Freitag, 27. Dezember 2013

Drowning- Tödliches Element - Rachel Ward

Nass und kalt

Carl befindet sich im Krankenhaus, in das er nach einer Tragödie eingeliefert wurde. Sein Bruder Rob ist tot, wurde ihm gesagt, Carl selbst war zwar am See dabei, als es passiert, er kann sich jedoch nicht daran erinnern. Auch zu Hause ist ihm alles fremd und seine Mutter ist ihm auch keine große Hilfe, sie hat schließlich gerade ein Kind verloren. So versucht sich Carl zu erinnern, aber die Erinnerung kommt nur in winzig kleinen Bilderfetzen zurück. Hat er Rob umgebracht? Wer ist das Mädchen, das anscheinend auch am See war? Was ist dort draußen wirklich passiert? Warum sieht Carl seinen toten Bruder? Und wieso ist er so wütend???

Ich habe von „Drowning“ nicht viel erwartet und bin einfach unvoreingenommen an den Jugendmysterythriller herangegangen. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde, aber auch nicht überrascht oder vom Hocker gehauen. Das Buch beginnt stark mit dem 15-jährigen Carl, der nach einer schrecklichen Tragödie bei der sein Bruder Rob ums Leben kam, mit einer vorübergehenden Amnesie kämpft. Das Geschehen enthüllt sich ihm immer nur in kleinen Bildfetzen und es dauert bis zum letzten Drittel, bis Carl wirklich weiß, was da eigentlich passiert ist und wer sein Bruder Rob eigentlich war. Das hat mir insgesamt gut gefallen und auch der Schluss hatte es wieder in sich, wobei die Auflösung ein wenig einfach bzw. für mich unbefriedigend verlaufen ist. Mit dem Ende bin ich also nicht so ganz zufrieden.

Der Schreibstil der Autorin hat mir wiederum sehr zugesagt. In schnellen, einfachen Sätzen erzählt sie Carls Geschichte, sein schwieriges Verhältnis zur alkoholkranken Mutter spricht sie schonungslos an, aber auch seine Gefühle und Ängste kommen nicht zu kurz. Es ist viel Düsternis in diesen Zeilen, viel Regen, Kälte und Ungemütlichkeit, die einen beim Lesen erfassen, aber es blitzen auch die schönen Momente in Carls Leben durch. Die Momente, die ihn weiterkämpfen lassen. Anscheinend hat Rachel Ward mehr Wert darauf gelegt, diese Atmosphäre zu erschaffen, als sich großartig mit Beschreibungen der Umgebung aufzuhalten, denn hier fehlte mir einfach etwas. Ich will immer wissen, wie es um den Protagonisten herum aussieht, na klar gibt es Beschreibungen, aber es waren zu wenige für meinen Geschmack.

Carl ist der Hauptprotagonist, der zu Beginn nicht weiß wer er ist oder wo er wohnt. Mit der Zeit bekommt man ein klareres Bild von ihm, man erfährt dass er ein „Problemjugendlicher“ ist, aber eigentlich sensibel und einsam. Neisha ist die zweite wichtige Person in diesem Buch. Sie ist eine nette und kluge 16-jährige. Viel kann ich zu den Personen nicht verraten, denn das Buch lebt davon, dass man alles zusammen mit Carl in kleinen Etappen entdeckt. Rob ist die große Unbekannte. Wer war Rob? Warum waren Rob, Carl und Neisha am See? All diese Fragen, die Carl sich stellt, werden nach und nach beantwortet.

Das Cover der Klappbroschur ist einfach, aber wirkungsvoll gestaltet. Es dunkelblaues, düsteres Wasser zu sehen in dem der Titel, der in Spotlackoptik aufgebracht wurde, halb versinkt.

Fazit: „Drowning“ von Rachel Ward ist ein Mysterythriller für Jugendliche, der mich nicht so richtig packen konnte, trotzdem war die Thematik interessant und somit vergebe ich 3,5 von fünf Sternen.



von Rachel Ward
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Carlsen (22. November 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551520526
ISBN-13: 978-3551520524
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 18 Jahre

Rezension vom 27.12.2013

Herzlichen Dank an  und den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Buches! 

Kommentare:

  1. Hmm, ich glaube das Buch muss ich nicht lesen...irgendwie nicht ganz so meins, wenn es nicht überragend war. Die Autorin schreibt eigentlich gut dass spräche für das Buch...

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    1. Das Buch ist auch wahrlich nicht schlecht geschrieben, aber meins war es einfach nicht so richtig.

      LG
      Kathi

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