Sonntag, 1. September 2013

Leseliste August

Der August ist schon wieder rum und deshalb Zeit, auf meine gelesenen Bücher zurückzublicken. Der August stand unter dem Motto Auto, denn ich musste meinem kleinen, wundervollen roten Auto Lebewohl sagen, nachdem uns die Vorfahrt genommen und es nicht mehr repariert wurde. Jetzt warten wir darauf, dass unser neues Auto fertig wird und wir nicht mehr im Mietwagen herumfahren müssen. 

Ins Kino hat es uns gar nicht gezogen obwohl wir uns gerne "Elysium" mit Matt Damon angeschaut hätten. Irgendwie ist immer etwas dazwischen gekommen, aber wozu gibts denn BluRays! Auf jeden Fall möchte ich aber "City of Bones" anschauen, der diesen Donnerstag angelaufen ist! Habt ihr den Film schon gesehen?

Da es nicht so sehr viel zu erzählen gibt, diesen Monat, kommen wir gleich zur Lesestatistik: Insgesamt habe ich acht Bücher mit 3.139 Seiten gelesen. Das waren ein Buch und 174 Seiten mehr als im Juli. Eine kleine, aber feine Steigerung. Es war mal wieder der Monat der vier-Sterne-Bücher, ich habe also viele Bücher gelesen, die mir gut gefallen haben, aber der absolute Überflieger war nicht dabei.

Durch Klicken auf die Links kommt ihr, wie immer, zu meinen vollständigen Rezensionen:

Aus dem Juli mit herüber genommen habe ich "Das Erwachen: Dunkle Götter 01" von Michael G. Manning. Müsste ich einen Flop des Monats benennen, wäre das wohl dieses Buch, obwohl es nicht schlecht war! Es bot für mich nur nichts Neues, denn eine Geschichte von einem armen Jungen, der plötzlich ungeahnte Kräfte entdeckt, ist nun wirklich ein alter Hut. Was mich auch noch gestört hat, waren der holprige Schreibstil zu Beginn und dass dem guten Mordecai quasi sämtliche Zaubersprüche etc. in den Schoss gefallen sind. Der Bösewicht war auch ein wenig halbgar und nicht so richtig böse, höchstens Draco-Falfoy-fies und irgendwie hat das alles nicht so recht zusammengepasst. Wer sich aber zum allerersten Mal an High-Fantasy heranwagt, der ist hier schon eher richtig, als wir anderen, die schon einiges aus diesem Genre gelesen haben!

Mit "Das Puppenzimmer" hat Maja Ilisch einen wirklich tollen und lesenswerten Schauerroman geschrieben. Die düstere Stimmung umschlingt einen von Anfang an und die unterschwellige Spannung baut sich von Seite zu Seite immer mehr auf. Es geht um die junge Florence, die von einem reichen Edelmann aus einem Londoner Waisenhaus geholt wird, um für ihn und seine Schwester zu arbeiten. Florence soll eine Stunde am Tag im Puppenzimmer der Molyneux' verbringen und die über 100 Puppen katalogisieren. Das irgendetwas mit diesem Haus und den Puppen nicht stimmt, merkt Florence ziemlich schnell, doch was es ist, war für mich eine Überraschung und ich war erstmal ein wenig Perplex. Damit war auch ein wenig der Zauber des Buches gebrochen, aber ich mochte es trotzdem ziemlich gerne.
Danach habe ich mir gleich das nächste Buch mit dem Thema Puppen gegriffen: "Die Puppenkönigin" von Holly Black ist ein richtig tolles Buch für jüngere Leser, in dem es um Abenteuer, Freundschaft und Vertrauen geht. Gewürzt wird das Ganze mit ein paar wenigen übersinnlichen Elementen, was dem Ganzen noch den richtigen Pfiff verleiht. Es geht um die drei Freunde Zach, Poppy und Alice, die sich an der Schwelle vom Kindsein zum Teenager befinden und nun feststellen, dass sie sich verändern. Trotzdem wollen Poppy und Alice unbedingt das Spiel weiterspielen, dass die drei schon seit einer Ewigkeit spielen, doch Zach weigert sich, weil er nicht zugeben kann, dass sein Dad all seine geliebten Actionfiguren entsorgt hat. Er lässt sich jedoch zu einer letzten Mission überreden: Die Puppenkönigin, die Poppy als Geist erschienen ist, möchte am Ort ihres Todes beerdigt werden...

Von "Enders" von Lissa Price war ich begeistert, aber auch ein klein wenig enttäuscht. Auf der einen Seite hat Lissa Price eine actionreiche und wunderbar zu lesende Fortsetzung zu "Starters" geschaffen, aber der anderen Seite ist aber viel von der ursprünglichen Geschichte verloren gegangen. Dinge, die den Reiz von "Starters" ausgemacht hat, wie z.B. Callies bedingungslose Liebe zu ihrem kleinen Bruder Tyler oder eben diese erschreckende, unmoralische Tatsache, dass Enders sich die Körper von Starters ausborgen um sich wieder jung zu fühlen und das gegen Geld. In "Enders" geht Callies Jagd auf den Old Man weiter und es kommt auch zum großen Showdown, der mich aber irgendwie nicht so recht zufriedenstellen konnte. Trotzdem ist "Enders" ein unterhaltsames Buch, das man gelesen haben sollte, wenn man "Starters" mochte!
In "In einer anderen Welt" von Jo Walton geht es um die 15-jährige Morwenna, die vor ihrer Mutter aus Wales fliehen musste und nun von ihrem Vater, den sie bis dahin nicht kennt, in einem englischen Internat untergebracht wird. Morwenna muss sich mit den anderen Mädchen und dem Internatsaltag herumschlagen und sie merkt gleich: Auf dem Internatsgelände gibt es keine Feen! Sie flüchtet sich in die Welt der Bücher, vor allem Science-Fiction liest sie mit großer Begeisterung. So kommt es, dass Morwenna dem örtlichen Buchclub beitritt und endlich ein paar Gleichgesinnte findet, mit denen sie über ihre Leidenschaft reden kann. "In einer anderen Welt" ist ein wirklich außergewöhnliches Buch über das Erwachsenwerden und die Fantasie. Denn das kann man selbst entscheiden, ob Morwennas Feen eingebildet sind, oder ob es sie wirklich gibt! Ein wirklich schönes und lesenswertes Buch für alle, die an den Zauber von Büchern glauben und Feen schon immer einmal sehen wollten!

Im zweiten Teil "Demi Monde: Welt außer Kontrolle: Der Widerstand" von Rod Rees geraten unsere Freunde Vanka Maykov, Ella Thomas, Burlesque Bandstand, Norma Williams und Rivets wieder von der einen Schwierigkeit in die Andere. Vor den Toren von Paris werden Ella, Norma und Vanka gefangen genommen und in die Bastille gesperrt, wo Ella gefoltert wird. Nach der Folter ist sie nicht mehr die Ella, die sie einmal war, sondern wird zu Lady IMmanual, die als der Messias verehrt wird. Vanka und Norma fliehen und schlagen sich nach Venedig durch, wo sie wieder auf Burlesque und Rivets treffen... Eine wirklich gelungene Fortsetzung in der schrecklichen virtuellen Realität Demi Monde!

Ich weiß, es gibt zu "So wie Kupfer und Gold" von Jane Nickerson viele eher negative Kritiken, die ich aber nicht so ganz nachvollziehen kann. Mir hat das Buch, das von vorneherein als Märchen angepriesen wird nämlich gut gefallen. Es spielt im Jahr 1855 im Herrenhaus Wyndriven Abbey in Mississippi. Die 17-jährige Waise Sophia kommt aus Boston zu ihrem Vormund und Patenonkel Bernard de Cressac auf dessen Landsitz um dort zu leben. sie wird überschüttet mit prachtvollen Kleidern und Luxus, den sie so gar nicht kennt und lässt sich von all den schönen Sachen blenden, so dass Sophia nicht merkt, was der Mr. de Cressac wirklich von ihr will. Das ist uns Lesern nämlich schon lange klar, vor allem wenn man das Märchen vom Blaubart kennt, dessen moderne Nacherzählung "So wie Kupfer und Gold" ist. Für mich war es ein schöner, märchenhafter Jugendroman mit historischem Setting.

Als Letztes habe ich "Ashes - Ruhelose Seelen" von Ilsa J. Bick im August beendet. Der dritte Teil der "Ashes"-Trilogie, der im Deutschen auf zwei Bände aufgeteilt wurde, knüpft nahtlos an das Ende von "Ashes - Tödliche Schatten" an und man wird wieder mitten in Alex Kampf mit dem einstürzenden Bergwerk geworfen. Durch die sehr kurzen Kapitel erfährt man auch schnell, wie es Chris weiter ergeht, nachdem er von der Bärenfalle getroffen wurde und was Tom so umtreibt, nachdem er Alex abstürzen lassen musste. Auch wird endlich gelüftet, was mit Ellie passiert ist. Dadurch, dass das Buch aufgeteilt wurde, endet es natürlich mitten in der Geschichte, aber glücklicherweise erscheint des abschließende deutsche Band "Ashes - Pechschwarzer Mond" am 12. September 2013!

Mein Monatshighlight im August!

Kommentare:

  1. Schöne Bücher hast du gelesen :)
    "Die Puppenkönigin" werde ich mir in den nächsten Tagen auch vornehmen :)
    "Enders" war eins der Bücher auf das ich mich in diesem Jahr am meisten gefreut habe. Deshalb hatte ich sicher auch hohe Erwartungen an den Roman, die er leider nicht zur Gänze erfüllen konnte. Die Schreibe der Autorin ist ohne Frage toll, aber mir war einfach vieles zu vorhersehbar. Der zweite Teil konnte "Starters" einfach nicht das Wasser reichen. Dennoch lohnt es sich diese Duologie zu lesen :)

    LG Nanni

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    1. Viel Spaß bei "Die Puppenkönigin", das Buch hat mir richtig viel Spaß gemacht!
      Ja, mit "Enders" hatten viele ihre Probleme und wurden etwas enttäuscht. Für mich war es auch nicht so richtig rund und ich würde wirklich gerne wissen, woran das lag. Also, wieso hat Lissa Price ihre moralische Linie mit dem Körpertausch nicht weiterverfolgt, denn das war meiner Meinung nach die spannendste Komponente in "Starters".

      LG
      Kathi

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