Montag, 28. November 2011

Engelsmorgen - Lauren Kate

Engelsgleich und doch so undurchsichtig 

Lucinda Price sitzt in einer kleinen Fischerhütte und erholt sich von der großen Schlacht auf dem Friedhof von Sword and Cross. Daniel schaut nur sporadisch vorbei und geht sonst mit Cam auf die Jagd. Die Beiden beschließen, dass Luce in Kalifornien an einer neuen Schule besser aufgehoben wäre. Daniel lockt Luce nach Kalifornien um sie dort vor vollendete Tatsachen zu stellen, während sie gehofft hatte, ein paar schöne Tage mit ihrem Liebsten zu verbringen. Doch er lässt sie wieder allein und Luce sieht sich in Shoreline einer neuen Zimmergenossin gegenüber, die ein wenig kratzbürstig ist. Eine Besonderheit hat die neue Schule: Es gibt eine Klasse für Nephilim, Menschen mit Engelsblut in ihren Adern, die alle irgendwas Besonderes können. Hier fühlt sich Luce etwas verloren, doch sie beginnt auch viele Dinge über sich, die Schatten und ihre Vergangenheit zu lernen und sie beginnt zu merken, dass Daniel sie anzulügen scheint… 

Die Geschichte setzt ein paar Tage nach den Ereignissen in „Engelsnacht“ ein und führt uns sofort ins schöne Kalifornien an Luces neue Schule namens Shoreline. Hier lernt sie unter den Nephilim neue Freunde kennen und beginnt endlich ein paar Dinge zu hinterfragen. Der Fluch der Daniel auferlegt wurde, bindet die beiden immer noch aneinander, doch die Beziehung ist nicht ganz so einfach. Luce fühlt sich bevormundet und eingesperrt, außerdem streiten sich die Beiden jedes Mal, wenn sie sich sehen. Die kitschigen Momente schlagen immer um in dicke Luft, weswegen sie einigermaßen zu ertragen waren. Natürlich legt Lauren Kate auch in „Engelsmorgen“ viel Wert auf Gefühl, aber es ist nicht mehr ganz so einfach, romantisch und verklärt. Nur wer hier die Antworten auf die aufgeworfenen Fragen aus Band 1 sucht, wird enttäuscht werden! 

Der Schreibstil der Autorin ist wieder einmal sehr schön flüssig zu lesen. Wenn einem die Seiten nur so durch die Finger rauschen und das Buch, wie ein Film vor dem inneren Auge abläuft, dann hat sie definitiv alles richtig gemacht. Ich konnte mir alles wunderbar vorstellen, jeden Stein, das Meer, die Schatten und auch in Lucindas Gefühlswelt konnte ich eintauchen. Spannung kommt natürlich neben der Romantik auch nicht zu kurz, vor allem wenn es am Ende zum großen Showdown kommt. Aber auch zwischendurch hatte die Geschichte durchaus den einen oder anderen Höhepunkt zu bieten. 

Die Figuren fand ich dieses Mal besser gelungen. Gerade Luce macht eine Entwicklung durch, nimmt nicht mehr alles einfach so hin, was Daniel ihr befiehlt und beginnt selbstständig zu denken. Cam kam leider ein wenig zu kurz, ich hoffe im dritten Band wird ihm wieder mehr Aufmerksamkeit zu Teil. Die neueigeführten Charaktere Shelby, Luces neue Zimmergenossin und Miles, ein sehr netter, cooler Junge haben sich für mich zu richtigen Sympathieträgern entwickelt, die wir hoffentlich in den Folgebänden wiedertreffen dürfen. Daniel wiederum wurde mir immer unsympathischer. Er ist besitzergreifend und nicht ehrlich zu Luce. 

Der Schutzumschlag, in den das Hardcover eingeschlagen ist, ist mal wieder eine wahre Augenweide! Ein Mädchen in einem pompösen, schwarzen viktorianischen Kleid, das uns den Rücken zukehrt steht vor einer grauen Landschaft. Der Titel ist wieder erhaben und in Spotlackoptik aufgebracht. 

Mein Fazit lautet: „Engelsmorgen“ ist eine würdige und sehr schön zu lesende Fortsetzung von „Engelsnacht“, die allerdings auch ein paar Kitschmomente aufweisen kann. Lauren Kate hat das Engelsmotiv wieder sehr gut umgesetzt und man kann sich von ihr in die Welt von Luce und Daniel entführen lassen, die Welt der himmlischen Heerscharen!



von Lauren Kate
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten 
Verlag: cbt (12. September 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3570160785 
ISBN-13: 978-3570160787 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre 
Originaltitel: Torment

Rezension vom 28.11.2011

Mein herzlicher Dank gilt dem cbt-Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Sonntag, 27. November 2011

Book in the post box: Wintermoor

Wintermoor

von Sara Foster
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: rororo (1. Dezember 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499257300
ISBN-13: 978-3499257308









Kurzbeschreibung 

Das Moor vergisst nicht. Ein Jahr ist es her, dass Grace mit ihrer kleinen Tochter das einsame North Yorkshire fluchtartig verließ. Ein Jahr, seit ihr Mann spurlos im Moor verschwand. Seitdem sucht Grace nach Antworten. Doch als sie jetzt ins Moor zurückkehrt, stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Welches Geheimnis verbergen ihre Nachbarn? Wem kann sie trauen? Und was bedeuten die merkwürdigen Träume? Während Schneestürme das Dorf von der Außenwelt abschneiden, wird Grace klar: Jemand versucht mit allen Mitteln, die Wahrheit vor ihr zu verbergen. Wie weit wird er gehen?

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Klingt unglaublich spannend, wie ich finde! Dieses Buch habe ich bei Lovelybooks für eine Leserunde gewonnen. Wow, ich glaube, es ist mein erstes Buch, das ich direkt bei Lovelybooks in einer "großen" Aktion gewonnen habe. Sonst klappt das leider nie und deshalb freue mich mich gleich doppelt und dreifach über dieses schöne Buch! Es steht zwar "Kriminalroman" drauf, aber ich tippe eher auf einen Thriller. Bin gespannt, ob mich mein Eindruck trügt, denn mit Krimis kann ich irgendwie nicht so viel anfangen. Ich mag diese Ermittler-Geschichten einfach nicht. Ich lese viel lieber Thriller aus der Sicht der betroffenen Personen, die dann irgendwie versuchen jemanden wiederzufinden oder gejagt werden. "Wintermoor" werde ich direkt nach "Engelsmorgen" beginnen und mich direkt mal überraschen lassen! Das Cover finde ich übrigens toll!

Freitag, 25. November 2011

Der eiserne König - John Henry Eagle

Knüppelsackattack!

Der junge Hans hat schon schweres in seinem Leben durchgemacht: Als Kind vor grausamen Eltern geflohen, wurde er von einer Hexe gefangen gehalten und gemästet. Nur seiner mutigen Schwester hat er es zu verdanken, dass er heute noch lebt. Nun ist seine Schwester Grete spurlos verschwunden und Hans hat sich der Räuberbande des grimmigen Räuberhauptmann Grimm angeschlossen, die räubernd und brandschatzend durch Pinafor zieht. Da treffen die Räuber an einem Fluss auf ein grünäugiges Mädchen mit einer Karte auf dem Rücken, die den Weg zur Esche weißt. Das Mädchen tötet alle Räuber mit einem gleißend grünen Licht. Nur Hans bleibt verschont, denn er wollte nicht bei der Folter mitmachen. Als er wieder zu sich kommt, ist er allein, alle Räuber sind tot und Hans ist verwundet. Er schleppt zur Kate der alten Muhme, die ihn wieder gesund pflegt und zusammen reisen sie zu den weisen Weibern, von wo aus ein großes Abenteuer beginnt, das viel Mut und treue Gefährten erfordert, denn der eiserne König droht Pinafor in den Abgrund zu reißen…

Hier haben wir eine Märchensatire vorliegen, die im Gewand eines großen Fantasy Romans daherkommt. Es gibt ein Land, das vor dem Untergang bewahrt werden muss, treue Gefährten, deren Namen stark an bekannte Märchenfiguren erinnern und die ziemlich mit ihrer jeweiligen Vergangenheit zu kämpfen haben, in der böse Stiefmütter oder Königinnen eine große Rolle spielen und auch sprechende Tiere.  Außerdem gibt es natürlich Bösewichte und deren Schergen, wie die Säbelarmigen Kultknechte oder den bösartigen, schuppigen Karontiden. Es werden große Schlachten geschlagen und Tode gestorben, aber es gibt keine kitschige Lovestory. Ein Glück!

Der Schreibstil ist zu Beginn sehr gewöhnungsbedürftig. Er ist sehr an die alten Volksmärchen angelehnt. Wenn man sich mal daran gewöhnt hat, ließ sich das Buch schön einfach lesen. Allerdings hat dieser Erzählstil auch zur Folge, dass man die Ereignisse eher als Zuschauer von außen erlebt, anstatt mitten im Geschehen dabei zu sein. Auch Gedankengänge der einzelnen Protagonisten bleiben meist im Verborgenen oder es wird nur der Gemütszustand erwähnt: Z.B. „Sneewitt fürchtete sich und Sanne weinte bittere Perlen“. So wird man als Leser eher außen vor gehalten und schaut von Oben auf die Ereignisse herab.

Die Figuren sind auch dementsprechend flach gehalten. Selbst Hans bleibt ungreifbar und die Horns, Harlungs, Hilcks und wie sie alle heißen, bereiteten mir zeitweilen richtige Schwierigkeiten, sie auseinander zu halten. Allein die Mädels Sneewitt, Sanne, Marleen und die alte Muhme waren für mich besser nachvollziehbar. Die konnte ich auch alle sofort auseinanderhalten. Hier gibt es wirklich keinen Preis für tiefgründige Charaktere, aber die gibt es in den alten Märchen nun mal auch nicht. Somit ist John Henry Eagle seiner Linie treu geblieben. Hans war mir übrigens am Anfang sehr sympathisch, doch leider rückt seine Figur im Laufe der Geschichte mehr in den Hintergrund, was ich wirklich schade fand.

Die Umschlaggestaltung des 650 Seiten dicken Hardcovers ist meines Erachtens wunderbar gelungen. Sie ist sehr schlicht gehalten mit dem graublauen und grünen Hintergrund auf dem die sieben schwarzen Raben zu sehen sind, die am Anfang der Story eine Rolle spielen. Allerdings nur am Anfang, danach sind sie verschwunden, weshalb ich vielleicht ein anderes Motiv gewählt hätte. Nichtsdestotrotz sieht es sehr gut aus!

„Der eiserne König“ von John Henry Eagle ist eine Märchenadaption im High-Fantasy Gewand, die oftmals etwas zäh zu lesen ist, mich aber dennoch mit ihrer Geschichte um die Gefährten Hans, Kuntz, Horn, Hardt, Maleen, Sneewitt, Sanne, die Muhme, Fuchs und Meister Grimmbart begeistern konnte! 



von John Henry Eagle
Gebundene Ausgabe: 650 Seiten 
Verlag: Fischer Fjb; Auflage: 1 (5. September 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3841421172 
ISBN-13: 978-3841421173 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre

Rezension vom 25.11.2011

Ich bedanke mich recht herzlich beim FJB Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Donnerstag, 24. November 2011

Book in the post box: Eragon - Das Erbe der Macht

Eragon - Das Erbe der Macht

von Christopher Paolini
Gebundene Ausgabe
Verlag: cbj (19. November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 357013816X
ISBN-13: 978-3570138168
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre






Kurzbeschreibung 

Das lang ersehnte, grandiose Finale der Eragon-Saga

Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis. Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer verlassen wird ...

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Waaaaaaaaaaah, ich bin immer noch total aufgeregt und überglücklich, denn vorhin, als ich heim kam, lag eine Büchersendung auf der Treppe und auch noch eine Nachsendung, da sie noch zu meiner alten Adresse geschickt wurde. Ich habe überlegt, was könnte drinn sein, denn eigentlich erwarte ich gerade nichts, zumindest noch nichts ;). Es ist "Eragon" 4!!!!!!!!!! Juhuuuuu!!!! Meine Schwester hat sich das Buch zwar auch schon gekauft, aber das macht nichts, doppelt hält besser ;). I'm happy!!! Irgendwie hab ich mich zwar schon gefreut, dass Band 4 endlich raus ist, aber das ich mich sooooooooooo freuen würde, wenn ich es in den Händen halte, hätte ich auch nicht gedacht *g*. Unverhofft kommt oft!

Jetzt muss ich mich aber mal noch bei euch entschuldigen! Es ist gerade ein bisschen ruhig hier auf dem Blog. irgendwie sind das noch die Nachwehen des Umzugs (meine armen Bücher schlummern immer noch in Umzugskartons!), ich habe sehr viel zu tun im Büro  und  die ganze Zeit an "Der eiserne König" gelesen. Jetzt bin ich endlich auf der Zielgeraden, die letzten Seiten liegen vor mir. Es lies sich etwas zäh lesen und ich konnte nicht richtig drann bleiben (das lag aber hauptsächlich an mir und nicht am Buch!), aber im Großen und ganzen mag ich die Geschichte sehr gerne! Ich gelobe auf jeden Fall Besserung und werde wieder für mehr Leben im BlueNaversum sorgen!!!

Montag, 14. November 2011

Book in the post box: Geisterfjord

Geisterfjord

von Yrsa Sigurdardôttir
Broschiert: 356 Seiten
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 2 (29. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596192730
ISBN-13: 978-3596192731
Originaltitel: Ég man ðig






Kurzbeschreibung 

Von Islands Königin des Spannungsromans!

Drei junge Leute aus Reykjavík planen, ein heruntergekommenes Haus in einem verlassenen Dorf in den kargen Westfjorden Islands wieder aufzubauen; sie ahnen nicht, welch gewaltige Ereignisse sie damit in Gang setzen. 
In einer Kleinstadt am anderen Ende des Fjords ermittelt zur selben Zeit Polizistin Dagný gemeinsam mit Freyr, einem Psychologen, in einer Reihe von unnatürlichen Todesfällen. Welche Geheimnisse bergen die staubigen Polizeiakten aus dem vorigen Jahrhundert? Und warum hat Freyr auf einmal das Gefühl, dass sein verschollener Sohn noch am Leben sein könnte? Erst als die Verbindung zwischen diesen rätselhaften Geschehnissen sichtbar wird, enthüllt sich die grausige Wahrheit.
Dieser unheimliche und furchteinflößende Roman der internationalen Bestseller-Autorin Yrsa Sigurðardóttir ist, neben diversen Kinderbüchern, ihr sechstes Buch für Erwachsene und beruht zum Teil auf Tatsachen.

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Ich möchte schon die ganze Zeit unbedingt ein Buch einer isländischen Autorin bzw. eines isländischen Autors lesen, doch irgendwie hat das bisher noch nicht geklappt. Jetzt war ich letzte Woche von Montag bis Donnerstag in Frankfurt auf einem Seminar und bin dann abends (nachdem ich tolle Schuhe in einem Schuhgeschäft erstanden habe^^) im Hugendubel gelandet. Hugendubel gibt es bei uns ja nicht, deshalb war der Besuch ein Muss und natürlich musste ich auch zwei Bücher kaufen. Das erste war "Die Jahre des schwarzen Todes", was ich euch am Freitag schon gezeigt habe und das Zweite ist "Geisterfjord", das mich regelrecht aus dem Regal heraus angesprungen hat. Da ich das Buch auf meiner Wunschliste hatte, durfte es dann auch mit. Ich bin sehr, sehr gespannt, was mich zwischen diesen Buchdeckeln erwartet, vor allem vom Setting, Island selber. 

Habt ihr schon Bücher von isländischen Autoren gelesen und wenn ja, welche waren es und wie haben sie euch gefallen?

Sonntag, 13. November 2011

Die Insel der besonderen Kinder - Ransom Riggs

Besondere Geschichten mit besonderen Wahrheiten

Jacob hing seinem Großvater Abraham an den Lippen, wenn er ihm von seiner Kindheit auf der  Insel erzählte. Jeder seiner Freunde hatte besondere Fähigkeiten, dies konnte Abraham anhand von alten Fotos  belegen. Doch Jacob wurde älter und glaubte seinen Großvater zu durchschauen und die Fotos als geschickte Fälschungen zu enttarnen. Doch dann kam der Tag, an dem Jacob seinen Großvater mit schweren Verletzungen in Wald findet. Kurz bevor er starb flüsterte er Jacob noch ein paar merkwürdige Sätze zu. Der Junge ist völlig geschockt und in seinem Zustand meint er ein furchtbares Monster im Wald verschwinden zu sehen. Nun beginnt ein Leidensweg, Jacob hat Depressionen und Angstzustände, doch niemand glaubt ihm. Das Einzige, was ihm Linderung verschaffen könnte, ist eine Reise zu Großvaters Insel in Großbritannien, um dort nach Antworten zu suchen. Jacob macht sich mit seinem Vater auf den Weg nach Europa und zu einem dunklen Geheimnis auf einer kleinen, abgelegenen Insel…

Dieses Buch ist wirklich besonders und zwar auf alle nur erdenklichen Arten. Schon allein die Aufmachung ist aufsehenerregend, doch auch sein Innenleben ist alles andere als einfach. Das für das Titelbild verwendete Foto findet man auch im Inneren des Buches wieder und noch viele weitere, tolle und oftmals unheimliche Fotos. Ein jedes Foto nimmt eine komplette Seite ein, oft gibt es eine Doppelseite mit zwei Bildern und auch vor jedem neuen Kapitel ist eine braun-schwarz-gemusterte Seite eingefügt. Dies hat bei mir ein Gefühl aufkommen lassen, das etwas altehrwürdiges an sich hatte. Jedes Foto kommt tatsächlich in der Geschichte vor und hat eine tiefere Bedeutung.

Der Schreibstil des Autors lässt sich auch nur als außergewöhnlich beschreiben. Am Anfang kam er mir ein wenig gestelzt vor, zumal die Geschehnisse aus Jacobs Sicht und aus der Ich-Perspektive geschildert werden und welcher 15-Jährige tastet sich vorsichtig durch hüfthohes Gras? Aber solche Beschreibungen braucht es nun mal für eine bildliche Sprache und um Spannung zu erzeugen, deshalb viel mir das auch bald nicht mehr auf, sondern saß gefesselt auf meiner Couch und wollte das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Die Hauptcharaktere haben mir sehr, sehr gut gefallen. Jacob war sehr tiefgründig angelegt, mit großem Entwicklungspotenzial, das auch weitestgehend ausgeschöpft wurde. Alle anderen Figuren zu Beginn des Buches waren flach und langweilig, dies änderte sich nur bei Jacobs Vater, der ihn als begeisterter Hobby-Ornithologe auf die Insel begleitet. Auch eine zarte Liebesgeschichte entwickelt sich zwischen Jacob und einem Mädchen, Emma, auf der Insel. Emma ist klug und schön, wenn auch ein wenig kratzbürstig. Auch die anderen Kinder und die Heimleiterin Miss Peregrin sind sehr interessante Persönlichkeiten.

Zum Cover brauche ich nicht mehr viel sagen: Es ist einfach grandios! Dieses Foto von dem Mädchen, das zu schweben scheint, sieht einfach nur unglaublich unheimlich aus und der dunkle Hintergrund und de grünliche Einfärbung der Umrisse, sowie des Titels und die Bilderrahmenornamente tragen ihr Übriges zur Stimmung bei. Dieser Umschlag ist ein wahrer Hingucker!

Die Idee des Autors, um ein paar alte Fotos eine Geschichte zu spinnen, finde ich grandios und auch die Umsetzung ist sehr gut gelungen. „Die Insel der besonderen Kinder“ enthält einige fantastische Elemente, die ich aber so in dieser Art noch nirgends gelesen habe und die ich deshalb äußerst erfrischend finde. Bitte unbedingt lesen!!!



von Ransom Riggs
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten 
Verlag: PAN (2. November 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3426283689 
ISBN-13: 978-3426283684 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre 

Rezension vom 13.11.2011

Mein herzlicher Dank geht an den  Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!



Freitag, 11. November 2011

Book in the post box: Die Jahre des schwarzen Todes

Die Jahre des schwarzen Todes

von Connie Willis
Taschenbuch: 784 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (9. November 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453527127
ISBN-13: 978-3453527126
Originaltitel: Doomsday Book








Kurzbeschreibung 

Eine faszinierende Reise in die finsterste Zeit des Mittelalters

Es sollte das größte Abenteuer ihres Lebens werden: Die junge Kivrin wird aus dem Jahr 2054 ins mittelalterliche England geschickt. Doch bei der Übertragung kommt es zu Problemen, und so landet die Geschichtsstudentin nicht wie geplant im Jahr 1320, sondern im Jahr 1348 – dem Todesjahr, in dem die Pest England entvölkerte. Und eine Rückkehr in die Zukunft scheint unmöglich zu sein …

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Hier haben wir mal wieder ein älteres Buch in einer hammermäßig aufgehübschten Neuauflage vorliegen. Ich zeig euch das alte Cover mal unten und ich glaube, ihr werdet mir zustimmen, dass das neue Cover wirklich toll ist und eine sehr mysteriöse Stimmung transportiert. Ich bin schon total gespannt auf diese Zeitreise-/History-Geschichte und ich frage mich ernsthaft, wieso mir das Buch bisher nicht aufgefallen ist. Okay, wahrscheinlich war es einfach zu unscheinbar und schon längst vergriffen. Ich finde es toll, dass auch älteren Büchern wieder Chancen zwischen den ganzen Neuerscheinungen eingeräumt werden! Es gibt sicherlich Perlen, die sonst von uns unentdeckt bleiben würden!


Mittwoch, 9. November 2011

3 Fragen an Kerstin Pflieger, das literarische Interview

Im März 1980 wurde Kerstin Pflieger in Neuss in NRW geboren und verbrachte ihre frühe Kindheit im Örtchen Korschenbroich. Dann zog sie mit ihrer Familie nach Heilbronn in Baden-Württemberg, wo sie ein Gymnasium besuchte, um nach dem Abitur in Heidelberg Biologie zu studieren. Kerstin Pflieger arbeitet bei einem Institut für biologische Stechmückenbekämpfung und lebt heute mit ihren Hunden im Landkreis Heilbronn. 

Schon früh lernte sie durch Reisen mit ihrer surfbegeisterten Familie an die Küsten Europas, Afrikas und Asiens unterschiedliche Kulturen und Denkweisen kennen.

Ihr Debutroman „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ erschien am 21. Juni 2011 im Goldmann Verlag, wo am 12. Dezember 2011 auch dessen Fortsetzung „Der Krähenturm“ veröffentlicht wird.

Kurzbeschreibung 

Wenn Sie lebend ankommen wollen, tun Sie was ich sage

Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch diese finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine brutale Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist. Und ein Mord folgt auf den nächsten ...
Quelle: Amazon



Hier findet ihr meine vollständige Rezension zur „Alchemie der Unsterblichkeit“.


Kurzbeschreibung 

Heidelberg 1771: Ein Hexenjäger, ein Halbvampir und eine mysteriöse Mordserie, die den Menschen das Blut in den Adern gefrieren lässt

„Wenn du dieses Buch findest, bin ich vermutlich tot.“ Als Icherios Ceihn das Tagebuch seines ermordeten Freundes in den Händen hält, ist er entsetzt. Hatte Vallentin gewusst, dass man es auf ihn abgesehen hat? Warum hat er verheimlicht, dass er für den geheimen Orden der Rosenkreuzer arbeitete? Hat dieser etwas mit seinem Tod zu tun? Icherios entschließt sich, im Auftrag des Ordens nach Heidelberg zu gehen und nach Vallentins Mörder zu suchen. Was ihn dort allerdings erwartet, hätte er nie für möglich gehalten.
Quelle: Amazon


Nun freue ich mich sehr, euch ein kleines Interview mit der Autorin präsentieren zu dürfen!


3 Fragen an Kerstin Pflieger, das literarische Interview



BlueNaversum: Liebe Kerstin, wie bist du dazu gekommen Schriftstellerin zu werden und was hat dich dazu veranlasst?


Kerstin Pflieger: Ich schreibe seit meiner Kindheit Geschichten und habe bereits mit elf Jahren an meinem ersten Roman gearbeitet. Da liegt es nahe, irgendwann auch den Schritt zu wagen, sich um eine Veröffentlichung zu bemühen.

BlueNaversum: In deinem aktuellen Buch „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ geht es um Icherios Ceihn. Wieso hast du gerade diese Person als Hauptfigur gewählt und wieviel steckt von dir in dieser Person?

Kerstin Pflieger: Ich entscheide mich eigentlich nie bewusst für eine Figur, sondern sie tauchen einfach in meinem Kopf auf und fangen an, mir ihre Geschichte zu erzählen. Da "Die Alchemie der Unsterblichkeit" ein wenig als eine Hommage an den Film "Sleepy Hollow" von Tim Burton gedacht ist, hat Icherios natürlich einige Eigenschaften mit Ichabod Crane aus dem Film gemeinsam. Ich fand es sehr reizvoll, mich mit einer Figur zu beschäftigen, die kein perfekter Held und auch keiner der typischen taffen Ermittler mit düsterer Vergangenheit ist, sondern ein etwas unsicherer junger Mann, der glaubt, alles über die Welt zu wissen und dann erfahren muss, dass dem nicht so ist.

In jeder meiner Figuren steckt natürlich ein Teil von mir. Ebenso wie es Icherios schwer fällt zu glauben, dass es Vampire, Geister und Werwölfe gibt, würde es mir ergehen. Ich würde mit Sicherheit auch erst versuchen, eine rationale Erklärung zu finden und ich neige ebenso wie Icherios zur Schüchternheit. ;)


BlueNaversum: An welchen Buchprojekten arbeitest zu gerade, was erwartet deine Leser in der Zukunft?


Kerstin Pflieger: Dazu kann ich leider nicht viel sagen, da meine aktuellen Projekte noch geheim sind. Ich werde mit Sicherheit weiter Fantasy schreiben, allerdings auch mal in anderen Subgenre. Es gibt so viele Geschichten, die ich erzählen will, und ich möchte mich dabei nicht von irgendwelchen künstlichen Grenzen beschränken lassen.

Zuerst wird aber im Dezember die Fortsetzung der "Alchemie der Unsterblichkeit" erscheinen. Sie trägt den Titel "Der Krähenturm" und wird einige Fragen, die im ersten Band offen geblieben sind, klären. Natürlich würde ich auch gerne noch einen dritten, vierten ... Band schreiben, aber wann und ob das geschehen wird, kann ich noch nicht sagen.

BlueNaversum: Danke, dass du dir kurz Zeit genommen hast, die drei Fragen an Kerstin Pflieger zu beantworten!

Kerstin Pflieger: Vielen Dank für das Interview!

Wenn ihr mehr über Kerstin Pflieger erfahren wollt, besucht die Autorin doch auf ihrer Homepage oder ihrem Blog 

Sonntag, 6. November 2011

Book in the post box: Bluternte

Bluternte

von Sharon Bolton
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Manhattan (14. Februar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442546761
ISBN-13: 978-3442546763
Originaltitel: Blood Harvest








Kurzbeschreibung 

Es gibt eine Zeit zu leben. Eine zu sterben. Und eine zu töten.

Die Familie Fletcher ist erst vor kurzem aufs Land gezogen. Doch die vermeintliche englische Dorfidylle entpuppt sich bald als Alptraum. Die beiden Söhne der Fletchers hören auf dem Friedhof nahe des Hauses rätselhafte Stimmen und sehen immer wieder die seltsame Gestalt eines Kindes. Als eine Friedhofsmauer einstürzt und ein Grab mit den Überresten dreier Mädchen freigelegt wird, ist klar, dass der Ort ein tödliches Geheimnis birgt. Auch der neue Vikar, Harry Laycock, und die Psychotherapeutin Evi Oliver werden in die rätselhaften Vorgänge um verschwundene Mädchen und ein unfassbares Verbrechen hineingezogen. Und die kleine Tochter der Fletchers könnte das nächste Opfer eines rätselhaften Killers sein ...

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Bei diesem Buch habe ich das Cover gesehen und sofort gedacht: Man, sieht das interessant aus! Als ich dann noch den Klappentext gelesen und eine Videorezension dazu gesehen habe, die zwar nicht so gut ausfiel, meine Neugier aber nur noch mehr anstachelte, war klar, dass dieser Thriller bei mir einziehen muss. Ich habe mir allerdings die Clubausgabe über Zeilenreich bestellt, da ich dort noch das zweite Buch offen hatte. Das Cover zeige ich euch unten. Ich finde es nicht ganz so toll, wie das Originalcover, aber das ist nicht weiter schlimm. Ich bin wahnsinnig gespannt auf diesen Thriller, der wohl eine sehr interessante Story aufweist. Kennt jemand von euch dieses Buch schon?

Clubausgabe

Samstag, 5. November 2011

Gamer - Spiel um dein Leben - Jason Bradbury

Die Welt der High-Tech-Gangster

Jackson ist 12, Engländer und ein richtiges Mathegenie. Er hat ein Faible für Zahlen, ein Online-Rollenspiel und Schach, doch in der Schule ist er eher der Außenseiter. Er taucht jeden Tag in die Online-Welt ab und ist einer der besten Gamer, manchmal verkauft Jackson auch besondere Waffen oder Spielfiguren aus seinem Spiel an andere Gamer. Eines Tages erhält er über sein Spiel einen kryptische Botschaft, der er beginnt auf den Grund zu gehen. Der hochbegabte Junge landet im Mexx-Netzwerk, wo ein Milliardär Namens Lear ihm und drei weiteren Kids mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, ein ungewöhnliches Angebot unterbreitet: Er soll mit der Amerikanerin Brooke und den japanischen Kojima-Zwillingen vier fliegende Roboterscheiben fernsteuern und überall auf der Welt Verbrechen verhindern. Dies ist eine Aufgabe nach Jacksons Geschmack und er fiebert den nächsten Missionen entgegen, bis eine davon ziemlich schief läuft und Brooke daraufhin spurlos verschwindet…

Ich hab mich sehr auf diesen High-Tech-Abenteuer-Roman gefreut, aber irgendwie wollte der Funke zwischen mir und diesem Buch nicht so richtig überspringen. Ich konnte mich nicht so richtig in den zwölfjährigen Protagonisten hineinversetzen und auch die Hochtechnologien, um die es hier geht, nämlich diese ferngesteuerten, fliegenden Roboter, konnten mich nicht so richtig begeistern. Irgendwie habe ich die Ereignisse mit einer gewissen Distanz erlebt und auch die spannenden Passagen sind irgendwie an mir vorbeigeschwebt. Im Nachhinein ein merkwürdiges Gefühl.

Der Schreibstil war einem Jugendbuch angemessen und recht einfach zu lesen. Auch Spannung kam zum Ende hin richtig auf, wobei sich dann doch alles zu schnell und zu einfach aufgelöst hat. Das Ende hat mich also weniger überzeugt. Man muss sich erst an die Gedankengänge eines Zwölfjährigen gewöhnen, doch ich habe mich recht schnell eingefunden. Dennoch war der Schreibstil nichts Besonderes oder besonders aufregend, wie ich es von einem britischen Technik-Guru wie Jason Bradbury erwartet hätte.

Die Charaktere wiederum fand ich sehr gut gelungen. Da ich keinen guten Zugang zu Protagonist Jackson finden konnte, nahm ich mir Brooke als Bezugsperson, was auch ganz gut funktionierte. Die freche Göre hat es mir echt angetan, nur wirklich glaubwürdig fand ich es nicht, dass sie mit 13 Jahren selbstfahrende Riesengeländewägen entwickelt. Die Kojima-Zwillinge sind eigentlich nur Randfiguren und bleiben dementsprechend flach. Lear ist auch eher unterentwickelt, nur in der Schlusssequenz sieht man ihn richtig.

Das Cover gefällt mir sehr gut. Ein Junge, vermutlich Jackson, steht in einem blau erleuchteten Zahlenkorridor, während Titel und Untertitel sehr computermäßig aussehen und darunter stehen. Dieses Cover hat  mich wohl auch auf die Fährte geführt, dass es sich hier mehr um Computertechnik dreht, als es tatsächlich der Fall ist. Natürlich kann Jackson gut mit PC’s umgehen, aber trotzdem spielen sie eine eher untergeordnete Rolle.

„Gamer“ von Jason Bradbury ist auf keinen Fall ein schlechtes Buch, aber ich habe anderes von dieser Geschichte erwartet, so dass ich irgendwie nicht richtig eintauchen konnte. Auch der Schreibstil konnte mich nicht so fesseln, dass ich das Buch nicht weglegen konnte. Hier gibt es nur eine bedingte Leseempfehlung!



von Jason Bradbury
Taschenbuch: 288 Seiten 
Verlag: cbj (22. August 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 357040076X 
ISBN-13: 978-3570400760 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre 
Originaltitel: DOT.Robot

Rezension vom 05.11.2011

Ich bedanke mich herzlich beim   Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


Mittwoch, 2. November 2011

Peter v. Brett's Dämonen-Trilogie geht weiter!

Vor einigen Tagen hat Peter v. Brett, Autor einer meiner liebsten Fantasy-Reihen, der Dämonen-Trilogie, auf der Comic Com in New York mehr über den dritten Teil, der im Original wohl den Titel "The Daylight War" tragen wird, erzählt. Hier gibt es eine schöne Zusammenfassung auf dem Blog von Fantasyblogger, der das Wichtigste in sehr amüsante Worte kleidet. Der Erscheinungstermin für die Originalausgabe steht zwar noch nicht endgültig fest, aber ich tippe mal auf Sommer 2012, denn für 2012 ist das Buch auf jeden Fall angekündigt. 

Auf meine Nachfrage beim Heyne-Verlag, der die Bücher im Deutschen verlegt, bekam ich die erfreuliche Auskunft, dass derzeit mit einer Veröffentlichung im Herbst 2012 geplant wird! Juhuuuu, ich freu mich wie eine Schneekönigin! Aber auf der anderen Seite, gibt es da auch den Wehmutstropfen, dass nach diesem dritten Band voraussichtlich alles vorbei sein wird!

Reiheninformation:

Das Lied der Dunkelheit: Dämonen-Trilogie Band 1
The Daylight War: Third book of Demon cycle (Erscheint 2012)




 

Dienstag, 1. November 2011

Leseliste Oktober 2011

Der Oktober war bestimmt durch Renovierungsstress, viel Arbeit im Büro und dann natürlich unseren Umzug in unseren neue, schöne, große Wohnung. Hier sitze ich nun, zwischen all den vollen Umzugskartons und wünsche mir sehnlichst ein paar Heinzelmännchen herbei, die auch noch ganz genau wissen, wo und wie ich die ganzen Sachen hin haben möchte^^. Dadurch, dass wir auch in unserer alten Wohnung noch streichen mussten, ist natürlich hier alles liegen geblieben. Und heute hat mich auch noch eine Erkältung ereilt :(. Alles irgendwie doof.

Gelesen habe ich im Oktober hauptsächlich dünnere und weniger anspruchsvolle Bücher, also eher aus dem Jugendbuchbereich. Dafür waren fast alle sehr gut und ich musste kaum Flops ertragen. Insgesamt fünf Bücher habe ich geschafft. Ein Buch nehme ich mit in den November und zwar "Gamer" von Jason Bradbury. Das haut mich bisher allerdings nicht so vom Hocker.

Ins Kino haben wir es natürlich nicht geschafft, dabei wäre ein, zwei gute Filme gelaufen.

Nun aber zu meiner Leseliste Oktober (wie immer kommt ihr durch Anklicken der Links auf meine vollständige Rezension):

Gestartet bin ich in meinen Nachurlaubs-Monat mit "Das Wörterbuch des Viktor Vau" von Gerd Ruebenstrunck. Entweder war es nicht der passende Zeitpunkt oder das passende Buch für mich, ich fand es einfach ein wenig zäh und zu viele Fragen blieben unbeantwortet. Dabei fand ich Viktor Vau und seine Schrullen äußerst Liebenswert und auch die Grundidee, die hinter dieser Geschichte steckt, fand ich total interessant. Kann es eine perfekte Sprache geben?





"Wenn du mich siehst" von Tara Hudson war auch nicht das richtige Buch für mich. Hiervon hatte ich mir mehr versprochen, hätte mir mehr Handlung gewünscht und einen Geist, der sich ein wenig geisterhafter verhält und einen Jungen, der sich mal erschreckt, wenn er erfährt, dass Amelia ein Geist ist. Aber nein, hier war leider sülziges Liebesgesäusel an der Tagesordnung... O_o. Das einzig Spannende war die Suche nach Amelias Identität. Abgehakt, next one!






Wenn Kinder als Überschuss geboren werden, werden sie eingefangen und in Überschussheime gesteckt. Anna ist Überschuss und wir darauf gedrillt, wenigstens nützlicher Überschuss zu sein, wenn sie schon keine Daseinsberechtigung hat. Eine ziemlich düstere Zukunft hat Gemma Malley mit "Der Pakt" hier geschaffen. Mich hat das Buch gefesselt und fasziniert, auch wenn der Schreibstil relativ ruhig gehalten ist. Ich hoffe, dieses Buch erhält nun, im Zuge des Jugenddystopie-Trends mehr Aufmerksamkeit als zuvor!







Ein weiterer zu beobachtender Trend im Jugendbuchbereich ist ja das Farytale Retelling, also die moderne Neuerzählung klassischer, altbekannter Märchen. "Eine dunkle & GRIMMige Geschichte" von Adam Gidwitz fällt genau in diese Kategorie. Und es ist wirklich eine tolle, teils blutige, Neuauflage verschiedener Märchen der Gebrüder Grimm, wie z.B. Der treue Johannes oder der Teufel mit den drei goldenen Haaren, in denen aber Hänsel und Gretel die Hauptrolle spielen. Sehr empfehlenswert!






Hier ist mal wieder etwas mit dem Cover total schief gelaufen! Denn hinter diesem 08/15 Cover, hinter dem man eine kitschige Vampirromanze vermutet, steckt eigentlich eine schöne High-Fantasy-Lovestory mit nur geringem Kitscheinschlag. Im Vordergrund  des Buches "Aus Licht gewoben" von Alexandra Bracken steht die Queste der jungen Weberin Sydelle und des ebenfalls jungen Zauberers North, die dringend eine wichtige Nachricht in die Hauptstadt Palmartas bringen müssen. Eine schöne Fantasy-Geschichte für Zwischendurch!!!