mit Überbevölkerung lässt die Demi Monde zu einem Pulverfass werden, zu einer unwirtlichen Welt und genau in dieser gilt die Tochter des US-Amerikanischen Präsidenten als Vermisst. Die Demi Monde hat inzwischen ein Eigenleben entwickelt und Ella hat den Auftrag die Präsidententochter zu befreien und durch das einzige, noch offene Portal nach draußen in die reale Welt zu bringen. Dass dies kein Kinderspiel wird, dafür sorgen Reinhard Heydrich, der weltliche und Crowley, der geistige Führer des ForthRight… 

Die Demi Monde ist eine Computersimulation, die einem Schreckenskabinett entsprungen zu sein scheint. Unwirtlich und, rassistisch und unglaublich anstrengend. Die Bewohner müssen immer auf der Hut sein, was sie tun und was sie sagen, denn es könnte ja die Chekya, eine Geheimpolizei, vor der Tür stehen. Regimegegner werden zu NonNix erklärt und ihnen werden alle Rechte aberkannt, so dass sie nur noch im Warschauer Ghetto leben können. Schwarze, Shades genannt, wie auch Ella eine ist, sind im ForthRight auch nicht gut angesehen und werden auf offener Straße angefeindet. Neben dem ForthRight ist die Demi Monde in weitere Bereiche unterteilt, in denen unterschiedliche Weltanschauungen vorherrschen. Somit bringen sie von Haus aus viel Konfliktpotenzial mit sich. Die Handlung des ersten Teils „Die Mission“ spielt sich hauptsächlich im ForthRight ab, die weiteren drei Bereiche nehmen nur eine Randposition ein. 

Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte mich schnell und gut in die Geschichte und vor allem in die Welt Demi Monde einfinden. Zu Beginn war ich echt schockiert, welches Szenario sich die Entwickler der Simulation ausgedacht haben, aber ich habe Vieles Widererkannt und Wortspielereien verstanden, was das Lesen zum Erlebnis hat werden lassen! Diese Wortkreationen sind zum Großteil richtig gut gelungen und wer sich ein wenig in Geschichte und mit Sprachen auskennt, wird seine wahren Freude daran haben. Zu Beginn werden diese Begriffe selten erklärt, aber man kann sie im Glossar nachschlagen. Später kommen die Erklärungen aber meistens, so dass ich mir das Nachschlagen oft gespart habe. Es dauert eine Weile, bis wirklich Spannung in der Geschichte aufkommt, aber wenn man einmal diesen Punkt erreicht hat, dann wird es wirklich gut! 

Hauptprotagonistin Ella war mir sehr sympathisch, vor allem, als sie das Geld und die Mission nach einigem Zögern dann doch angenommen hat, wer würde das nicht tun? Allerdings entpuppt Ella sich als fast ein bisschen zu perfekt. Sie ist eine begnadete Sängerin, dunkelhäutig und wunderschön, so dass selbst dem größten Rassist schier die Augen aus dem Kopf fallen. Dazu ist sie äußerst klug, wird dabei aber von einem implantierten Chip unterstützt. Ihr Compagnon Vanka Maikow, den sie gleich zu Beginn in der Demi Monde trifft, konnte sich auch schnell meine Sympathien erarbeiten. Beide zusammen geben ein unglaublich gutes Gespann ab, vor allem, weil Vanka auch ziemlich rational und sarkastisch ist. Interessant ist auch noch Trixie Dashwood. Ein Mädel aus gutem Hause, das sehr vom UnFundaMentalismus geprägt ist, aber trotzdem, für Frauen, fortschrittliche Gedanken hegt. Aus der Not heraus entwickelt sie sich zur Führungsfigur der Rebellion, aber nicht unbedingt zum Positiven! Norma Williams ist die Präsidententochter, die es zu retten gilt, aber sie ist echt ein nerviges, verwöhntes Biest, dass es Ella nicht gerade leicht macht, ihren Auftrag auszuführen. 

Das Cover der Klappbroschur ist sehr interessant gestaltet. Im oberen Bildbereich kann man einen Teil der Karte der Demi Monde sehen, darunter ein Mädchen in einem roten Mantel, dass über eine Brücke läuft. Im Nachhinein gesehen passt das Cover ganz gut zur Geschichte, dennoch ist es nicht sonderlich auffällig. 

Fazit: „Demi Monde: Welt außer Kontrolle: Die Mission“ von Rod Rees ist ein sehr interessanter und auch spannender Auftakt einer neuen Reihe, die es trotz kleiner Schwächen wirklich verdient, dass wir ihr unsere Aufmerksamkeit schenken!



von Rod Rees
Taschenbuch: 608 Seiten 
Verlag: Goldmann Verlag (21. Januar 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3442475678 
ISBN-13: 978-3442475674 
Originaltitel: The Demi-Monde 01 Winter

Rezension vom 22.03.2013

Vielen Dank an den  Verlag für die Bereitstellung des Buches!

Goldmann auf Facebook

Montag, 18. März 2013

Book in the post box: Die Pforten der Ewigkeit

Die Pforten der Ewgkeit

von Richard Dübell
Gebundene Ausgabe: 864 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover); Auflage: 3 (30. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785724225
ISBN-13: 978-3785724224







Kurzbeschreibung 

1250: Mit dem Tod Kaiser Friedrichs II. beginnt die Zeit des großen Interregnums. 
Ein Nachfolger ist noch nicht gefunden, das Reich in Aufruhr. Im nahen Osten stirbt ein junger Mann in den Armen dreier Kreuzritter. Mit seinem letzten Atemzug berichtet er von einem Geheimnis, das der Kaiser ihm kurz vor seinem Tod anvertraute. In der Nähe von Bamberg gründen einige unerschrockene Zisterzienserinnen eine neue Zelle inmitten des Waldes. Sie haben den Schutz der Einsamkeit dringend nötig, denn eine von ihnen hat Visionen und läuft Gefahr, als Ketzerin verbrannt zu werden. Kreuzritter und Ordensschwestern treffen in der Stadt Wizinsten aufeinander. 
Hand in Hand bauen sie ein neues Kloster, einen prächtigen Bau, der die Gemeinschaft unter den Schutz des neuen Kaisers stellen und die Pforten der Ewigkeit öffnen soll ... 

Richard Dübells großer Mittelalterroman um einen Klosterbau, eine mutige junge Nonne und die Liebe im Angesicht des Jüngsten Gerichts.

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Seit ich Ken Follets "Die Säulen der Erde" gelesen habe, habe ich Gefallen solch Historischen Romanen gefunden, in denen es um einen Kirchen-, oder wie in diesem Fall, um einen Klosterbau geht. Ich finde es immer unglaublich spannend, was man aus diesen Büchern alles lernen kann. Über eine besonder düstere Zeit in unserer Geschichte, über die Menschen, die damals lebten und liebten und etwas über Architektur. Ich halte immer mal wieder nach dieser Art von Büchern Ausschau und hoffe, mit "Die Pforten der Ewigkeit" wieder eine Perle entdeckt zu haben! (Aber es ist ein ganz schön dicker Schinken!^^)

Kennt jemand von euch dieses Buch? Wie hat es euch gefallen?

Mittwoch, 13. März 2013

Splitter - Sebastian Fitzek

Höchster Psychothriller-Genuss! 

Marc Lucas ist traumatisiert. Seine Frau Sandra und sein ungeborenes Kind sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Marcs einziger Anker in seiner Trauer ist sein Schwiegervater und ein Splitter in seinem Nacken erinnert ihn ständig an die Tragödie, die sein Leben für immer verändert hat. Marcs Schwiegervater Constantin kümmert sich fürsorglich in seelischen und medizinischen Belangen um seinen Schwiegersohn. Doch Marc ist so aus der Bahn, dass er nach einem Strohhalm greift, der ihm in der Bleibtreu-Klinik angeboten wird: Seine Erinnerungen an den Unfall zu löschen. Marc bricht das Experiment frühzeitig ab und verlässt die Bleibtreu-Klinik, doch als er nach Hause in seine Wohnung zurück will, wird er erst von einer Krankenschwester auf seinen Bruder angesprochen, dann passt sein Schlüssel nicht mehr und nach dem Betätigen der Klingel öffnet ihm seine verstorbene Frau Sandra die Tür… 

Ist Marc nun völlig durchgedreht? Ich habe aber nie geglaubt, dass Marc in seiner Trauer verrückt geworden ist, sondern, dass da ein ganz mieses Spiel mit ihm getrieben wird. Doch welche sind die Gründe für dieses umfangreiche Versteck- und Verwirrspiel? Vor allem nach dem Prolog, der mir anfänglich so gar nicht in die Geschichte hineinpassen wollte, war ich die ganze Zeit unglaublich gespannt, welche Auflösung Sebastian Fitzek für uns bereithält. Ich war auch ordentlich überrascht über den Verlauf, den die Geschichte dann nahm. Das Ende an sich war meines Erachtens ein wenig unspektakulär, obwohl sehr actionreich, doch das allerletzte Kapitel hielt für mich dann doch nochmal einen Gänsehautmoment bereit. Was ich äußerst spannend fand, war, dass der Autor den Augensammler schon in diesem Buch erwähnt hat und er mich somit ultraneugierig auf eben seinen Thriller „Der Augensammler“ gemacht hat! 

Der Schreibstil des Autors ist gewohnt flüssig und locker zu lesen. Sebastian Fitzek versteht es wie kein Zweiter, schnell Spannung aufzubauen, so dass man das Buch nicht mehr zur Seite legen kann! Ich war gefesselt von der Geschichte und von der immer heftigeren Paranoia des Hauptprotagonisten. Es war alles so echt und dann waren da doch wieder so kleine Wendungen, die so gar nicht ins Bild passen wollten, dass man glaubte, sich als Leser gemacht zu haben. 

Marc Lucas ist der Hauptprotagonist und man folgt ihm fast auf Schritt und Tritt. Man lernt ihn als gebrochenen Mann kennen, der den Tod von Frau und dem ungeborenen Kind nicht verkraftet, den er selbst verschuldet hat. Er will einfach nur vergessen und greift nach jedem Strohhalm, der sich ihm bietet. Einige Szenen sind auch aus der Sicht von Marcs Bruder geschrieben, der gerade aus der Nervenheilanstalt entlassen wurde und sich mit den falschen Leuten eingelassen hat. Constantin ist aalglatt und unnahbar, auch wenn er sich anscheinend um Marc zu kümmern scheint. 

Das Cover des Taschenbuchs ist eigentlich sehr schlicht gehalten. Rote Schrift auf grauem Hintergrund. Als Hingucker fungiert ein weißer Mullverband. Dies ist jetzt nicht das beste, aber auch nicht das schlechteste Cover. 

Fazit: Sebastian Fitzek konnte mich mit seinem Psychothriller „Splitter“ wieder einmal packen und an das Buch fesseln. Atemlos habe ich mit Marc Lucas mitgefiebert und war nach der letzten Seite einigermaßen verblüfft. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen!



von Sebastian Fitzek
Taschenbuch: 384 Seiten 
Verlag: Knaur (9. August 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426503727 
ISBN-13: 978-3426503720

Rezension vom 13.03.2013

Montag, 11. März 2013

Book in the post box: Die Flammen der Dämmerung

Die Flammen der Dämmerung (Dämonen-Zyklus Teil 3)

von Peter v. Brett
Taschenbuch: 1056 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (11. März 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453524748
ISBN-13: 978-3453524743
Originaltitel: The Daylight War






Kurzbeschreibung 

Der Krieg um das Schicksal der Menschheit hat begonnen

Die Menschheit ist gefangen in einem Albtraum: Jede Nacht steigen Dämonen aus dem Boden empor und machen Jagd auf alle Lebewesen. Nur wenige wagen es, diesen Kreaturen zu widerstehen, unter ihnen Arlen, der tätowierte Mann, und Jardir, der Anführer der Wüstenkrieger. Doch die Welt duldet nur einen Erlöser der Menschheit, und ein Krieg scheint unvermeidlich – während sich in den Tiefen der Finsternis das Heer der Dämonen zum Marsch rüstet und eine blutige Zukunft heraufdämmert. Der letzte Kampf um die Rettung der Menschheit vor den Dämonen der Nacht beginnt.

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Es ist daaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!!!!! ENDLICH!!! Seit Freitag, den 08.03.2013 nenne ich den dritten Teil von Peter v. Bretts Dämonenzyklus mein Eigen und ich hab mich echt gefreut, wie ein kleines Kind, als ich das Buch ausgepackt habe. Ich werde es auch gleich beginnen, denn ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Arlen, Leesha, Rojer, Jardir und Co. weitergeht!

Ich verlinke euch mal meine Rezension zum zweiten Teil der Reihe, in der ich meiner Begeisterung Ausdruck verliehen habe: Klick.

Dann habe ich noch eine richtig tollen englischen Buchtrailer gefunden, der die Spannung auf "Die Flammen der Dämmerung" nur noch anheizt:

Freitag, 8. März 2013

The Weepers ... und sie werden dich finden - Susanne Winnacker

Time to resist! 

Mehr als drei Jahre hat Sherry mit ihrer Familie im Bunker ausgeharrt, doch jetzt geht ihnen das Essen aus und Sherrys Vater trifft eine längst überfällige Entscheidung: Er wird die Bunkertür öffnen und auf Nahrungssuche gehen! Und Sherry begleitet ihn. Seit fast zwei Jahren haben sie nichts mehr vom Militär gehört, außer die sich immer wiederholende Meldung, dass die Bevölkerung zu ihrem Schutz in den Schutzbunkern bleiben soll, bis der Funkverkehr vor einem Jahr ganz ausgefallen ist. Somit wissen die Beiden nicht, was sie draußen erwartet. Sherry und ihr Vater suchen in einem verlassenen Supermarkt nach Lebensmitteln, doch dann werden sie von infizierten Menschen, die wolfsähnlich sind, überfallen. Sherry kann sich auf den Parkplatz retten, doch ihr Dad verschwindet spurlos. Auch Sherry wird von den Mutanten fast erwischt, doch dann kommt ihr Joshua zur Hilfe, der auf der Jagd zu sein scheint… 

Dieses Buch, das man dem Genre der Endzeitromanen zuordnen kann, hat ein großes Manko: Es ist einfach zu kurz! Gerade hat man zusammen mit Protagonistin Sherry die Welt außerhalb des Bunkers erkundet, Joshua kennen gelernt und ist auf die Jagd nach den, durch den Tollwutvirus mutierten, Weepers gegangen, schon ist die Geschichte auch vorbei und sie ist wie ein Rausch an einem vorbeigeflogen. In LA ist nichts mehr, wie es vorher war: Verwüstung uns Zerstörung prägen das Stadtbild, Menschen sind nicht zu sehen, außer ihre Leichen, und Weepers streichen durch die Straßen, auf der Suche nach Beute. So findet Sherry ihre Welt vor, nachdem sie nach über drei Jahren aus dem Bunker kommt und endlich das Sonnenlicht wieder sieht. Aber es ist nicht alles schlecht, eine kleine Gemeinschaft von Überlebenden, von denen einige resistent zu sein scheinen, hat sich außerhalb der Stadt auf einem ehemaligen Weingut eine kleine heile Welt aufgebaut, die natürlich bald bedroht sein wird. Ziemlich grauenhaft sind die mutierten Menschen, die Weepers, die nur noch durch ihre niederen Instinkte geleitet zu werden scheinen und sie wollen Menschen fressen! Ein furchtbares, aber auch überaus spannendes Endzeitszenario! 

Der Schreibstil von Susanne Winnacker hat mich gleich packen können. Flüssig und leichtfüßig wird man durch die Geschichte geführt, obwohl es sich die ganze Zeit um unschöne Dinge wie Nahrungsknappheit und die Gefahr, die von den Weepers ausgeht dreht. Auch weiß man die ganze Zeit nicht, was denn eigentlich los ist, bis sich das schreckliche Szenario so langsam herauskristallisiert und ich wollte unbedingt immer mehr wissen! Es gibt natürlich auch Szenen, in denen Menschen von den Mutanten angefallen und auch getötet werden, aber diese sind alle einem Jugendbuch angemessen geschrieben und es wird garantiert nicht zu blutig, also keine Angst deshalb, ihr würdet nur etwas verpassen, wenn ihr deshalb nicht zu diesem Roman greifen würdet! Spannend ist es von Beginn an und der Spannungsbogen steigt kontinuierlich an, denn Sherry ist kaum eine ruhige Minute vergönnt, eine Actionszene reiht sich an die andere. 

Die Protagonisten hätten meiner Meinung nach etwas mehr Tiefgang bekommen können, doch mit Protagonistin Sherry war ich sehr zufrieden! Trotz ihrer noch sehr jungen 15 Jahre, konnte ich mich gut mit ihr identifizieren, denn sie handelt meistens bedacht, mutig, selbstlos und sehr reif für ihr Alter. Das fand ich dieses Mal aber sehr angemessen, denn sie musste durch die besondere Situation ihrer Familie im Bunker schon sehr früh Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister übernehmen oder aber für den Haushalt. Joshua hätte ein klein wenig tiefgründiger sein dürfen, obwohl ihn ja schon etwas Geheimnisvolles umweht. So ganz wird man nicht aus ihm schlau und er lässt auch nur nach und nach Informationen über sein Leben vor der Seuche heraus. Trotzdem oder gerade deshalb hat er mir sehr imponiert und ich habe den jungen Mann schnell in mein Herz geschlossen. Sherrys Eltern und Geschwister stünde aber eine größere Rolle in der Geschichte zu und ich hätte sehr gerne mehr über die Mitbewohner im Cottage erfahren! 

Das Cover des Taschenbuchs hat gleich meine Aufmerksamkeit erregt! Düster und unheimlich wirkt es auf den Betrachter, denn die Hälfte eines Mädchengesichts schaut einem unheilvoll entgegen und im Hintergrund steht eine schemenhafte Gestalt, die ein Weeper sein könnte. Das Cover passt sehr gut zum Inhalt des Buches! 

Fazit: „The Weepers … und sie werden dich finden“ von Susanne Winnacker versüßt einem den Tag mit wunderbaren und vor allem spannenden Lesestunden und verarbeitet das Motiv „Angst vor der Tollwut“, die es bei uns Menschen schon lange gibt, sehr gut nachvollziehbar zu einer interessanten und actiongeladenen Endzeitgeschichte. Von mir gibt es vier von fünf Sternen und eine ganz klare Leseempfehlung!



von Susanne Winnacker
Taschenbuch: 304 Seiten 
Verlag: Heyne Verlag (14. Januar 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3453314247 
ISBN-13: 978-3453314245 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren 

Rezension vom 06.03.2013

Mein herzlicher Dank gilt für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Dienstag, 5. März 2013

Book in the post box: Der Besucher

Der Besucher

von Sarah Waters
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Ehrenwirth); Auflage: 2 (12. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3431038301
ISBN-13: 978-3431038309
Originaltitel: The Little Stranger










Kurzbeschreibung 

Hundreds Hall, ein majestätisches Anwesen im ländlichen England. Hier wohnt die verwitwete Mrs. Ayres mit ihren erwachsenen Kindern Caroline und Roderick. Als der Landarzt Dr. Faraday wegen eines Notfalls herbeigerufen wird, ist er wie gebannt von der geheimnisvollen Atmosphäre des Hauses. Schon bald erfährt er, dass in Hundreds Hall merkwürdige Dinge geschehen: Möbelstücke, die ein Eigenleben führen, kryptische Zeichen, die plötzlich an den Wänden auftauchen, bedrohliche Geräusche, die unerklärbar scheinen. Dr. Faraday begegnet der wachsenden Panik der Familie zunächst mit Ruhe und Beschwichtigung. Doch das Schicksal der Ayres nimmt unaufhaltsam seinen Lauf - und ist enger mit seinem eigenen verwoben, als er ahnt ...

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Ich wollte UNBEDINGT dieses Buch mit genau DIESEM Cover! Und nun habe ich ein wunder-, wunder schönes Hardcover mit diesem tollen Cover auf dem Schutzumschlag und bin hin- und weg! ich finde es einfach atmosphärisch so toll und stimmig, es hat alles, was mich anzieht. Auch wenn "Der Besucher" von Sarah Waters eher gemischte Kritiken erhalten hat, bin ich sehr gespannt auf die Geschichte und möchte das Buch mögen! Mal sehn, ob es klappt!

Ich habe noch einen interessanten Kurzfilm von BBC über "Der Besucher" gefunden, in dem Sarah Waters über das Buch spricht. Viel Spaß beim Anschauen:

Montag, 4. März 2013

Fantasy-Lesenacht auf dem Südfriedhof

Der Piper Verlag veranstaltet auch dieses Jahr im Rahmen der Leipziger Buchmesse am am Freitag, 15. März 2013 in der Großen Trauerhalle auf dem Leipzigiger Südfriedhof eine Fantasy-Lesenacht. Die beiden Autoren, die lesen werden sind Michael Peinkofer und Dan Wells. Also macht euch auf ein äußert interessantes Programm gefasst! Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt ist frei!



Wer von euch also eh in Leipzig auf der Buchmesse unterwegs ist (was bei mir dieses Jahr leider ausfallen muss :( ) und für den Freitag Abend noch ein Abendprogramm sucht, sollte sich diese Lesung auf dem Friedhof UNBEDINGT vormerken! Ich war dort nämlich letztes Jahr und es war wirklich ein ganz tolles Erlebnis Markus Heitz und Michael Peinkofer in dieser gruseligen Kulisse lesen zu sehen und zu hören. Markus Heitz hat übrigens aus "Oneiros" und Michael Peinkofer aus "Splitterwelten" gelesen. Seid aber auf jeden Fall rechtzeitig dort, denn die große Trauerhalle war bis auf den letzten Stuhl besetzt!

Ich habe natürlich auch noch ein paar Impressionen der letztjährigen Leseung für euch und ich erinnere mich supergerne an den tollen Abend zurück:

Links: Markus Heitz Rechts: Michael Peinkofer beim Signieren
Große Trauerhalle auf dem Südfriedhof Leipzig
War ganz schön gruselig im Dunkeln auf dem Friedhof!
Ich hoffe, ich habe euch Lust auf ein Lesungserlebnis der ganz besondere Art gemacht und hoffe, ihr schaut dort vorbei und berichtet mir, wie es war! Ich bin wirklich traurig, dieses Mal nicht mit dabei sein zu können!

Sonntag, 3. März 2013

The Forest - Wald der tausend Augen - Carrie Ryan

Waldesruh… aber nicht lange! 

Mary erwartet mehr vom Leben, als das kleine, von der Außenwelt abgeschottete Dorf, in dem sie von Geburt an lebt, ihr bieten kann. Marys Mutter hat ihr oft vom Meer erzählt und dies ist auch Marys größter Wunsch: Sie möchte das Meer sehen! Doch ein hoher Zaun schließt die Bewohner des Dorfes ein, denn was da draußen vor dem Zaun lauert, sind Horden von Ungeweihten. Seit sich ein Großteil der Erdenbevölkerung in Ungeweihte verwandelt hat, ist viel Zeit vergangen und es ist in Vergessenheit geraten, wie und warum diese Katastrophe passiert ist. Das Dorf wird von der Schwesternschaft regiert und nach dem Tod von Marys Mutter, wird sie von der Schwesternschaft im Münster aufgenommen. Dort kommt sie Geheimnissen auf die Spur, die die Schwestern vor den Dorfbewohnern verbergen und bald kann sie nichts mehr halten, nicht einmal die Liebe… 

Der Klappentext verspricht spannende, dystopische Unterhaltung und ich wurde sogar noch positiv überrascht! Gleich zu Beginn hat Mary mit dem Schicksalsschlag, dem Tod ihrer Mutter zu kämpfen, doch dieser bringt alles erst ins Rollen und durch die Verkettung verschiedener Umstände, findet sich Mary auf dem Weg in die Freiheit wieder und vielleicht auf dem Weg zum Meer. Das abgeschottete Dorf und die Schwesternschaft haben mich ein wenig an den Film „The Village“ erinnert, aber dann lief es doch in eine ganz andere Richtung. Auch die Liebe fehlt natürlich nicht, es ist schließlich ein Jugendbuch. Mary hat es sogar mit zwei gutaussehenden jungen Männern zu tun und ist wirklich interessant, wie sich alles im Laufe der Geschichte entwickelt. 

Die dichte Atmosphäre in diesem Buch hat mich von Anfang an gefangen genommen. Sie wird durch den toll und flüssig zu lesenden Schreibstil implementiert. Sehr bildhaft und auch emotional mitreißend erzählt die Autorin Marys Geschichte um das abgeschottete Dorf, verbotene Pfade in den Wald und Horden an Ungeweihten, die alle in Angst und Schrecken versetzen. Die Ungeweihten sind Untote, die wieder aufgestanden sind, nachdem der Tod sie ereilt hat und sie gieren nach frischem Menschenfleisch. Bei all der Bildhaftigkeit wird es aber nie eklig, das Blut spritzt auch nicht literweise, sondern die Horrorelemente sind sehr gemäßigt und keiner muss Angst haben, dass sich ihm der Magen umdreht. Einem Jugendbuch eben angemessen. 

Die Charaktere konnten mich Großteils überzeugen. Mary war mir wirklich gleich sympathisch und ich konnte schnell eine feste Bindung zur Hauptprotagonistin aufbauen, so dass es mir absolut nicht schwer viel mit ihr mitzufiebern und alle Wege mit ihr zu beschreiten. Die Nebenfiguren, wie die beiden Brüder, die zu Marys Liebesdreieck gehören oder aber auch ihr Bruder und ihre beste Freundin bleiben neben ihr ziemlich blass. Natürlich sind sie da und sie sind auch wichtig für die Geschichte, und doch nicht so sehr, als das ich mich mit ihnen identifizieren hätte können. Vor allem auf Marys Bruder hatte ich am Anfang eine Wut, er hat seine Schwester nämlich ziemlich unfair behandelt und auch die beiden Brüder waren nicht das Gelbe vom Ei

Die Gestaltung des Schutzumschlags gefällt mir super gut und das Cover war es auch, welches mich gelockt hat, das Buch zu kaufen! Es ist sehr düster in dunklem Grün gehalten, nebelverhangene Bäume und verschwommene Gestalten im Hintergrund erzeugen schon beim Hinschauen einen leichten Grusel. Im rechten vorderen Bereich sieht man ein junges Mädchen, das Mary darstellen könnte. 

Fazit: „The Forest – Wald der tausend Augen“ von Carrie Ryan hat mich von Anfang an gepackt und ich hatte diese Jugenddystopie, die in der Zukunft angesiedelt ist, in Rekordtempo verschlungen. Ich konnte es kaum aushalten, das Buch zu schließen, denn ich muss unbedingt wissen, wie es mit Mary weitergeht und bin unendlich froh, dass der zweite Teil der Trilogie seit September 2012 auch auf Deutsch erhältlich ist! Gebt dem Buch eine Chance, es lohnt sich!



von Carrie Ryan
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten 
Verlag: cbt (17. August 2009) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3570160491 
ISBN-13: 978-3570160497 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 

Rezension vom 28.02.2013

Freitag, 1. März 2013

Leseliste Februar

Schwupps, da ist er auch schon wieder vorbei, der Februar und er war genauso trist wie der Januar. Kein schöner Monat, aber alles geht mal vorbei und somit gebe ich die Hoffnung nicht auf, irgendwann mal wieder die Sonne zu sehen. Kann sich von euch noch jemand daran erinnern, wie die so ausgesehen hat??? Nein?? Ich auch nicht!!!

Kinomäßig hat sich leider auch nix getan, worüber ich berichten könnte, denn wir schaffen es sage und schreibe erst jetzt (morgen) "Django Unchained" anzuschauen, aber ich freue mich umso mehr auf den, seit letzten Sonntag oscarprämierten, Film! Dann steht auf jeden Fall noch "Hänsel und Gretel: Hexenjäger" auf meinem persönlichen Spielplan und natürlich "Die fantastische Welt von Oz", alles Filme, die ich unbedingt sehen will!

Dann bin ich im Februar ein Jahr älter geworden und ich habe von meinem Schatz ein gaaaaaaaanz tolles Geburtstagsgeschenk erhalten:


Jaaaa, ein Kindle Paperwhite ergänzt jetzt mein überquellendes Bücherregal und ich bin nach den ersten anderthalb Wochen schwer begeistert von dem Gerät! Eine hübsche Hülle hat er auch noch bekommen:


Damit ist er jetzt der Star in meinem Lesezimmer! Ein paar ebooks musste ich mir natürlich auch gleich zulegen (zu den "wenigen" die ich schon auf meine Kindle-App geladen hatte^^).

Nun aber zum statistischen Teil: Ich Februar habe ich insgesamt sechs Bücher mit 2.209 Seiten gelesen. Ich bin einigermaßen zufrieden mit diesem Monat, da es wieder nur gute Bücher waren, die es in meine Hände geschafft haben. Das schwächste habe ich mit 3,5 Sternen bewertet, zwei Bücher haben die Höchstpunktzahl von 5 Sternen erhalten.

Jetzt kommen wir aber zu den gelesenen Büchern im Februar 2013 (Durch Klicken auf die Links kommt ihr zu meinen Rezensionen):

Aus dem Januar mit herüber genommen habe ich "Das Geheimnis der Maurin" von Lea Korte. Ich habe mich sehr schnell in die Geschichte, die in Granada im Jahr 1491 spielt, eingefunden. Es war ein wunderbares Wiedersehen mit Zahra, Jaime, Gonzalo, Zainab und allen weiteren Protagonisten, die ich in "Die Maurin" schon lieb gewonnen hatte. Aber natürlich kommen auf Zarah und Jaime, mittlerweile Eltern von drei Kindern, stürmische Zeiten zu, in denen natürlich ihre unterschiedlichen Religionen keine unwesentliche Rolle spielen. Für alle Fans Historischer Romane ein must read!!! Mein Monatshighlight im Februar!!!
Nach meinem Ausflug ins sonnige Spanien, wollte ich wieder in die kanadischen Rocky Mountains und habe mit dem zweiten Teil der Tal-Reihe "Das Tal Season 1.2 Die Katastrophe" von Krystyna Kuhn weitergemacht. Ich wollte unbedingt wissen, wie es mit der Clique um Julia am Grace College weitergeht und habe sie auf den Gipfel des Ghost begleitet. Ein sehr spannendes und nervenaufreibendes Leseerlebnis und ich bin nun endgültig mit dem Tal-Virus infiziert. Ich freue mich, jetzt im März den dritten Teil lesen zu können, denn ich habe mir für jeden Monat eines der Tal-Bücher vorgenommen. Ich bin so gespannt, wie es weiter geht!
Als Nächstes kam ein Ausflug in die Welt der Unsterblichen an die Reihe. Mit "Everlight: Das Buch der Unsterblichen" von Avery Williams nahm ich den Auftaktband einer neuen Trilogie in die Hand und erhielt einige schöne Lesestunden. Dennoch weist das dünne Büchlein auch einige Schwächen auf, weshalb ich Seraphinas Wunsch zu sterben und die damit zusammenhängenden Verwirrungen, als das schwächste Buch des Monats deklariere. Trotzdem freue ich mich auf die Folgebände und erhoffe mir Näheres über die sehr sympathische Unsterbliche Seraphina zu erfahren.
Dann griff ich zu einem weiteren Highlight meines Lesemonats Februar: "The Forest - Wald der tausend Augen" von Carrie Ryan. Schnell war ich restlos begeistert von der düsteren und dichten Atmosphäre dieser Jugend-Dystopie und Mary, die Hauptprotagonistin, war mir sehr ans Herz gewachsen. Somit habe ich mit atemloser Spannung verfolgt, wie sie nach einer Nacht, in der ihr Dorf von den "Ungeweihten" überrannt wurde, hinaus in den Wald der tausend Augen flieht. Nun freue ich mich wahnsinnig auf den zweiten Teil "Das Meer der tausend Seelen"!
Nun hatte ich richtig Blut geleckt und habe mich an den Endzeitjugendroman "The Weepers - Und sie werden dich finden!" von Susanne Winnacker gemacht. Mich hat vor allem interessiert, warum die deutsche Autorin erst in UK veröffentlicht werden musste, damit ihr Roman auch in Deutschland erscheinen kann. ich habe den Grund nicht gefunden, denn die Geschichte, die sie geschrieben hat, hat mir sehr gut gefallen. Zwar war auch dieses Buch ein wenig kurz, aber ich konnte sehr gut nachvollziehen, wie sich Sherry gefühlt hat, als sie nach mehr als drei Jahren das erste Mal den Bunker ihrer Familie verlässt und sich einer Welt gegenüber sieht, in der nichts mehr so ist, wie es mal war. Auch wenn Sherry mit 15 Jahren etwas jung ist, mochte ich sie wirklich gerne!

Mit dem Psychothriller "Splitter" von Sebastian Fitzek habe ich das letzte Buch im Monat Februar beendet. Nachdem ich zuletzt "Das Kind" gelesen habe, was mich nicht bis ins letzte Detail überzeugen konnte, war ich von "Splitter" wieder restlos gefesselt! Marc Lucas möchte einfach nur vergessen, dass er für den Tod seiner hochschwangeren Frau verantwortlich ist und begibt sich, wenn auch wiederwillig, in ein dubioses medizinisches Experiment, das er vorzeitig abbricht. Doch dann gerät Marcs Welt aus den Fugen, denn seine tote Ehefrau öffnet ihm seine eigen Wohnungstür...