Freitag, 30. September 2011

Carpe Diem - Autumn Cornwell


Planung ist das halbe Leben – oder doch nicht?

Auf Vassar Spores To-Do-Liste steht ein Privatcollege besuchen und später mal den Pulitzerpreis für wasauchimmer erhalten. Da kommt es ihr gar nicht gelegen, dass ihre Grandma Gerd ihr Flugtickets nach Singapur zum Geburtstag schenkt und ihre kontrollfreakigen Eltern erpresst, damit sie den Sommer über  mit ihrer Grandma durch Südostasien touren kann. Mit 10 Koffern fliegt Vassar schließlich  los und trifft auf eine wirklich skurrile Großmutter, die sie prompt im malayischen Malakka alleine lässt, um sich einer Kunstinstallation zu widmen. Aber Vassar merkt schnell, dass sich einen malayischen Cowboy namens Hanks an ihre Fersen geheftet hat und sie auch nicht im Stich lässt, als sie beinahe wegen Kulturraubs eingebuchtet wird…

Dieses Buch ist einfach geil! Selten habe ich so über einen superorganisierten und äußerst hilflosen Teenager gelacht, über die Situationen, in die sich Vassar hineinmanövriert hat, auch wenn ein paar nicht so schöne dabei waren und über Grandma Gerd, die ein echtes Unikat ist. „Carpe Diem“ war so herzerfrischend und wunderbar zu lesen, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durch hatte. Ich wollte unbedingt Abenteuer mit Vassar, Grandma Gerd und Hanks erleben und  wollte, dass das Buch nie endet, was es leider viel zu schnell getan hat.

Der Schreibstil der Autorin war wunderbar flüssig und leicht zu lesen. Sie hat eine leichte und lustige Stimmung erzeugt und trotzdem Spannung aufgebaut, denn schließlich wollte ich, genau wie Vassar, endlich das Familiengeheimnis der Familie Spore ergründen. Da Vassar ihre Reise in Romanform festhalten wollte, gab es zwischendurch immer mal wieder Passagen aus ihren Schriften zu lesen, genau wie Vassar-Listen und Emailkorrespondenz mit ihren Freundinnen. Es war so abwechslungsreich und lustig geschrieben, dass die Seiten nur so durch meine Finger geflogen sind. Vassar ist die Ich-Erzählerin und man kennt ihre Gefühle und Gedanken und all zugut.

Für meinen Geschmack hatten die Figuren für diesen Roman genau den richtigen Tiefgang. Vassar kannte man natürlich nach ein paar Seiten sehr gut und auch Grandma Gerd und Hanks wurden einem mit der Zeit vertrauter und man hat alle richtig ins Herz geschlossen. Grandma Gerd ist ein Freigeist, wie er im Buche steht und ihre Sammelwut für ihren Kunstauftrag war sehr amüsant. Auch Hanks hat, wenn man ihn ein wenig näher kennt, seine guten Seiten und er würde Vassar nie aus den Augen lassen und natürlich seine Stiefel auch nicht! Vassar ist in „freier Wildbahn“ in einem fremden Land zuerst völlig aufgeschmissen, zum Glück hat sie einen Retter in der Not, aber das Mädchen entwickelt sich auch, aber ob sie ihr Spießertum loswerden kann, müsst ihr schon selbst lesen.

Das Cover des Taschenbuchs hatte es mir sofort angetan! Ein Koffer voller rosa Klopapierrollen, ein pinker Kofferdeckel mit Buchtitel und ein hellblauer Hintergrund mit rosa Blümchen machen dieses Cover für mich zu einem echten Highlight im Bücherregal! Es ist wirklich ansprechend und fällt auf! Außerdem passt es extrem gut zum Inhalt dieses Buches, aber schon allein das Cover rechtfertigt einen Kauf.

„Carpe Diem“ ist ein Buch, das ich vorbehaltlos ALLEN, ja wirklich ALLEN Leserinnen und (ja auch) Lesern weiterempfehlen möchte, auch wenn es ein Jugendbuch ist und trotz der girlymäßigen Aufmachung. Ich habe selten so gelacht und mich so gut unterhalten gefühlt, wie bei diesem Buch!



von Autumn Cornwell
Taschenbuch: 384 Seiten 
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 4 (Mai 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3551355185 
ISBN-13: 978-3551355188 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Rezension vom 30.09.2011

Mittwoch, 28. September 2011

Der Goldschatz der Elbberge - Martin Schemm


Wenn die alten Götter zornig werden…

Im tiefsten Mittelalter, lange vor den Tagen der Hanse, begeben sich sieben sehr unterschiedliche Männer in die Tiefen des Sollonbergs, nahe der Stadt Hammaburg. Sie sind in einem alten Bergbaustollen im Namen des Erzbischofs Adalbert unterwegs, um einen sagenumwobenen Goldschatz eines Zwergen ähnlichen Volkes, das tief unter der Erde lebt, ans Tageslicht zu bringen. Unter ihnen sind der Mönch Folkwart vom Kloster auf dem Sollonberg, ein heidnischer Skritefinne und Notebald, der Anstifter dieser Mission, sowie der junge Soldat Okke. Nach einem langen Marsch in der Dunkelheit unter Tage, erreichen die sieben Männer den Hort der Schwarzalben, doch das was sie dort finden, hätten sie sich in ihren kühnsten Träumen nicht ausgemalt. Was sie dort entfesseln, hätte sich keiner vorstellen können, seit das Christentum Einzug in deutschen Landen gehalten hat…

„Der Goldschatz der Elbberge“ ist ein sehr interessantes Buch, vor allem, wenn man Historische Romane mit mystischem Einschlag schätzt. Da ich so etwas gerne lese, war dies genau ein Buch nach meinem Geschmack, aber es war kein Buch, das man so locker flockig nebenbei lesen konnte. Der Autor Martin Schemm hat seiner Schreibweise eine historisch angehauchte Note verpasst, die die ganze Geschichte authentischer wirken ließ, aber dadurch auch anstrengender zu lesen war. Die Geschichte selber beruht hauptsächlich auf historisch belegten Fakten und Personen, die mit real existierendem Volkssagengut verknüpft wurde. Somit ist ein sehr informativer und unterhaltsamer Ausflug ins historische Hamburg und Umgebung entstanden, der zu lesen, sich lohnt!

Der Schreibstil ist nicht ganz einfach zu lesen, da er altertümlich daherkommt, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tut, sondern vielmehr zur Stimmung des Buches beiträgt. Man wähnt sich als Leser tatsächlich hautnah bei den Ereignissen rund um den Sollonberg dabei und fiebert dem weiteren Fortgang der Story entgegen. Aber es ist auch ein wenig anstrengend, so dass bei mir manchmal nach 50 Seiten Schluss war und ich eine Pause gebraucht habe. Spannung kommt hauptsächlich bei der Odyssee der sieben Gefährten in den tiefen Stollen unter der Erde auf, der Rest drum herum ist eher nettes Beiwerk um den Kern des Buches.

Die Figuren sind alle sehr lebendig gestaltet. Man begleitet sehr oft den Pater Folkwart und erlebt die Entwicklung der Dinge aus seiner Sicht. Doch es wird auch zwischen verschiedenen Personen, wie Okke, Notebald oder dem Skritefinnen Thorkil umhergesprungen, so dass man unterschiedliche Perspektiven und Einblicke in die einzelnen Personen erhält. Auch die Wickerin Hedda spielt eine nicht ganz unbescheidene Rolle. Sie ist eine sehr sympathische, junge Frau, mit der ich mich gleich identifizieren konnte.

Die Gestaltung des Covers ist für mich wenig ansprechend. Es ist ein Bild einer alten, gezeichneten und eingefärbten Landkarte in gedeckten Brauntönen. Mir würde dieses Buch niemals zwischen all den anderen auffallen. Das einzig herausragende ist der in einem Goldton eingefärbte Buchrücken, was ich sehr schön und außergewöhnlich finde.

Insgesamt lässt sich über „Der Goldschatz der Elbberge“ sagen, dass es ein sehr unterhaltsames Buch war, über dessen Längen ich sehr gut hinweg sehen kann, denn es ist außerordentlich gut recherchiert und man merkt ihm an, dass der Autor sehr viel Herzblut hineingesteckt hat. Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es allen History-Fans, die auch gerne mal einen Ausflug in die deutsche Sagenwelt machen wollen!



von Martin Schemm
Broschiert: 576 Seiten 
Verlag: Ellert & Richter; Auflage: 1 (15. August 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3831904200 
ISBN-13: 978-3831904204
Rezension vom 28.09.2011

Mein herzlicher Dank gilt dem Verlag Ellert & Richter für die Bereitstellung dieses Leseexemplars!

Book in the post box: Der eiserne König

Der eiserne König: Ein Abenteuer

von John Henry Eagle
Gebundene Ausgabe: 650 Seiten
Verlag: Fischer Fjb; Auflage: 1 (5. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841421172
ISBN-13: 978-3841421173
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 16 Jahre






Kurzbeschreibung 

Ein phantastisches Abenteuer: Mit schlauem Mut und listigem Witz machen sich acht märchenhafte Helden auf den gefährlichen Weg gegen die dämonischen Mächte des eisernen Königs.
Dunkle Seelen regieren das Land Pinafor. Noch ruht der eiserne König in seinem Grab. Wenn er aufersteht, droht der endgültige Untergang des Reiches. Doch es gibt Hoffnung: ein Mädchen mit grünen Augen, honigfarbenem Haar und Sommersprossen, auf ihren Rücken ist ein Labyrinth tätowiert, eine rätselhafte Karte. Dieses geheimnisvolle Mädchen zu finden, ist der Auftrag, der an Hans ergeht. Unter dem Schutz der dreizehn weisen Weiber zieht Hans mit Sneewitt und ihren Gefährten los. Aber der grausame Krieger Grimm und die sieben Raben sind ihnen voraus. Um seine Welt zu retten, dringt Hans immer tiefer ein in das unheimliche und verzauberte Land. Seine große Suche wird zu einem märchenhaften und phantastischen Romanabenteuer. Ein Epos unheimlich wie Grimms Märchen, zauberhaft wie "Die unendliche Geschichte", phantastisch wie der "Herr der Ringe".

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Da, ich es immer noch nicht geschafft habe meine Rezis zu schreiben (diverse Baumärkte, Tapeten und Laminat sind schuld!!!), zeige ich euch einfach das zweite Buch, das hier eingetrudelt ist, während ich im Urlaub war. Es handelt sich hierbei um "Der eiserne König" von John Henry Eagle, mein Herzensbuch auf der Wunschliste seit die Verlage die Herbstprogramme veröffentlicht hatten! Ich freue mich riesig, riesig, riesig auf dieses Buch, denn es klingt nach einer ganz tollen High-Fantasy Geschichte und wenn meine Informationen nicht falsch sind, ist es ein Einzelband!!! Wow, ja, so etwas gibt es auch noch! Natürlich ist es dann immer schade, wenn man sich von lieb gewonnenen Figuren verabschieden muss, aber man sitzt nicht ständig da und sucht das www nach Informationen über den Nachfolgeband ab, weil man es kaum erwarten kann. So kann man sich einfach sicher sein: Das wars! Es war toll, aber das wars! 

Wie seht ihr das? Lest ihr auch zwischen den ganzen Reihen gerne mal einen, in sich abgeschlossenen Einzelband? Was macht für euch den Reiz eines solchen Buches aus?

Aber als Nächstes gibt es wirklich eine Rezi, Indianerehrenwort!!!!

Montag, 26. September 2011

Book in the post box: Im Land des Voodoo-Mondes

Im Land des Voodoo-Mondes


von Kathleen Weise
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (19. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522502639
ISBN-13: 978-3522502634
Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren






Kurzbeschreibung 

Saint-Domingue 1789. Die Sonne geht rot auf über der schwarzen Perle der Karibik. Als die junge Französin Éloise mit dem Schiff auf der Insel landet, weiß sie noch nicht, was sie auf der Zuckerrohrplantage ihres Onkels erwartet: warme Sommernächte voller Blütenduft, aber auch das Leid der Sklaven und das unheimliche Trommeln, mit dem nachts die Geister der Insel beschworen werden. Als Éloise sich in den gut aussehenden Gabriel verliebt, gerät sie mitten in die Rassenkonflikte, die unter der scheinbaren Inselidylle schwelen. Und in den Bann des Voodoo. Albträume verfolgen sie, gefährliche Unfälle häufen sich. Jemand trachtet ihr nach dem Leben, jemand oder etwas. Die Voodoopriesterin spricht von einem Fluch, der auf der Familie lastet. Ob Éloise ihn mithilfe von Gabriels Liebe abwenden kann? 
Spannender Mix: Liebe und Voodoo-Mystery vor dem Hintergrund der Rassenkonflikte in der Karibik.

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Kathleen Weise hat mich mit ihrem Buch "Blutrote Lilien", zu dem ich dem ich auch eine begeisterte Rezension geschrieben habe, echt überzeugt. Deshalb möchte ich auch das neue Buch der Autorin lesen und das Thema, sowie das Cover finde ich richtig stark!

Jaaa, die liebe Kathi ist seit ein paar Stunden zurück aus dem Spanien-Urlaub, gut erholt und braun gebrannt, so wie es sich gehört! :) Meine Urlaubslektüre hab ich auch so gut wie geschafft, vom letzten Buch "Die Geister von Rosehill" fehlen mir nur noch die letzten paar Seiten, die ich heute noch zu Ende lesen werde. Dann werden natürlich fleißig die ausstehenden Rezis getippselt und bis es soweit ist, dachte ich, ich zeige euch mal die Bücher, die während meiner Abwesenheit hier eingetrudelt sind. Dies ist Nummer eins und ein zweites kann ich euch auch noch zeigen. Jetzt bin ich aber gerade ein wenig zu müde zum Rezensieren (der Flieger ging so früh), ein wenig müsst ihr euch noch gedulden...

Sonntag, 11. September 2011

Urlaubslektüre, eine schwierige Entscheidung...

Der Koffer ist fast fertig gepackt, die Vorfreude steigt, denn morgen früh fliegen wir für zwei wunderschöne und heiße Wochen ins sonnige Spanien. Das heißt aber auch, dass es in den nächsten zwei Wochen hier auf meinem Blog, keine neuen Artikel zu lesen geben wird.

Ich habe mir natürlich auch ein paar Bücher herausgesucht, die mich auf der Reise begleiten dürfen. Zum einen kommt natürlich meine aktuelle Lektüre "Der Goldschatz der Elbberge" mit ins Flugzeug, ein Rezensionsexemplar. Und dann stand ich vor der Qual der Wahl, aber ich habe mich entschieden. Und zwar für folgende Bücher:

 
Im Jahr 1065 lässt der Hamburger Erzbischof Adalbert eine Gruppe Männer durch einen alten Stollen in die Tiefe des Sollonbergs (Süllberg in Blankenese) hinabsteigen, um dort einen sagenumwobenen Schatz der zwergenhaften Schwarzalben zu heben. Mit der Beute hofft der Kirchenfürst seine politische Macht im Norden Europas und im Reich König Heinrichs IV. ausweiten zu können. Als die Männer tatsächlich in das Zwergenreich gelangen und Hand anlegen an den goldenen Schatz, vollzieht sich ein alter Fluchzauber, der das Land an der Elbe in Angst und Schrecken versetzt, während zugleich das Machtgefüge des Erzbischofs zerfällt Ein packender Roman, der Historisches geschickt mit alten Sagen verwebt und eine bislang wenig beachtete Epoche Hamburgs weit vor den Tagen der Hanse faszinierend in Szene setzt.

Die 16-jährige Vassar weiß genau, was sie will: erst den besten Schulabschluss, dann auf eine Eliteuniversität. Warum soll sie also ausgerechnet jetzt, kurz vor den Prüfungen, ihre verrückte Großmutter in Südostasien besuchen? Widerwillig packt Vassar zehn (!) Koffer und reist in den Dschungel. Dort muss sie bald einsehen, dass aufblasbare Toilettensitze keine Familiengeheimnisse lösen - und auch nicht helfen, wenn man sich unsterblich verliebt.

Die junge Archäologin Verity Grey kann nicht widerstehen, als sie zu Ausgrabungen ins schottische Rosehill eingeladen wird, um nach der letzten Ruhestätte der legendären Neunten Römischen Legion zu suchen. Fasziniert erlebt sie mit, wie in Rosehill ein Geist umgeht: der Geist eines römischen Legionärs! Und dann trifft Verity auch noch David, dessen Charme sie vollends aus der Reserve lockt.

»Und wer bist du wirklich?« 
Der Weg durch den nächtlichen Park, der Überfall all das weiß sie noch, als sie aus dem Koma erwacht. Ihre Erinnerung ist völlig klar: Sie heißt Sibylle Aurich, ist 34 Jahre alt, lebt mit Mann und Kind in Regensburg. Sie scheint fast unversehrt. Und doch beginnt mit ihrem Erwachen eine alptraumhafte Suche nach sich selbst. Zwar hat Sibylle ihr Gedächtnis behalten, die Welt aber hat offenbar die Erinnerung an Sibylle verloren: Ihr Mann kennt sie nicht, von ihrem eigenen Hochzeitsfoto starrt ihr das Gesicht einer Fremden entgegen, und niemand hat je von ihrem Sohn Lukas gehört! Wurde er entführt? Hat er nie existiert? Und wem kann sie überhaupt noch trauen?


Ich denke doch, dass ich eine ganz gute Mischung zusammengestellt habe. Ein spannender Thriller, eine Archäologie-Schottland-Story, ein Jugendbuch mit einem absolut hinreißenden Cover und einer Geschichte, bei der es auch ums Reisen geht und eine Mischung aus History und Fantasy, da dürfte es mir doch am Strand nicht langweilig werden! Was haltet ihr von meiner Lektürenauswahl? Habt ihr das eine oder andere Buch schon gelesen?

Hiermit verabschiede ich mich nun für zwei Wochen von euch und hoffe, dass ihr alle schön gesund bleibt und viele, viele Bücher lest! Ich komme dann mit neuen Rezensionen im Gepäck zurück und erzähle euch, wie mir meine Urlaubslektüre gefallen hat! Bis dahin: hasta la vista!!!

Samstag, 10. September 2011

Book in the post box: Engelsmorgen

Engelsmorgen


von Lauren Kate
Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
Verlag: cbt (12. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570160785
ISBN-13: 978-3570160787
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
Originaltitel: Torment





Kurzbeschreibung 

Die Hölle auf Erden. Das ist es für Luce, wenn sie von ihrer großen Liebe, dem gefallenen Engel Daniel, getrennt sein muss. Seit einer Ewigkeit suchen sie nacheinander, und nun, da sie sich endlich gefunden haben, muss Daniel sie schon wieder verlassen. Solange, bis er die Unsterblichen besiegt hat, die Luce töten wollen. Daniel versteckt Luce in Shoreline, einem Internat an der kalifornischen Küste, wo sie lernt, die furchterregenden Schatten, die sie seit frühester Kindheit umgeben, zu kontrollieren ...

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Dies ist das zweite Buch, das gestern in meinem Briefkasten lag. Ich habe mich echt gefreut, denn eigentlich hatte ich "Engelsmorgen", den zweiten Band von Lauren Kate's Engel-Jugendbuchtrilogie, nicht angefordert. Aber natürlich befand sich das Buch auf meinem Wunschzettel, denn "Engelsnacht" hatte für mich durchaus Potenzial, ich mochte die Geschichte einfach. Und das Cover ist suuuuper schön!!!! Ein Traum!

So, das war nun der letzte "Book in the post box"-Eintrag vor meinem Urlaub. Morgen gibts noch einen schönen Blog-Post zur Urlaubslektüre und dann gehts für zwei Wochen ab in den Süden! Ich freu mich so!!! 

Freitag, 9. September 2011

Book in the post box: Robocalypse

Robocalypse

von Daniel H. Wilson
Broschiert: 464 Seiten
Verlag: Droemer (12. September 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426226006
ISBN-13: 978-3426226001
Originaltitel: Robopocalypse: How Humanity Survived the Robot Uprising






Kurzbeschreibung 

In einem Labor experimentieren Wissenschaftler mit einer überlegenen künstlichen Intelligenz – bis sie beginnt, sich zu wehren: ARCHOS bringt sämtliche Maschinen der Welt unter seine Kontrolle, vom kleinsten Computer bis zum tödlichen Waffensystem. Die Robocalypse bringt die Menschheit an den Rand der Auslöschung – doch die Maschinen haben nicht mit dem Mut der Menschen gerechnet…

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Heute habe ich ein ganz besonderes Schmankerl in meiner post box vorgefunden: "Robocalypse" von Daniel H. Wilson hat mich interessiert, seit es angekündigt war! Es erinnert stark an Terminator, aber ich glaube, uns erwartet hier ein wahnsinns Scicence-Fiction Buch, mit ganz eigenen Ideen und Wegen, die die Geschichte gehen wird. Außerdem ist die Aufmachung einfach spitze: Geniales Cover, ein hochwertiges Paperback mit tollem Bild auf der Innenseite und abgerundete Ecken! Wow, ein Hingucker, aber mit einem Preis der sich gewaschen hat: 16,99€ ist nicht gerade wenig! Wir werden sehen, ob es sich lohnt, mir wurde das Buch freundlicherweise zur Rezension zur Verfügung gestellt.

Die Dreharbeiten zur Buchverfilmung beginnen übrigens Anfang 2012 und Stephen Spielberg wird auf dem Regiestuhl platz nehmen. Die Rechte waren schon verkauft, bevor das Buch überhaupt fertiggestellt wurde. Ein Cast ist aber noch nicht bekannt, und ich bin gespannt, wen Spielberg hier besetzen wird. Deutscher Starttermin wird dann wohl 2013 sein.

Donnerstag, 8. September 2011

Endzeit - Liz Jensen

Düstere, ziemlich nahe Zukunftsvision

Die nach einem Autounfall von der Hüfte abwärts gelähmte Psychotherapeutin Gabrielle Fox versucht sich in einer neuen Stadt mit einem neuen Job ein neues Leben aufzubauen. Mit Menschen, die sie nur mit Rollstuhl kennen, und nicht die langbeinige Schönheit Gabrielle von vor dem Unfall. Sie nimmt einen nicht ganz einfachen Job in einer Anstalt für gestörte Jugendliche an und bekommt es mit einem unheimlichen Mädchen namens Bethany Krall zu tun. Bethany hat ihre Mutter mit einem Schraubenzieher erstochen, kann oder will sich aber nicht an die Tat erinnern. Sie ist ein mehrfach psychisch gestörtes 16-jähriges Mädchen und beginnt schlimme Naturkatastrophen wie ein Erdbeben oder einen Vulkanausbruch vorherzusagen, die dann auch wirklich eintreten. Doch dann macht Bethany die Voraussage vom „großen Trübsal“, eine Katastrophe nie da gewesenen Ausmaßes…

In diesem Endzeit-Thriller mit dem passenden Titel „Endzeit“ stehen nicht die katastrophale Entwicklung der Natur im Vordergrund, sondern eine Therapeutin und ihre wirklich merkwürdige und unheimliche Patientin. Natürlich ist es befremdlich, sich ein England mit hochsommerlichen Temperaturen an die 40 Grad Celsius im Oktober vorzustellen, doch dies sind eher die Begleitumstände, die das Buch noch interessanter machen, als es eh schon wäre, wenn die Handlung unter ganz normalen Umständen im Jahr 2011 angesiedelt wäre. Ich würde „Endzeit“ sogar in der Kategorie Wissenschafts-Thriller einordnen, der jedoch nicht ganz so wissenschaftlich geschrieben ist, wie z.B. Schätzings „Der Schwarm“ oder „Biosphere“ von William Fahy.

Der Schreibstil von Liz Jensen ist sehr angenehm zu lesen. Ich habe gleich von Beginn an in die Geschichte hineingefunden und konnte mich auch mit Protagonistin Gabrielle identifizieren. Am Anfang startet die Geschichte eher ruhig, es passiert noch nicht so viel, man muss erst mal aus Gabrielles Rollstuhlfahrer-Sicht seine Umgebung erkunden, lernt ihre Patientin Bethany Krall kennen und erlebt die vergeblichen Versuche Gabrielles, an das Mädchen heranzukommen. Später spitzt sich die Situation zu, die Spannung steigt an und ich war immer enttäuscht, wenn meine Haltestelle in der Bahn angesagt wurde, und ich das Buch aus der Hand legen musste. Gabrielle fungiert hier als Ich-Erzählerin und man erlebt hautnah, was es heißt, an einen Rollstuhl gebunden zu sein.

Die Figuren sind alle sehr lebendig und farbenfroh dargestellt. Sie haben Tiefe, Schärfe und Kontur und es hat mir keine Mühe gemacht, jede Person für mich anzunehmen, ob sie nun gut oder schlecht war. Gabrielle ist nicht nur körperlich sondern auch seelisch versehrt, gesteht sich das aber erst im Laufe des Buches ein. Sie war mir sehr sympathisch und ich hätte ihr gerne in traurigen Stunden beigestanden. Bethany ist eine arme, kranke Seele und sie ist manipulativ! Das Mädchen kann einem einfach nur leidtun. Eine wichtige Rolle spielt auch der Physiker Frazer Melville, der sich sehr für die Voraussagungen von Bethany interessiert. Auch mit ihm habe ich gleich sympathisiert, vor allem, weil er Gabrielle unterstützt und sie nicht für verrückt erklärt.

Das Cover der Klappenbroschur finde ich wahnsinnig gut gelungen. Ein Auge blickt einem aus einem schwarz-weiß Gesicht entgegen. Die Pupille ist das einzig farbige und stellt eine blaue Weltkarte dar, die uns mahnend entgegenspringt. Am unteren Rand ist ein sturmgepeitschtes Meer mit einer Reihe großer Blitze zu sehen, auch in Grautönen.

Mein Fazit lautet: Ein äußert lesenswerter Endzeit-Thriller, der dem Leser auch ein paar Gehirnzellen abfordert und nicht nur mit grauem Einheitsbrei aufwartet! Wer gerne Wissenschafts-Thriller liest, findet in „Endzeit“ von Liz Jensen mit Sicherheit ein Buch nach seinem Geschmack!



von Liz Jensen
Taschenbuch: 400 Seiten 
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. April 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3423248440 
ISBN-13: 978-3423248440 

Rezension vom 08.09.2011

Mittwoch, 7. September 2011

Book in the post box: Sternenschimmer

Sternenschimmer

von Kim Winter
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Planet Girl; Auflage: 1. (15. Juli 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522502787
ISBN-13: 978-3522502788
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre






Kurzbeschreibung 

Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

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Die Geschichte zu diesem Buch ist lustig: Eigentlich glaube ich nicht unbedingt, ob mir "Sternenschimmer" zusagen wird und eigentlich wollte ich es auch gar nicht haben. Natürlich habe ich die ganzen begeisterten Rezension dazu gelesen, aber ich weiß nicht so recht. Und eigentlich habe ich beim Verlag ein ganz anderes Buch angefragt, das da wäre "Im Land des Voodoo-Mondes", der neue Jugend-History-Roman von Kathleen Weise, der am 19. September erscheint. Da meinte doch die total liebe und nette Frau Unbehaun vom Thienemann Verlag, sie würde "Sternenschimmer" einfach noch oben drauf packen.^^ Okay, jetzt ist das Buch hier, es sieht ganz, ganz toll aus und ich werde es auch lesen! Ich glaub, ich freu mich sogar darauf. *gg*

Bevor ich am Montag in den Urlaub entfleuche, wird es noch die Rezi zu "Endzeit" und einen Post zu meiner Urlaubslektüre geben und dann ist erstmal zwei Wochen Sendepause... bis ich mit neuen Rezis im Gepäck wieder im grauen Alltag landen werde.

Sonntag, 4. September 2011

Book in the post box: Seelen

Seelen

von Stephenie Meyer
Taschenbuch: 864 Seiten
Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (Juni 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 355131036X
ISBN-13: 978-3551310361
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
Originaltitel: The Host





Kurzbeschreibung 

Planet Erde, irgendwann in der Zukunft. Sogenannte Seelen haben sich in den menschlichen Körpern eingenistet und ihre Kontrolle übernommen. Nur wenige Menschen sind noch frei und leisten Widerstand, so wie Melanie. Als sie gefasst wird, wehrt sie sich mit aller Kraft gegen die Verdrängung aus ihrem Körper - und teilt ihn fortan notgedrungen mit der Seele Wanda. Die Suche nach Jared, Melanies Geliebtem, wird dadurch nicht gerade einfacher, vor allem, weil auch Wanda nach und nach Gefühle für ihn entwickelt.

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So, jetzt gebe ich Stephenie Meyer mal eine Chance, nachdem ihr Buch "Seelen" im Juni als Taschenbuch erschienen ist. Denn hier bekommt man viel Buch für sein Geld und die Sci-Fi-Story interessiert mich einfach. Vor allem, weil viele Biss-Fans dieses Buch gar nicht mögen, könnte es mir als strikte Biss-Verweigerin gefallen. Hoff ich doch! Welche Erfahrungen habt ihr mit diesem Buch gemacht? 

Mit "Seelen" zusammen habe ich mir übrigens meine Lumi-Leselampe gekauft, über die ich euch auch noch in einem separaten Blog-Post berichten werde.

Samstag, 3. September 2011

Book in the post box: Wenn du mich siehst

Wenn du mich siehst

von Tara Hudson
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (29. August 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453267230
ISBN-13: 978-3453267237
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 15 Jahre
Originaltitel: Hereafter





Kurzbeschreibung 

Eine Liebe, die selbst den Tod besiegt

Amelia ist 18 – zum Zeitpunkt ihres Todes. Seitdem streift sie als ruheloser Geist durch die Kleinstadt, in der sie einst zur Schule ging, mit Freunden die Nachmittag verbrachte, lernte, lachte, liebte: All dies scheint ihr unwiderruflich verloren. Doch dann lernt sie Joshua kennen, der mit seinem Wagen über die Böschung schießt und beinahe ertrinkt – in jenem Fluss, in dem Amelia ihren Tod fand. In letzter Minute wird er gerettet. Tief in den dunklen Fluten aber erblickt er für einen Sekundenbruchteil Amelia, die ihm in dem verzweifelten Versuch zu helfen hinterhergesprungen ist. Und das Wunder geschieht: Die Gabe, Amelia sehen, hören und sogar berühren zu können, bleibt Joshua erhalten. Er trifft sich mit ihr und die anfängliche Beklommenheit beider weicht bald einer zarten Liebe. An seiner Seite kann Amelia das unheimliche Zwischenreich, in dem sie einer Gefangenen gleich orientierungslos umherirrte, verlassen und ein Stück weit ins Leben zurückkehren. Doch ihr Glück ist nur von kurzer Dauer: Denn da ist noch jemand, der Amelia sehen kann, jemand, der Böses im Sinn hat und sie endgültig ins Jenseits befördern will …

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Das klingt doch mal nach einer passablen paranormal romance. Als mich der Verlag hier angefragt hat, ob ich das Buch lesen möchte, habe ich erstmal länger darüber nachgedacht. Denn, wie ihr wisst, bin ich nicht so sehr Fan von kitschigen Teenie Lovestories. Dieses Herumgeschmachte à la "Ich kann ohne dich nicht leben bla bla..." kommt mir zu den Ohren wieder raus. Aber dann bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich dem Buch eine Chance geben sollte, denn eine Geistergeschichte in der Form, also aus Sicht des Geistes, habe ich noch nie gelesen. Das ist es, was den Ausschlag gegeben hat: Wie sieht ein Geist uns und die Welt, was denkt und fühlt ein Geist... wir dürfen gespannt sein!!!

Freitag, 2. September 2011

Leseliste August 2011

Waaah, ich bin einen Tag zu spät drann mit meiner Leseliste für den August, aber nachdem dann gestern die Rezension für "Ich bin Nummer Vier" geschrieben und gebloggt war (hatte das Buch am 31. August noch ausgelesen^^), hatte ich echt keine Lust mehr. Ich hoffe, ihr seht es mir nach! Der August ist mal wieder ins Land gezogen und wir hatten sogar eine echt heiße Woche, die ich natürlich im noch heißeren Büro verbringen durfte. Aber ich war auch ein seeehr schönes Wochenende in unserem Nachbarland, der Schweiz, unterwegs und habe zwei wundervolle Freundinnen besucht. Im Kino war ich im August nicht, aber ich habe mir "Beastly" auf Bluray angeschaut und ich fand den Film ganz nett. Eine Teenie-Schmonzette halt ;-). Das Buch muss ich nicht unbedingt lesen, außerdem hat mir der sprechende Kerzenleuchter irgendwie gefehlt *gg*.

Im September bin ich übrigens zwei Wochen im Urlaub im sonnigen Spanien und natürlich dürfen einige Bücher mit in den Koffer hüpfen. Meine Auswahl stelle ich euch natürlich nächste Woche bzw. nächstes Wochenende noch vor, denn der Flieger startet erst am 12. September.

Lesetechnisch war der August so lala, ich hatte gehofft ein wenig mehr zu lesen, aber wir waren so viel in Küchenstudios und Möbelhäusern unterwegs, dass da ziemlich viel Zeit auf der Strecke blieb. Aber dafür haben wir ne supertolle Küche und ein wahnsinns Bett bestellt für unseren neue Wohnung, die wir am 01. November beziehen werden. Mein Lesezimmer ist nicht mehr fern!!!! Gelesen habe ich (nur) fünf Bücher, von denen eigentlich Keines ein wirklicher Flopp war, aber eines war mein absolutes Highlight...

Durch Klicken auf die Links kommt ihr auf meine ausführlichen Rezensionen.

Mit dem neuen Kinder- und Jugendroman "Geisterritter" von Cornelia Funke bin ich in den August gestartet. Jon Withcroft ist ein niedlicher kleiner Held, der im Sturm mein Herz erobert hat. Zusammen mit ihm musste man sich mutig bösen Gespenstern stellen und sich die Freundschaft der toughen Ella erkämpfen. Ein sehr schöner Kinderroman, der auch Werte vermittelt und sich sehr gut zum gemeinsamen Lesen eignet!








Dying to live von Kim Paffenroth habe ich ein wenig mehr kritisiert, weil mir der Zombie-Horror-Roman an manchen Stellen zu platt geraten war und er vergleichsweise eine seeeehr lange Anlaufzeit hatte, bis mal etwas Schwung in die Geschichte kam. Dann gab es aber Zombie-Horror vom Feinsten, so dass ich gute dreieinhalb Sterne vergeben kann.









Dann ging es auch schon mit dem historischen Jugendroman "Ketzerschwestern" von Arnulf Zitelmann weiter. Bei diesem Buch war mir der Schreibstil ein wenig zu sperrig und ich lese sehr gerne historische Romane. Auch habe ich hier zu wenig Ketzerschwestern und zu viel langweilige Protagonistin gefunden. Leider kann dieser Roman Büchern wie "Blutrote Lilien" oder "Totenmädchen" nicht das Wasser reichen.








So, hier kommt nun mein Monatshighlight August: Das Romandebut der jungen Autorin Kerstin Pflieger "Die Alchemie der Unsterblichkeit" hat es mir absolut angetan! Ich liebe die schrullige Hauptfigur Icherios Cahin und die kuriosen Abenteuer, die er im Dörfchen Dornfelde erlebt, haben es echt in sich! Außerdem lebt Icherios in meiner Heimatstadt Karlsruhe, was natürlich einen weiteren Pluspunkt bringt^^. Hoffentlich wird Icherios noch viele, viele Abeteuer bestehen dürfen und ich freue mich schon wahnsinnig auf das Zweite "Der Krähenturm", das es ab dem 19.12.2011 zu bestehen gilt!





Am letzten August-Tag habe ich noch schnell "Ich bin Nummer Vier" von Pittacus Lore ausgelesen. Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn der Kitschfaktor für mich etwas zu hoch war. Und somit hoffe ich, dass es im nächsten Band "The power of six", der gerade in den USA auf den Markt gekommen ist, nicht mehr ganz so schnulzig zugeht, denn lesen möchte ich ihn sehr gerne. Vor allem, da es unsicher ist, ob ein weiterer Film gedreht wird, nach dem relativ schlechten Einspielergebnis (ich fand den Film sehr gut!!!).

Donnerstag, 1. September 2011

Ich bin Nummer Vier - Pittacus Lore

Fell in love with an alien

Viele Orte hat er schon gesehen, unter vielen Namen hat er gelebt, nun muss er von Florida nach Paradise, Ohio ziehen. Immer auf der Flucht von den Mogadori, die drei von den zehn außerirdischen Jugendlichen mit besonderen Fähigkeiten, schon umgebracht haben. In Paradise beginnt John Smith wieder von vorne, in einem neuen Zuhause, an einer neuen Schule, mit neuen Menschen und er hat es gründlich satt andauernd davonzulaufen und umziehen zu müssen. Dies lässt er seinen Cepân Henri auch deutlich spüren. Als er dann Sarah kennenlernt festigt sich sein Wunsch nach Beständigkeit und er verliebt sich in das hübsche Erdenmädchen. In Sam findet er auch das erste Mal einen richtigen Freund, dem er sich anvertrauen kann. Gleichzeitig erwacht sein Erbe in ihm und John muss lernen seine Fähigkeiten zu beherrschen, doch die Mogadori sind nicht weit…

Nachdem ich den Film gesehen habe, haben mir an manchen Stellen ein paar Erklärungen gefehlt und so war klar, dass ich das Buch auch irgendwann lesen muss. Von der Geschichte her, hat er mir nämlich sehr gut gefallen. Durch das lesen des Buches ist mir vieles klarer geworden und ich verstehe jetzt die Zusammenhänge besser. Auch die Unterschiede zwischen Film und Buch sind mir natürlich nicht verborgen geblieben, das hat mich aber nicht weiter gestört. Einen Kritikpunkt muss sich das Buch jedoch von mir gefallen lassen: Es war mir an einigen Stellen einfach viel zu kitschig, das war im Film deutlich besser gelöst. Jetzt kommen wir aber voll und ganz zum Buch!

Der Schreibstil des Autorenduos James Fry und Jobie Hughs, alias Pittacus Lore, war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es wurde gekonnt und schnell Spannung aufgebaut und selbst, wenn man die Story schon kennt, macht es Spaß mit John Smith sein Erbe zu entwickeln und in Erinnerungen an den Planeten Lorien zu versinken. Der Teenager ist der Ich-Erzähler, der durch die Geschichte führt und seine Gedanken und Gefühle werden schonungslos offen gelegt. Aber wie gerade schon erwähnt, war es mir oft auch zu viel des Guten, zu viel Gefühlsduselei und das ist ja bekanntlich gar nicht mein Fall.

Die Charaktere haben mir aber ausgesprochen gut gefallen. Vor allem Sam, Johns bester Freund, hat es mir angetan. Er war irgendwie immer herzzerreißend süß als kleiner Verschwörungstheorien-Verfechter. Auf das Verschwinden seines Vaters wird allerdings weniger eingegangen, als ich es erwartet hatte. John war mir auch sehr sympathisch und selbst Sarah konnte ich die eine oder andere gute Eigenschaft abgewinnen. Henri, Johns Wächter, war neben Sam eine meiner Lieblingspersonen, er ist Johns Vaterfigur und die beiden vertrauen sich blind.

Das Cover des hochwertigen Paperbacks ist wirklich schön geworden. Endlich mal nicht das obligatorische Mädchengesicht, das einen aus allen Bücherregalen entgegenglotzt, sondern ein orangener Feuerwirbel in den unendlichen Weiten des Weltalls. Passend zu dieser Science-Fiction-Love-Story!

Zusammenfassend ist zu diesem Buch zu sagen, dass mir die Geschichte und der Actionfactor hier eindeutig zusagt, allerdings war das Kitschniveau ein wenig zu hoch für mich, so dass ich hoffe, dass es im zweiten Band, „The power of six“, der soeben auf Englisch erschienen ist, nicht mehr ganz so schlimm ist. Ich möchte auf jeden Fall wissen, wie es weitergeht! Dieses Buch erhält eine eindeutige Leseempfehlung von mir!



von Pittacus Lore
Broschiert: 352 Seiten 
Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (28. Februar 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3351041284 
ISBN-13: 978-3351041281 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Rezension vom 01.09.2011