Sonntag, 18. August 2013

Enders - Lissa Price

Der Old Man schläft nicht!

Callie hat kaum Zeit das ruhige Leben zusammen mit Tyler und Michael in Helenas Villa zu genießen, da werden sie auch schon durch eine Explosion im Einkaufszentrum wieder auseinandergerissen. Callie versucht mithilfe der Regierung den Aufenthaltsort des Old Man herauszufinden, der immer mal wieder durch ihren implantierten Chip Kontakt mit ihr aufnimmt. Plötzlich wird sie von einem jungen Mann entführt, der sich als Hayden und der Sohn des Old Man entpuppt. Hayden überzeugt Callie davon, dass er seinen Vater hasst und gemeinsam holen sie zum Schlag gegen ihre Feind aus…

Doch es verläuft natürlich nicht alles so wie geplant und es gibt eine Menge Überraschungen, aber das könnt ihr euch sicherlich denken! Mehr will ich gar nicht zum Inhalt des Buches sagen, denn „Enders“ ist der zweite Teil der Dilogie und wenn Band eins „Starters“ noch nicht gelesen hat, der sollte dies auf der Stelle tun und dann erst diese Rezension weiterlesen! Ich war von „Starters“ ziemlich begeistert, denn Lissa Price hat ein dystopisches Szenario geschaffen, in dem die USA nur noch von uralten und ganz jungen Menschen bevölkert ist, denn die „Middles“, die Elterngeneration, sind so gut wie alle an den Sporen, die während des Krieges als biologische Waffen eingesetzt wurden, gestorben. Mit wem hier Krieg geführt wurde, darauf wird auch in diesem Band nicht eingegangen. Allerdings wird näher beleuchtet, dass verschiedenen Parteien im Wettbewerb miteinander stehen, was die Entwicklung der Chip-Technologie angeht, mittels derer die Menschen andere Körper steuern können.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und wunderbar zu lesen. Ich war sofort mittendrin im Geschehen und Callies Geschichte hat mich wieder von Anfang an gepackt. Lissa Price versteht es Spannung aufzubauen, den Leser mitzureißen und die Spannung nie abbrechen zu lassen. Manchmal hatte ich jedoch das Gefühl, dass sie viele Dinge aus Band eins nicht mehr recht aufgreifen wollte oder konnte und zwar Dinge, die „Starters“ zu so etwas Besonderem gemacht hat. Eigentlich dreht sich alles nur noch um Callies Jagd auf den Old Man und der Körpertausch ist plötzlich nicht mehr so schlimm.

Die Charaktere haben mir nicht ganz so gut gefallen, natürlich waren Callie, Michael und Tyler alte Bekannte, an die Nebenfiguren konnte ich mich, aufgrund der langen Zeitspanne zwischen den Büchern nicht mehr so recht erinnern. Callie ist eine wirklich starke und mutige junge Frau geworden und trotzdem handelt sie manchmal unlogisch. Sie wird von Hyden, der neu hinzugekommen ist, entführt und dabei betäubt und dann entpuppt er sich auch noch als der Sohn von Callies Erzfeind und trotzdem vertraut sie ihm, verliebt sich sogar in den jungen Mann! Das war für mich nicht nachvollziehbar. Hyden selbst scheint gute Absichten zu haben, aber irgendwie auch wieder zu Gute. Tyler ist fast gänzlich von der Bildfläche verschwunden, was richtig schade ist und Michael hat sich in einen ängstlichen Mitläufer verwandelt. Was ist da nur los?

Das Cover des Schutzumschlags ist das Pendant zu seinem Vorgänger, dieses Mal allerdings in Weiß und zieht wirklich alle Blicke auf sich! Darunter kommt ein eisblauglänzender Buchdeckel zum Vorschein, was ziemlich spektakulär aussieht und ein ebenfalls eisblaues Lesebändchen komplettiert hat Bild.

Fazit: Ich vergebe für „Enders“ von Lissa Price vier von fünf Sternen, denn das Buch hat mich trotz der angesprochenen Kritikpunkte sehr gut unterhalten und ich konnte es kaum aus der Hand legen. An und für sich bildet es einen guten Abschluss des Zweiteilers, aber ein wenig mehr hätte ich von der Autorin doch erwartet.



von Lissa Price
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: ivi (14. Mai 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492702643
ISBN-13: 978-3492702645
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Enders

Rezension vom 17.08.2013
 
Herzlichen Dank an den Verlag für die Bereitstellung dieses Buches!

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