Sonntag, 31. März 2013

Die Flammen der Dämmerung - Peter v. Brett

Jeder ist der Erlöser! 

Nur wenige Tage sind vergangen seit Arlen und Renna sich bei Neumond dem Horclingprinzen stellen mussten. Nun weiß Arlen um die große Bedrohung die von den Seelendämonen ausgeht und eilt zurück ins Tal der Holzfäller, um die Talbewohner so gut es geht auf den bevorstehenden Angriff der Dämonen vorzubereiten. Doch Arlen hat sich verändert, er geht ganz offen mit den Menschen um und zieht sich nicht mehr vor ihnen zurück, außerdem stell ter Renna ganz öffentlich als seine Verlobte vor. Leesha und Rojer weilen noch immer in Everams Füllhorn als Jadirs Gäste, rüsten sich aber gerade zum Aufbruch, um ins Tal der Holzfäller zurückzukehren. Mit ihnen wird ein Trupp Krasianer in das Tal einziehen. Auch die Krasianer bereiten sich auf den Sharak Ka vor, den großen Kampf gegen die Seelendämonen und die große Schlacht steht kurz bevor. Doch die Welt ist zu klein für zwei Erlöser… 

Ich versuche mal wieder die geeigneten Worte für dieses Meisterwerk zu finden, für das es sich wahrlich gelohnt hat, so lange zu warten! Auch wenn seit dem zweiten Band „Das Flüstern der Nacht“ mehr als zwei Jahre vergangen sind, war ich schon nach den ersten Sätzen wieder mittendrinn im Geschehen um Arlen, Leesha, Jardir und Rojer. Dieses Mal wird Jardirs Jiwa Ka, seine erste Frau Inevera und ihre Vergangenheit näher beleuchtet. Man erfährt so ihre Beweggründe und was in den vorangegangenen Büchern wie kalt, hart und berechnend aussah, erscheint nun teilweise in einem ganz anderen Licht. Auch wird eine bekannte Szene mit Jardir und Arlen nochmals aus ihrer Sicht geschildert. Ich habe nun einiges besser verstanden, doch ganz so viel Sympathie wie Ahmann Jardir nach dem zweiten Band des Dämonen-Zyklus, konnte ich ihr nicht entgegen bringen. Der Autor geht erstmals auch etwas näher auf die Dämonenprinzen selbst ein. 

Der Schreibstil von Peter v. Brett hat mich mal wieder umgehauen. Unglaublich packend und mitreißend erzählt er die Geschichte vom Tätowierten Mann und ich als Leserin habe mich entführen lasen in die dunkelste Nacht seit Menschengedenken. Die Erzählperspektiven wechseln wieder zwischen den einzelnen Protagonisten hin und her, neben den schon aus den Vorgängerbänden bekannten Perspektiven kommen nun doch die von Renna und Inevera hinzu. Doch ich hatte das Gefühl, dass die Perspektivwechsel dieses Mal nicht ganz so abrupt und plötzlich vollzogen wurden. Trotzdem steigt die Spannung von Beginn an kontinuierlich und bricht kaum ab, um dem Leser eine Verschnaufpause zu gönnen. Ich konnte das Buch somit mal wieder kaum aus den Händen legen. 

Die Protagonisten sind wie alte Bekannte, die man nach längerer Abwesenheit wiedertrifft und es ist genauso, als wären sie nie weg gewesen! Arlen ist noch immer mein absoluter Held in dieser Geschichte, auch wenn er steif und fest behauptet, nicht der Erlöser zu sein. Aber Arlen ist auch nicht unfehlbar und das macht ihn so sympathisch und menschlich, auch wenn er sich selbst anders sieht. Leesha, die oft als zu perfekt kritisiert wird, ist für mich neben Rojer, dem Jongleur mit den musikalischen Zauberhänden, eine absolute Sympathieträgerin. Doch sie muss nun einige Rückschläge hinnehmen und zeigt sich, vielleicht zum ersten Mal, verletzlich und fehlbar. Renna rückt in diesem Buch mehr in den Vordergrund und man erlebt Teile der Kämpfe auch aus ihrer Sicht. Dennoch konnte ich mich absolut nicht für sie erwärmen und erst ganz zum Schluss hat sie sich für mich ein wenig etabliert. Inevera ist eine vielschichtige und interessante Persönlichkeit, die über Leichen geht, um die Menschheit vor der Zerstörung zu bewahren. Nun kann ich sie viel besser verstehen. 

Das Cover der Klappenbroschur ist ganz im Stil der Reihe gestaltet. Dieses Mal dominieren Sand- und Erdtöne. Im Vordergrund sieht man eine vermummte Gestalt, die einen langen Stab in der Hand hält, im Hintergrund ist eine weitere Gestalt auszumachen. Der Titel ist in Spotlackoptik aufgetragen und von Ornamenten umrandet. Mir gefällt die Aufmachung wieder einmal sehr gut! 

Fazit: Actionreich findet die Geschichte um den Tätowierten Mann und den Kampf der Menschheit gegen die Dämonen ihre Fortsetzung. Blutige Kämpfe sind an der Tagesordnung, ganz in der Manier der Vorgängerbände und wer diese mochte, wird auch „Die Flammen der Dämmerung“ von Peter v. Brett lieben! Es gibt momentan kaum eine bessere High-Fantasy-Reihe auf dem Buchmarkt! Also, lasst uns den Kampf gegen die Horclinge gemeinsam aufnehmen, bei der Nacht!!!



von Peter v. Brett
Taschenbuch: 1056 Seiten 
Verlag: Heyne Verlag (11. März 2013) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3453524748 
ISBN-13: 978-3453524743 
Originaltitel: The Daylight War

Rezension vom 27.03.2013

Kommentare:

  1. Das Buch ist einfach nur schlecht. Es ist langweilig, vorhersehbar und langatmig. Die Charaktere sind flach und lieblos. Man hat garkeine Bindung mehr zu ihnen wie im ersten Band, sie sind einfach unzugänglich.
    Wie es schein hast du auch sehr geringe Ansprüche an einem Buch.

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    1. Wie es scheint, bist du schlecht in Deutsch!

      Ich sage immer wieder: Wie gut, dass Geschmäcker eben verschieden sind! Sonst hätten wir eine ziemlich langweilige Welt.

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