Donnerstag, 4. April 2013

Dark Destiny - Jennifer Benkau

Der Anfang vom Ende 

Joy weiß nicht, ob Neél tot ist, oder lebt nachdem Matthial ihn gefoltert hat. Doch dann kann Joy noch einmal zu Neél, bevor von einem anderen Clan wegebracht wird und Joy erfährt, dass er unterwegs gestorben ist. Für Joy bricht eine Welt zusammen, lethargisch und teilnahmslos lässt sie die Tage an sich vorbei ziehen, bis Matthial ihr verspricht, mit ihr zu Jamies Clan zu gehen und herauszufinden, wie Neél gestorben ist. Dort erfährt Joy, dass Matthial sie hintergangen hat und nur mit knapper Not entkommt sie Jamie, um sich auf den Weg in die Stadt zu machen, in die sie all ihre Hoffnungen legt. 

Mehr kann ich vom Inhalt des Buches gar nicht preisgeben, um nicht zu viel zu verraten. Nur so viel sei noch gesagt: Joy wird über das Meer segeln um ein neues Leben zu beginnen, doch was bis dahin passiert, müsst ihr unbedingt selbst lesen! Die Ereignisse von „Dark Destiny“ setzten nahtlos an das Ende von „Dark Canopy“ an. Es ist, als wären Joy und Neél nie weg gewesen, meine Erinnerungen an das Buch waren wieder ganz frisch, obwohl ich es vor mehr als einem Jahr gelesen habe. Die Welt, in der Joy lebt ist uns nun nicht mehr neu und fremd, deshalb gibt es weniger Landschafts- und Kulturbeschreibungen, sondern man kann sich voll und ganz auf die Charaktere und ihre Schicksale konzentrieren. Das hat mir an „Dark Destiny“ besonders gut gefallen. 

Der Schreibstil von Jennifer Benkau ist wieder genauso kunst- und eindrucksvoll wie im ersten Band der Dilogie. Das Lesen dieses Buches war für mich wie ein Rausch in den mich die Poesie der Worte hineingezogen hat. Joys Gefühle und Gedanken, ihre Erlebnisse, ihre Suche werden in eindrucksvollen und bildhaften Worten beschrieben. Die Spannung reißt eigentlich seit „Dark Canopy“ nicht ab und wird weiter aufgebaut. Auch wenn es mal einen Moment zum Durchschnaufen gibt, heißt das nicht, dass die zukünftigen Ereignisse wie ein Damoklesschwert über den Protagonisten hängen. 

Die Protagonisten entwickeln sich in diesem Buch weiter und ich konnte einfach nur unglaublich gut nachvollziehen, wie sie sich gefühlt haben. Joy, deren Welt in Trümmern liegt, die nicht mehr bei Matthial und ihrem Clan bleiben kann. Sie war mir wieder sehr nah und hat mich geführt. Neél, der auch an den vorangegangenen Ereignissen fast zerbricht, der seine große Liebe vermeintlich verloren hat, ich konnte ihn so gut verstehen! Ich fand es zwar nicht gut, aber wär würde nach Folter und Verlust nicht in ein großes Loch fallen und das Leben noch als lebenswert empfinden? Matthial war mir weiter sehr unsympathisch, obwohl er auch noch ein paar Überraschungen für uns bereithält. Cloud ist mal wieder der große Überpercent und skrupellos wo es nur geht, aber er macht Neél ein Geschenk, wenn auch unbeabsichtigt. 

Der Schutzumschlag des Hardcovers ist in seiner Gestaltung sehr an den von „Dark Canopy“ angelehnt. Eine schwarze, weibliche Gestalt steht auf den Klippen und blickt sehnsuchtsvoll aufs Meer hinaus während sich die Sonne durch den schwarzen Nebel von „Dark Canopy“ kämpft. Ich mag das Cover sehr! 

Fazit: Mit „Dark Destiny“ hat uns Jennifer Benkau einen würdigen und, meiner Meinung nach, einzig denkbaren Abschluss ihrer Dilogie geschenkt, die ich rückblickend einfach nur als fantastisch bezeichnen kann. Danke, Jenny, für diese beiden wunderbaren Bücher!



von Jennifer Benkau
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten 
Verlag: Script5 (März 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3839001455 
ISBN-13: 978-3839001455

Rezension vom 31.03.2013

Kommentare:

  1. Vielleicht muss ich mir die Bücher doch wirklich besorgen... :D

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    1. Falls dich die Themen interessieren, dann auf jeden Fall!!! Ich fand beide Bücher richtig gut!

      LG
      Kathi

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