Samstag, 28. April 2012

Der Gesandte des Papstes - Christoph Lode

Die Suche nach Erlösung 

Der Ritter Raoul von Bazerat lebt Anfang des 14. Jahrhunderts in Lothringen auf dem Landgut Bazerat. Er genießt sein Leben in vollen Zügen, bis eine schwere Lungenkrankheit alles auf den Kopf stellt. Raoul beginnt sich zu fragen, was er bisher erreicht hat und begibt sich auf eine Pilgerreise nach Rom. Durch Zufall wird er von Kardinal Morra mit dem Auftrag betraut, im Namen des Papstes nach Jerusalem zu reisen, um ein Schriftstück mit Hinweisen auf den Stab des Heiligen Antonius bei einem Edelmann abzuliefern. Schnell wird Raoul in die Jagd nach den Stab des Antonius hineingezogen, die ihn bis nach Armenien führt. Auch eine geheimnisvolle Ägypterin schließt sich Raoul an, die mehr zu wissen scheint, als sie zugeben mag… 

Dies ist der erste Roman von Christoph Lode und das merkt man ihm stellenweise auch an. Aber niemals in einem Umfang, den man als Störend empfinden könnte. Ich habe den Vergleich zu seinen neueren Büchern und hier sind Details und Personen einfach etwas stimmiger ausgearbeitet, als in „Der Gesandte des Papstes“. Z.B. leidet Raoul an einer sehr ernsten Krankheit seiner Lunge, die ihm schwer zu schaffen macht und ihn schwächt, doch meistens ist er sehr schnell wieder auf den Beinen, was mich ein wenig an einen Superhelden denken ließ. Auch seine Auseinandersetzung mit seiner Krankheit kommt ein wenig zu kurz. Ich würde schwer mit mir hadern und verzweifelt sein, wobei Raoul es anscheinend sehr gelassen hinnimmt, dass er öfter mal Blut hustet. Ansonsten ist das Meiste außenherum stimmig und wunderbar realistisch umgesetzt. 

Der Schreibstil ist auch in diesem früheren Werk des Autors wunderbar flüssig zu lesen. Er weiß einfach mit Worten umzugehen und entführt den Leser so ins tiefste Mittelalter, das so lebendig und düster dargestellt wird, wie ich es mir immer vorgestellt habe. Ein dunkles Zeitalter, das uns heutzutage sehr fremd erscheinen mag, aber gerade deshalb so faszinierend ist. Die Beschreibungen waren alle sehr detailliert und interessant, die Geschichte selbst sehr spannend erzählt, so dass das Buch schnell gelesen werden konnte. Ein Höhepunkt folgte auf den Vorherigen und durch einige Perspektivwechsel zwischen den Gruppen um Raoul, Kardinal Morra und ibn-Marzuq, der im Auftrag des Sultans an-Nasir den Stab sucht, ließ niemals Langeweile aufkommen. 

Die Personen konnten mich fast alle überzeugen. Gerade die „Bösewichte“ ibn-Marzuq und Kardar al-Munahid mit seinen Söldnern haben es mir sehr angetan. Sie waren sehr gut und glaubwürdig dargestellt. Kardinal Morra gefiel mir auch gut, aber er kam mir fast ein wenig zu kurz. Raoul war mir sehr sympathisch und ich konnte sehr gut mit ihm mitfühlen, auch wenn er zu Beginn des Buches noch ein richtiger Schürzenjäger war. Jada, die geheimnisvolle Ägypterin, ist eine sehr emanzipierte und starke Frau, was ihrer Herkunft geschuldet ist. Mich hat nur gewundert, dass ihre Stellung so leicht von den Männern akzeptiert wurde. Ich mochte Jada sehr gerne! Matteo Gaspare ist mir im Laufe der Geschichte auch sehr ans Herz gewachsen, aber ich konnte seine späteren Handlungsweisen dann nicht mehr richtig nachvollziehen. 

Das Cover ist sehr typisch für einen Historischen Roman mit einem mittelalterlichen Gemälde ausgestattet. Genau so etwas spricht mich eigentlich gar nicht an! Gut, dass ich Christoph Lode schon durch andere Bücher schätzen gelernt habe! 

Insgesamt ist „Der Gesandte des Papstes“ ein sehr gelungenes Erstlingswerk eines talentierten Autors, bei dem man über ein paar kleine Schwächen locker hinwegsehen kann. Ich kann dieses Buch getrost allen empfehlen, die sich für das Mittelalter und die Region Kleinasien in dieser Zeit interessieren, aber auch allen, die einfach einen spannenden und interessanten Historischen Roman lesen möchten!



von Christoph Lode
Taschenbuch: 512 Seiten 
Verlag: Goldmann Verlag (9. März 2009) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3442467993 
ISBN-13: 978-3442467990

Rezension vom 28.04.2012

Freitag, 27. April 2012

Book in the post box: Sternenfeuer: Gefährliche Lügen

Sternenfeuer: Gefährliche Lügen

von Amy Kathleen Ryan
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: PAN (1. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426283611
ISBN-13: 978-3426283615
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre
Originaltitel: Sky Chasers 1: Glow





Kurzbeschreibung 

Der Auftakt zur großen Sternensaga! Die 15-jährige Waverly gehört zu den ersten Kindern, die an Bord des Sternenschiffes Empyrean geboren wurden. Jedermann erwartet, dass sie bald ihren Freund Kieran heiraten wird, um eine Familie zu gründen und das Überleben der Menschheit auf der langen Reise zu einem fernen Planeten zu sichern. Waverly liebt Kieran sehr – aber ist sie trotzdem schon bereit, so früh diesen entscheidenden Schritt zu gehen? Das friedliche Leben endet dramatisch, als wie aus dem Nichts das lange verschollen geglaubte Schwesterschiff angreift, die Erwachsenen tötet und alle Mädchen entführt. Während Kieran auf der schwer beschädigten Emphyrean um sein Überleben kämpft, muss Waverly viele Lichtjahre entfernt alles daransetzen, zu ihm zurückkehren zu können …

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Eigentlich hatte ich für heute die Rezi von "Der Gesandte des Papstes" geplant, aber da es mir heute irgendwie gar nicht gut geht, zeige ich euch schnell eines meiner neuen Bücher. Ich geb mir ja große Mühe nicht so viele neue Bücher zu kaufen, aber es klappt einfach nicht... ihr kennt das Problem, glaub ich, ganz gut.^^ Diesmal musste "Sternenfeuer" mit, dass mir von verschiedenen Stellen schmackhaft gemacht wurde (ich weiß leider nicht mehr ganz genau, wer das alles war), aber es soll keine kitschige Lovestory geben, sondern eine spannende Sci-Fi-Geschichte. Und das, ist dann genau das, was ich gerne lese!

Wer von euch hat "Sterrnenfeuer" denn schon gelesen? Wie fandet ihr das Buch?

Dienstag, 24. April 2012

Book in the post box: Apocalypsis

Apocalypsis

von Mario Giordano
Taschenbuch: 624 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag); Auflage: 2 (3. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404166531
ISBN-13: 978-3404166534







Kurzbeschreibung 

"Das Lamm öffnete das sechste Siegel. Da entstand ein gewaltiges Beben. Die Sonne wurde schwarz wie ein Trauergewand und der ganze Mond wurde wie Blut. Die Sterne des Himmels fielen herab auf die Erde." Offenbarung 6,12. Papst Johannes Paul III. ist zurückgetreten und spurlos verschwunden. Der Journalist Peter Adam stellt Nachforschungen an. Er stößt auf einen Orden, der seit Jahrhunderten gegen die Kirche arbeitet: Die Träger des Lichts. Die Verschwörer wollen den Weltuntergang herbeiführen. Sie stützen sich auf die Prophezeiung des Malachias: Der letzte Papst wird sich den Namen "Petrus II." geben. Mit ihm soll das Ende aller Tage kommen. Der vorletzte Name auf der Liste des Malachias ist der Name des verschwunden Papstes - Johannes Paul III. Peter stößt auf ein weiteres Geheimnis: Seine leiblichen Eltern sollen bei einem Unfall ums Leben gekommen sein. Doch tatsächlich gehörten sie einst zu den Trägern des Lichts. Peters eigene Vergangenheit ist eng mit den dunklen Mächten verbunden: Für die Verschörer ist offenbar er selbst der Schlüssel zur Apokalypse ...

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Ich finde das Projekt eines Episoden-Thrillers ziemlich spanndend, aber da das Ganze als ebook erschienen ist und ich immernoch nicht zu den E-reader-Eignern gehöre, kam das leider für mich noch nicht in Frage. Aber ich war mir ziemlich sicher, dass das Ganze auch noch in gedruckter Form auf den Markt gebracht werden würde und ich sollte recht behalten! :) Bin total gespannt, was sich hinter diesem tollen, geheimnisvollen Cover für eine Geschichte verbirgt!

Hier habe ich übrigens einen Büchergutschein der ortsansässigen Buchhandlung eingelöst, die mich mit ihren Öffnungszeiten schier zur Verzweiflung treibt: Unter der Woche bis 18 Uhr (da hätte ich meist nur ne halbe Stunde Zeit zwischen Arbeit und Ladenschluss) und samstags (der prädestinierte Tag zum Büchershoppen^^) bis 13 Uhr. Ja, ich weiß ist jetzt nicht sooo schlecht, aber ich vergess' das dann immer und wenn ich drann denk, ist es meist schon eins durch...

Sonntag, 22. April 2012

3 Fragen an Mara Lang, das literarische Interview

(c) Mara Lang und Monika Grilnberger
Mara Lang wurde 1970 in Wien geboren und verbrachte ihre Kindheit mit Büchern. Schon im Kindergarten las sie viel und als ihr dann während ihrer Jugend der Lesestoff ausging, begann sie selber, mit der Taschenlampe unter der Bettdecke, mit dem Schreiben von Geschichten. 

Eine weitere Leidenschaft von Mara Lang ist das Reiten, dem sie eine Lebensphase gänzlich ohne Schreiben verdankt. Eigentlich wollte sie Filmregisseurin werden, entschied sich dann aber für ein Studium zur Diplompädagogin. 





Doch 2008 entdeckte sie glücklicherweise das Geschichtenerfinden wieder für sich und schrieb in Rekordtempo ihr erstes Manuskript. Heute lebt und arbeitet die Autorin in ihrer Heimatstadt Wien.

Am 01. März 2012 erschien Mara Langs Debutroman „Masken - Unter magischer Herrschaft“ als Paperback im Knaur Verlag.

Kurzbeschreibung 

Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre Maske zerfällt zu Staub – und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes, sondern auch ihre große Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die Masken zerstören.
(Quelle: amazon)

Meine Rezension zu diesem wundervollen Fantasyroman findet ihr HIER.


Nun freue ich mich sehr, euch in meiner Reihe „3 Fragen an…“ ein Kurzinterview mit der Debutautorin Mara Lang präsentieren zu dürfen:



3 Fragen an Mara Lang das literarische Interview!

BlueNaversum: Liebe Mara, wie bist du dazu gekommen Schriftstellerin zu werden und was hat dich dazu veranlasst? 

Mara Lang: Mit dem Schreiben begonnen habe ich als Jugendliche. Ich war eine Bücherverschlingerin, sieben bis zehn gelesene Bücher pro Woche waren schon drin, und immer noch konnte ich nicht genug davon bekommen. Sobald ich ein Buch zuklappte, fing meine Fantasie an zu arbeiten. So schrieb ich bald meine eigenen Geschichten. 

Dann habe ich das Schreiben irgendwie aus den Augen verloren. Beruf, Familie, Freunde, ein sehr erfüllendes Hobby – es blieb einfach keine Zeit. Bis sich eines Tages eine Idee für eine Geschichte in mir festsetzte. Sie rumorte in meinem Kopf und wurde so lästig, dass mir nichts anderes übrig blieb, als sie aufzuschreiben. ;-) Aus dem „Mal sehen, wohin mich das führt“ wurde ein regelrechter Vulkanausbruch. Ich schrieb wie eine Besessene und konnte nicht mehr aufhören. 

Seither treibe ich mich ständig in fremden Welten herum, und es gibt kaum einen Tag, an dem ich mich nicht mit einem Plot oder mit meinen Figuren beschäftige, und sei es auch nur gedanklich. Und ich könnte es mir auch nicht mehr anders vorstellen.

BlueNaversum: In deinem Debutroman „Masken“ geht es um Ferin, die anfangs glaubt, nur durch eine Maske wahre Schönheit und Freiheit zu erlangen. Wieso hast du gerade diese Person als Hauptfigur gewählt und wieviel steckt von dir in dieser Person? 

Mara Lang: Meine Charaktere entstehen durch Bilder oder Szenen, die ich schon vor dem Schreiben im Kopf habe. Da laufen ganze Filmsequenzen vor meinen Augen ab und das oft genug in völlig unpassenden Situationen. Ich bin ihnen hilflos ausgeliefert. ;-) 

Daher muss ich gestehen, dass ich Ferin nicht bewusst als Hauptfigur gewählt habe. Genauso wenig, wie ich mich bewusst entschieden habe, eine Geschichte über die Rebellion eines unterdrückten Volkes zu schreiben. Diese Dinge ergeben sich ganz von selbst, indem ich die Bilder aus meinem Kopf erforsche und hinterfrage. 

(c) Mara Lang und Monika Grilnberger
Bei Ferin war es die Anfangsszene im Spiegelsaal. Ich sah ein Mädchen, das seiner Maskierung entgegenfiebert, und fragte mich, was jemanden dazu treibt, sich von einer Maske ein besseres Leben zu erhoffen. 

Also habe ich begonnen, mich mit Ferin zu beschäftigen. Mit ihrer Vergangenheit, ihrer Familiensituation, ihren Ängsten und Zweifeln, ihren Hoffnungen, ihren Vorlieben, ihren Stärken und Schwächen. Ich habe einige Szenen mit ihr in der Ich-Form geschrieben – das hilft ungemein, die Figur besser kennenzulernen. Und so hatte ich sehr bald genügend Einblick in Ferins Gefühlsleben. 

Ferin hat ja grundsätzlich einen starken Willen, und ihr Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung ist enorm, was in ihrer Welt und bei ihrer Herkunft kein Wunder ist. Obendrein ist sie ein sensibler und gleichzeitig rational denkender Mensch. Eine wunderbare Mischung für eine Hauptfigur. Allerdings hat sie sich mir anfangs ganz anders präsentiert – so wie dem Leser zu Beginn der Geschichte auch: hilflos, verunsichert und voller Selbstzweifel. Sie hatte sich so in ihren Traum von der Maske verrannt, dass sie aufgehört hatte zu leben. Ihre Persönlichkeitsentwicklung vom verzweifelten Mädchen, dessen Zukunft zu Staub zerfällt, zur Rebellin wollte ich in „Masken“ aufzeigen, und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, ihre Wandlung zu schildern. 

Wie viel von Mara Lang in Ferin steckt, war mir beim Schreiben überhaupt nicht bewusst. Erst viel später, als die Geschichte längst überarbeitet und auf dem Weg zu diversen Agenturen war, sickerte das eine oder andere durch, und über manches konnte ich nur den Kopf schütteln, weil ich mich so eindeutig wiedererkannte. Lustig, gerade jetzt, beim Beantworten dieser Frage, fällt mir auf, dass ich mit siebzehn, also genau in Ferins Alter, zu reiten begann – ein Hobby, das sehr viel zu meiner Persönlichkeitsentwicklung beigetragen hat. Um es mit Ferins Worten auszudrücken: Das Leben zieht schon seltsame Kreise …

BlueNaversum: An welchen Buchprojekten arbeitest zu gerade, was erwartet deine Leser in der Zukunft? 

(c) Mara Lang
Mara Lang: Ich bin auch weiterhin im Genre Fantasy unterwegs, kann aber zu meinem aktuellen Projekt nicht viel sagen, außer, dass mich die Geschichte mitten in der Überarbeitung zu „Masken“ gepackt hat, und ich seither darauf brenne, sie endlich fertigzustellen. Noch bin ich in der Schreibphase, aber es geht bereits dem Finale zu, und ich kann versprechen, dass es wieder sehr spannend und natürlich auch romantisch wird. 

Außerdem wartet ein Jugendbuchprojekt auf Überarbeitung und ein weiteres brennt mir unter den Fingern. Pläne für die Zukunft habe ich viele, Ideen zuhauf, sodass ich gar nicht weiß, welche ich als nächstes verwirklichen soll. 

BlueNaversum: Danke, dass du dir kurz Zeit genommen hast, die drei Fragen an Mara Lang zu beantworten!

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und noch mehr über Mara Lang erfahren wollt, besucht die Autorin doch auf ihrer Homepage!

Freitag, 20. April 2012

Book in the post box: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

von Rachel Joyce
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: Krüger, Frankfurt; Auflage: 1 (16. Mai 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3810510793
ISBN-13: 978-3810510792
Originaltitel: The Unlikely Pilgrimage of Harold Fry






Kurzbeschreibung
 
Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht er 1000 Kilometer zu Fuß. 
Ein unvergesslicher Roman, der die ganze Welt erobert. 

»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.« 

Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

Ein ganz außergewöhnlicher und tief berührender Roman – über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.

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Heute hat mich Überraschungsbuchpost vom Fischer Verlag erreicht. Mensch, hab ich gestaunt, als ich das Buch mit dem überaus interessanten Titel "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" aus der Verpackung gezogen habe! Und es ist nicht nur irgendein Rezensionsexemplar, sondern der Fischer Verlag hat sich eine ganz tolle Aktion ausgedacht, bei der ich unbedingt mitmachen möchte:

Dies ist eines von 100 Wanderbüchern, die nach dem Lesen in die Welt entlassen werden dürfen. Und sich mit Bleistift in diesem Buch zu verewigen ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht! Wir sollen unsere Spuren darin hinterlassen, um es für den nachfolgenden Leser noch persönlicher werden zu lassen. Außerdem sollen wir ein kurzes, handschriftliches Fazit und eine Widmung auf der letzten Seite hinterlassen. Das Wanderbuch sollte alle zwei Wochen weitergereicht werden. Für den Austausch zwischen den Lesern ist eine Facebookseite eingerichtet worden, auf der man bei Bedarf auch jemanden finden kann, zu dem das Buch als Nächstes weiterwandert. Außerdem gibt es auch regelmäßig Bücher zu gewinnen. ;) Na, wenn das mal nichts ist?

Ich habe mich dazu entschlossen mein Exemplar von "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" nach dem Lesen weiterwandern zu lassen. Wer von euch hat Lust sich an dieser Aktion zu beteiligen? Wer von euch möchte das Buch als nächstes bekommen? Schreibt es mir einfach unten in die Kommentare! Natürlich können wir bei mehreren Meldungen auch eine Reihenfolge festlegen, wer danach drann kommt. Ich bin gespannt, wen mein Buch noch so alles erfreuen wird!

Die Kathedrale des Meeres - Ildefonso Falcones

Ein Historienepos 

Bernat Estanyol, ein unfreier Leibeigener, muss mit seinem neugeborenen Sohn Arnau vor seinem Feudalherren de Bellera fliehen, da er um sein Leben und das Leben seines Sohnes fürchten muss. Sein Weg führt ihn nach Barcelona, in die Stadt der Träume, wo ein Leibeigener freier Bürger werden kann, wenn er ein Jahr und einen Tag in der Stadt gelebt hat. Die beiden kommen bei der Familie von Bernats Schwester unter und so vergehen die Jahre wie im Flug. Arnaus Lebensweg führt ihn von Kind an zu der Kirche Santa Maria del Mar, die von einem großen Baumeister seiner Zeit neu gebaut wird. Arnau ist fasziniert von der Kirche und den Bastaixos, den Lastenträgern, die unentgeltlich Steine vom königlichen Steinbruch zur Baustelle schleppen, um etwas zum Bau der Kirche des Volkes beizutragen. Nach einem Schicksalsschlag wird Arnau in die Zunft der Bastaixos aufgenommen und sein angenommener Bruder Joan wird Schüler an der Domschule. Bald trennen sich die Wege der beiden Brüder und das Schicksal im Schatten der stetig wachsenden Kirche Santa Maria del Mar wartet auf Arnau… 

Mir ist es sehr schwer gefallen eine adäquate Inhaltszusammenfassung zu schreiben, denn in diesem Historienepos passiert über viele, viele Jahre hinweg unglaublich viel. Ein Ereignis jagt das Nächste, ein Schicksalsschlag folgt auf den Vorherigen, nie ist es Arnau vergönnt wirklich mal zur Ruhe zu kommen. Sein Bruder Joan und er sind früh auf sich allein gestellt, aber sie finden immer wieder nette Menschen und Freunde, die ihnen helfen. Frisch gestärkt gehen die beiden Jungen aus den Schicksalsschlägen hervor. Auch Arnau findet später meistens einen Weg aus der Misere, in der er gerade steckt und die er sich meistens nicht selbst zuzuschreiben hat. Oder jemand hilft ihm aus der Klemme. An Dramatik fehlt es diesem Buch wahrlich nicht! Was ich aber sehr schade fand, war die Detailarmut, die leider fast die gesamte Geschichte über vorherrschte. Mich hätten viel mehr das Leben und der Alltag der Menschen oder Beschreibungen des mittelalterlichen Barcelonas im 14. Jahrhundert interessiert. Und natürlich der Bau der Kirche, welcher leider nur eine Randfigur einnimmt, immer mal wieder einfließt in die Geschichte, aber nicht so im Mittelpunkt steht, wie ich es mir erhofft hatte. 

Der Schreibstil des Autors hat diese typisch spanische Note, die mir sofort aufgefallen ist. Er ist anders als bei englischen oder deutschen Schriftstellern, irgendwie ein wenig ruhiger und gesetzter, nicht so sehr auf Spannungsaufbau aus, sondern eher erzählender Natur. Ich habe mich jedoch schnell mit dem Schreibstil angefreundet und konnte mich dann voll auf das Buch einlassen und ins Barcelona um 1330 eintauchen. Der Lebensweg Arnaus wurde interessant beschrieben, ich wollte auch immer wissen, wie es mit dem jungen, später dann älteren Mann, weitergeht. Trotzdem hatte das Buch auch seine Längen und ich bin ein wenig festgehangen, als es nicht so richtig vorangehen wollte mit der Story. In allen Kapiteln und jedem der vier großen Abschnitte, in die das Buch unterteilt ist, ist wahnsinnig viel passiert und ich hätte mir manchmal gewünscht, dass weniger geballtes Geschehen auf einen hereinbrechen würde, als mehr Details aus der Umwelt Arnaus preisgegeben würden. 

Die Charaktere sind ganz unterschiedlich und ich muss die Vielfalt der Protagonisten loben. Dennoch betrachtet man die handelnden Personen eher aus der Ferne. Sie sind weniger greifbar, einzig Arnau, den man die ganze Zeit begleitet gibt ab und zu mal sein Gefühlsleben preis. Arnau ist ein guter und gerechter Mann, denn er weiß, wie es ist arm zu sein, Hunger zu haben und irgendwelchen Herren ausgeliefert zu sein. Außerdem betet er sehr oft zu Maria und unterstützt den Kirchenbau erst durch seine Muskelkraft, dann mit seinem Vermögen. Joan ist Arnaus angenommener kleiner Bruder und er liebt ihn sehr. Eine Zeit lang verschwindet Joan aus Arnaus Leben um sich geistlichen Studien in Italien zu widmen und kommt sehr verändert zurück. Aledis und Mar sind wichtige Frauen in Arnaus Leben, beide sehr selbstbewusst und stark und sehr sympathisch. Guillem mochte ich auch sofort! Der Maure hilft Arnau bei seinen Handelsgeschäften und wird ihm zu einem unersetzlichen Freund. 

Die Gestaltung des Schutzumschlags gefällt mir außerordentlich gut. Hier sieht man den Innenraum einer gotischen Kirche, wie Santa Maria del Mar eine ist und die Rückseite einer Marienstatue, die ins Licht eines Rosettenfensters blickt. Das Cover trägt dazu bei, dass man denken kann, das Buch würde sich hauptsächlich um den Kirchenbau drehen, was leider nicht der Fall ist. Trotzdem ein sehr schönes Cover! Das gebundene Buch ist noch mit einem grauen Lesebändchen und einer gezeichneten Übersichtskarte von Barcelona im 14. Jahrhundert ausgestattet. 

Insgesamt ist „Die Kathedrale des Meeres“ von Ildefonso Falcones ein lesenswerter historischer Roman, der Lesern von Ken Follets „Die Säulen der Erde“ gefallen könnte. Ich persönlich hätte dem Bau der Kirche gerne einen größeren Anteil an der Geschichte eingeräumt, einfach, weil mich das Thema interessiert und ich mehr darüber erfahren wollte. Die Geschichte über Arnau Estanyols Leben habe ich aber trotzdem sehr gerne gelesen und kann das Buch getrost weiterempfehlen!



von Ildefonso Falcones
Gebundene Ausgabe: 656 Seiten 
Verlag: Scherz Verlag, Frankfurt; Auflage: 1. (27. Dezember 2007) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3502100977 
ISBN-13: 978-3502100973 
Originaltitel: La Catedral del Mar

Das Buch ist mittlerweile auch als Taschenbuch erhältlich!

Rezension vom 20.04.2012

Montag, 16. April 2012

Book in the post box: Der Gesandte des Papstes

Der Gesandte des Papstes

von Christoph Lode
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag (9. März 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442467993
ISBN-13: 978-3442467990









Kurzbeschreibung 

Intrigen, Machtkämpfe, Kreuzzüge

Im Jahr 1303 reist der todkranke Ritter Raoul von Bazerat im Auftrag des Papstes nach Jerusalem, im Gepäck ein altes Manuskript, das den Weg zum legendären Stab des heiligen Antonius weisen soll. Doch seine Reise ist mehr als eine harmlose Pilgerfahrt; Raoul findet sich bald im Zentrum von Intrigen und Machtkämpfen wieder. Auf der Flucht vor päpstlichen Handlangern und den Söldnern von Sultan an-Nasir schließt sich ihm die geheimnisvolle Ägypterin Jada an – und sie ist die Einzige, die ihm die Wahrheit über den mysteriösen Stab des Antonius offenbaren kann …

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Dies ist mein nächstes Leserundenbuch für eine weitere Leserunde mit Autor Christoph Lode. Er begleitet die ganzen Leserunden immer so nett und sympathisch, dass ich auf jeden Fall weider dabei sein wollte. Es geht wieder um Ritter Raul Bazerat, wie in "Die Bruderschaft des Schwertes", doch sind es frühere Abenteuer. Ich freue mich wirklich sehr auf die Leserunde, die heute bei Lovelybooks startet. Falls jemand von euch das Buch auch noch auf dem SUB liegen hat, darf er/sie sich gerne anschließen! Wir würden uns freuen!

Ich habe mein Exemplar übrigens als Mängelexemplar für 2,99€ bei ebay erstanden. Es hat nen kleinen Kratzer im Cover und den Stempel au dem unteren Buchschnitt, ansonsten ist es in tadellosem Zustand!

Samstag, 14. April 2012

Elfenmagie - Sabrina Qunaj

Lässt sich das Schicksal aufhalten? 

Vanora ist ein aufgewecktes und kluges Mädchen und eines weiß sie genau: Sie ist anders als die Kinder aus ihrem Dorf. Um sie herum passieren merkwürdige Dinge und sie kommt sich auch immer beobachtet vor. Ihr Vater liebt sie sie sehr, ist aber ein eher mürrischer Mensch. Eines Tages steht ein schöner Mann vor ihrer Tür und beginnt sie in der Kampfkunst und anderen Dingen auszubilden. Was Vanora indes nicht weiß: Sie schwebt in großer Gefahr, denn die machtgierige Elfenkönigin Alkariel trachtet dem Mädchen nach dem Leben und lässt ihre Lichtritter unablässig nach ihr suchen. Die Dunkelelfen versuchen sie zu beschützen und eines Tages ist es soweit: Vanora muss dem König der Dunkelelfen ins Schattenreich folgen, sonst wäre sie verloren. Doch lässt sich das Schicksal im Elfenreich aufhalten? 

Das knapp 1000-seitige Werk der jungen Autorin Sabrina Qunaj sieht auf den ersten Blick ein wenig abschreckend aus, aber es lässt sich so wunderbar und schnell lesen, wie ich es nur selten erlebt habe. Das Elfenreich, das sich aufgliedert in das Licht- und das Schattenreich, welche durch einen mächtigen Zauber entstanden sind, finde ich sehr spannend und gelungen. Am Anfang des Buches gibt es auch eine Karte des Elfenreiches, die hilft, sich darin zu orientieren. Die Idee, dass sich ein Schicksal zu erfüllen hat, ist natürlich nicht neu, aber die Geschichte konnte mich immer wieder überraschen. Dies war mein erstes Buch über Elfen, diese Gattung der Fantasy Wesen konnte bisher einfach nicht mein Interesse wecken, somit waren sie für mich noch neu und unverbraucht und ich konnte mich voll und ganz auf diese Spezies einlassen ohne voreingenommen zu sein. 

Den Schreibstil des Buches kann ich getrost als wunderbar bezeichnen, denn er hat für mich einfach sehr gut gepasst. Die Wortwahl war immer sehr gut durchdacht und insgesamt ist die Geschichte sprachlich anspruchsvoll geschrieben, so dass ich wirklich richtig viel Spaß beim Lesen habe. Oftmals langweilt mich ein zu einfach gestrickter Schreibstil und dieser hier war genau richtig! Die Beschreibungen waren detailliert und so ist vor meinem inneren Auge das Fantasy Reich der Elfen, ebenso wie das Reich der Menschen entstanden und ich fühlte mich, als wäre ich dabei. Es gibt toll erzählte Kampf-Szenen, ebenso wie einfühlsame Liebesszenen, die für mich dieses Mal sehr gut funktioniert haben, ebenso, wie das, für den momentanen Buchmarkt, ungewöhnliche Ende, das mich ein wenig traurig zurückließ. Allerdings hatte mich eine Szene kurz vor dem Ende emotional viel mehr gepackt, als das traurige Ende an sich. Die Geschichte wird abwechselnd aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was ihr noch mehr Lebendigkeit verleiht und die verschiedenen Blickwinkel lassen niemals lange Weile aufkommen! 

Die Charaktere sind ein weiteres großes Plus dieses Romans. Sie waren alle lebendig, ich konnte sie fühlen, sie begreifen und mich voll auf sie einlassen. Hauptprotagonistin Vanora begleitet man von Kindesbeinen an, doch mit der Zeit drohte sie mir zu entgleiten, was aber durchaus im Charakterdesign gewollt war und ganz und gar zur Stimmung im Buch beitrug. Immer sympathisch waren mir die beiden Schattenelfen Eamon und Glendorfil, Vanoras Beschützer und Wegbegleiter, die beide eine große Rolle in ihrem Leben spielen. Nevliin, der weiße Lichtritter ist neben Königin Alkariel die große Bedrohung, die wie ein Damoklesschwert über Vanoras Leben schwebt, dennoch ist sein Charakter sehr gelungen und man kann seine Beweggründe im Laufe des Buches immer besser nachvollziehen. Ganz wunderbar ist die Figur des Gnoms Bienli, der mich sehr an den Zwerg Gimmli aus „Herr der Ringe“ erinnert. Er passt aber wunderbar und stellt einen schönen Kontrast zu den ernsten Elfen und der, zum Teil, verzweifelten Vanora dar. 

Das Cover des dicken Taschenbuchs ist sehr schön und mystisch gestaltet und in warmen Rottönen gehalten. Es passt sehr gut zur Stimmung des Buches und transportiert den Inhalt „Fantasy“ sehr gut nach außen. 

„Elfenmagie“ von Sabrina Qunaj hat für mich sehr gut funktioniert, da Elfen für mich totales Neuland sind, aber auch mit Charakterdesign und dem wunderbaren Schreibstil konnte mich die junge Autorin für sich gewinnen und somit wurde ich von diesem Buch förmlich eingesogen und erst wieder ausgespuckt, als auch die letzte Seite gelesen war. Einzig und allein die Szene, auf der sich die kleine Gruppe um Eamon auf den Weg zu den Drachenelfen begeben, kam mir ein wenig aus dem Kontext gerissen vor und wollte sich nicht so nahtlos einfügen, wie der Rest der Geschichte. Den zweiten Band, der im Juli 2012 erscheint, habe ich aber sofort vorbestellt, um wieder eintauchen zu können in die magische Welt der Elfen, denn mir hat sie einfach sehr, sehr gut gefallen. Absolute Leseempfehlung für alle Liebhaber des Genres High-Fantasy und Elfen und für alle, die es gerne werden möchten!



von Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 976 Seiten 
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Februar 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3746627389 
ISBN-13: 978-3746627380

Rezension vom 14.04.2012
Mein herzlicher Dank gilt  und  dem 

 für die Bereitstellung des Buches!

Freitag, 13. April 2012

Book in the post box: Von der Nacht verzaubert

Von der Nacht verzaubert

von Amy Plum
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Loewe Verlag; Auflage: 1 (April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3785570422
ISBN-13: 978-3785570425
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Originaltitel: Die for me





Kurzbeschreibung
 
Als Kate Merciers Eltern bei einem tragischen Unfall sterben, zieht sie zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu den Großeltern nach Paris. Jede versucht auf ihre eigene Weise, ihr altes Leben und ihre schmerzvollen Erinnerungen hinter sich zu lassen. Während Georgia sich in das Nachtleben stürzt, sucht Kate Zuflucht in ihren Büchern bis sie eines Tages Vincent trifft, der es schafft, ihren Schutzpanzer zu durchbrechen. Bei Spaziergängen entlang der Seine und durch die spätsommerlichen Gassen von Paris beginnt Kate, sich in ihn zu verlieben nur um kurze Zeit später zu erfahren, dass Vincent ein Revenant ist. Die Liebe der beiden steht unter einem schlechten Stern: Vincent und seine Freunde sind in einen jahrhundertealten Kampf gegen eine Gruppe rachsüchtiger Revenants verstrickt. Schnell begreift Kate, dass ihr Leben niemals wieder sicher sein wird, wenn sie ihrem Herzen folgt.

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Schon seit einiger Zeit verfolge ich eher zufällig die Autorin Amy Plum auf dem Weg, den sie mit ihrem Erstlingswerk "Von der Nacht verzaubert" beschreitet. Alles zusammen finde ich interessant genug, um mal einen Blick in das Buch zu werfen. Zwar gibt es geteilte Meinungen (vor allem was den Kitsch-Faktor angeht^^), aber ich werde es dennoch wagen und vielleicht passt das Buch ja bei mir und überrascht mich. Das Cover finde ich schon mal großartig, es sticht heraus aus der Masse. Ich finde Amy Plum sehr sympathisch, was für mich ein ausschlaggebendes Kaufargument war. Und natürlich, dass es in Paris spielt... gibt es jemanden, der Paris nicht mag???

Wer kennt das Buch schon und kann mir etwas darüber sagen?

Mittwoch, 11. April 2012

Book in the post box: Dracheneid

Dracheneid - Der Weg der Drachenseele

von Tilo K. Sandner
Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
Verlag: Spiegelberg Verlag; Auflage: 1 (1. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3939043176
ISBN-13: 978-3939043171
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren



Kurzbeschreibung 

Als Sohn eines berühmten Drachenjägers wurde der vierzehnjährige Adalbert schon von Kindesbeinen an mit dem Kampf gegen die räuberischen Drachen konfrontiert, die durch ihre Raubzüge das ganze Land in Angst und Schrecken versetzten. Seine Mutter verlor er bereits im zarten Alter von sechs Jahren an einen dieser Drachen. Durch ein fast traumatisches Erlebnis wurde Adalberts Einstellung zu den Drachen jedoch grundsätzlich in Frage gestellt. Er wurde Zeuge, wie sein Vater ohne Gnade einen wunderschönen Drachen tötete, der anscheinend friedlich zu sein schien und deutlich zu erkennen gab, dass er keinerlei Interesse an einem Kampf hatte. Mit dem letzten Atemzug des sterbenden Drachen übertrug dieser dem jungen Adalbert seine reine Drachenseele. Nicht wissend, was er da in seiner Brust beherbergte, lief der Junge bei der nächsten Möglichkeit von seinem Vater davon, denn er musste irgendwo die nötige Ruhe und den erforderlichen Abstand finden, um mit seinem verstörten Wertebild ins Reine zu kommen. Auf dieser Flucht begegnete er dem goldenen Drachen Merthurillh. Beide verbindet schon nach kurzer Zeit eine besonders intensive Freundschaft. Auch beeinflusst durch diese Verbindung mit seinem neuen Freund, entschließt sich Adalbert, gemeinsam mit dem Drachen zu neuen, vor ihm liegenden Abenteuern, aufzubrechen...  

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Huch, was für eine lange Kurzbeschreibung! Die hab ich mir so nie durchgelesen, sondern "Dracheneid" ist eine Entdeckung von der Leipziger Buchmesse. Hier wurden meine Schwester und ich angesprochen und da das alles sehr interessant aussah, haben wir uns vom Autor Tilo K. Sander einfach mal ein wenig über sein Buch erzählen lassen. Das klang vielversprechend, so, dass ich die Geschichte einfach mal ausprobieren möchte (wir Karlsruher müsse außerdem zusammenhalten und wenn man das alles so nett erzählt bekommt...^^). Also, werde ich es mit einem Debutautor aus einem kleinen Verlag versuchen und ich bin schon sehr, sehr gespannt!!!

Dienstag, 10. April 2012

Ostergewinnspiel: Die Auslosung

Jetzt ist es soweit, die Spannung steigt, wer bekommt das tolle Buch???

Heute durfte mal wieder random.org die Auslosung vornehmen, denn ich lese gerade selbst ein so spannendes Buch, dass ich es kurz und schmerzlos gehalten habe, um schnell weiterlesen zu können.^^ Meine beiden freien Tage muss ich ja schließlich noch ausnutzen! ;) 

20 Personen haben übrigens die richtige Anzahl an "Ostereiern" auf meinem Blog gefunden. Es waren insgesamt sechs (6) Ostereier versteckt. Eines rechts in der Sidebar, direkt zwischen Linkliste und Blogarchiv. Eines auf der Seite "BlueNaversum", ein Weiteres auf der Seite "Impressum" und jeweils eines in den Blogposts vom 03. März ("Reckless, neue Infos"), vom 13. März (Rezension zu "Schatten des Dschungels") und vom 26. März ("Book in the post box: Der letzte Schattenschnitzer"). Alle anderen Bilder haben nicht gezählt, denn sie sahen entweder nicht genauso aus, oder wurden von mir ausgeschlossen!

Jetzt aber:

Ein Exemplar von "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern hat gewonnen:



Liebe Beatrice, herzlichen Glückwunsch!!!!! Dein Gewinn geht spätestens morgen zur Post!
Für alle anderen, bei denen es heute nicht geklappt hat: Nicht traurig sein, ich denke mir bald wieder etwas Schönes für euch aus!!!

Sonntag, 8. April 2012

Erinnerung: Ostergewinnspiel

Ich wollte euch nur schnell an mein Ostergewinnspiel erinnern! Ihr könnt ein Exemplar von "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern gewinnen, ein Buch, das mich selbst total verzaubert hat! Was ihr dafür tun müsst, erfahrt ihr direkt im Gewinnspielbeitrag. Teilnehmen könnt ihr noch bis inklusive morgen, 09.04.2012, 23:59 Uhr! Es haben schon einige Teilnehmer die richtige Anzahl an "Ostereiern" gefunden! Über ein paar weitere Teilnehmer freue ich mich natürlich sehr!
Hier kommt ihr zum Gewinnspiel:



Viel Spaß und viel Glück!!!!

Freitag, 6. April 2012

Book in the post box: Aschenputtels letzter Tanz

Aschenputtels letzter Tanz

von Kathleen Weise
Broschiert: 224 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (26. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522503015
ISBN-13: 978-3522503013
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre






Kurzbeschreibung 

Grauer Nebel liegt über dem Moor, als Harpers Cousine Elsa überfallen wird. Ein Aschenputtelzitat - das ist die einzige Spur, die der Täter bei der jungen Tänzerin hinterlassen hat. Während die Polizei fieberhaft nach ihm fahndet, geht die Angst in dem kleinen Städtchen um. Nur Harper will nicht tatenlos abwarten. Sie beginnt Fragen zu stellen und schwebt bald selbst in Gefahr. Denn der Täter hat schon das nächste Opfer im Visier ... Nie war das Böse so märchenhaft schön.

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Diejenigen, die hier regelmäßig mitlesen, wissen, dass ich ein riesiger Kathleen Weise-Fan bin! Sie hat mich mit ihrem ersten historischen Jugendroman "Blutrote Lilien" einfach verzaubert und auch "Im Land des Voodoo-Mondes" fand ich sehr gut! Da liegt es natürlich auf der Hand, dass ich ihr neuestes Werk, einen Jugend-Thriller, auch unbedingt lesen muss! Die Aufmachung des Buches rechtfertigt die Anschaffung schon allein. ;) Es sieht einfach toll aus und ich denke, der Inhalt wird genauso umhauen!

Mittwoch, 4. April 2012

Masken - Mara Lang

Glaub an dich, dann wirst du es schaffen! 

An ihrem 17. Geburtstag ist es endlich so weit: Ferin kann ihre Maske empfangen, die ihr ein freies Leben als Pheytana unter den Merdhugern ermöglichen soll. Die Maske schenkt den Pheytana Schönheit und sie dürfen damit ein normales Leben führen. Ferins Glück scheint perfekt, doch es hält nur wenige Stunden an und zerfällt buchstäblich zu Staub: Die Maske löst sich von Ferins Gesicht! Was noch nicht schlimm genug ist, da unmaskierte Pheytana inhaftiert und in Arbeitslager abtransportiert werden. Auf der Fahrt in eines dieser Arbeitslager hat Ferin jedoch Glück, denn ein Rebell befreit seine Schwester, die auf dem gleichen Transport ist, und nimmt die junge Frau mit in den Dschungel zu den Rebellen. Hier beginnt Ferin langsam zu begreifen, dass die Masken keine Freiheit bringen, sondern ihr Volk auszulöschen drohen… 

Freunde der High-Fantasy, hier seid ihr richtig! Mara Lang hat mit dem Königreich Merdhug ein Land erschaffen, das sich von der Außenwelt abschottet und nicht über den eigenen Tellerrand hinausblickt. Zwei Völker besiedeln das Königreich: Die Merdhuger, quasi einfache Menschen und die Pheytana, menschliche Wesen mit blauen Malen im Gesicht, einem Riss auf der Nase und magischen Fähigkeiten, die aber von den Merdhugern unterdrückt werden und zum Teil Sklavenarbeit leisten müssen. Ein Gesetz, die Konvention, zwingt die Pheytana Masken zu tragen um das Recht auf ein normales Leben zu haben. Ein entsetzlicher Gedanke! Ich habe auch einige Zeit gebraucht, um wirklich durchzusteigen, was mit den beiden Völkern eigentlich los ist, denn die Pheytana sind total unwissend was ihre Wurzeln angeht. Im Dschungel gibt es übrigens verschiedene fremdartige Tiere, aber auch Schlangen und Tiger, die auch eine schöne Rolle in der Geschichte einnehmen. 

Das Buch konnte mich von Anfang an packen, nachdem die ersten Seiten gelesen waren, konnte ich es kaum mehr aus der Hand legen! Der Erzählstil der Autorin ist richtig frisch und angenehm zu lesen. Ich konnte abtauchen in die fremde Welt, mich zwischen den Zeilen verlieren und es kaum abwarten, nach einer Leseunterbrechung weiterzulesen. Die Sprache ist einem All-Age-Roman angemessen, nicht zu einfach, aber auch nicht zu kompliziert, das Erzähltempo war zu Anfang etwas gemäßigter, doch es schwoll immer mehr an, bis die Geschichte in einem rasanten Höhepunkt gipfelte. Der Weg dorthin war an Spannung kaum zu überbieten! 

Die Charaktere konnten mich auf ganzer Linie überzeugen. Zwar hab ich ein wenig gebraucht, um ganz bei Ferin zu sein, aber spätestens im Dschungel, als sie ihr wahres Selbst entdeckte, konnte ich mich voll mit ihr identifizieren. Jasta ist ein kleines Biest, aber ich mochte sie sofort, sie hat immer Leben in die Bude gebracht und Ferin oftmals auf den Boden der Tatsachen zurück. Rhys war für mich einer der großen Sympathieträger der Story und ich war immer auf seiner Seite, doch dann kam Martu, ein Fremder eines anderen Volkes, das keiner kannte. Martu und Rhys haben Ferins Liebe gleichermaßen verdient! Wichtig ist auch Sobenio, ein Magier, ebenso der Gán Pelton, der Bösewicht in diesem Buch. Alle, selbst die Nebenfiguren haben Tiefe und Charakter, sie sind mir alle sehr ans Herz gewachsen und ich habe sie am Ende nur sehr ungern gehen lassen. 

Das Cover ist ein bisschen nichtssagend: Hier ist das obligatorische Mädchengesicht zu sehen, ein wenig mit violetten Äderchen durchzogen, aber es stellt ganz bestimmt nicht Ferin dar! An sich ist es ganz schön anzuschauen, doch aussagekräftig ist das nicht! Man kann aber auch nicht behaupten, dass es gar nicht passen würde. 

Alles in Allem kann ich „Masken“ von Mara Lang guten Gewissens fünf von fünf Sternen geben, denn die Geschichte um Ferin und die Masken hat nicht nur hohen Unterhaltungswert, sondern es versteckt sich nicht nur eine Message in diesem Buch! Am wichtigsten ist sicherlich, dass es sich immer lohnt um Freiheit zu kämpfen und äußere Schönheit nicht unbedingt mit Glück gleichzusetzten ist. Dieses Buch schlägt einen äußerst gelungenen Bogen von reiner Unterhaltung zu einem tieferen Sinn, so dass ich es getrost jedem Teenager und Erwachsenen empfehlen kann, der gerne nicht ganz anspruchslose Fantasy in Händen hält!



von Mara Lang
Broschiert: 608 Seiten 
Verlag: Knaur TB (1. März 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 342651009X 
ISBN-13: 978-3426510094

Rezension vom 04.04.2012

Book in the post box: Elfenmagie

Elfenmagie

von Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 976 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (20. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746627389
ISBN-13: 978-3746627380







Kurzbeschreibung 

Die magische Elfenköngin Jahrtausende nach der Teilung Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint.

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Elfen sind bei mir ein schwieriges Thema, irgendwie waren sie bei mir noch nie die Fabelwesen Nummer eins, aber vielleicht kann ich durch "Elfenmagie" meine elfische Seite entdecken? So wäre ich also an diesem Buch achtlos vorbeigegangen, wenn mir das Buch durch einen glücklichen, abendlichen Zufall in Leipzig auf dem Weg zum Südfriedhof, empfohlen worden wäre! Nochmals vielen Dank für die Empfehlung, ich habe sie beherzigt und werde mich nun in die vielen Seiten dieses dicken Buches stürzen! (Wer mir das Buch empfohlen hat, werde ich euch auch noch erzählen^^). 

Montag, 2. April 2012

Dark Canopy - Jennifer Benkau

In Dunkelheit getaucht… 

…ist Joys Welt, denn die Percents, für den dritten Weltkrieg gezüchtete Klonkrieger, gestehen den Menschen nur zwei Stunden Sonnenlicht pro Tag zu. Die restliche Zeit wird der Himmel von einer großen Maschine, Dark Canopy, künstlich verdunkelt. Joy lebt bei den Rebellen in einem gut verborgenen Haus im Wald. Das Leben im Clan ist hart, die Menschen müssen immer auf der Hut vor den Percents sein und ums Überleben kämpfen, denn Nahrungsmittel sind knapp. Eines Tages wird Joy zusammen mit Amber vom Clanführer in die Stadt geschickt um Felle gegen Lebensmittel zu tauschen, doch sie laufen in einen Hinterhalt und Amber wird geschnappt. Bei einer Befreiungsaktion mit anderen jungen Clanmitgliedern gerät auch Joy in die Fänge der gnadenlosen Percents und für die jungen Frau beginnt ein Kampf ums Überleben, doch vieles ist nicht so, wie es scheint… 

„Dark Canopy“ ist auf den ersten Blick ein dicker Wälzer, doch lasst euch davon nicht abschrecken, in Wirklichkeit sind es gar nicht so viele Seiten und die sind umso schneller gelesen! Diese dunkle Welt ist faszinierend, genauso wie die Maschine, Dark Canopy, deren Natur aber im gesamten Buch im Dunkeln bleibt. Ich hoffe auf Enthüllungen im zweiten Teil des Doppelbänders, der im März 2013 erscheinen soll. Der Gedanke, nur zwei Stunden am Tag Tageslicht zu haben und den Rest der Stunden unter einer dicken Staubschicht leben zu müssen finde ich sehr erschreckend. Ich bin ein Kind der Sonne und des Lichts, ohne würde ich kläglich eingehen, wie schaffen die Menschen das bloß? 

Der Schreibstil ist sehr eingängig und dabei flüssig und leicht zu lesen. Er hat mich gleich gepackt und konnte mich in die Geschichte hineinziehen, mir die Bilder dieser düsteren Welt vor Augen führen und mich mit Joy mitfühlen lassen. Joy ist hier unsere Ich-Erzählerin, man erlebt ihre Gefühle und, teils sehr heftigen, Gedanken. So kommen auch mal abgehackte Sätze heraus, was aber meist dem inneren Zwiespalt der Protagonistin geschuldet ist. Es gibt einen großen Höhepunkt, auf den die ganze Story hinarbeitet, deshalb steigt die Spannung auch kontinuierlich an. 

Die Charaktere konnten mich allesamt überzeugen. Joy ist eine etwa verlorene Persönlichkeit, die sehr unter dem Fortgang des Vaters leidet und körperliche Liebe als Mittel zum Zweck versteht. Im Laufe der Geschichte muss sie über sich hinauswachsen und beide Seiten der Medaille sehen. Matthial fand ich von Anfang an sehr cool und eigentlich wäre er der perfekte Freund für Joy. Er setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um sie zu finden und zu retten. Néel ist so ganz anders als Joy es von einem Percent erwartet hat. Er hat Gefühle, redet, leidet und liebt wie ein Mensch. Er ist so anders und doch so gleich, er stellt Joys Weltbild auf den Kopf. Die Nebenfiguren sind leider nicht so stark ausgearbeitet und Amber z.B. bleibt mir die ganze Zeit über fremd. 

Das Cover finde ich super! Eine einsame Silhouette vor einer staubtrockenen Ebene und einem dunklen Himmel. Sehr passend zur Geschichte. Das Buch selbst ist mit einem Lesebändchen ausgestattet. 

Eine einzige Kleinigkeit nur habe ich diesem Buch anzukreiden: Auch wenn die Liebesgeschichte sich langsam entwickelt und mir am Anfang noch sehr zugesagt hat, kam dann doch der Punkt, an dem sie mir zu kitschig und zu dramatisch wurde. Joy und Néel sind ein schönes Paar, doch irgendwann wurde es einfach zu perfekt, zu zuckrig und ich hoffe, dass das im zweiten Teil nicht ganz so schlimm wird, denn den werde ich auf jeden Fall auch lesen, denn „Dark Canopy“ von Jennifer Benkau endet mit einem richtig fiesen Cliffhanger. Für Leser von Dystopien und die, die es noch werden wollen, kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen!



von Jennifer Benkau
Gebundene Ausgabe: 524 Seiten 
Verlag: Script5 (1. März 2012) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3839001447 
ISBN-13: 978-3839001448

Rezension vom 02.04.2012


Sonntag, 1. April 2012

Leseliste März 2012

Heute ist schon der erste April und der dritte Monat im Jahr 2012 ist Geschichte. Man, man wie schnell die Zeit doch immer vergeht! Der März war wirklich ereignisreich, mal überlegen, was ist denn alles gewesen?

Natürlich die Leipziger Buchmesse! Hier bin ich euch eh noch einen Bericht und ein paar schöne Fotos schuldig, aber nach der Buchmesse hat direkt meine Weiterbildung begonnen und Freizeit ist für mich nun fast zum Fremdwort geworden. Und aus drei Tagen Buchmesse gibt es auf jeden Fall einiges zu erzählen. Aber zu den Lesungen, die ich mit meiner Schwester besucht habe, habe ich mir ein paar Notizen gemacht, davon möchte ich euch nämlich nochmal gesondert berichten. Direkt vor der Buchmesse war ich zwei Tage in Wiesbaden auf einer Schulung, also bin ich ein wenig rum gekommen im März. 

Im Kino waren wir ein Mal und zwar (wie könnte es auch anders sein?^^) in "Die Tribute von Panem". Ich fand des Film wunderbar und er hat mich an einigen Stellen so berührt (vor allem am Anfang als Prims Name aus dem Topf gezogen wurde), dass ich beinahe angefangen hätte zu weinen! Eigentlich habe ich gedacht, Rues Blumen-Szene würde mich auch so mitnehmen, aber das war dann eher der Fall, als Katniss auf der Leinwand von District 11 zu sehen war, wie sie die Geste des stillen Grußes macht und daraufhin die Unruhen ausbrechen. Eine total gelungene Buchverfilmung, die ich jedem nur ans Herz legen kann!

Anfang März waren wir dann bei Sascha Grammel und seine Puppet-Comedy. Der Herr Grammel ist wirklich so gut, wenn nicht gar besser, wie er im TV rüberkommt. Kann ich auch nur empfehlen!

Was war noch? Ah ja, seit gestern läuft mein Ostergewinnspiel, bei dem ihr "Ostereier" auf meinem Blog suchen müsst und ein Exemplar von Erin Morgensterns "Nachtzirkus" gewinnen könnt! Also, stürzt euch auf die Ostereier, das Buch ist es wirklich wert!!! Das Gewinnspiel findet ihr auch rechts in der Sidebar, wenn ihr auf das Banner klickt.

Nun aber zu meinen gelesenen Büchern im März 2012. Es sind insgesamt sieben geworden, also habe ich mich ein wenig gesteigert im Vergleich zu den Vormonaten. Ich wusste ja, dass ab Mitte März meine Zeit stark eingeschränkt sein würde, aber nach Ostern habe ich noch zwei Tage frei, die ich ausgiebig zum Lesen nutzen werde. Ich trau mich ja kaum es zu sagen, aber ich hatten schon wieder nur ganz, ganz tolle Bücher letzten Monat, kein einziger Flop war dabei und ich hab alle sieben supergerne gelesen! Hier sind sie nun (wie immer gelangt ihr durch Klicken auf die Links zu den ausführlichen Rezensionen):

Gestartet bin ich in den Monat März mit einer Gruselgeschichte von Susan Hill: "Die Frau in Schwarz", deren Verfilmung mit Harry Potter Daniel Radcliffe seit Donnerstag in unseren Kinos läuft. Mir hat das kleine Büchlein sehr, sehr gut gefallen, aber ich glaube, dass der Film ziemlich aufgemotzt worden ist, zumindest lässt der Trailer dies erahnen. Nichtsdestotrotz werde ich mir den Film anschauen, denn die Geschichte um die Frau in Schwarz und den jungen Anwalt Arthur Kipps in dem einsamen Landhaus mitten im englischen Moor konnte mich richtig begeistern!






"Die Bruderschaft des Schwertes" von Christoph Lode habe ich in einer Leserunde mit dem Autor auf lovelybooks gelesen. Ich habe mich sehr auf diese Leserunde gefreut, denn bisher habe ich Christoph Lode als sehr sympathischen und netten Menschen kennengelernt, was auch wieder einmal bestätigt werden konnte! Dieser Roman ist ein Historischer, der mit Fantasyelementen angehaucht ist, was eine wirklich tolle Kombination ist. Es geht um den Ritter Raul Bazerat, der seiner Frau und Tochter, die von einem richtig fiesen Fiesling entführt wurden, durch die halbe Welt folgt und viele Abenteuer bestehen muss. Absolut TOP zu lesen!




Als nächstes kam das Jugendbuch "Schatten des Dschungels" von Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek an die Reihe. Dies war eher eine lockere Lektüre für Zwischendurch, die dennoch mit einem ernsten und interessanten Thema überzeugen konnte: Ein paar Jahre in der Zukunft steht die Fläche des tropischen Regenwalds vor der kritischen Grenze, die benötigt wird, um das Gleichgewicht in unserer Atmosphäre zu wahren. Cat engagiert sich für den Umweltschutz und reist, zusammen mit ihrer großen Liebe Falk, für ein Forschungsprojekt nach Guyana. Allerdings haben Falk und seine Truppe dort noch ganz andere Dinge vor und es wird richtig gefährlich!





Das folgende Buch habe ich auch in einem Rutsch verschlungen, denn "Mercy 01: Gefangen" von Rebecca Lim war eine tolle und leichte Fantasy-Lektüre mit Thrillereinschlag. Bzw. all zu viel war von der Fantasy noch nicht zu spüren, es stand eher die Suche nach einem vermissten Chormädchen im Vordergrund, aber eins steht fest: Mercy erwacht immer wieder in einem anderen Körper und lebt für einige Zeit das Leben ihres "Wirtes", bis sie weiter zieht. Aber sie weiß auch nicht genau, was und wer sie eigentlich ist. Mir hat es gefallen und ich werde die Serie auch weiterverfolgen!




Mit "Mord unter den Linden" von Tim Pieper habe ich mich an einen historischen Krimi gewagt. Ihr wisst ja, Krimis sind ja so gar nicht meins, aber da dies ein historischer Krimi ist und auch noch vom, von mir hoch geschätzten Autor Tim Pieper, dessen Debutroman "Der Minnesänger" mich restlos begeistern konnte, musste das Buch natürlich gelesen werden und ich habe es nicht bereut! Ein spannender Kriminalfall, bei dem arme Mädchen gekreuzigt werden, eine tolle, sehr sympathische Hauptfigur namens Otto von Sanftleben erwartet den Leser hier und viele interessante Hintergrundinfos über Berlin im Jahre 1890! Sehr zu empfehlen!





Nun kommt mein absolutes Monatshighlight: "Der Nachtzirkus" von Erin Morgenstern! Ja, mich konnte das Buch begeistern, es hat mich hineingesogen in den Zirkus und die Geschichte um das Spiel, in dem sich die beiden Magierschüler Celia und Marco gegenüberstehen, sich verlieben und doch nur einer gewinnen kann! Der Schreibstil hat es mir besonders angetan, er ist einfach anders, es gibt viele Zeitsprünge, denn die Handlungsstränge spielen nicht alle zur gleichen Zeit und auch die Aufmachung des Buches ist einfach etwas Besonderes! Bitte, bitte lesen!!!





"Dark Canopy" von Jennifer Benkau muss sich knapp dem "Nachtzirkus" geschlagen geben, denn diese düstere Dystopie ist auch einfach super und unglaublich lesenswert! Aber hier hat bei mir mal wieder das Kitschbarometer ausgeschlagen, auch wenn ich schon deutlich Schlimmeres gelesen habe, irgendwie wars mir an der einen oder anderen Stelle doch ein wenig zu arg. Aber die Geschichte an sich, dass Protagonistin Joy in einer Welt leben muss in der "Klonsoldaten" herrschen und der Himmel von einer Maschine verdunkelt wird, finde ich total spannend und einfallsreich! Sie weist vor allem auch immer wieder Wendungen auf, die mich total überrascht haben!