Montag, 25. Juni 2012

Magierdämmerung Bd. 3: In den Abgrund - Bernd Perplies

Abgrundtief gut! 

Jonathan Kentham, sein Freund Robert und Kendra McKellen warten auf ihre Transportmöglichkeit, die sie durch einen Stoß in ein magisches Horn, an die englische Küste „bestellt“ haben, nachdem das Quellschloss in der Wächterrunde erschaffen und Elisabeth, sowie der Franzose getötet wurde. Randolph, Holmes und Watson werden aus ihrer unglückseligen Lage in einem kleinen Boot auf hoher See durch Lionida Diodato und das magische Luftschiff erlöst. Doch die beiden Lager trauen sich nicht über den Weg, obwohl ihr beider Ziel es ist, den verrückten Lordmagier Wellington aufzuhalten. Wellington kommt seinem Ziel immer näher, werden es Jonathan und seine Freunde schaffen, das Unheil noch aufzuhalten? 

Der finale Band der „Magierdämmerung“-Trilogie setzt genau da ein, wo Band 2 „Gegen die Zeit“ beendet wurde. Insgesamt beschreibt die Trilogie ein Zeitfenster von ungefähr 10 Tagen, in denen sich die geschilderten Ereignisse um Jonathan Kentham und dem Magier Orden des silbernen Kreises abspielen. Es sind aufregende 10 Tage und ich war so was von gespannt, wie diese Trilogie nun zu Ende geführt werden wird. Ich wurde nicht enttäuscht, denn die Ereignisse überschlagen sich in diesem Band und finden ihren spannungsgeladenen Höhepunkt auf einer kleinen Insel im Atlantik. 

Der Schreibstil des Autors war für mich mal wieder eine Wohltat. Ich lese ihn unglaublich gerne, denn er ist ein wenig anspruchsvoller und die Worte sind mit bedacht und immer sehr gut gewählt. Dennoch kommt die Spannung nicht zu kurz und da es diesmal fünf Handlungsstränge gibt, die immer abwechselnd erzählt werden, kommt auch garantiert keine Langeweile auf. Neben den Handlungssträngen um Jonathan Kentham und Holmes und Randolph gibt es noch drei weitere: Der indianische Seher und Quellwächter Wovoka macht sich auf den Weg nach New York, um Jonathan Kentham beistehen zu können und sogar Cutler, Dunholms ehemaliger Sekretär bleibt in diesem Kampf nicht untätig. Und natürlich den Handlungsstrang um Wellington und seine Schergen. Außerdem gibt es Einschübe mit Tisiphone. Diese ganzen Erzählstränge werden natürlich zum Schluss zusammengeführt. 

Die Charaktere sind weiterhin ganz toll ausgearbeitet. Jonathan und Kendra wachsen an ihren Aufgaben, Holmes, Randolph und Watson schlagen sich wunderbar auf dem italienischen Luftschiff Gladius Dei und Lionida Diodato entwickelt sich zu einer höchst sympathischen Dame. Einzig von Tisiphone war ich etwas enttäuscht, da sie so dramatisch eingeführt wurde und ihr Anteil dann doch so verschwindend gering am Ausgang dieser Geschichte ausfiel. Wovoka ist sehr selbstlos und mutig, ein bewundernswerter Mann. Wellington leidet wie eh und jeh an Größenwahn und Selbstüberschätzung. 

Das Cover ist in guter Tradition zu seinen Vorgängerbänden zu sehen, nur dass diesmal die dominierende Farbe ein helles Blau und ein Panzerschiff darauf zu sehen ist. Das letzte Puzzleteil des im unteren Teil abgebildeten Mechanismus ist nun auch an seinem Platz. Ich kann nur nochmal erwähnen, dass mir die Aufmachung der Bücher wirklich gut gefällt! 

Fazit: „Magierdämmerung Bd. 3: In den Abgrund“ von Bernd Perplies beschert uns ein fulminantes Finale einer wirklich tollen und außergewöhnlichen Trilogie, die ich allen Steampunk-Kennnern und –Liebhabern wirklich sehr ans Herz legen möchte!



von Bernd Perplies
Broschiert: 504 Seiten 
Verlag: Lyx; Auflage: 1 (8. September 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3802582667 
ISBN-13: 978-3802582660

Rezension vom 24.06.2012

Mein herzlicher Dank geht an den   Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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