Sonntag, 22. April 2012

3 Fragen an Mara Lang, das literarische Interview

(c) Mara Lang und Monika Grilnberger
Mara Lang wurde 1970 in Wien geboren und verbrachte ihre Kindheit mit Büchern. Schon im Kindergarten las sie viel und als ihr dann während ihrer Jugend der Lesestoff ausging, begann sie selber, mit der Taschenlampe unter der Bettdecke, mit dem Schreiben von Geschichten. 

Eine weitere Leidenschaft von Mara Lang ist das Reiten, dem sie eine Lebensphase gänzlich ohne Schreiben verdankt. Eigentlich wollte sie Filmregisseurin werden, entschied sich dann aber für ein Studium zur Diplompädagogin. 





Doch 2008 entdeckte sie glücklicherweise das Geschichtenerfinden wieder für sich und schrieb in Rekordtempo ihr erstes Manuskript. Heute lebt und arbeitet die Autorin in ihrer Heimatstadt Wien.

Am 01. März 2012 erschien Mara Langs Debutroman „Masken - Unter magischer Herrschaft“ als Paperback im Knaur Verlag.

Kurzbeschreibung 

Die junge Ferin sehnt ungeduldig den Tag herbei, an dem sie endlich die Maske erhält, die ihre hässlichen blauen Gesichtsmale überdecken und sie ebenso schön machen wird wie die Herrschenden. Aber ihre Maske zerfällt zu Staub – und Ferin wird zu einer Gesetzlosen. Sie flüchtet zu einer Rebellengruppe, die unmaskiert im Dschungel lebt. Hier erfährt sie die Wahrheit über die magischen Kräfte ihres Volkes, die von den Masken unterdrückt werden, und lernt den attraktiven Martu kennen. Gefangen in einem Strudel aus Unterdrückung, Verrat und Rache, der nicht nur die Freiheit ihres Volkes, sondern auch ihre große Liebe bedroht, bleibt Ferin nur eins: Sie muss die Masken zerstören.
(Quelle: amazon)

Meine Rezension zu diesem wundervollen Fantasyroman findet ihr HIER.


Nun freue ich mich sehr, euch in meiner Reihe „3 Fragen an…“ ein Kurzinterview mit der Debutautorin Mara Lang präsentieren zu dürfen:



3 Fragen an Mara Lang das literarische Interview!

BlueNaversum: Liebe Mara, wie bist du dazu gekommen Schriftstellerin zu werden und was hat dich dazu veranlasst? 

Mara Lang: Mit dem Schreiben begonnen habe ich als Jugendliche. Ich war eine Bücherverschlingerin, sieben bis zehn gelesene Bücher pro Woche waren schon drin, und immer noch konnte ich nicht genug davon bekommen. Sobald ich ein Buch zuklappte, fing meine Fantasie an zu arbeiten. So schrieb ich bald meine eigenen Geschichten. 

Dann habe ich das Schreiben irgendwie aus den Augen verloren. Beruf, Familie, Freunde, ein sehr erfüllendes Hobby – es blieb einfach keine Zeit. Bis sich eines Tages eine Idee für eine Geschichte in mir festsetzte. Sie rumorte in meinem Kopf und wurde so lästig, dass mir nichts anderes übrig blieb, als sie aufzuschreiben. ;-) Aus dem „Mal sehen, wohin mich das führt“ wurde ein regelrechter Vulkanausbruch. Ich schrieb wie eine Besessene und konnte nicht mehr aufhören. 

Seither treibe ich mich ständig in fremden Welten herum, und es gibt kaum einen Tag, an dem ich mich nicht mit einem Plot oder mit meinen Figuren beschäftige, und sei es auch nur gedanklich. Und ich könnte es mir auch nicht mehr anders vorstellen.

BlueNaversum: In deinem Debutroman „Masken“ geht es um Ferin, die anfangs glaubt, nur durch eine Maske wahre Schönheit und Freiheit zu erlangen. Wieso hast du gerade diese Person als Hauptfigur gewählt und wieviel steckt von dir in dieser Person? 

Mara Lang: Meine Charaktere entstehen durch Bilder oder Szenen, die ich schon vor dem Schreiben im Kopf habe. Da laufen ganze Filmsequenzen vor meinen Augen ab und das oft genug in völlig unpassenden Situationen. Ich bin ihnen hilflos ausgeliefert. ;-) 

Daher muss ich gestehen, dass ich Ferin nicht bewusst als Hauptfigur gewählt habe. Genauso wenig, wie ich mich bewusst entschieden habe, eine Geschichte über die Rebellion eines unterdrückten Volkes zu schreiben. Diese Dinge ergeben sich ganz von selbst, indem ich die Bilder aus meinem Kopf erforsche und hinterfrage. 

(c) Mara Lang und Monika Grilnberger
Bei Ferin war es die Anfangsszene im Spiegelsaal. Ich sah ein Mädchen, das seiner Maskierung entgegenfiebert, und fragte mich, was jemanden dazu treibt, sich von einer Maske ein besseres Leben zu erhoffen. 

Also habe ich begonnen, mich mit Ferin zu beschäftigen. Mit ihrer Vergangenheit, ihrer Familiensituation, ihren Ängsten und Zweifeln, ihren Hoffnungen, ihren Vorlieben, ihren Stärken und Schwächen. Ich habe einige Szenen mit ihr in der Ich-Form geschrieben – das hilft ungemein, die Figur besser kennenzulernen. Und so hatte ich sehr bald genügend Einblick in Ferins Gefühlsleben. 

Ferin hat ja grundsätzlich einen starken Willen, und ihr Drang nach Freiheit und Selbstbestimmung ist enorm, was in ihrer Welt und bei ihrer Herkunft kein Wunder ist. Obendrein ist sie ein sensibler und gleichzeitig rational denkender Mensch. Eine wunderbare Mischung für eine Hauptfigur. Allerdings hat sie sich mir anfangs ganz anders präsentiert – so wie dem Leser zu Beginn der Geschichte auch: hilflos, verunsichert und voller Selbstzweifel. Sie hatte sich so in ihren Traum von der Maske verrannt, dass sie aufgehört hatte zu leben. Ihre Persönlichkeitsentwicklung vom verzweifelten Mädchen, dessen Zukunft zu Staub zerfällt, zur Rebellin wollte ich in „Masken“ aufzeigen, und es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, ihre Wandlung zu schildern. 

Wie viel von Mara Lang in Ferin steckt, war mir beim Schreiben überhaupt nicht bewusst. Erst viel später, als die Geschichte längst überarbeitet und auf dem Weg zu diversen Agenturen war, sickerte das eine oder andere durch, und über manches konnte ich nur den Kopf schütteln, weil ich mich so eindeutig wiedererkannte. Lustig, gerade jetzt, beim Beantworten dieser Frage, fällt mir auf, dass ich mit siebzehn, also genau in Ferins Alter, zu reiten begann – ein Hobby, das sehr viel zu meiner Persönlichkeitsentwicklung beigetragen hat. Um es mit Ferins Worten auszudrücken: Das Leben zieht schon seltsame Kreise …

BlueNaversum: An welchen Buchprojekten arbeitest zu gerade, was erwartet deine Leser in der Zukunft? 

(c) Mara Lang
Mara Lang: Ich bin auch weiterhin im Genre Fantasy unterwegs, kann aber zu meinem aktuellen Projekt nicht viel sagen, außer, dass mich die Geschichte mitten in der Überarbeitung zu „Masken“ gepackt hat, und ich seither darauf brenne, sie endlich fertigzustellen. Noch bin ich in der Schreibphase, aber es geht bereits dem Finale zu, und ich kann versprechen, dass es wieder sehr spannend und natürlich auch romantisch wird. 

Außerdem wartet ein Jugendbuchprojekt auf Überarbeitung und ein weiteres brennt mir unter den Fingern. Pläne für die Zukunft habe ich viele, Ideen zuhauf, sodass ich gar nicht weiß, welche ich als nächstes verwirklichen soll. 

BlueNaversum: Danke, dass du dir kurz Zeit genommen hast, die drei Fragen an Mara Lang zu beantworten!

Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid und noch mehr über Mara Lang erfahren wollt, besucht die Autorin doch auf ihrer Homepage!

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