Montag, 31. Dezember 2012

Das Schwert von Avalon - Marion Zimmer Bradley

Vom Feuer über Griechenland und auf den Königsthron 

Die junge Herrin von Avalon, Anderle, begibt sich hoch schwanger zu ihrer Cousine Irnana und deren Ehemann, den König der Ai-Zir, um die beiden zu warnen. Anderle hatte eine Vision, in der der neugeborene Sohn von Irnana und Uldan, Mikantor, bei einem Angriff auf das Dorf in den Flammen umkommt. Die beiden schlagen Anderles Warnung jedoch in den Wind und so kommt es, dass Anderle mit dem Baby Mikantor in den Armen aus einem brennenden Dorf fliehen muss. Die Herrin von Avalon versteckt den Thronerben beim Volk am See, denn Galid, der den Überfall auf das Dorf des Jungen zu verantworten hat, sucht Mikantor, um ihn zu töten. Nach einigen Jahren, wird Mikantor, der den Decknamen Woodpecker trägt, in Avalon in den Mysterien ausgebildet, doch einigen unglückliche Zufälle verdankt der Junge es, dass er von Sklavenhändlern nach Griechenland verschleppt wird und glaubt, seine Heimat, die Insel der Macht, niemals wieder zusehen… 

In „Das Schwert von Avalon“, erzählt Diana L. Paxson nach Aufzeichnungen der 1999 verstorbenen Marion Zimmer Bradley, die Geschichte von Mikantor, für den einst das Schwert von den Sternen, also Excalibur geschmiedet wurde, das in „Die Nebel von Avalon“ eine wichtige Rolle spielt. Die Geschichte selbst ist diesmal in der Bronzezeit angesiedelt, also ca. 1.200 vor Christus und man erfährt viel über die damalige Lebensweise der Menschen auf der Insel Großbritannien, in Griechenland und auch auf dem mitteleuropäischen Festland, denn dies sind alles Mikantors Stationen auf dem Weg, sein Volk endlich von seinem Peiniger Galid zu befreien, er auch seine Eltern auf dem Gewissen hat. Außerdem steht ihm dann auch Tirilan zur Seite, die Tochter der Herrin von Avalon und ihres Zeichens Priesterin von Avalon. Hier darf man sich auch auf eine schöne Liebesgeschichte gefasst machen. Erotische Szenen gibt es aber leider kaum und sind eher angedeutet, nicht wie wir von Marion Zimmer Bradley selbst es gewohnt sind, mit viel Feingefühl ausführlich beschrieben. Das finde ich sehr, sehr schade, denn das war immer ein bedeutender Bestandteil ihrer Bücher. Natürlich hat sie dieses Buch nicht mehr selbst geschrieben, sondern ihre Schwägerin und trotzdem steht ihr Name als auf dem Buchcover, da sie die Ideengeberin ist. 

Der Schreibstil von Diana L. Paxson ist sehr gut und angenehm zu lesen. Allerdings fehlt ihrer Schreibe der Fluss und der packende Strom, der mich immer an MZB’s Bücher gefesselt hat und mich mir die Nacht um die Ohren schlagen ließ. Dennoch kommt an vielen Stellen Spannung auf, wenn Anderle von Galid bedroht wird oder Mikantor von den Sklavenhändlern verschleppt wird und in verschiedene gefährliche Situationen gerät. Auch ließ der Text bei mir Bilder im Kopf entstehen, ich habe Charaktere und Landschaften vor meinem inneren Auge gesehen und viele Andeutungen auf die zeitlich früher angesiedelten Bücher „Das Licht von Atlantis“ (stammt noch von MZB selbst) und „Die Ahnen von Avalon“ entdeckt und verstanden. 

Ich habe ein wenig Zeit gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden. Dies lag aber vor allem daran, dass das Buch mit Anderle, der Herrin von Avalon, beginnt und die Herrin immer das Wohl Avalons und des Landes in den Mittelpunkt stellt. Dabei geht sie auch im übertragenen Sinne gerne mal über Leichen. Das macht Anderle nicht sehr sympathisch, allerdings schwenkt die Geschichte dann um und beleuchtet die Ereignisse um Mikantor oder Tirilan und die beiden kann man getrost ins Herz schließen, Eine weitere wunderbare Figur ist auch der griechische Schmid Velantos, ein Raubein mit dem Herz am rechten Fleck, der Mikantor Gefährte und Bruder zu gleich ist. Galid ist ein Bösewicht wie er im Buche steht und muss unbedingt aufgehalten werden. 

Der Schutzumschlag des Hardcovers weicht natürlich von den anderen Avalon-Titel ab, da diese im Fischerverlag verlegt werden und „Das Schwert von Avalon“ und „Die Ahnen von Avalon“ im Diana Verlag erschienen sind. Das Cover ist düster, es zeigt die Herrin von Avalon, die Mikantor das Schwert von den Sternen reicht und somit passt es wirklich wunderbar zum Inhalt des Buches! Mir gefällt es außerordentlich gut! 

Fazit: Diana L. Paxson hat mit „Das Schwert von Avalon“ wieder bewiesen, dass sie eine ernstzunehmende Autorin und eine würdige Person ist, um das Erbe der Ausnahmeautorin Marion Zimmer Bradley weiterzuführen. Ich kann allen Fans der Avalon-Romane von MZB auch dieses Werk ans Herz legen, denn ich konnte wieder in die Welt von Avalon eintauchen und hatte das Gefühl, nach einer langen Reise nach Hause zu kommen!



von Marion Zimmer Bradley
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten 
Verlag: Diana Verlag (30. August 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3453291018 
ISBN-13: 978-3453291010 
Originaltitel: Sword of Avalon

Rezension vom 31.12.2012

Sonntag, 30. Dezember 2012

Die Weltenspieler - Insignia I - S.J. Kincaid

Die Welt liegt dir zu Füßen 

Tom ist 14 und zieht mit seinem Vater Neil von Spielhalle zu Spielhalle quer durch die USA. Sein Vater hat schon lange kein Glück mehr im Spiel und so sind die beiden pausenlos abgebrannt. Tom muss oftmals Geld für eine Nacht im Hotelzimmer durch Videogames in VR-Hallen verdienen. So kommt es Tom als das größte Glück der Welt vor, als er ausgewählt wird als Rekrut in den Turm des Pentagons einzuziehen. Hier hat er die Möglichkeit zu lernen und sich einen Platz in der Cam Co zu verdienen, einer Elitetruppe an jungen Kämpfern, die unbemannte Raumschiffe im All steuern und dort den Dritten Weltkrieg ausfechten. Sie sind die Helden der USA und Tom hat erstmals die Chance auf Freundschaft und ein zu Hause. Doch die Opfer sind groß, die Tom erbringen muss um dazuzugehören… 

Toms Leben ändert sich schlagartig, als er vom Pentagon rekrutiert wird. Sein Vater ist davon eigentlich nicht sehr begeistert und dennoch leistet er die Unterschrift, die das Sorgerecht für seinen Sohn an das Pentagon überschreibt. Tom wird dann allerdings ziemlich von General Marsh überrumpelt, als dieser ihm eröffnet, er müsse einen Eingriff über sich ergehen lassen um als Rekrut angenommen zu werden. Das fand ich schon mal ziemlich mies vom Militär und das war nicht der letzte Streich! Insgesamt ist das Zukunftsszenario, das die Autorin hier erschaffen hat, richtig spannend und ich könnte mir gut vorstellen oder mir wünschen, dass Kriege in der Zukunft nicht mehr auf der Erde ausgetragen werden, sondern von unbemannten Drohnen im intrasolaren Raum. Ob das dann wirklich so sein muss, dass die Drohnen von Jugendlichen gesteuert werden, sei mal dahin gestellt, aber so wird wenigstens nur Metall zerstört und kein Lebensraum oder gar Menschenleben! 

Der Schreibstil von J.S. Kincaid hat mich positiv überrascht. Sie schreibt locker und leicht, flicht technische Wörter ein, die aber jeder versteht und schafft es technisch hochkomplexe Geräte oder Vorgänge leicht verständlich zu beschreiben und zu erklären. Ich hatte keine Sekunde lang das Gefühl, dass die Geschichte ohne mich von statten geht, sondern ich war immer mitten drin und habe mit Tom und seinen Freunden Wyatt, Vik und Yuri mitgefiebert. Für mich hat auch der Spannungsaufbau wunderbar funktioniert und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen! Die Sprache an sich war aber so angepasst, dass es glaubwürdig herüberkam, dass ein Jugendlicher das gesagt haben könnte. 

Die Charaktere fand ich auch wunderbar! Tom war mir wirklich von Anfang an sympathisch und ich konnte mich voll und ganz auf ihn einlassen. Ich habe seine Gedankengänge verstanden und nachvollziehen können, obwohl er erst 14 Jahre alt ist. Als nächstes habe ich Wyatt in mein Herz geschlossen. Sie hat eine sehr schroffe Art und absolut keine Sozialkompetenz und dennoch entwickelt sie sich als eine von Toms wertvollsten Verbündeten. Vik freundet sich als Toms Zimmernachbar sehr schnell mit ihm an. Er hat einen tollen Sinn für Humor und ist für jeden Spaß zu haben. Außerdem steht er zu Tom, was auch immer passiert. Yuri ist ein immer gut gelaunter, schon etwas älterer Junge, dem wegen seiner Herkunft misstraut wird. Deshalb wird er nie befördert und bleibt vorerst immer Rekrut der untersten Stufe. Aber auch die Bösewichte wie Karl oder Dalton konnten mich total überzeugen! 

Das Cover finde ich sehr schön, weil es schlicht und einfach gehalten ist. Es zeigt den Kontrast zwischen dem sich die Mitglieder der Cam Co bewegen: Unserer Erde zum Einem und dem Weltall zum Anderen. Dennoch finde ich nicht, dass das Cover die Geschichte wiederspiegelt. Ich wäre nie davon ausgegangen, dass es sich um einen All-Age Sci-Fi-Roman handelt. Vielleicht ist dies aber auch diesmal ein Segen für dieses tolle Buch? 

Fazit: Ich möchte „Die Weltenspieler - Insigna I“ von J.S. Kincaid allen von Herzen weiterempfehlen, die gerne mal abseits des Mainstream eine Geschichte über einen mutigen Jungen lesen wollen, der nach den Sternen greift. Dieses Buch ist aber auch etwas für all jene, die gerne Cyber-Thriller und –Romane lesen, denn Computertechnik spielt hier auch eine große Rolle. Von mir gibt es also in jedem Fall eine absolute Leseempfehlung!



von J.S. Kincaid
Taschenbuch: 512 Seiten 
Verlag: Goldmann Verlag (19. November 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3442478340 
ISBN-13: 978-3442478347 
Originaltitel: Insignia 01

Rezension vom 29.12.2012

Samstag, 29. Dezember 2012

Book in the post box: Lost Land: Die erste Nacht

Lost Land: Die erste Nacht

von Jonathan Maberry
Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag; Auflage: 1. (27. September 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522201515
ISBN-13: 978-3522201513
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Originaltitel: Rot & Ruin





Kurzbeschreibung 

In Mountainside gelten strenge Gesetze. Wer 15 ist, muss selbst für seinen Unterhalt sorgen, anders ist das Überleben nicht möglich. Da er keine Alternative hat, geht Benny Imura bei seinem Bruder in die Lehre, einem bekannten Zombiejäger. Er hasst Tom, den er für den Tod ihrer Eltern verantwortlich macht, hält ihn für skrupel- und verantwortungslos. Doch dann erlebt er einen Jäger, der die Untoten respektiert und versucht, ihnen einen würdevollen Tod zu ermöglichen. Denn sie waren einmal Menschen, die liebten und geliebt wurden. Und er erkennt, dass die wahre Gefahr im Lost Land nicht von ihnen ausgeht. Wirklich kaltblütig sind Menschen wie Rotaugen-Charlie und sein Clan, brutale Herren über Leben und Tod. Als sie Nix, seine Freundin, entführen, zieht Benny an Toms Seite in einen Kampf mit höchst ungewissem Ausgang … Eine Katastrophe, deren Ursache niemand kennt. Eine Enklave, in der sich die letzten Überlebenden verschanzt haben. Ein riesiges Niemandsland, das von Untoten bevölkert wird. Zwei Brüder, die einander Feind sind. Ein junges Mädchen, das den einen bewundert und den anderen liebt. Menschen, die von Freiheit und Zukunft träumen - in einer Welt, die zerstört ist. Für alle Fans von "The Walking Dead" und "Dawn of the dead"

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Wuhu, ein Buch für mich!!!! Ich bin total happy, dass ich "Lost Land: Die erste Nacht" mein Eigen nennen darf! Außerdem ist dies meine aktuelle Lektüre, weshalb ich euch das Buch noch schnell vorstellen möchte, obwohl ich gestern schon einen Book-in-the-post-box-Post verfasst habe. Ich finde Zombies klasse! Naja, ich möchte mich keiner Zombie-Apokalypse ausgesetzt sehen, aber ich LIEBE die Serie "The Walking Dead" und diverse Zombiefilme wie "Zombieland", "Dawn of the Dead", "Resident Evil" (sämtliche Teile), usw. Außerdem bin ich sowas von gespannt auf den Film "World War Z", der am 27.06.2013 in die Kinos kommt! Zombie-Bücher habe ich bisher, glaube ich, nur zwei gelesen. Dies waren "Die Zombies" von Thomas Plischke und "Dying to live" von Kim Paffenroth. Zu beiden Büchern gibt es Rezensionen von mir. Nun gesellt sich noch "Lost Land" dazu und ich freue mich seeeeeeehr, aufs Lesen!

Freitag, 28. Dezember 2012

Book in the post box: Vollendet

Vollendet

von Neil Shusterman
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Bibliographisches Institut, Mannheim; Auflage: 1 (1. August 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3411809922
ISBN-13: 978-3411809929
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: Unwind





Kurzbeschreibung 

Der 16-jährige Connor hat ständig Ärger. Risa lebt in einem überfüllten Waisenhaus. Lev ist das wohlbehütete Kind strenggläubiger Eltern. So unterschiedlich die drei auch sind, eines haben sie gemeinsam: Sie sind auf der Flucht. Vor einem Staat, in dem Eltern ihre Kinder im Alter von 13 bis 18 Jahren umwandeln lassen können. Die Umwandlung ist schmerzfrei. Jeder Teil des Körpers lebt als Organspende in einem anderen Organismus weiter. Aber wenn jeder Teil von dir am Leben ist, nur eben in jemand anderem ... lebst du dann, oder bist du tot?

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Wie sehr ich doch hinterherhinke, euch all meine Buchschätzchen vorzustellen, die nach und nach bei mir einziehen! "Vollendet" habe ich Mitte/Ende August vom Sauerländer Verlag erhalten. Ich hatte bei einer Facebook-Aktion gewonnen und durfte mir ein Buch aus dem Programm aussuchen. Die Wahl viel mir leicht, da ich schon viele gute Sachen über "Vollendet" gehört habe! Nun habe ich dieses silber-metallic-glänzende Buch hier und schaue es gerne an, denn es sieht echt cool aus! Natürlich freue ich mich auch sehr auf die Lektüre!

Erzählt mir doch mal, was ihr so von diesem Buch haltet!

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Der Hobbit - J.R.R. Tolkien

Mittelerde für Alle! 

Bilbo Beutlin, ein ehrenwerter Hobbit aus Beutelsend im Auenland, sitzt nichtsahnend vor seiner Hobbithöhle und raucht ein Pfeifchen, als der Zauberer Gandalf vorbei kommt und ihn zu einem Abenteuer einlädt. Bilbo lehnt ab und schickt den Zauberer fort. Doch ehe er sich versieht platzt seine Hobbithöhle aus allen Nähten und seine Vorratskammer wurde auch geplündert. 13 Zwerge um ihren Anführer Thorin Eichenschild und ein Zauberer haben sich bei Bilbo eingefunden um mit ihm zusammen, in der Rolle des Meisterdiebs, die Zwergen Stadt im Einsamen Berg zurückzuerobern, die seit 200 Jahren vom Drachen Smaug besetzt wird. Auf dem Weg zum Einsamen Berg gilt es jedoch viele Abenteuer und Gefahren in Orkhöhlen oder dem sagenumwobenen Düsterwald zu bestehen… 

Den „Kleinen Hobbit“ habe ich zum ersten Mal als Kind gelesen und es ist mir damals als das größte Abenteuer überhaupt vorgekommen. Nun bin ich nach Mittelerde und zu Bilbo Beutlin zurückgekehrt und es ist immer noch abenteuerlich und nicht weniger fantastisch, doch nun erkenne ich „Den Hobbit“ als das, was er ist: Ein Kinderbuch. Allerdings ein Kinderbuch, das wirklich jeder gelesen haben sollte! Egal ob als Kind oder als Erwachsener, Bilbos Abenteuer mit Gandalf und den Zwergen Thorin, Dwalin, Balin, Kili, Fili, Dori, Nori, Ori, Oin, Gloin, Bifur, Bofur und Bombur sind so fantasievoll und spannend, dass das Buch in keiner guten Hausbibliothek fehlen darf! 

Ich habe diesmal die Neuübersetzung von Wolfgang Krege gelesen und eine Sache ist mir extrem negativ aufgefallen: Die Protagonisten siezen sich! Dies ist so dermaßen merkwürdig, dass ich erst mal inne gehalten und die Passage nochmals gelesen habe. Irgendwann gehen die Zwerge und Bilbo dann zum Du über, aber ich konnte mich absolut nicht daran gewöhnen, dass sie sich siezen. Das wirkt so fehl am Platze wie ein roter Elefant im OP-Saal! Tolkiens Erzählstil ist meiner Meinung nach etwas Besonderes und ich liebe diese hochgestochene Sprache, die verdeutlichen soll, dass Mittelerde eine mittelalterliche Fantasy-Welt ist und da haben sich die Menschen mit Ihr und Euer angesprochen und nicht mit Sie! Das ist in der alten Übersetzung von Walter Scherf wesentlich besser! Man muss auch sehen, dass „Der kleine Hobbit“ erstmals 1937 erschienen ist und nun schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Zwar sind bei der Neuübersetzung sämtliche Lieder vollständig enthalten, aber ich muss gestehen, dass diese mir nie sonderlich gefehlt und ich sie auch nie ganz gelesen habe. Beim „Hobbit“ hat Tolkien auch auf diese ganz ausschweifenden Landschaftsbeschreibungen verzichtet und sich da eher knapp gehalten. Trotzdem hat nichts gefehlt und alles war wunderbar nachzuvollziehen und vorstellbar. 

Die Protagonisten sind ebenso nicht wahnsinnig ausführlich und ausschweifend beschrieben und trotzdem stellt sich bald bei den Wichtigsten von ihnen Sympathie ein. Über Bilbo Beutlin erfährt man natürlich das Meiste, denn es ist seine Geschichte und man begleitet den Hobbit auf seinen Abenteuern. Aber auch die 13 Zwerge und Gandalf werden charakterisiert und haben ihre Eigenheiten auch wenn sie alle insgesamt auf den knapp 400 Seiten ein wenig zu kurz kommen. Am wichtigsten ist natürlich Thorin Eichenschild, der die Unternehmung anführt und die ehemalige Zwergen-Stadt für sein Volk zurückerobern will. Gandalf ist geheimnisvoll und gibt nicht viel über sich preis, doch er ist immer zur rechten Zeit am rechten Ort! 

Ich habe mir die wundervoll illustrierte, gebundene Ausgabe von „Der Hobbit“ gegönnt. Der Schutzumschlag ist mit dem Drachen Smaug eindrucksvoll gestaltet und von Goldornamenten umrandet. Es gibt viele ganzseitige farbige Hochglanzillustrationen und einige in Schwarz-weiß, die die Kapitel einleiten. Zur hochwertigen Ausstattung des Buches gehört auch ein rotes Lesebändchen. Für Tolkien-Liebhaber ist diese Schmuckausgabe sehr zu empfehlen. 

Fazit: „Der kleine Hobbit“ ist ein Kinderbuch, das zwar von Tolkien für Erwachsene ein wenig überarbeitet wurde, aber diese Tatsache sollte man nicht außer Acht lassen. Es ist allerdings eine wunderbare Gelegenheit, einen kurzen Abstecher nach Mittelerde zu machen und die Geschichte kennen zu lernen, wie Bilbo den einen Ring fand, der einmal das Schicksal von ganz Mittelerde entscheiden sollte!



von J.R.R. Tolkien
Gebundene Ausgabe: 397 Seiten 
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 6., Aufl. (20. September 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3608938001 
ISBN-13: 978-3608938005 
Originaltitel: The Hobbit

Rezension vom 25.12.2012

Montag, 24. Dezember 2012

Mein Wichtelpäckchen

Bevor ich mich in die Vorbereitungen für Heiligabend stürze und eine Geschenkeflut verpacke und nachher die Vorspeise für das Weihnachtsessen bei meinen Eltern koche, zeige ich euch noch kurz mein wundervolles Wichtelpäckchen vom Bücher-Weihnachtswichteln von Seite um Seite:

Das Päckchen steht schon eine ganze Weile bei mir, denn am 10. Dezember musste das Päckchen für unser jeweiliges Wichtelkind spätestens unterwegs sein, damit wir auch auf jeden Fall an Heiligabend, was zum Auspacken haben. Ich zeige euch nun Bilder von meinem tollen Wichtelgeschenk, für das ich mich herzlichst bei meinem Wichtel bedanken möchte!

Der Inhalt meines Wichtelpäckchens nach dem Öffnen des Versandkartons:


Spannend! Also schnell ausgepackt:


Zum Vorschein kam Weihnachtsschokolade, zwei sehr schöne Lesezeichen, ein wunderbar duftender weihnachtlicher Tee und ein Buch, das schon gaaaanz lange auf meiner Wunschliste steht und über das ich mich sosososososo freue: "Schattenkuss" von Inge Löhnig! Danke, mein lieber Wichtel!!! Vielen, vielen Dank!!! Ich freue mich riesig!!! Und das Beste hab ich erst hinterher entdeckt:


Das Buch ist von Inge Löhnig signiert worden!!!! Wow, jetzt war ich sowas von baff!!! Mein lieber Wichtel: Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, ich bin so überwältigt!!!

Leider weiß ich nicht, wer du bist, vielleicht möchtest du dich zu erkennen geben?!!?

Ich hab ein wundervolles Wichtelpäckchen bekommen und ich hoffe, mein eigenes Wichtelkind freut sich genauso über das Päckchen, das ich ihm gepackt habe, wie ich mich über meines!

In diesem Sinne:

Frohe Weihnachten, ihr Lieben! Ich hoffe, ihr feiert schön im Kreis eurer Lieben und bekommt viele schöne Geschenke (Bücher)!

Freitag, 21. Dezember 2012

Drood - Dan Simmons

Der Unnachahmliche 

Charles Dickens wird in einen Unfall verwickelt, an dem ein Zug und eine Eisenbahnbrücke beteiligt waren. Der Zug stürzt fast gänzlich in den Abgrund, nur die zwei vordersten Waggons der ersten Klasse und die Lok bleiben oben. Im zweiten Wagen sitzt Dickens, rettet sich und seine beiden Begleiterinnen, um dann den Verletzten unten im Fluss zu helfen. Hier nimmt das Unglück seinen Lauf: Charles Dickens trifft zum ersten Mal auf Drood, einem Wesen, dem etwas Geisterhaftes anhaftete. Seit dem Zugunglück hat Dickens gesundheitliche Probleme und Angstzustände, wenn er einen Zug besteigen musste. Wilkie Collins, einer von Dickens engsten Freunden, Kollegen und Weggefährten findet Dickens Verhalten höchst sonderbar, zusammen begeben sie sich auf die Suche nach Drood in die Londoner Unterstadt… 

Puh, wenn man diesen dicken Schinken zuschlägt, weiß man wirklich, was man geschafft hat! Denn wirklich leicht und flüssig ließ sich „Drood“ meines Erachtens nicht lesen. Das Buch vereint zwar Mystery-Elemente, wenn es um den geheimnisvollen Drood geht, und die Biographie der letztens Lebensjahre von Charles Dickens, sowie ein Portrait der Londoner Upperclass Mitte des 19. Jahrhunderts, doch war mir meistens der Schreibstil zu schwerfällig, oder die Story kam nicht richtig vom Fleck und verzettelte sich in Nichtigkeiten. Die Schilderung der Londoner Viertel wie Whitechapel war total interessant und spannend, aber auch abstoßend zugleich. Ich glaube, man kann sich heute kaum mehr vorstellen, wie es damals in diesen „Slums“ direkt an der Themse zugegangen sein muss. Auch wenn es um Drood selbst ging, wurde die Handlung rasanter und spannender, um sich dann wieder in den endlosen Jammertiraden von Wilkie Collins zu verlieren. 

Dies ist auch einer meiner größten Kritikpunkte was den Stil angeht. Die Handlung wird aus Wilkie Collins‘ Sicht geschildert. Er bedient sich einer recht altertümlichen Sprachweise, wie sie 1965 wohl gebraucht wurde, oder so ähnlich zumindest. Dies passt auch gut zur Geschichte, aber leider verliert sich der Ich-Erzähler Collins oft in Selbstmitleid, Gejammer, wie schlecht es doch um seine Gesundheit bestellt ist und vor allem in seinem Neid auf Charles Dickens, den ungleich erfolgreicheren Autor. Zu jeder passenden oder unpassenden Gelegenheit trinkt Collins Becherweise Laudanum und betäubt sich bald noch dazu mit reinem Opium in einer Opiumhöhle. Ich hab mich oft gefragt, wie ein solch drogensüchtiger Charakter überhaupt noch zwei anständige Sätze aufs Papier bringen kann. Zurück zum Schreibstil: Richtige Spannung kommt nur sehr selten auf und somit ziehen sich die knapp 1.000 Seiten stellenweise wie Kaugummi. Wer also einen spannungsgeladen Actionkracher sucht, ist hier fehl am Platze. 

Die Charaktere sind alle ziemlich seltsam. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass die meisten von ihnen Männer und auch noch „Künstler“ sind, auf jeden Fall sind die meisten von ihnen ziemlich abgehoben. Allen voran natürlich Charles Dickens, dicht gefolgt von Wilkie Collins und einem komischen Schauspieler namens Fechter, der Dickens zu Weihnachten ein Schweizer Chalet schenkt, dass dann gegenüber von Dickens Landsitz aufgebaut wird. Ach ja, und eine Unterführung unter der, von Kutschen und Ponywägen vielbefahrenen Straße, wird auch gleich noch gegraben. Dickens ist außerdem ein riesen Fan des Mesmerismus (Heilmagnetismus). Schon allein das ist aus heutiger Sicht total gaga. Über Wilkie Collins habe ich oben ja schon ein paar Dinge erzählt, das sollt erst mal reichen. 

Die Gestaltung des Schutzumschlags finde ich allerdings ziemlich gut gewählt. Sie ist düster, wie man sich eine dunkle, nebelverhangene Nacht im verruchten Londoner Viertel Whitechapel vorstellt. Die geheimnisvolle Gestalt in der Mitte soll Drood darstellen und ist auch sehr gut getroffen. Ein Lesebändchen ist auch Bestandteil der Ausstattung des Hardcovers, welches jedoch ein wenig kurz geraten ist und immer im Buch zu verschwinden droht. 

Fazit: „Drood“ von Dan Simmons ist wahrlich dein dicker Schinken und keine leichte Kost für Zwischendurch. Ich habe oftmals gekämpft, aber mich hat die Geschichte doch soweit begeistern können, dass ich bis zum Schluss durchgehalten habe. Für die Idee und die düstere Stimmung, ebenso für die detaillierte und interessante Einsicht in die letzten Lebensjahre eines berühmten britischen Autors kann ich drei von fünf Sternen vergeben.



von Dan Simmons
Gebundene Ausgabe: 976 Seiten 
Verlag: Heyne Verlag (12. Oktober 2009) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 345326598X 
ISBN-13: 978-3453265981 
Originaltitel: Drood

Rezension vom 20.12.2012

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Book in the post box: Die Weltenspieler - Insignia I

Die Weltenspieler - Insignia I

von S.J. Kincaid
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (19. November 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442478340
ISBN-13: 978-3442478347
Originaltitel: Insignia 01







Kurzbeschreibung 

Sie spielen um die Zukunft der Erde – und um ihr eigenes Leben

Amerika in der nahen Zukunft: Die virtuelle Realität ist Toms große Leidenschaft – und sein einziger Trost in einem ansonsten trostlosen Leben. Bis man ihm überraschend einen Platz im »Spire« anbietet, der Eliteschule des Pentagon. Da die Kriege der Zukunft im Weltall ausgefochten werden, ist man dort stets auf der Suche nach jungen Computergenies, die als virtuelle Weltenspieler das Kommando über die Kampfdrohnen übernehmen können. Tom ist begeistert, erhofft sich Ruhm, Freundschaft und Abenteuer. Noch ahnt er nicht, welchen Preis er, seine neuen Freunde und seine große Liebe dafür bezahlen müssen ...

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"Insignia" steht auch schon lange auf meinem Wunschzettel und nun habe ich das unverschämte Glück, das Buch in einer Leserunde auf Lovelybooks zusammen mit der Autorin lesen zu dürfen! Ich finde es total spannend, aber mit Englisch hatte ich noch nie große Probleme und somit freue ich mich auf das Leserundenerlebnis mit S.J. Kincaid! Auf das Buch bin ich natürlich auch sehr gespannt, es klingt nach Cyber-Thriller mit dystopischem Einschlag á la "Ready Player One". Ich lass mich überraschen!

Einen englischen Trailer habe ich auch für euch:

Samstag, 15. Dezember 2012

Leseliste November

Endlich, endlich, mit einiger Verspätung bringe ich noch schnell meine Leseliste von November online. Der November ist schon seit genau zwei Wochen Geschichte, aber diese zwei Wochen waren bei mir vollgestopft mit Schule, Arbeit und Geburtstagseinladungen, Weihnachtsfeiern oder sonstigen Terminen. Genauso, wie der November aufgehört hat, ging also der Dezember weiter und hinkt lesetechnisch genauso hinterher. Diese beiden letzten Monate im Jahr 2012 sind also viel mehr stressig als entspannt und besinnlich und ich bin irgendwie froh, wenn ich dieses Jahr endlich hinter mir lassen kann. 

Dass einem die letzten Monate das Jahr so vermiesen können, ist das normal oder geht es nur mir so? Kinoberichte kann ich leider auch wieder nicht liefern, denn für mich geht es erst nächste Woche ins Kino um  "Der Hobbit" zu schauen. Der November war also auch ziemlich kinolos. 

Deswegen komme ich nun gleich zu meinen gelesenen Büchern im Monat November 2012: Wie gesagt, waren es nur wenige, nämlich fünf Bücher. An meinem aktuellen Buch, das ich schon im November begonnen habe, lese ich immer noch ("Drood" von Dan Simmons). Ich habe eigentlich nur gute Bücher im November gelesen, was ziemlich toll ist, denn wenn man im Augenblick kaum zum Lesen kommt, dann sollten es zumindest gute Bücher sein, in die man seine wenige freie Zeit investiert. Insgesamt habe ich im November 2.106 Seiten gelesen.

Durch Klicken auf die Links, gelangt ihr, wie immer, zu meinen vollständigen Rezensionen:

Begonnen habe ich den November mit dem zweiten Teil der "Morbus Dei"-Reihe "Inferno" von Zach und Bauer. Hier habe ich eine grandiose Fortsetzung der mysteriösen Ereignisse aus Band 1 erwartet und großteils auch bekommen. Zusammen mit Johann List und Elisabeth flieht man vor den vorausgegangenen Ereignissen über Land in die große Stadt Wien. Die beiden haben mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen, vor allem ist die geheimnisvolle Krankheit ihr ständiger Begleiter. Natürlich sind wieder oder immer noch einige Fragen offen geblieben, deshalb warte ich gespannt auf den nächsten Teil der Reihe und kann diese wirklich nur empfehlen!




Als Nächstes stand "Über uns Stille" von Morton Rhue auf dem Plan, das ich von BlogdeinBuch erhalten habe. Ein interessantes Szenario wird hier entwickelt: Was wäre, wenn die Russen während des Kalten Krieges wirklich eine Atombombe auf die USA geworfen hätten? Dies erlebt man zusammen mit dem 12-jährigen Scott und vor allem die Szenen im Bunker haben ein hohes Spannungsniveau, da man nicht genau weiß, was eigentlich passiert ist. Zwischendurch fand ich das Buch aber auch recht langatmig und ich weiß nicht, ob jüngere Leser hier genügend Durchhaltevermögen haben.





Weiter ging es mit einem Buch, dass ich wirklich jedem nur empfehlen kann: Mit "Flammen über Arcadion" begibt sich Bernd Perplies auf das Terrain der Jugend-Dystopien und dies ist ihm hervorragend gelungen! Ich bin schon sooo gespannt, welche Abenteuer Carya und Jonan im zweiten Band "Im Schatten des Mondkaisers" bevorstehen. In "Flammen über Arcadion" müssen Carya und Jonan erkennen, dass das Regime des Lux Dei, unter dem sie in Arcadion leben ziemlich fanatisch und ungerecht ist. Sie müssen aus dem Bollwerk Arcadion fliehen und werden von den schwarzen Templern, der Elitetruppe des Lux Dei gejagt. Top zu lesen!




"Serafina - Das Königreich der Drachen" von Rachel Hartmann entführt uns in ein Fantasy-Reich, in dem Menschen und Drachen nach langen Jahren des Krieges und einem verhandelten Frieden nebeneinander leben. Und doch werden auch nach 40 Jahren die Drachen als "Ausländer" angesehen und Fremdenfeindlichkeit ist an der Tagesordnung. Serafina lebt am königlichen Hof von Goredd als Gehilfin des Hofkomponisten. Unbeabsichtigt begibt sie sich ins Licht der Öffentlichkeit, was weitreichende Folgen für Serafina haben kann, denn sie hütet ein gefährliches Geheimnis... Mir hat der Auftakt dieser Drachen-Reihe von Rachel Hartmann sehr gut gefallen und ich werde sie auf jeden Fall weiter verfolgen!




Als letztes Buch habe ich im November "White Horse" von Alex Adams beendet. Ich war von Anfang an fasziniert von der düsteren dystopischen Geschichte und dem tollen Schreibstil von Alex Adams. Dieses Buch hebt sich erfrischend, wenn auch düster von allen anderen Dystopien ab, die ich bisher gelesen habe. White Horse ist eine Krankheit, die die Menschheit rasend schnell dezimiert hat. Zoe ist eine der Wenigen, die immun sind und sie ist schwanger. Dies treibt sie auf einen gefährlichen Marsch durch das menschenleere Italien, um eine Fähre nach Griechenland zu erreichen. Verfolgt wird sie von einem Verrückten, der Zoe nach dem Leben trachtet. Ein richtig tolles Buch!

Mein Monatshighlight im November!!!

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Book in the post box: Das schwarze Kollektiv

Das schwarze Kollektiv

von Michael Zandt
Broschiert: 264 Seiten
Verlag: Art Skript Phantastik Verlag; Auflage: 1. (28. Juli 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3981509234
ISBN-13: 978-3981509236







Kurzbeschreibung 

Ariko ist ein Sohn der Straße. Von den Eltern verlassen, von den Behörden ins Waisenhaus gesteckt, gerät er früh in die Fänge des Militärs. Er wird zum Soldaten erzogen und in den Krieg gegen das geheimnisvolle Volk der Hameshi geschickt. In deren riesigen Wäldern lernt er verlorene Seelen und grausame Götter, aber auch die magische Schönheit der Schöpfung kennen. Ariko begegnet einem Mädchen. Sie ist jung, sie ist schön und sie ist eine feindliche Kriegerin. Der Waise wechselt die Fronten, doch findet er auch bei den Hameshi keinen Frieden. Er muss gegen Widersacher kämpfen und heimtückischen Dämonen widerstehen. Ariko lernt viel im Reich der ewigen Wälder, aber wird er am Ende auch begreifen, dass der Keim alles Bösen in der Liebe liegt?

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Zu "Das schwarze Kollektiv" kann ich gar nicht viel sagen, ich fand die Kurzbeschreibung interessant und somit möchte ich das Buch gerne lesen. Kennt jemand von euch den Autor oder das Buch?

Montag, 10. Dezember 2012

Challenge: SUB-Abbau vor 2011

Wer von uns kennt das nicht, das leidige Problem mit dem SUB. In der zweiten Jahreshälfte 2012 habe ich schon mit zwei unterschiedlichen Challenges  versucht, meinem ausufernden SUB Herr zu werden und ich habe dabei festgestellt, welche Art von SUB-Abbau-Challenge für mich funktionieren kann und welche nicht. 

Die erste Challenge, an der ich noch immer teilnehme und die ich auch erfolgreich beenden werde, ist die "Leichen Lesen" Challenge von Jari. Hierbei durfte ich mir die Anzahl und auch die Bücher selbst heraussuchen, um welche ich meinen Alt-SUB dezimieren wollte. Das klappt auch ziemlich gut!

Dann habe ich mich noch entschlossen, bei der "12-Bücher-SUB-Abbau-Challenge" von Lesefee teilzunehmen, bei der von einem anderen Teilnehmer 12 Bücher vom SUB herausgesucht wurden, die dann von August bis Dezember gelesen werden sollten. Das war aber einfach zu viel für mich und ich lasse mich auch nur super ungern fremd bestimmen, also habe ich bisher sage und schreibe genau zwei (!!!) der 12 Bücher gelesen und die Challenge nun für mich als gescheitert erklärt. Was nicht heißt, dass ich die Liste aufgeben werde, sondern ich werde sie von nun an in meinem Tempo ablesen.

Aber ich gebe nicht auf und will meinen Alt-SUB immer noch dezimieren, deshalb starte ich ab 01.01.2013 mit einer neuen SUB-Abbau-Challenge von Read and be yourself:


Hier findet ihr die Erklärung und die Regeln in einem ausführlichen Post und per Link im obigen Logo gelangt ihr auf die Challenge-Seite mit den Teilnehmern und den individuell gesteckten Zielen.

Jeder Teilnehmer der Challenge setzt sich sein eigenes Ziel. Ich möchte z.B. von meinem Alt-SUB, von dem ca. 35 Bücher aus dem Jahr 2010 und etwa 55 Bücher aus dem Jahr 2011 stammen, am Ende des Jahres 2013 mindestens 12 Bücher abgelesen haben. Ein Buch pro Monat dürfte für mich zu schaffen sein, vielleicht mache ich mir auch noch eine konkrete Liste, welche Bücher ich auf jeden Fall bis zum 31.12.2013 gelesen haben will.

Aussortieren gehört auch zu den Zielen der Challenge, ich kann mich doch so schwer von Büchern trennen. ;) Meinen Fortschritt dokumentiere ich auf meiner Challenge-Seite.

Die genauen Regeln, lest bitte unter den obigen Links auf Sandras Blog nach, es wäre schön, wenn sich noch weitere Teilnehmer finden würden, die auch noch ein paar ältere Bücher zu Hause herumstehen haben!

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Book in the post box: Hexenheide

Hexenheide

von Mariette Aerts
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus); Auflage: 2 (28. August 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833938749
ISBN-13: 978-3833938740
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Heksenhei





Kurzbeschreibung 

Karim und Lenne wissen genau, dass sie nicht über die Heide gehen sollen, wenn sie von der Schule kommen, auch wenn der Weg viel kürzer ist. Denn auf der Hexenheide, irgendwo zwischen den Mooren, lauert ein dunkles Geheimnis. Aber Karim und Lenne haben Fragen. Was ist mit dem Mädchen Rinnie passiert, die im letzten Sommer plötzlich verschwunden ist? Was ist wahr an der Geschichte von der weißen Hexe? Welches Geheimnis umgibt die alte Wassermühle? Und überhaupt: wer ist die Frau mit den langen weißen Haaren und den merkwürdigen Augen, die ihnen begegnet? Eines Tages erscheint ein unheimliches Gesicht im Wasser, und nachts wandern Lichter über die Heide. Ein Spuk? Karim und Lenne erhalten mehr Antworten, als ihnen lieb ist. 

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Wie ich auf "Hexenheide" gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr, ich weiß nur, dass das Buch gaaaaaanz, ganz lange auf meinem Wunschzettel war und dann hat sich bei ebay die Gelegenheit ergeben.^^ Ich bin sehr gespannt auf dieses geheimnisvolle Jugendbuch und finde das Cover noch dazu sehr stimmungs- und verheißungsvoll!

Wer von euch hat das Buch bereits gelesen?

Dienstag, 4. Dezember 2012

White Horse - Alex Adams

Ein Fünkchen Hoffnung… 

Zoes Welt gerät aus den Fugen, kurz nachdem ein geheimnisvolles Gefäß bei ihr im Wohnzimmer auftaucht. Erst weigert sie sich, es zu öffnen, schließlich siegt irgendwann die Neugier und um Zoe herum beginnen alle Menschen zu sterben. 19 Monate später zieht Zoe durch das menschenleere Italien um eine Fähre nach Griechenland zu erreichen. Sie trifft auf Überlebende, darunter die blinde Lisa, für die sich Zoe auf irgendeine Weise verantwortlich fühlt und die sie vor ihrem eigenen Vater retten muss. Die beiden Frauen werden von einer dunklen und irren Gestalt verfolgt, düsterer noch, als die Kreaturen, die die alles vernichtende Krankheit „White Horse“ zurück gelassen hat… 

„White Horse“ ist eines dieser Bücher, dieser bestimmten Bücher, die dich von Anfang an in ihren Bann ziehen und dich fesseln, sowohl vom Schreibstil als auch von der Geschichte. Gleich zu Beginn war ich vom Schreibstil der Autorin fasziniert, dann schlug mich Zoes Geschichte in ihren Bann, die auf zwei Zeitebenen erzählt wird. Die mysteriöse Krankheit „White Horse“ hat die Weltbevölkerung dezimiert und irgendwelche völlig irren Wetterexperimente sind schief gelaufen, so dass es fast nur noch düster ist und ununterbrochen regnet. Zoe ist auf der Suche, nach was, erfährt man erst recht spät im Buch, aber die Rückblenden arbeiten natürlich darauf hin. Man kann es sich auch schon etwas vorher denken, aber es ist ziemlich spannend und nervenaufreibend bis man endlich Gewissheit hat. Die Krankheit verändert die Menschen, die von ihr nicht innerhalb weniger Tage dahingerafft wurden. Auch mit dieser Gefahr müssen sich Zoe und Lisa auf Italiens leeren Straßen auseinandersetzen. Diese Welt ist brutal, sie schenkt nichts und verzeiht keine Fehler! 

Den Schreibstil fand ich, wie schon erwähnt, wunderbar und faszinierend zu gleich. Er hat fast etwas Poetisches an sich, Alex Adams spielt mit den Worten und baut draus ein Konstrukt, in das man sich als Leser verfängt. Je mehr man davon entwirrt, umso klarer sieht man das ganze Geschehen vor sich. Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Damals, als Zoe das merkwürdige Gefäß in ihrer Wohnung findet und das Schicksal seinen Lauf nimmt, und jetzt, wobei man Zoe auf ihrer Suche begleitet. Die beiden Erzählstränge folgen oft in dichtem Wechsel aufeinander, so dass es immerzu spannend bleibt. Manchmal beginnt der Abschnitt dann auch ein wenig Zeitversetzt und man erfährt erst etwas später, was genau nach dem letzten Zeitebenen-Wechsel passiert ist. Ich habe mit Zoe, der Ich-Erzählerin, in ihrer düsteren Welt mitgefiebert! 

Die Protagonisten konnten mich alle überzeugen. Allen voran, natürlich Zoe, die ihre Geschichte erzählt. Sie wandert durch ein ausgestorbenes Land, in dem alle möglichen Gefahren lauern und ist auch noch schwanger. Aber genau das ist es, was sie antreibt, ihr ungeborenes Kind, es soll leben! Hieraus schöpft Zoe all ihre übermenschliche Kraft, durchzuhalten, selbst als sie vom irren Schweizer verfolgt und bedroht wird. Der Schweizer ist eine kranke Figur, dessen Beweggründe man nicht versteht. Er verfolgt Zoe und Lisa, schließt sich den Frauen an, missbraucht Lisa, spielt Gott in einer gottlosen Welt. Lisa ist blind und auf Zoes Hilfe und Unterstützung angewiesen. Sie ist ein Missbrauchsopfer, das genauso denkt und handelt. Das war für mich alles völlig plausibel und nachvollziehbar. In Zoes Vergangenheit gibt es natürlich noch weitere Menschen, die ihr nahe stehen, doch bleiben diese seltsam fern, das Gefühl von Vergangenheit überträgt sich hier untrüglich auf den Leser. 

Das Cover der großformatigen Klappenbroschur finde ich unheimlich interessant und anziehend. Es ist sehr, sehr düster und spiegelt die Stimmung des Buches perfekt wieder. Man sieht eine trostlose Welt, es regnet und eine Frau steht mit gesenktem Kopf mitten im Regen. Im inneren der Klappen setzte sich das Bild genauso fort, wie auf der Rückseite, hier sieht man die Frau nun von Hinten, in der linken Hand trägt sie ein Messer. 

Fazit: „White Horse“ von Alex Adams ist eines meiner Jahreshighlights 2012! Das Buch hat mich gefesselt, ich habe mich verliebt in seine Sprache und in seine Düsternis, in der ein Funke Hoffnung aufglimmt… Wer sich für solch dystopischen Bücher aus dem Erwachsenenbereich begeistern kann, sollte „White Horse“ unbedingt gelesen haben!!!!



von Alex Adams
Broschiert: 448 Seiten 
Verlag: Piper (10. September 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 349270252X 
ISBN-13: 978-3492702522 
Originaltitel: White Horse

Rezension vom 02.12.2012


Danke, danke, danke an den Verlag, für die Bereitstellung dieses Buches!!!

Sonntag, 2. Dezember 2012

Fantasy-Gewinnspiel: Die Gewinner

Hallo zusammen,

nun kommt die sehnlichst erwartete Auslosung des Fantasy-Gewinnspiels! Ihr hattet vier Wochen Zeit um mir eure typischen Herbst-/Winter-Bücher zu nennen. Einige tolle Vorschläge kamen da zusammen und die meisten von euch, lesen im in der Herbst- und Winterzeit am liebsten Fantasy und tauchen so in andere Welten ab. 

Mehr als einmal wurde "Elfenmagie" und "Elfenkrieg" von Sabrina Qunaj genannt, den ersten Teil habe ich ja auch mit Begeisterung verschlungen und Band 2 steht bei mir in den Startlöchern.

Auch "Dark Love" von Lia Habel und "Lost Girl" von Sangu Mandanna stehen bei euch hoch im Kurs. Aber auch lustige Romane oder Chick-lit nehmt ihr gerne in die Hand, genau wie "Harry Potter", "Die Chroniken der Unterwelt" oder "Eragon". "Der kleine Hobbit" und "Wunder einer Winternacht" wurden auch mehrmals genannt. Einiges kenne ich schon, doch den Hobbit werde ich mir jetzt auch nochmals vornehmen, "Die Chroniken der Unterwelt" will ich auch endlich mal fortsetzen, die finde ich nämlich auch ziemlich gut und "Dark Love" steht schon lange auf meinem Wunschzettel. 

Das war jetzt nur eine kleine Auswahl eurer Vorschläge, die alle ganz toll und interessant waren! Jetzt spanne ich euch aber nicht länger auf die Folter und küre die Gewinner, wie immer in Bildern.

Zuerst die Auslosung von "Die linke Hand Gottes":


Die Spannung steigt...


Herzlichen Glückwunsch, liebe Liane! Du erhälst "Die linke Hand Gottes" von Paul Hoffmann!

Weiter geht es mit "Zwölf Wasser":


Trommelwirbel...


Auch dir herzlichen Glückwunsch, liebe Monja! Bei dir zieht bald "Zwölf Wasser: Zu den Anfängen" von E.L. Greiff ein!

Und zum Schluss kommt noch der zweite Teil von "Morbus Dei: Inferno" in den Lostopf:


Jetzt nochmal Daumen drücken...


Herzlichen Glückwunsch, lieber Christian! Du bekommst den zweiten Band der "Morbus Dei"-Reihe von Zach und Bauer! Wenn du Band eins "Morbus Dei: Die Ankunft" noch nicht kennst, solltest du es dir schnell besorgen!

Ich werde alle drei Bücher im Laufe der nächsten Woche auf die Reise zu euch schicken, so dass ihr sie bald erhalten solltet. Ich würde mich freuen, wenn ihr kurz schreibt, sobald die Bücher bei euch eingetroffen sind!

Dies war die letzte Verlosung für dieses Jahr, aber in 2013 dürft ich euch auf weitere Gewinnspiele hier auf BlueNaversum freuen!!!