Samstag, 30. April 2011

Strange Angels: Verflucht - Lili St. Crow

Zombies, Blutsauger und Traumfresser

Nichts ist normal im Leben der 16-jährigen Dru Anderson. Sie zieht mit ihrem Vater von Stadt zu Stadt um dort übernatürliche Wesen zu jagen oder Flüche zu brechen. Sie hat auch eine Fähigkeit, die sie diese Wesen erkennen und Gefahr spüren lässt. Doch an einem Abend ist alles anders: Drus Dad kommt nicht von einem seiner Jobs zurück und sie ist ganz allein in dem Haus, das sie gemietet haben. Bis plötzlich etwas an die Hintertür klopft und Dru sich ihrem Vater gegenüber sieht. Doch er ist tot und als Zombie wiedergekehrt um sie zu töten! Nur durch großes Glück schafft sie es zu entkommen und flieht, doch sie zieht den einzigen Menschen in ihre Flucht hinein, der sich ein wenig für sie interessiert hat: Graves, ein merkwürdiger Junge. Zusammen versuchen sie der Lage Herr zu werden, doch das klappt nicht so ganz…

Schon nach wenigen Seiten fühlte ich mich unweigerlich an die Serie „Supernatural“ erinnert. Ein Dad der Zombies und Geister jagt, ein Kind dass unweigerlich da mit hinein gezogen wird und dann gibt es da noch Dads Notizbuch mit all den Telefonnummern. Die Geschichte um Dru beginnt eher ruhig, um dann bald sehr rasant zu werden, als der Zombie-Dad in ihrem Wohnzimmer steht. Irgendjemand hat ihn zum Zombie gemacht und ihn geschickt um Dru zu töten. Doch WARUM das Ganze? Diese Frage bleibt fast das gesamte Buch im Dunkeln, bis Christophe ein paar Details erzählt. Zum Schluss hat mich Lili St. Crow außerdem fast auf eine falsche Fährte führen können, aber nur fast!

Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker und flüssig zu lesen. Dru ist die Ich-Erzählerin, der wir durch die Geschichte folgen und deren, oftmals lange, Gedankengänge sich durch die ganze Handlung ziehen. Ich finde diese Einschübe an den meisten Stellen sehr gut und passend, da es Drus Trauer und Hilflosigkeit wiederspiegelt, manchmal wurde es aber fast zu viel und die Handlung wurde auseinandergezogen. Schlimm oder störend fand ich das aber nicht.

Gut fand ich die ausgereiften Charaktere. Dru ist ein toughes Mädchen, dass sich einem riesigen Problem gegenüber sieht: Nachdem ihr Dad tot ist, ist sie ganz alleine und wird von übernatürlichen Wesen aus der Echt-Welt verfolgt. Sie hat Angst, aber irgendein Automatismus in ihr scheint zu greifen und sie überlebt. Dru hat mir wirklich sehr gut gefallen! Graves hingegen bleibt von Anfang bis Ende merkwürdig. Er ist irgendwie wachsweich und nicht so richtig zu greifen, dennoch ist er irgendwie süß und nett, wie er sich um Dru sorgt. Auch seinen Werwolf Biss steckt er fast gelassen weg, sehr verdächtig! Christophe taucht erst ziemlich spät im Buch auf, so dass seine Figur kaum Raum hat um sich adäquat zu entfalten. Aber bringt Leben in die Bude!

Das Cover hat mich vom ersten Augenblick in seinen Bann geschlagen: Hier ist zwar wieder das obligatorische Frauengesicht zu sehen, aber es ist toll arrangiert, wie es mit geschlossenen Augen auf einem Felsen liegt. Eine Hand von ihr ist auch noch zu sehen. Darunter befinden sich der Name der Autorin und der Buchtitel. Insgesamt ist der Schutzumschlag sehr düster gehalten und auch vom Papier relativ dünn.

„Strange Angels: Verflucht“ von Lili St. Crow ist der Auftakt zu einer Jugendbuchreihe, der zwar an manchen Stellen ein wenig vorhersehbar war, mich aber definitiv zum Weiterlesen animiert hat. Vor allem, weil Dru die kleine Schwester der Winchester-Brüder sein könnte und ich mir von den Folgebänden noch weitere Geister-Action verspreche!



von Lili St. Crow
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Verlag: PAN (4. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783426283455
ISBN-13: 978-3426283455
ASIN: 342628345X
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Strange Angels

Rezension vom 30.04.2011

Ich bedanke mich herzlich beim   Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Freitag, 29. April 2011

Bellas Wonderworld hat Geburtstag!

Hi ihr Lieben,

ich mache ja normalerweise keine Werbung für Gewinnspiele auf meinem Blog, aber hier möchte ich einmal eine Ausnahme machen, um der lieben Steffi von Bellas Wonderworld heute zu ihrem 2. Bloggeburtstag zu gratulieren, was heißt, dass es Bellas Wonderworld nun seit zwei Jahren gibt! Eine tolle Leistung! Hoffentlich wird mein Blog in in knapp anderthalb Jahren auch noch so gerngelesen sein, wie deiner!

In diesem Sinne:

Happy Birthday Bellas Wonderworld!!!

Und Steffi hat sich natürlich auch ein schönes Gewinnspiel ausgedacht, bei dem es vier fantastische Bücher zu gewinnen gibt: Welche das sind und was ihr tun müsst, um eines davon zu gewinnen, könnt ihr hier erfahren.



Ich wünsche euch viel Spaß beim Mitmachen!

LG
Kathi

Mittwoch, 27. April 2011

Book in the post box: DARKNET

DARKNET

von Daniel Suarez
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: rororo (2. Mai 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499252449
ISBN-13: 978-3499252440

 
 
 
 

 
 
Kurzbeschreibung

Die Welt ist nur ein Spiel – das Überleben der Menschheit der Preis. Ein DAEMON hat die digitale Welt erobert, und wer das Internet beherrscht, beherrscht auch den Planeten. Die Menschen, die sich ihm unterordnen, erleben die Realität wie ein Computerspiel und werden mit ungeheuren Kräften ausgestattet. So gewinnt der DAEMON nach und nach immer mehr Macht jenseits der Datenströme. Und staunend erkennt die Menschheit: Vielleicht ist das die Rettung der Zivilisation.Doch diejenigen, die bisher das Sagen hatten, wollen sich nicht kampflos entthronen lassen. Auf allen fünf Kontinenten treten die Söldnerarmeen des Global Business an gegen den DAEMON. Und bald herrscht Terror in allen Ländern, brennen Städte und Dörfer, rüsten sich zwei Heere zur letzten Schlacht. Die Fortsetzung des Bestsellers «DAEMON»
 
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Yeah, auch dieses Buch ist endlich bei uns eingezogen!!! Das ist eins meiner Highlights 2011! Ich war von "DAEMON" ja sehr begeistert, da kommt wieder meine IT-Affinität heraus^^, und da muss natürlich der zweite Teil auch her! Die Filmrechte für "Daemon" haben sich der Drehbuchautor des Films "Wargames", Walter F. Parks und Paramount gesichtert. Gerüchten zu Folge können wir vielleicht schon 2012 den Film im Kino bewundern. Wem das Ganze also zu technisch und zu computerlastig ist, um es zu lesen, der könnte sich dann den Film ansehen, lohnen wird es sich allemal!!!


Dienstag, 26. April 2011

Blutrote Lilien - Kathleen Weise

Der Louvre – Eine Schlangengrube?

Im Winter des Jahres 1609 reist die junge Charlotte de Montmorency mit ihrer Zofe an den französischen Königshof nach Paris, um dort in die Gesellschaft eingeführt zu werden und bald ihren Verlobten zu heiraten. Sie erträumt sich ein Leben voller Prunk und Glanz, doch was sie am Louvre vorfindet, gleicht eher einer intriganten Schlangengrube. Ihr Vater und ihr Bruder machen ihr Vorschriften, sie bekommt bei einem alten Fräulein Unterricht in Höfischer Etikette und leistet sich gleich zu Beginn einen, für den Hofstaat fürchterlichen Fauxpas, worauf alle hinter vorgehaltener Hand über sie tuscheln. Dabei hat sie eigentlich ihren Verlobten in einer pikanten Situation erwischt. Charlotte will und kann sich nicht damit abfinden in solch eine Ehe hineinmanövriert zu werden, doch ihr Aufbegehren scheint aussichtslos. Doch wie der Hofnarr zu sagen pflegte: das Herz findet seinen Weg und so auch Charlottes…

„Blutrote Lilien“ ist ein historischer Jugendroman, der sich mit dem höfischen Leben in Frankreich zu Beginn des 17. Jahrhunderts auseinandersetzt. Nicht nur die Etikette einer Frau spielte eine entscheidende Rolle in ihrem Leben, sondern auch die arrangierten Ehen, in die sich die Frauen von hohem gesellschaftlichen Rang zwängen lassen mussten, denn ein Mitspracherecht besaßen sie nicht. Auch spricht Kathleen Weise offen über die Problematik zwischen den Katholiken und den Hugenotten, dessen schwelender Konflikt, die damalige Zeit überschattete. Mit Charlotte schickte die Autorin eine unangepasste, junge und impulsive Frau in diese Kulisse, die auf jeden Fall anecken musste und für die das Leben am Louvre nicht gerade reibungslos verlief. Das und Charlotte selbst, die sich nicht unterkriegen lässt, machen den Charme dieses Buches aus.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Mühelos flogen mir die Seiten unter den Fingern davon und die Spannung, die Frau Weise aufzubauen versteht, lies mich an den Seiten kleben, bis auch die letzte umgeblättert war. Charlotte ist in dieser Geschichte die Ich-Erzählerin und steht im Mittelpunkt der Ereignisse. So erfährt man sehr viel von ihrem Gefühlsleben und über ihre Sicht auf die Dinge.

Gerade mit Charlotte ist der Autorin eine tolle Protagonistin gelungen! Sie ist sehr naiv, als sie an den Pariser Hof kommt und sie geht auch mit einer gewissen jugendlichen Naivität die Dinge an, doch bald merkt sie, dass alles mehr Schein als Sein ist und hintenherum die fiesesten Ränke geschmiedet werden. Selbst mit ihrem Bruder Henri kommt sie irgendwann nicht mehr klar, denn er durchläuft eine negative Veränderung im Laufe der Geschichte. Auch der Prinz Condé wird sehr klar und kraftvoll charakterisiert, er bleibt aber bis kurz vor Schluss geheimnisvoll. Auch die Nebenfiguren wie der Narr, Charlottes Freundin Sophie oder ihr Vater und der König sind gut gezeichnet, so dass man sehr gut zu Recht kommt.

Die Umschlaggestaltung des Hardcovers ist ein wenig chaotisch geraten. Zwischen Blumen, Blätterranken und Blutstropfen geht der Buchtitel fast unter, dennoch finde ich es recht ansprechend. Im Inneren des Buches befindet sich gleich zu Beginn ein kleiner versiegelter Umschlag, den man als Leser öffnen und lesen darf, bevor man in die Geschichte eintaucht. Das ist ein tolles Detail! Die Schrift ist recht groß und gut lesbar.

„Blutrote Lilien“ ist ein historischer Jugendroman, der mich dermaßen gefesselt hat, dass ich ihn in einem Rutsch durchgelesen habe!!!



von Kathleen Weise
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Planet Girl Verlag; Auflage: 1. (18. Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522502183
ISBN-13: 978-3522502184
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 15 Jahre

Rezension vom 26.04.2011

Ich bedanke mich herzlich beim  für das Rezensionsexemplar!

Friendship Book

Ich wurde von der lieben bibliofilia getagged und da ich früher auch mal ein Freundebuch, sowie ein Poesiealbum (wie wahrscheinlich die meisten von uns! :-D ) besaß, fülle ich das jetzt einfach mal aus.

Geburtstag: 18.02.1985

Sternzeichen: Wasserfrau^^

Haarfarbe: natur: hellbraun; in echt: immer nen schönen dunklen Rotton

Augenfarbe: blau-grau-grün

Besondere Kennzeichen: Hab nen Punkt auf der Nasenspitze

Lieblingsfarbe: muss ich mich für eine entscheiden? Blau und pink streiten sich noch...

Lieblingstier: ööööhm... Tiger?

Lieblingsgericht: Pizza und Linsen mit Spätzle :-D

Lieblingssong: Fire von Alloy Mental


Hobbies: lesen, Bücher kaufen, verreisen, irgendwas mit Freunden unternehmen, Filme schauen

Das kann ich besonders gut: zuhören

Was ich nicht mag: Spinnen, Pilze, Intrigen, Hartz IV-TV

Bestes Erlebnis: Nature One in den Sommern 2003 und 2004

Soooo... das wars von mir und nun tagge ich:



Zwei Kerzen für den Teufel - Laura Gallego García

Engel vs. Dämonen

Cat ist 16 und bisher mit ihrem Vater, einem Engel, durch die halbe Welt gezogen. Doch nun ist ihr Vater tot, ermordet von Dämonen und Cat findet sich plötzlich allein in der Welt wieder. Nur ihr Wunsch nach Rache an den Mördern ihres Vaters treibt sie an und führt sie über Barcelona, wo sie von einem unbekannten Wesen angegriffen wird, nach Madrid. Dort wird sie erst von einem Engel ziemlich unwirsch abgewiesen und trifft den jungen Dämonen Angelo, der sich überraschend bereit erklärt, ihr zu helfen. Ob das an dem Engelschwert lag, dass sie ihm an die Gurgel gehalten hat, oder etwas anderes dahinter steckt? Weitere Nachforschungen führen Cat und Angelo nach Berlin, wo etwas geschieht, dass Cats Leben eine ganz neue Wendung gibt…

Laura Gallego García hat mit „Zwei Kerzen für den Teufel“ einen Jugendroman geschrieben, der sich auf lockere Art und Weise mit dem mythologischen Thema Engel und Dämonen befasst. Durch die menschliche Hauptprotagonistin Cat lernt man Engel und Dämonen aus ihrer Sicht kennen und auch die Vorurteile, die sie gegen die jeweiligen Spezies hegt, obwohl sie mit dem Wissen aufgewachsen ist, dass beide Seiten existieren und seit Anbeginn der Zeiten gegeneinander kämpfen. Auch auf die Problematik der Herkunft des Menschen geht die Autorin ein und weicht hier vom herkömmlichen Glauben ab. Das fand ich aber durchaus erfrischend, da nicht immer die ausgetrampelten Pfade begangen werden, sondern auch mal querfeldein gelaufen wird.

Der Schreibstil von Frau García ist sehr flüssig zu lesen. Er ist direkt auf ein jüngeres Lesepublikum zugeschnitten, das heißt es gibt oft kurze, knappe Sätze und auch ein wenig Teenie-Slang, der aber nie blöd oder unpassend wirkt. Die Geschichte selbst wird aus Cats Perspektive erzählt, sie fungiert als Ich-Erzählerin und man weiß als Leser immer nur genau so viel, wie auch sie weiß. Ich habe den Erzählstil als sehr passend und erfrischend empfunden.

Die Figuren sind vor meinem inneren Auge sofort zum Leben erwacht. Gerade Cat, von der man alle Gedanken und Gefühle kennt, wirkt überaus lebendig und ich konnte ihre Beweggründe fast immer sehr gut nachvollziehen. Sie hat ein aufbrausendes Temperament, ist dickköpfig und kann einem Dämon schon mal Kontra geben. Trotz ihrer jungen Jahre handelt oder benimmt sie sich selten kindisch. Ihr Begleiter Angelo ist ein Dämon: fies, gefühlskalt und, ja genau: dämonisch! Und trotzdem hilft er Cat, erst freiwillig und dann gezwungenermaßen. Seine Beweggründe dafür erfährt man erst ganz zum Schluss. Auch einer breiten Palette an Erzengeln und weiteren Dämonen und Höllenfürsten begegnet man im Laufe der Geschichte, und auch sie sind alle klar und intensiv gezeichnete Charaktere.

Die Covergestaltung der Klappenbroschur finde ich ganz schön. Hier ist die Rückseite eines Menschen mit Engelsflügeln und einem Engelschwert zu sehen, um die sich ein paar Ornamente ranken. Der Hintergrund ist in schwarz und rötlichem braun gehalten auf dem Der Titel und der Name der Autorin, sowie das Schwert erhaben eingeprägt sind.

„Zwei Kerzen für den Teufel“ ist ein kurzweiliger, schön geschriebener und konstruierter Jugendroman, der ohne Liebeskitsch auskommt, mir ein paar sehr schöne Lesestunden beschert hat und mit einem Ende aufwartet, das ich so nicht unbedingt erwartet hätte



von Laura Gallego García
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783423248051
ISBN-13: 978-3423248051
ASIN: 342324805X
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
Originaltitel: Dos velas para el diablo (SM, Madrid)

Rezension vom 26.04.2011

Ich bedanke mich herzlich bei  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Sonntag, 24. April 2011

Der Name des Windes - Patrick Rothfuss

Mein Name ist Kvothe. Ihr habt womöglich schon von mir gehört…

In einem abgelegenen Wirtshaus versteckt sich der womöglich größte Magier seiner Zeit unter dem Decknamen Kote vor der Welt. Doch plötzlich tauchen dämonische Spinnen auf den, eh schon unsicheren, Straßen der Gegend auf und Kvothe macht sich daran, sie zu beseitigen. Dabei lernt er den Chronisten kennen, der ihn überredet, seine Geschichte aufschreiben zu dürfen. Langsam versinken Kvothe, sein Schüler Bast und der Chronist in den Anfängen von Kvothes Leben, auf dem Weg dorthin, wo er zu dem wurde, was er nun ist: Der größte Magier seiner Zeit! Und dieser Weg war steinig…

Zu allererst muss ich sagen, dass ich dieses Buch schon zum zweiten Mal gelesen habe. Das erste Mal auf Englisch und nun nochmal auf Deutsch und seine Magie ist ungebrochen! Kvothes Geschichte nimmt einen ab der ersten Seite gefangen, schubst einen in einen Strudel der Gefahren, der Abenteuer und der Musik, die das frühe Leben des angehenden Magiers bestimmen. Und natürlich das Lernen verschiedener Künste steht hier im Mittelpunkt. Aber es ist nicht so, wie in anderen Geschichten, denn Kvothe ist zwar sehr begabt und mittelos, aber er muss einige Fehl- und Rückschläge einstecken, es läuft nicht alles so reibungslos, wie es bei den meisten Helden der Fall ist. Und auch das Mädchen entschlüpft ihm immer wieder.

Der Schreibstil von Patrick Rothfuss ist einmalig gut! Ganz mühelos und flüssig lotst er denn Leser durch die Seiten seines Buches, immer darauf bedacht, die Spannung hoch zu halten und mir kam es vor, als wäre das seine leichteste Übung! Bevor Kvothe seine Geschichte beginnt, werden die Ereignisse rund um Kotes Wirtshaus aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschildert, während Kvothe erzählt, ist er natürlich der personelle Ich-Erzähler, aus dessen Perspektive man alles erlebt. Natürlich weiß Kvothe zu diesem Zeitpunkt schon, was alles geschehen ist und greift auch manchmal den Ereignissen voraus oder schürt mit geschickt eingestreuten Bemerkungen die Neugier des Lesers.

Die Figuren, vor allem die Kvothes, sind so gut und facettenreich ausgearbeitet, wie man es sich nur wünschen kann! Schnell stellt man eine Sympathie zu Kote/Kvothe her und beginnt mit ihm mit zu fiebern. Für die Dorfbewohner ist er einfach nur der Wirt Kote, aber für Bast und den Chronisten ist er der Mann, um den sich schon seit seiner Jugend Heldensagen rankten, der Junge der loszog, um den Namen des Windes zu lernen. Sein Schüler Bast ist von eher aufbrausender Natur, der versucht seinen Meister vor seinem eigenen Abgrund zu bewahren. Der Chronist ist der Schreiber, ein ruhigerer Geselle, er ist da, damit wir diese Geschichte lesen können.

Der Umschlag dieses Hardcovers ist eigentlich relativ schlicht gehalten. Im Mittelpunkt steht der Titel des Buches in einem, mit rot-bräunlichen Ornamenten umrankten Rondell auf sandbraunem Untergrund. Darunter steht eine einsame, dunkle Gestalt mit Umhang und Stab, die in die Ferne blickt. Mir gefällt dieses Cover total gut, denn irgendwie schafft es, die Stimmung des Buches einzufangen.

„Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss ist ein Buch, dass man Liebhaber der klassischen Fantasy unbedingt gelesen haben sollte, denn es ist tatsächlich das Beste, was der Fantasy Markt derzeit zu bieten hat! Eine Geschichte, wie der Wind selbst: grenzenlos gut!




von Patrick Rothfuss
Gebundene Ausgabe: 863 Seiten
Verlag: Klett-Cotta; Auflage: 9. Aufl. (September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 360893815X
ISBN-13: 978-3608938159
Originaltitel: The Name of the Wind

Rezension vom 24.04.2011

Samstag, 23. April 2011

Book in the post box: Kein Entkommen

Kein Entkommen

von Linwood Barclay
Taschenbuch: 528 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (15. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783548283487
ISBN-13: 978-3548283487
ASIN: 3548283489
Originaltitel: Never look away

 
 
 
 

Kurzbeschreibung

Sonne, Softeis, Kinderlachen. So hatte sich David den heutigen Tag vorgestellt. Ein Ausflug nach Five Mountains würde Davids Sohn Ethan gefallen. Auch seine depressive Frau Jan würde auf andere Gedanken kommen. Als sie in der Menge verschwindet, wird David panisch. Will sie sich etwas antun? Später zeigen die Überwachungskameras ihn mit seinem Sohn an der Kasse – ohne Jan. Plötzlich steht David selbst im Zentrum der Ermittlungen: unter Mordverdacht …
 
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Juhuuuu, endlich ist es da! Dank vorablesen kann ich nun endlich den neuen, spannenden Thriller von Linwood Barclay in den Händen halten! Alle seine vorherigen Bücher hab ich mit Genuß verschlungen, wobei das Beste immer noch "Ohne ein Wort" ist! Sogar mein Freund liest Barclay gerne weil es wirklich immer mörder-spannend ist und wirklich immer sehr intelligente Plots zu bieten hat. Meist wusste ich bis ganz zum Schluss nicht, wer denn nun der Mörder ist oder warum die Tochter wirklich verschwand und genau das erwarte ich nun von "Kein Entkommen"! Wer noch nie einen Thriller von Linwood Barclay probiert hat: Ihr habt echt was verpasst und wenn ihr jetzt Lust habt, ihn zu lesen, fangt auf jeden Fall mit "Ohne ein Wort an"!!!

Sonntag, 17. April 2011

Gargoyle - Andrew Davidson

Ein Engel in Menschengestalt

Ein Mann erleidet bei einem schlimmen Autounfall unter Drogeneinfluss schwerste Verbrennungen und überlebt nur knapp. Nun beginnen die heftigsten Stunden seines bisherigen Lebens, starke Schmerzen, Abschabungen und Hauttransplantationen bestimmen seinen Tagesablauf. Alle seine Freunde haben sich, nachdem sie einen Blick auf sein entstelltes Äußeres geworfen haben, von ihm abgewandt. Seinen eigenen Selbstmord nach der Entlassung aus dem Krankenhaus hat er schon bis ins Detail geplant. Da taucht plötzlich aus dem Nichts eine fremde Frau auf, die sich als Marianne Engel vorstellt und meint, sie wären schon im mittelalterlichen Deutschland ein Liebespaar gewesen. Sie weicht fortan nicht von seiner Seite, erzählt Geschichten, liest aus Dantes „Hölle“ vor und schenkt ihm neuen Lebensmut. Doch was ist dran an ihrer Geschichte, die angeblich vor 700 Jahren im Kloster Engelthal seinen Anfang nahm?

Nachdem ich Andrew Davidsons Erstlingswerk „Gargoyle“ zugeklappt habe, war mein erster Gedanke, was für ein besonderes Buch es doch gewesen war. Nicht allein die Schilderungen des Unfalls, bei dem der Mann den Großteil seiner Haut, sowie ein paar Fußzehen, Finger und seinen Penis eingebüßt hat oder seine Leidensgeschichte, der Kampf ums Überleben im Krankenhaus machen den Reiz dieses Buches aus. Sondern die Schilderungen Marianne Engels, was in ihrem früheren Leben im mittelalterlichen Deutschland geschah und auch ihre Erzählungen, die sie geschickt einbringt, sind äußerst spannend, unterhaltsam und rührend. So hat mich z.B. die Geschichte des Wikingers oder die der Bauersfrau Vicky besonders gut gefallen. Um was es hier genau geht, darauf mag ich nicht weiter eingehen, um nichts vorwegzunehmen.

Der Erzählstil des Autors ist zu Beginn sehr dramatisch und heftig, als der Ich-Erzähler seinen Unfall erlebt, das ebbt aber im weiteren Verlauf der Geschichte ein wenig ab, was nicht bedeutet, dass er weniger detailliert ist. Man muss sich auf sehr genau beschriebene Behandlungsmethoden zur Heilung von Verbrennungsopfern einstellen, ich fand dies aber total interessant! Durch die Erzählungen von Marianne Engel wird der Storyverlauf schön aufgelockert, vor allem weil sich hier ein weiterer Ich-Erzähler zu dem des verbrannten Mannes gesellt. Dieser, wie auch der Perspektivwechsel, der in den Geschichten, die Marianne Engel erzählt, zum auktorialen Erzähler wechselt, gibt der Geschichte eine Tiefe, schafft intensive Spannungsmomente und Augenblicke voller Gefühl.

Die Charaktere sind sehr detailliert ausgearbeitet. Vom verbrannten Mann erfährt man im Verlauf der Geschichte so ziemlich alles, seine Gedanken, seine Gefühle und seine komplette Lebensgeschichte, aber niemals seinen Namen! Durch Marianne findet er neuen Lebensmut, aber auch eine Gefährtin, eine Liebe, die er in seinem bisherigen Leben nie gekannt hat. Marianne Engel selbst ist eins sehr zwiegespaltene Persönlichkeit, eine Bildhauerin, die Felsbrocken Gargoyles entlockt, und war schon wegen psychischer Probleme in klinischer Behandlung. Dennoch oder gerade deswegen liebe ich ihren Charakter, in dem so viel Persönlichkeit steckt! Auch die Nebendarsteller sind sehr stark ausgearbeitet und strahlen eine Präsenz aus, wenn sie auf der Bildfläche erscheinen.

Die Umschlaggestaltung des Hardcovers ist eine der Schönsten, die ich seit langem gesehen habe. Ein schemenhafter, menschlicher Körper mit Engelsflügeln ziert das dunkle Coverbild, auf dem der Titel des Buchs, der Name des Autors, sowie ein gotisch gestaltetes großes G erhaben ins spiegelnder, silberner Schrift aufgeprägt sind.

Mein Fazit lautet: Eine großartige abwechslungsreiche Geschichte von einem Neubeginn mit viel Tiefgang, die mich zum Schluss in melancholischer Stimmung zurückgelassen hat. Irgendwie hatte ich eine Leere im Herzen, dabei hatte Marianne Engel so viel Liebe zu geben!



von Andrew Davidson
Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
Verlag: Berlin Verlag; Auflage: 1 (31. Januar 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783827007827
ISBN-13: 978-3827007827
ASIN: 3827007828

Rezension vom 17.04.2011

Mittwoch, 13. April 2011

Lesungsbericht: Markus Heitz liest aus "Judastöchter"

Gestern Abend, also am Dienstag den 12.04.2011, war es endlich wieder soweit: Der erfolgreiche deutsche Fantasyautor Markus Heitz kam in die Karlsruher Thalia-Filiale um aus dem dritten Band seiner Judas-Vampir-Trilogie "Judastöchter" vorzulesen.

Zusammen mit der lieben Bella von Bellas Wonderworld machte ich mich also wieder bereit, um dem Autor zu lauschen. Bella hatte vor der Lesung noch das große Glück ein Interview mit Markus Heitz führen zu dürfen, dass ihr auf ihrem Blog nachlesen könnt. Da dies nun schon die zweite Lesung von ihm war, der wir in kurzer Zeit beiwohnen konnten, waren manche Dinge, die er zu erzählen hatte, nichts Neues mehr für uns.

Hier die Facts, die der Autor schon mal verraten durfte:

Markus Heitz erzählte, dass er gerade an einem neuen, spannenden Buchprojekt sitzt, dass wieder im Horror-Bereich angesiedelt sein wird, aber nichts mit Vampiren zu tun hätte. Außerdem wird es ein Thema sein, dass so in dieser Art wohl noch nie aufgegriffen und bearbeitet worden wäre, orakelte der Autor dann noch geheimnisvoll. Die Spannung wird langsam unerträglich, Herr Heitz!!!

Desweiteren kündigte er an, dass ein dritter Band seiner Drachenreihe ("Die Mächte des Feuers" und "Drachenkaiser") kommen wird und auch ein zweiter Band von den Albaen, der zeitlich zwischen dem dritten und vierten "Zwerge"-Band angesiedelt sei. Außerdem soll 2013, sollten wir 2012 überleben^^, ein weiterer "Collector"-Roman von Markus Heitz erscheinen.

Die Lesung selbst verlief gewohnt spannend, lustig und unterhaltsam und Markus Heitz unterhielt sein Publikum, unter dem auch einige ältere männliche Fantasy-Anhänger zu finden waren, zwischen den einzelnen Szenen mit kurzweiligen, knappen Inhaltszusammenfassungen oder Charakterisierungen von einzelnen Personen, die in der jeweiligen Szene eine Rolle spielen. Insgesamt gab er vier ausgesuchte Passagen seines Romans "Judastöchter" zum Besten, die er an der spannendsten Stelle abzubrechen beliebte, mit dem Hinweis: "Mehr dazu im Buch!"


Kurzbeschreibung

Die Vampirin Sia ist das letzte der todbringenden Judaskinder – und zu allem bereit, um zu verhindern, dass der Fluch an Emma und Elena, ihre einzigen Nachfahren, weitergegeben wird. Als die beiden entführt werden, beginnt für Sia daher ein mörderischer Wettlauf mit der Zeit: Denn gelingt es ihr nicht, die unschuldige Frau und ihr Kind zu retten, könnten sie zu Töchtern des Judas werden. Und dann muss Sia die beiden töten …
Quelle: amazon
 
 
 
 
   
Da ich selber bisher "nur" drei Bücher von Markus Heitz gelesen habe ("Ritus", "Sanctum" und "Die Mächte des Feuers"), kannte ich die beiden Vorgängerbände der Judas-Trilogie leider noch nicht, was den Hörgenuß der Lesung für mich aber auf keinster Weise schmälerte! Es tauchten sogar Figuren aus den Büchern auf, die ich schon gelesen hatte, das war ein toller Wiedererkennungseffekt!
 
Hier nochmal die Judas-Reihe von Markus Heitz, die ich sicherlich ganz bald lesen werde, im Überblick:



Im Anschluss an die Lesung konnten dann alle geneigten Zuhörer den Autor mit ihren Fragen löchern. Markus Heitz beantwortete Fragen zu Rollenspielen ("Das schwarze Auge war meine Einstiegsdroge"), zu seinem Beruf als Autor und seinem Schreibverhalten ("Der Heitz gibt immer pünktlich ab"). Wer Lust hatte, konnte sich dann sein Buch signieren lassen ("Ich bevorzuge meine eigenen Werke, signiere aber auch andere Bücher, wenn das jemand will, z.B. "Die Elfen" von Bernhard Hennen^^") und beantwortete noch einige Fragen seiner Fans. Zum Schluß stand er uns noch kurz für ein paar Fotos zur Verfügung.


Alles in Allem war das wiedermal ein gelungener Abend mit einem sehr netten Autor, einem superspannenden Buch und vor einer tollen Kulisse. Wie schon in meinem letzten Lesungsbericht zu einer Markus Heitz-Lesung angedroht: Auch dies wird nicht meine letzte Markus-Heitz-Lesung bleiben!!!

Danke, Herr Heitz, für diesen tollen Abend!





Dienstag, 12. April 2011

Tor zum Schattenland - Miriam Broicher

Ein fantastisches Land in Not!

Eigentlich ist Lea ein ganz normales 17-jähriges Mädchen, das zur Schule geht, Tennis spielt und sich gerne mit ihren Freundinnen trifft. Einzig ihr Hobby, Waffen sammeln, ist ein wenig ungewöhnlich. Doch kurz nach ihrem 17. Geburtstag häufen sich aber merkwürdige Vorfälle und Lea glaubt öfter etwas zu sehen, was gar nicht da ist. Als sie eines Abends drei komische Männer verfolgt, schlittert sie in ein unglaubliches Abenteuer hinein, dass sie erst ins Krankenhaus und dann in das fantastische Land Arkanus führt, in dem man schon lange auf Leas Ankunft gewartet hat, denn sie ist die Auserwählte, die dem Land, in dem seit fast tausend Jahren ein unerbittlicher Krieg tobt, das Licht zurückbringen kann…

Viele gute Ansätze und ganz viel Fantasie, sowie ein schöner Schreibstil finden sich in diesem Werk der jungen Autorin Miriam Broicher. Das Land Arkanus ist gespickt von fantastischen Wesen wie Feen, Elfen, Einhörnern, aber auch von finsteren Kreaturen wie Harpien, Kquals oder Krolls. Diesen Wesen begegnet die junge Protagonistin Lea auf ihrer langen und schwierigen Mission, das Land vom Krieg zu befreien. Begleitet wird sie von edlen Rittern des weißen Königs. Bei der Schaffung des Landes und der Wesen hat Miriam Broicher sehr viel Fantasie bewiesen, doch manchmal tauchen einfach zu viele fantastische Wesen auf einmal auf, so dass man als Leser von der Vielfalt fast erschlagen wird. Am Schluss reihen sich die Ereignisse leider nur hopplahopp aneinander.

Der Schreibstil der Autorin ist schön flüssig zu lesen und weitestgehend frei von stilistischen Stolpersteinen. Auch wunderbare Beschreibungen der Wesen oder der Landstriche sind ihr gut gelungen, wobei ich mir mehr von diesen an vielen Stellen im Schattenland gewünscht hätte. Trotz allem hat mich der Schreibstil nicht richtig fesseln können, er kam mir manchmal sogar langatmig vor und ich habe einen Abschnitt sogar mal fast nur überflogen. Dies könnte aber auch am Fantastische-Wesen-Overkill gelegen haben. Es gibt, vor allem zum Schluss hin, sehr interessante Perspektivwechsel in der Geschichte, die der Geschichte zuvor sehr gut getan hätten. So ist man über weite Strecken immer nur Lea und ihrem Trupp nachgetrottet.

Den Protagonisten stehe ich sehr zwiegespalten gegenüber. Lea, der Rabe und Ninuq am Anfang, Bianca oder Calacrius sind sehr gut ausgearbeitet, man findet schnell Zugang zu den Personen oder sie lösen Gefühle beim Lesen aus. Die Nebenfiguren, wie Leas Familie oder die Ritter, sie sie begleiten, bleiben die ganze Zeit über sehr blass und langweilig. Auch die im Klappentext erwähnte Liebesgeschichte, die erst ganz zum Schluss in der Geschichte auftaucht, kam für mich daher eher unglaubwürdig rüber.

Die Covergestaltung ist sehr schlicht, gefällt mir aber ausgesprochen gut! Auf einem ganz weißen Hintergrund blicken einen zwei grüne Augen geheimnisvoll aus einem Schemenhaften Gesicht entgegen. Der Buchtitel ist in silbernen Lettern auf dem Buchdeckel eingeprägt.

Nach einem guten Start, einem zwar interessanten, aber zähen Mittelteil und einem ziemlich hektischen Schluss, bin ich froh, das Buch endlich beendet zu haben. Es sind definitiv gute Ansätze vorhanden und sehr viele tolle Ideen wurden in „Tor zum Schattenland“ verarbeitet, dennoch war das Buch für mich leider kein großer Genuss!



von Miriam Broicher
Broschiert: 350 Seiten
Verlag: Emons; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3897057026
ISBN-13: 978-3897057029
ASIN: 3897057026

Rezension vom 12.04.2011

Ich bedanke mich herzlich beim emons: Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Samstag, 9. April 2011

3 Fragen an Bernd Perplies, das literarische Interview

Der Autor, Übersetzer und Redakteur Bernd Perplies erblickte im Jahr 1977 in Wiesbaden das Licht der Welt. Seine Schulzeit verbrachte er an seinem Geburtsort, um danach an der Universität in Mainz Filmwissenschaft, Buchwissenschaft, Germanistik und Psychologie zu studieren. Bei einem Praktikum beim HEEL-Verlag gelangte er zur endgültigen Entscheidung ein Schriftsteller zu werden, aber seinen ersten Job nach dem Studium bekam Bernd Perplies beim Deutschen Filminstitut, bei dem er redaktionell für filmportal.de tätig ist. Er lebt und arbeitet heute in Mainz.


Seinen ersten Roman, das Fantasy Werk „Tarean - Sohn des Fluchbringers“ veröffentlichte der Autor 2008 beim Egmont-Lyx Verlag, bei dem auch die beiden Folgebände „Tarean - Erbe der Kristalldrachen“ und „Tarean - Ritter des Ersten Lichts“ erschienen sind.




Im September 2010 fiel dann der Startschuss zu Bernd Perplies‘ zweiter Trilogie beim Lyx-Verlag: „Magierdämmerung Bd. 1 – Für die Krone“.


Kurzbeschreibung

London 1897. Während einer Zaubervorstellung erleidet der Bühnenmagier Ravenwood einen Zusammenbruch und wird kurz darauf von schattenhaften Gestalten gejagt und tödlich verletzt. Der junge Reporter Jonathan Kentham findet den sterbenden Ravenwood, und dieser übergibt ihm ein magisches Kleinod. Schon bald muss Jonathan feststellen, dass sich die Welt verändert hat. Eine Gruppe von Magiern hat in den Ruinen des untergegangenen Atlantis ein uraltes Siegel geöffnet, um ein neues Zeitalter der Magie einzuläuten ...

Quelle: amazon

Hier findet ihr meine ausführliche Rezension „Magierdämmerung Bd. 1“.

Band 2 „Magierdämmerung Bd. 2 – Gegen die Zeit“ folgte am 11. Februar 2011 und Band 3 mit dem Titel „Magierdämmerung Bd. 3 - In den Abgrund“ wird im September 2011 veröffentlicht.

Ich freue mich nun, euch ein kleines Interview mit dem Autor Bernd Perplies vorstellen zu können!


3 Fragen an Bernd Perplies, das literarische Interview


BlueNaversum: Lieber Bernd, wie bist du dazu gekommen Schriftsteller zu werden und was hat dich dazu veranlasst?
Bernd Perplies: Eigentlich habe ich schon immer gerne geschrieben. Früheste Fantasy-Erzählungen datieren bis in die Grundschule zurück (zum Glück sind diese Werke heute verschollen), später folgten oft Kurzgeschichten, die von Rollenspiel-Abenteuern inspiriert waren, die ich mit Freunden spielte (wie "Das schwarze Auge" oder "Shadowrun" – nur dass wir unsere eigenen Welten entwarfen). Dass es so lange gedauert hat, bis ich endlich meinen Debütroman zu Papier gebracht habe, liegt wohl vor allem daran, dass ich jahrelang nicht das Durchhaltevermögen hatte, 300 und mehr Seiten zusammenhängenden Text niederzuschreiben. Ansätze hierzu gab es vorher allerdings schon einige.
Die Initialzündung zu "Tarean - Sohn des Fluchbringers", meinem Debüt, gaben schließlich zwei Dinge: Zum einen nahte mein 30. Geburtstag, also diese magische Grenze, die einem fortwährend einflüstert: "Tu was! Verwirkliche deine Träume jetzt! Oder lass es die nächsten 30 Jahre sein und such dir einen ordentlichen 9-to-5-Job." Zum anderen flatterte mir die Einladung zu einem Schreibwettbewerb ins Haus, für den man einen phantastischen Roman verfassen sollte. Also sagte ich mir: "Verdammt, du wolltest schon immer einen Roman schreiben – und nie hast du es geschafft. Jetzt aber!" Und dann habe ich alle anderen Dinge in meinem Leben zurückgestellt und mich hingesetzt und es getan.

BlueNaversum: In deiner aktuellen Buchreihe "Magierdämmerung" geht es um den jungen Reporter Jonathan Kentham, der unfreiwillig in die Welt der Magier hineinstolpert und sich in gefährliche Abenteuer stürzen muss. Wieso hast du gerade diese Person als Hauptfigur gewählt und wie viel stekt von dir in dieser Person?

Bernd Perplies: Die in "Magierdämmerung" präsentierte Magie ist vergleichsweise kompliziert und erklärungsbedürftig. Daher war es mir wichtig, einen Protagonisten zu erschaffen, der die Leser sozusagen an die Hand nimmt und mit ihnen gemeinsam die Welt der Magie kennen lernt. Dass er ein Reporter ist, war eine willkürliche Entscheidung. Mir war das "Strand Magazine" eine Weile zuvor untergekommen, und ich dachte mir, so ein Reporter mit seiner angeborenen Neugierde wäre sicher eine gute Figur, um den Mysterien des ersten Romans nachzugehen. Außerdem bringt er durch seinen Beruf eine Offenheit für Neues mit, die hilfreich bei der Konfrontation mit so etwas Fremdem wie der Magie ist. Wie viel von mir selbst in Jonathan steckt, vermag ich kaum zu sagen. Ich bin sicher auch ein neugieriger Mensch, und ich würde einer Welt der Magie sicher ebenso mit Faszination gegenüberstehen. Aber ein Leben als Boulevardreporter habe ich nie angestrebt (dazu bin ich nicht extrovertiert genug) und vermutlich würden mich deutlich mehr Zweifel plagen, wenn ich vor die Entscheidungen gestellt würde, vor die sich Jonathan gestellt sieht. Abgesehen davon glaube ich, dass ich mehr Humor habe als Jonathan. ;)

BlueNaversum: An welchen Buchprojekten arbeitest zu gerade, was erwartet deine Leser in der Zukunft?

Bernd Perplies: Im Augenblick beende ich gerade mit "Magierdämmerung 3 - In den Abgrund" die "Magierdämmerung"-Trilogie. Danach folgen gleich zwei neue Projekte von mir.

Und leider darf ich über beide noch nicht sprechen. Nur so viel: Beide spielen wieder in einer großen Stadt - und es ist nicht London. Das eine Setting liegt dabei weiter in der Vergangenheit, das andere weiter in der Zukunft. Projekt 1 wird bereits im Mai enthüllt, Projekt 2 vermutlich erst nächstes Jahr. Und ich hoffe, dass beide den Lesern viel Freude bereiten werden, so unterschiedlich sie auch sind.

BlueNaversum: Danke, dass du dir kurz Zeit genommen hast, die drei Fragen an Bernd Perplies zu beantworten!



Falls ihr mehr über den Autor Bernd Perplies erfahren wollt, besucht ihn doch einfach auf seiner Homepage oder seinem Blog!

Donnerstag, 7. April 2011

Goldprinz - Claudia Toman

Goodbye, Olivia! Ich werde dich vermissen! Aber vorher musst du noch die Welt retten!

Ein halbes Jahr ist vergangen seit den Ereignissen in „Jagdzeit“ und seit Adrian sich aus Olivias Leben mit einem merkwürdigen Satz verabschiedet hat. Seit dem sucht sie ihren Traumprinzen, selbst Anzeigen in den örtlichen Zeitungen hat sie geschaltet, doch Adrian bleibt wie vom Erdboden verschluckt. Bis Olivia eine mysteriöse Email mit Adrians Adresse erhalten hat. Deshalb versucht sie nun über ein Baugerüst in Adrians Detektei einzubrechen. Drinnen finden sie ein heilloses Chaos vor nebst Überschwemmung des Fußbodens. Diese führt die sorgenvolle Olivia aber zu einem Hinweis im verstopften Abfluss des Waschbeckens und ehe sie sich versieht, stolpert sie in ihr größtes Abenteuer hinein. Das führt Olivia über London nach New York, außerdem spielt eine ominöse Baufirma namens WWS und ein „pinkes“ Outfit eine entscheidende Rolle. Kann Olivia Adrian trotz ihrer „Ich-muss-die-Welt-retten-Mission“ finden?

Temporeich beginnt die dritte Geschichte um die junge Buchautorin Olivia Kenning und temporeich geht es auch weiter. Die Ereignisse in „Goldprinz“ überschlagen sich die ganze Zeit, an Action fehlt es dem finalen Olivia-Abenteuer wahrlich mit! Atemlos habe ich mit Olivia gefiebert, gelacht und gezittert, immer Ausschau nach dem entfleuchten Privatdetektiv Adrian haltend. Claudia Toman lässt auch in diesem Buch wieder sehr geschickt die Grenzen von Wahrheit und Fiktion, von Realität und Traum verschwimmen, so dass man sich als Leser nie ganz sicher sein kann, ob Olivia dies alles wirklich erlebt, oder nur wieder einen ihrer lebhaften Träume träumt.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, fantasievoll und mit viel Witz und Esprit gespickt, wie wir es von Claudia Toman gewohnt sind. Locker leicht entführt sie uns wieder in Olivias Welt, lockt uns mit witzigen Anspielungen auf ihre beiden vorherigen Werke „Hexendreimaldrei“ und „Jagdzeit“ , um dann den Spannungsbogen so rasant ansteigen, sich die Ereignisse so überschlagen lassen, dass einem fast die Puste weg bleibt. Ich konnte keine einzige langatmige oder langweilige Stelle finden!

Die Charaktere sind wie immer schrill und facettenreich. Na klar, Olivia ist immer noch Olivia, zu ihr braucht man kaum mehr sagen als: Single mit eingebildeten Figur Problemen auf der Suche nach ihrem Traumprinzen. Trotzdem hat sich unsere Protagonistin über die Bände hinweg entwickelt und ist zu einer echt toughen Kämpferin mutiert! Es gibt zahlreiche witzige Nebencharaktere in diesem Buch. Natürlich taucht auch Shakespeare wieder auf, aber da gibt es noch die beiden Japanerinnen H und Y oder Lady Grey und Lady Green oder Caliban, der einem schon Rätsel aufgeben kann. Olivias ständiger Begleiter in „Goldprinz“ ist aber ein amüsanter, roter Kater namens Marley. Außerdem gibt es noch ein Wiedersehen mit zwei Gestalten aus den vorherigen Bänden.

Das Cover ist mal wieder eine Augenweide! Diesmal ganz in Gelb mit pinken Ornamenten, pinker Schrift und diversen Gegenständen oder Tieren geschmückt, die auch etwas mit der Geschichte zu tun haben. Es passt hervorragend zum Cover von „Hexendreimaldrei“ und springt einem sofort ins Auge!

Mein Fazit: Ein absolut toller, actiongeladener und würdiger Abschluss der Olivia-Trilogie! Ich werde sie vermissen! Goodbye, Olivia!



von Claudia Toman
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Diana Verlag (8. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453354974
ISBN-13: 978-3453354975

ASIN: 3453354974

Rezension vom 07.04.2011

Dienstag, 5. April 2011

Schattengesicht - Antje Wagner

Willst du mich verarschen, Mädchen???

Zwei junge Frauen, Milana und Polly, auf der Flucht. Sie verstecken sich in verlassenen Häusern, Milana bringt sie mit Jobs als Zimmermädchen in großen Hotels durch. Ein düsteres Geheimnis zieht mit ihnen, Menschen sterben, da wo Polly auftaucht. Und was ist an Pollys Stimme so anders, dass alle Menschen so merkwürdig, ja entsetzt auf sie reagieren?

Mehr mag ich gar nicht über den Inhalt zu „Schattengesicht“ erzählen, sonst würde ich, glaub ich, zu viel verraten! Denn so kurz dieses Büchlein auch ist, so viel steht auf seinen Seiten geschrieben und alles ist wichtig. Alles arbeitet auf die allerletzten Seiten hin, wo dann genau das steht, was sich während des Lesens als düstere Ahnung von hinten angeschlichen hat.

Der Erzählstil ist ungewöhnlich, denn die Geschichte wird von Hinten aufgerollt. Erst ist man kurz im Heute, dann wandert man mit Milana und Polly erst anderthalb Jahre, dann fünf und 11 Jahre zurück in ihre Vergangenheit und erfährt, was geschehen ist, warum die beiden Mädchen auf der Flucht sind. Sehr flüssig und leicht ist der Schreibstil, dennoch sind die Worte und Sätze tiefgründig wie der Weiher, der in Milanas Kindheit eine bedeutende Rolle gespielt hat. Mila fungiert hier als Ich-Erzählerin. Sehr schnell bin ich durch die Seiten gekommen, denn ich wollte unbedingt wissen, ob sich meine Ahnung bewahrheiten würde.

Man erfährt sehr viel von Milana. Sie ist angehende Lehrerin, freiheitsliebendes Kind, das nie Grenzen kennengelernt hat und junges Mädchen, das das Abenteuer sucht und daheim ausbrechen will. Polly bleibt seltsam blass und konturlos. Man kann sie nicht greifen und doch ist sie immer da, bestickt Gürtel und Tücher mit Knöpfen, Uhren oder Pailletten oder kreiert neue Gerichte in ihrem Kopf. Allen weiteren Personen wird kaum Raum gegeben, um sich zu entfalten. Man lernt sie nur durch Milas Augen kennen.

Das Cover ist sehr schlicht und in der Aufmachung der Quer-Criminal-Reihe gehalten. Eine eingeschlagene Fensterscheibe in schwarz-weiß ziert das Cover, oben und unten eingefasst in einen rotbraunen Streifen, auf dem Titel, Autor und Name der Buchreihe aufgedruckt sind. Niemals wäre ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, wenn es nach dem Aussehen ginge!

„Schattengesicht“ ist ein tiefgründiger Thriller, der mich an die Seiten gefesselt und dabei sehr berührt hat! Es ist alles nicht so, wie es scheint, davon hat Antje Wagner mich wieder einmal überzeugt!




von Antje Wagner
Broschiert: 192 Seiten
Verlag: Quer Verlag Gmbh; Auflage: 1 (1. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783896561800
ISBN-13: 978-3896561800
ASIN: 3896561804

Rezension vom 05.04.2011

Ich bedanke mich herzlich bei Antje Wagner und dem QUER-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Montag, 4. April 2011

Nachtgeboren - Alison Sinclair

Neue, frische Ideen gepaart mit einer spannenden Story!

Balthasar Hearne hilft einer ehemaligen Bekannten in einer Nacht- und Nebelaktion Zwillinge auf die Welt zu bringen. Die beiden nachtgeborenen Babys haben aber eine Besonderheit: Sie können sehen! Das ist nämlich ein Privileg, das den Lichtgeborenen vorbehalten ist. Die Nachtgeborenen orientieren sich mittels Sonar und senden Peilrufe aus, da sie nicht sehen können und Licht tötet sie, genauso wie die Lichtgeborenen das Licht zum Leben brauchen. Kurz nachdem Balthasars Schwester Olivede, eine Magierheilerin, die Kinder weggebracht hat, wird er in seinem Haus überfallen und fast totgeprügelt, weil er den Aufenthaltsort der Kinder nicht verraten will. Glücklicherweise treffen seine Frau Telmaine, seine Töchter und Baron Strumheller ein, um ihm das Leben zu retten. Doch Töchterchen Florilinde wird von den Schlägern entführt und eine verzweifelte Suche nach dem Kind beginnt!

In das Buch hineinzukommen viel mir dieses Mal etwas schwerer als üblich, was aber daran lag, dass die Nachtgeborenen schon anders sind, als normale Menschen. Man muss sich daran gewöhnen, dass sie nicht normal sehen können, sondern alles mit ihrem Sonar abtasten. Die Geschichte spielt fast nur nachts, nachdem die Glocke geläutet hat, denn im Licht verbrennen die Nachtgeborenen wie Vampire zu Asche. Da es sowieso immer dunkel ist, wären zwar nicht viele Farben zu erkennen gewesen, aber dass die ganze Geschichte ohne die bloße Erwähnung von Farben auskommt, war für mich am Anfang etwas merkwürdig. Die Nachtgeborenen verachten und unterdrücken auch die natürlich vorkommende Magie, dafür legen sie unglaublichen Wert auf die neueste Mode, die ja keiner sehen kann. Das konnte ich nicht unbedingt nachvollziehen.

Der Erzählstil ist mir am Anfang fast ein wenig zu trocken gewesen, aber mit der Zeit kam ich gut in die Welt der Nachtgeborenen hinein. Da sie die Welt ganz anders wahrnehmen als normale Menschen, muss man sich erst mal darauf einstellen und auch darauf einlassen können. Aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto besser hat sie mir gefallen und desto flüssiger kam mir auch der Schreibstil der Autorin vor. Der Schluss hat mich dann mit seinen rasanten Ereignissen so gefesselt und überzeugt, dass ich es kaum erwarten kann, bis es weitergeht!

Die Charaktere kann man sich äußerlich nur sehr schwer vorstellen, darum müssen die Charaktere innerlich sehr stark angelegt sein, um sich ein gutes Bild von ihnen machen zu können. Dies ist Alison Sinclair meines Erachtens super gelungen! Die Personen wie Balthasar, Telmaine und Ishmail sind tiefgründig und fundiert angelegt und ganz wunderbar ausgearbeitet. Balthasar ist der sanfte Gelehrte, der sich glücklich schätzen kann, eine Prinzessin geheiratet zu haben. Seine Frau, Telmaine, bewegt sich in der hohen Gesellschaft und hat Eigenschaften aus beiden Gesellschaftsschichten. Aber unter alldem ist sie eine sehr starke Frau mit einem Geheimnis! Baron Strumheller ist der schlaue, aber geächtete Magier, der in die Ereignisse verwickelt wird.

Das Cover des Paperbacks ist wunderschön! Dunkel und düster steht eine hübsche, junge Frau mit wallendem Kleid und Spitzenhandschuhe vor einem dunklen Tor. Die Schrift des Buchtitels hebt sich heller und glänzend vor dem Hintergrund ab.

„Nachtgeboren“ von Alison Sinclair wartet mit frischen, unverbrauchten Ideen und einer Gesellschaft auf, die ich so noch nicht kennenlernen durfte! Das alles hat mir sehr gut gefallen und die spannende Story, die ganz ohne kitschige Liebesszenen auskommt, hat mich, gerade zum Ende hin, sehr in ihren Bann geschlagen!



von Alison Sinclair
Broschiert: 406 Seiten
Verlag: Lyx (11. März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3802583353
ISBN-13: 978-3802583353
ASIN: 3802583353
Originaltitel: Darkborn

Rezension vom 04.04.2011

Ich bedanke mich herzlich beim  Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Samstag, 2. April 2011

Book in the post box: Die Zauberer

Die Zauberer

von Michael Peinkofer
Broschiert: 588 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 6 (Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 349270171X
ISBN-13: 978-3492701716

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Kurzbeschreibung
 
Der Große Krieg hat den Kontinent Erdwelt nahezu vernichtet. Inzwischen herrschen Elfenkönige gemeinsam mit dem Hohen Rat der Zauberer über das Land. Ihre Aufgabe ist es, den Frieden zu wahren. Doch finstere Verschwörer streben nach Macht. In diesen ungewissen Zeiten ruht die Hoffnung aller ausgerechnet auf drei jungen Novizen: der verführerischen Elfin Alannah, dem ehrgeizigen Elf Aldur und dem undurchsichtigen Menschen Granock. Ihre Ausbildung zum Zauberer hat gerade erst begonnen. Der Krieg aber steht unmittelbar bevor …
 
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Dies ist der zweite Teil meiner buecher.de Bestellung um meinen 50 Euro-Gutschein auf den Kopf zu hauen^^. Dieses Buch wartet auch schon, seit ich es das erste Mal in einer Bahnhofsbuchhandlung in der Hand  hatte, auf meinem Wunschzettel darauf, ENDLICH in mein Bücherregal einzuziehen. Ich bin stolz auf mich, dass ich nun auch endlich meinen Wunschzettel etwas kleiner kriege und Bücher bestellt habe, die ich schon lange gerne hätte! Von "Die Zauberer" erwarte ich tolle High-Fantasy, die mich abtauchen lässt in eine neue Welt, in der ich mit den Helden gefährliche Abenteuer bestehen muss!
 
Aber die zwei Bücher waren natürlich noch nicht alles, was es für den Gutschein gab. Dazu kamen noch zwei tolle Disney Blurays, eine komplett vom Gustchein bezahlt und die andere vom übrig gebliebenen Rest zumindest günstiger erstanden:
 

Freitag, 1. April 2011

Leseliste März 2011

Es ist mal wieder Zeit für die Leseliste des vergangenen Montas März. Ich hatte viel Zeit zum Lesen, einen wunderschönen Kurzurlaub und auch einen schönen Kinobesuch! "Ich bin Nummer Vier" hat mir als Film sehr gut gefallen, vorallem die Anfangssequenz und dann der actiongeladene Schluss! 1A!!! :-) Alex Pettyfer ist nicht wirklich mein Typ, wenn wir das, dass er zu jung ist, einfach mal außen vor lassen^^. Auf jeden Fall würde ich mir eine Vortsetzung auch anschauen!

Bücher hab ich, wie oben schon erwähnt auch erfolgreich gelesen. Insgesamt waren es neun Stück und fast alle aus dem Fantasy-Bereich. Ja, ich weiß, ich wollte versuchen wieder mehr zu mischen. Vielleicht klappt es ja im April?

Hier nun die gesammelten Werke des Monats März (über die Links gelangt ihr wie immer zu meinen Rezensionen):

Begonnen hat der Monat mit einer, für mich, wirklichen Überraschung: "Im Zauber der Sirenen" von Tricia Rayburn hat mich mit einem tollen, lebendigen Schreibstil und wunderbar ausgearbeiteten Charakteren völlig überzeugt! Ich war gern mit Vanessa und Simon auf Geheimnisjagd und fand auch, dass die Sirenen super ausgearbeitet und erklärt wurden! Eigentlich sollte Band 2 "Der Klang der Sirenen" am 12.08.2011 erscheinen, als ich meine Rezension Anfang März geschrieben habe. Und nun, oh weh, steht bei Amazon als Erscheinungstermin der 01. Juli 2012 drinn!!!! Warum, weiß ich noch nicht, aber ich werde schauen, was ich in Erfahrung bringen kann!





Dieses Buch stellte für mich dann im Gegensatz zum Vorherigen eine herbe Enttäuschung dar! Kimberly Dertings "Bodyfinder: Das Echo der Toten" war eine Durchschnittsgeschichte um ein Mädchen mit paranormalen Fähigkeiten, die einen Serienkiller jagt und sich in ihren besten Freund (der voll umschwärmt ist) verliebt. Außerdem ist es RIESIG gedruckt und gaukelt somit vor, länger zu sein, als es eigentlich ist. Diese Geschichte war einfach nichts für mich!






Danach kam aber wieder etwas ganz tolles: "Magierdämmerung Bd 1: Für die Krone" vom deutschen Autor Bernd Perplies hat mich total mitgerissen und in seine Steampunk-Welt voller Magie entführt. Das dieses Buch eher für ein erwachsenes Publikum geschrieben wurde, merkt man dem ausgereiften Schreibstil und den gut gestellten Satzkonstruktionen sofort an. Das viktorianische London wirkt düster und lebendig und man zittert mit dem jungen Journalisten Jonathan Kentham vom ersten Augenblick an mit, als er sich seiner großen Mission stellen muss! Band 2 ist schon erschienen!






Als nächstes war "Drei Wünsche hast du frei" von Jackson Pearce an der Reihe. Ihr wisst ja, oder könnt euch schon denken, dass auch dieses Buch bei mir in Ungnade gefallen ist, weil es einfach viel zu einfach gestrickt und die Geschichte zu vorhersehbar ist! Irgendwann hab ich nur noch gedacht: Okay, jetzt kommt bestimmt das und das und das. Und da dann alles haargenau eintraf, war es einfach nur noch *gähn* und *schnarch* und viiiiiiel zu kitschig! Da es aber relativ dünn ist, war es glücklicherweise schnell ausgelesen. Eigentlich fand ich es schade, denn das erste Drittel der Geschichte hat mir sogar noch ganz gut gefallen, weil Dschinn so anders ist und auch anders denkt, als ein Mensch. Es war sogar ein wenig lustig!


Oh ja, "Schafskälte" von Bianka Minte-König war ein super Büchlein! Mein einziges diesen Monat, dass aus der Reihe der Fantasybücher heraus fällt. Es ist nämlich eher ein Kriminalfall mit Thrillerzügen, der in seelische Abgünde blickt und durch einen ungewöhnlichen Schreibstil auffällt! Diese ähnelt nämlich eher einem Augenzeugenbericht und wird aus der wechselden Sicht mehrerer Personen erzählt. Mit nur 176 Seiten ist das Büchlein ziemlich dünn und schnell gelesen, aber die Geschichte, die darin steckt, ist alles andere als dünn!






"Red Riding Hood: Unter dem Wolfsmond"von Sarah Blakley-Cartwright ist ja das Buch, das aus dem Drehbuch zum gleichnamigen Film heraus entstanden ist. Und dafür ist es wahrlich gut gelungen! Natürlich mutet es durch die schnellen Szenenwechsel eher einem Film an, aber dadurch kommen Action und Spannung nicht zu kurz! Auch die düstere Atmosphäre im Dörfchen Haggerdorn kommt sehr gut herüber und hat mich an die Seiten gefesselt! Das einzige Manko: Es fehlt das Schlusskapitel, das wohl weggelassen wurde, damit man auch noch den Film anschaut und nicht alles vorweggenommen wurde! Das finde ich wirklich ärgerlich, denn so bricht die Geschichte einfach ab. Auf der englischen Buchseite zu Red Riding Hood, gibt es das letzte Kapitel als "Bonuskapitel" zu lesen. Allerdings nur auf Englisch.





Für "Die Landkarte der Zeit" von Félix J. Palma habe ich ziemlich lange gebraucht im Vergleich zu anderen Büchern. Insgesamt fünf Tage habe ich sehr inteniv an diesem Buch gelesen. Das musste aber sein, um die ganze Tragweite der Geschichte zu erfassen und zu verstehen. Ich fand "Die Landkarte der Zeit" sehr gut und der Schreibstil ist ziemlich anspruchsvoll, wie ich finde. Natürlich gibt es wesentlich schwerer zu lesende Bücher, aber hinter denen verbirgt sich oftmals keine so spannende und ansprechende Geschichte über Zeitreisen und auch die Sitten und die Verblendung der Menschen im viktorianischen London. Nur die letzte, der insgesamt drei Geschichten, in denen der Autor H.G. Wells eine Rolle spielt, hat mir nicht so ganz zugesagt, weil sie ein wenig verworren war.



Nun kam mir der etwas leichtere Lesestoff der sich hinter Claudia Tomans zweiten Teil der Olivia-Reihe "Jagdzeit" verbirgt, genau recht! Dieses Buch habe ich zur Vorbereitung auf die Leserunde zum drittel Teil der Reihe ("Goldprinz") in Bellas Forum, die ab dem 03.04.2011 beginnt, gelesen. Die Autorin wird die Leserunde begleiten, wie auch schon unsere Leserunde zu "Hexendreimaldrei" (Teil eins) und ich freue mich sehr darauf! "Jagdzeit" hat mir noch besser gefallen als "Hexendreimaldrei", denn hier war noch weniger Chick-Lit verarbeitet, auf das ich ja nicht so sehr stehe^^. Olivia kommt in einem kleinen Bergdorf einem düsteren Geheimnis auf die Spur, dabei wollte sie eigentlich nur ein Blinddate und landet im düsteren Wald mit einer sprechenden Eule, sowie einem sprechenden und knurrenden grauen Wolf! Super!!! Falls ihr übrigens gerne bei unserer Leserunde zu "Goldprinz" mitmachen wollt: Hier gehts lang!



Als Letztes habe ich noch "Hagen von Tronje" bei seinen Abenteuern in Burgund, Tronje und Island begleitet. In diesem, schon 1986 zum ersten Mal erschienen Buch, hat Wolfgang Hohlbein die Nibelungesage kreativ verarbeitet und Hagen in den Mittelpunkt gestellt. Zwar ist er eher ein Anti-Held, aber man kann all seine Beweggründe gut nachvollziehen und kann auch Siegfrid, den strahlenden, glanzvollen Helden nicht leiden! Das hat Herr Hohlbein wirklich gut hingekriegt und mir einige sehr schöne und düstere Lesestunden beschert! Zum Glück gibt es jetzt die Neuauflage aus dem Ueberreuter Verlag, sonst wäre ich wohl nie auf dieses Buch aufmerksam geworden!