Montag, 31. Januar 2011

Die russische Herzogin - Petra Durst-Benning

Ehejahre einer Zarentochter

Olga, Tochter des ehemaligen russischen Zaren Nikolaus und Kronprinzessin von Württemberg lebt in ihrer nicht sehr glücklichen Ehe mit Kronprinz Karl, die leider kinderlos geblieben ist. Olly hatte sich immer Kinder gewünscht, deshalb nimmt sie freudig an, als ihr Bruder, Zar Sascha, sie darum bittet ihr Patenkind Wera zu sich nach Stuttgart zu holen und sich um ihre Erziehung zu kümmern. Was Olly nicht weiß: Wera wird in Russland als sehr schwierig eingestuft, mit ungestümen Temperament und wilden Wutausbrüchen. Nach ihrer Ankunft wirbelt Wera Olgas und Karls Leben gehörig durcheinander. All das hält die Kronprinzessin und spätere Königin von Württemberg nicht davon ab, ihrer Nichte eine Engelsgeduld und ganz viel Liebe entgegenzubringen und sie so durch die schwierige Kinderzeit fern ab ihrer russischen Heimat und ihrer Eltern zu leiten. Auch als junge Frau ist Wera Wirbelwind und Sonnenschein, doch dann verliebt sich Ollys Ziehtochter unsterblich in einen württembergischen Herzog und unbelehrbaren Weiberhelden…

Mit „Die russische Herzogin“ hat Durst-Benning die Fortsetzung ihres wunderschönen Historischen Romans „Die Zarentochter“ geschrieben. Und dieser hat meine hoch liegenden Erwartungen voll erfüllt! Erneut konnte ich ins Höfische Leben um 1836 eintauchen und erfuhr neben gut recherchierten historischen Fakten viel über die Gefühlswelt von Königin Olga und ihrer Tochter Wera. Auch konnte die Autorin mir durch ihren überaus bildlichen Erzählstil Stuttgart und seine Umgebung näher bringen. Auf ihren Wanderungen mit Lutz von Basten lernt Wera nicht nur ihre Hyperaktivität in den Griff zu kriegen, sondern entdeckt auch ihre Liebe zu Büchern und ihre Begabung zur Poesie. Nur Olga, die niemals aufgibt, hat das Mädchen es zu verdanken, dass sie nicht in einer Irrenanstalt gelandet ist. Heutzutage bezeichnet man ihr Leiden als ADHS.

Der Schreibstil der Autorin hat mich sofort wieder in den Bann geschlagen. Ihre bildliche Art zu erzählen hat mich an die Seiten gefesselt und diese waren äußerst flüssig zu lesen! Petra Durst-Benning hält die Geschichte über die 500 Seiten des Buches lebendig und auch wenn kein wirklicher Spannungsbogen existiert, wird man doch nie müde, dass Buch wieder zur Hand zu nehmen um mehr über Olly und Wera zu erfahren.

Olga ist eine Wohltäterin, wie sie ihresgleichen sucht! Viele Kinderheime und Heilanstalten hat die Kronprinzessin und spätere Königin von Württemberg, oftmals mit ihrem Privatvermögen, ins Leben gerufen. Sie hatte sehr viel Liebe zu geben, die von ihrem Mann Karl nicht erwidert mehr wurde und die sie voll und ganz ihrer Nichte Wera schenken konnte. Wera hatte als Kind ihre Emotionen und auch ihre Gliedmaßen nicht unter Kontrolle. Sie war ein verängstigtes Mädchen, dem immer eingeredet wurde, sie sei ein böses Kind. Doch durch Ollys und Karls Liebe konnte sie zur Blume heranwachsen. Der König Karl selber ist launen- und sprunghaft, hat sich oftmals nicht unter Kontrolle. Mir war er fast immer, bis auf wenige Momente, unsympathisch.

Die Umschlaggestaltung des Hardcovers ist sehr stilvoll und im klassischen Stil. Eine hübsche junge Dame vor einem grünen Hintergrund blickt hoheitsvoll auf den Leser hinab. Aufgefallen wäre mir die schlichte Aufmachung wohl nicht.

Mir hat der Ausflug ins 19. Jahrhundert wiedermal sehr viel Spaß gemacht, denn ich habe eine sehr schöne Geschichte, voll Liebe, Leid und Hoffnung gelesen, die ich sehr gerne allen Liebhaber/innen dieses Genres weiterempfehlen kann!



von Petra Durst-Benning
Gebundene Ausgabe: 510 Seiten
Verlag: List (8. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471350284
ISBN-13: 978-3471350287

Rezension vom 31.01.2011

Donnerstag, 27. Januar 2011

Weisser Schrecken - Thomas Finn

Im tiefen Schnee lauert eine dunkle Macht

Die Freunde Andy, Robert, Niklas, Elke und Miriam leben im beschaulichen Dörfchen Perchtal im Berchtesgadener Land. Sie verstehen sich super, aber jeder von ihnen hat mit seinen Eltern ein eigenes Päckchen zu tragen. Am Tag vor Nikolaus findet Elke bei einem Eishockeyspiel eine Mädchenleiche im zugefrorenen See, die sie anzublicken scheint. Und noch etwas ist sonderbar: Die Tote sieht Elke und ihrer Zwillingsschwester Miriam zum Verwechseln ähnlich. Am 06. Dezember will Pfarrer Strobel mit den fünf Teenagern eine Nachtwanderung machen. Dies und der Leichenfund macht die Freunde misstrauisch und sie beginnen in der Dorfvergangenheit zu forschen. Sie fördern Erschütterndes zu Tage, was ihre eigene Vergangenheit betrifft und sie kommen einer uralten und unglaublich grausamen Macht auf die Spur, die alles um sie herum zu verschlingen droht! Bald ist alles so verworren, dass sie niemand mehr trauen können! Kann sie noch aufgehalten werden?

Mit „Weisser Schrecken“ legt Thomas Finn einen überaus spannenden und mitreissenden Mistery-Thriller vor, der einem eisige Schauer über den Rücken jagt und an die Seiten fesselt. Er verwebt die Legende um den heiligen Nikolaus und seinem schaurigen Knecht Ruprecht zu einem Roman, in dem fünf befreundete 15-Jährige versuchen, sich und ihren Heimatort vor einer großen Katastrophe zu bewahren. Die Legenden, Überlieferungen und Brauchtümer des alpinen Raumes spielen ebenso, wie unser keltisches Erbe, eine große Rolle in diesem Buch. Während des Lesens fügte sich ein Puzzleteil passgenau in das Andere und so zeichnete sich eine überaus grausige Bedeutung des Nikolauses ab, was ich sehr interessant fand!

Der Schreibstil des Autors ist wunderbar flüssig zu lesen und durch lange, sowie kurze Sätze, schaffte Thomas Finn es, Spannung rasant aufzubauen und mich an den Buchseiten kleben zu lassen. Diese flogen nur so durch meine Finger und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Andreas, Andy, ist als Hauptprotagonist besonders gut charakterisiert und herausgearbeitet. Er und seine Freunde leiden schon die ganze Zeit unter dem merkwürdigen Verhalten ihrer Eltern. So ist Andy ganz alleine und auf sich gestellt in einem großen Haus, was ihn selbständiger werden ließ, als es für einen 15-Jährigen zu erwarten wäre. Auch Robert, Niklas und die Zwillingsmädchen sind mit den unterschiedlichsten Charaktereigenschaften ausgestattet. Alle haben ihre liebenswerten Eigenheiten oder auch ihre Seiten, die einen Teenager ausmachen.

Das Cover des 496 Seiten starken Taschenbuchs ist sehr gelungen gestaltet. In eisigem Blau gehalten, starrt uns ein frostiges Auge entgegen, während der Titel des Buches in rostroten Lettern aufgedruckt ist. Das Buch hätte mich in der Bücherhandlung von selbst angesprungen!

„Weisser Schrecken“ erhält von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung, denn so ein spannendes, interessantes und eisigkaltes Buch ist mir schon lange nicht mehr unter gekommen!


Weisser Schrecken

von Thomas Finn
Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Piper (11. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492267599
ISBN-13: 978-3492267595

Rezension vom 27.01.2011

Ich bedanke mich beim  Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Freitag, 21. Januar 2011

Oksa Pollock. Die Unverhoffte - Anne Plichota und Cendrine Wolf

Schnallt euch an, hier kommt Oksa!

Ein ganz normales Leben hat die 13-jährige Französin Oksa Pollock bisher in Paris geführt. Doch jetzt, nach ihrem relativ spontanen Umzug nach London, zusammen mit der befreundeten Familie Bellanger und deren Sohn Gus, Oksas bestem Freund, verändert sich alles: Am ersten Tag in ihrer neuen Schule St. Proximus geschehen merkwürdige Dinge mit ihr, ein sengender Schmerz zwingt sie in die Ohnmacht, was scheinbar den Zorn ihres fiesen Lehrers Mr. McGraw auf sie zieht. Und dann, in der Nacht, schießen plötzlich Feuerbälle aus ihren Fingern! Zum Glück ist auch ihre Großmutter Dragomira Pollock mit in die englische Hauptstadt gekommen. Ihr vertraut Oksa sich an, als ein merkwürdiger blauer Fleck um ihren Bauchnabel erscheint. Jetzt können die Pollocks ihr Familiengeheimnis nicht mehr vor Oksa geheim halten und eröffnen ihr Unvorstellbares und sie, Oksa, sei der Schlüssel zu ihrer Heimkehr ins wundervolle Edefia!

In Frankreich hat Oksa Pollock, deren Autorinnen vergeblich einen Verlag gesucht haben, einen wahren Hype ausgelöst. Also muss ja irgendetwas drann sein, an diesem Buch! Und ja, ich finde, es ist tatsächlich etwas drann, denn Oksa zieht einen mit ihrer zynischen Art sehr schnell in ihren Bann! Anne Plichota und Cendrine Wolf haben eine Geschichte geschaffen, in der ganz viel Herzblut steckt und die auch für jüngere Leser geeignet ist. Natürlich drängt sich einem schnell der Vergleich mit Harry Potter auf, denn einige Parallelen weisen beide Bücher auf: Zwei junge Menschen erkennen ihre besonderen Fähigkeiten, werden zu Auserwählten erhoben und gehen auf eine Schule. Hier enden aber meines Erachtens auch schon die Gemeinsamkeiten. Denn Oksa Pollock entfaltet schon nach den ersten Seiten ihren ganz eigenen Charme.

Wahnsinnig gut gefallen haben mir die vielen verschiedenen Geschöpfe, die bei Dragomira, Leomido und Abakum im Verborgenen leben. Hier wären z.B. die Plemplems, die ganz wunderbar, viele alltägliche Wörter an ungewöhnlichen Stellen gebrauchen („Es wird Bewerkstelligen die Reparatur eurer Knochen.“) oder eine Pflanze, die Goranov, die bei zu viel Stress in Ohnmacht fällt. Kapiernixe, die etwas schwer von Begriff sind oder ein Wackelkrackeel, das als lebendige Alarmanlage fungiert, gibt es auch noch, um nur einige zu nennen. Hier haben sich die Autorinnen jede Menge einfallen lassen und viele lustige Situationen mit und zwischen den Wesen geschaffen.

Es gibt viele Namen, die genau das bedeuten, was sie Aussagen. Die Rette-sich-wer-kann mussten sich vor ihren bösen Feinden in Sicherheit bringen oder das schon oben erwähnte Kapiernix, in dessen Namen schon darin steckt, dass es geistig etwas langsamer ist. So gibt es einige Begriffe, die manchmal so einfach sind, dass man erst mal darüber stolpert. Anfangs fand ich es etwas merkwürdig, aber man gewöhnt sich sehr schnell an diese Eigenheit und bald fand ich es gar nicht mehr ungewöhnlich. Ja, mir fehlte sogar fast etwas, wenn ein paar Seiten ohne diese Begriffe auskamen.

Der Schreibstil ist auf ein jüngeres Publikum ausgelegt. Viele einfache, kurze Sätze beschleunigen den Lesefluss und lassen die Spannung schnell ansteigen oder auch wieder abfallen. Ruhigere und rasante Abschnitte halten sich aber die Waage.

Die Figuren sind alle sehr schön ausgearbeitet. Oksa, Gus, Dragomira und McGraw sind mit so vielen guten und schlechten Eigenschaften ausgestattet und toll beschrieben, dass sie vor meinem geistigen Auge lebendig wurden. Oksa lässt manchmal Sprüche ab, bei denen ich herzhaft gelacht habe! Auch die Nebenpersonen sind toll gestaltet. Man schließt alle schnell in sein Herz!

Die Covergestaltung ist schön bunt. Eine gezeichnete Oksa mit flammender Hand steht selbstbewusst und verschmitzt lächelnd vor einem blauen, mit Pflanzen verzierten Hintergrund. Aus dem Buchtitel züngeln orange-gelbe Flämmchen. Das Titelbild spricht junge, aber auch ältere Leser gleichermaßen an.

Mir hat „Oksa Pollock. Die Unverhoffte“ sehr gut gefallen und ich werde ihre Abenteuer auf jeden Fall weiter verfolgen. Ob sie allerdings der neue Harry Potter wird, steht noch in den Sternen!



von Anne Plichota und Cendrine Wolf
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Oetinger (März 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3789145025
ISBN-13: 978-3789145025
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 13 Jahre
Originaltitel: Oksa Pollock - L'Inespérée

Rezension vom 21.01.2011

Ich bedanke mich beim Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!
Hier gehts zur Seite der Oksa Pollock Lesebotschafter-Aktion.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Book in the post box: Zwei Kerzen für den Teufel

Zwei Kerzen für den Teufel von Laura Gallego García

"Engel gibt es wirklich...mein Vater war einer von ihnen."

Caterina, genannt Cat, ist die Tochter eines Engels. Trotzdem kann sie weder fliegen noch hat sie einen besonderen Draht zu Gott. Sie ist eine ganz normale 16-Jährige, die sich nur etwas besser mit Engeln und Dämonen auskennt als andere Sterbliche. Doch eines Tages wird sie tiefer in die überirdische Welt hineingezogen, als ihr lieb ist. Ihr Vater, ein niedrigrangiger Engel, wird ermordet. Cat setzt alles daran, den Mörder zu finden, und kommt einer Verschwörung auf die Spur, die ihre ganze Welt durcheinanderbringt. Denn offensichtlich hängt auch sie mit drin, in diesem Projekt, das die gesamte Menschheit bedroht …


Zwei Kerzen für den Teufel von Laura Gallego García

Taschenbuch: 400 Seiten

Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342324805X
ISBN-13: 978-3423248051
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 16 Jahre
Originaltitel: Dos velas para el diablo (SM, Madrid)

Klingt super, oder? Dreamer hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht... bin schon sehr gespannt, was mich zwischen den Buchdeckeln erwartet!

Samstag, 15. Januar 2011

Evermore. Die Unsterblichen - Alyson Noël

Die Sprache der Blumen

Die 16-jährige Ever hat bei einem Autounfall ihre gesamte Familie verloren. Nur sie ist allein in einem Leben zurückgeblieben, das sie hasst. Nun lebt sie bei ihrer Tante Sabine in Orange County und hat hellseherische Fähigkeiten, die unkontrolliert auf sie einwirken und ihr Leben zur Hölle machen. Eigentlich ein hübsches Mädchen, versteckt Ever sich unter Kapuzenpullis und schottet sich durch ihren IPod von ihrer Umgebung und ihren Mitschülern ab. Nur in den Außenseitern Miles und Haven hat sie zwei Freunde. Auch spricht sie immer mit ihrer kleinen, toten Schwester Riley, die sie öfter besuchen kommt. Als der geheimnisvolle und schöne Damen an ihrer Schule auftaucht, entbrennt auch zwischen den Freunden Missgunst und Zwietracht und Ever weigert sich zuzugeben, dass Damen mehr ist, als nur ein neuer Mitschüler. Er versucht sie mit roten Tulpen und schönen Ausflügen für sich zu gewinnen, aber die ebenso geheimnisvolle Drina mischt sich immer ein und versucht ihre aufkeimende Liebe zu sabotieren. Welches Geheimnis verbergen Damen und Drina?

Alyson Noëls Jugend-Urban-Fantasy Roman entspringt einer sehr schönen und kreativen Idee. Diesmal spielen nicht die Vampire oder Werwölfe die Hauptrolle, sondern Unsterbliche und die Welt der übernatürlichen Wesen wird von einer neuen Seite beleuchtet. Leider hapert es etwas an der Umsetzung. Die ersten zweidrittel des Buches plätschert die Geschichte, wie ein kleines Rinnsal, träge vor sich hin. Es passiert kaum etwas Interessantes oder spannendes. Erst im letzten Drittel nimmt das Buch endlich Fahrt auf und ich konnte endlich einen Bezug zur Geschichte aufbauen, was „Evermore“ vor einer schlechten Bewertung bewahrt hat!

Ever ist eine 16-Jährige, die alles verloren hat und deren Leben sich grundsätzlich verändert hat. Sie lebt in ihrer Trauer und ihrem Schmerz, klammert sich an die Besuche ihrer Geister-Schwester Riley und gibt sich selbst die Schuld am Ableben ihrer Familie. Warum, erfährt man aber erst ganz zum Schluss. Durch ihre Gabe, Gedanken und die Aura von anderen Menschen lesen zu können, fühlt sie sich als Freak, dem kein normales Leben möglich ist. Aber Ever ist auch stur, weshalb sie auch die Hilfe einer Hellseherin lange ausschlägt und sich stattdessen in ihr Selbstmitleid flüchtet. Die Person ihrer Schwester Riley fand ich sehr gelungen. Die meiste Zeit etwas nervig, wie kleine Schwestern eben so sind, aber auch klug und eher einsichtig, als ihre große Schwester. Riley verleiht der Geschichte etwas Pepp, ohne den ich das Buch mit Sicherheit nach einigen Seiten zur Seite gelegt hätte! Miles und Haven sind zwar oft präsent, bleiben aber meiner Ansicht nach, sehr schwach und unausgegoren. Ihnen fehlt es an Schärfe, die den Figuren gut getan hätte. Damen bleibt auch die meiste Zeit über nicht greifbar und geheimnisvoll. Sein ständiges hin und her, ging mir irgendwann auf den Keks und zumindest Drina gab seiner Gestalt etwas Interessantes. Sie selber ist eine fiese, zickige Person.

Die Covergestaltung passt wunderbar zum Buch und wenn man es beendet hat, kennt man auch die Bedeutung der roten Tulpe. Das Cover selber ist in schwarz gehalten, auf dem in heller Schrift der Titel und die rote Tulpe prangt. Am oberen Buchrand verschwinden dunkle Vögel in hellem Nebel.

Alles in Allem lässt mich „Evermore. Die Unsterblichen“ etwas zwiegespalten zurück. Eigentlich mochte ich die Idee, der die Geschichte zu Grunde liegt, nur war deren Umsetzung am Anfang wirklich mangelhaft! Dennoch hatte sie irgendwas an sich, das mich weiterlesen ließ und der Schluss hat mir dann auch wirklich gefallen. Das Buch gehört bestimmt nicht zu meinen Lieblingsbüchern, aber da es zu einer Reihe gehört, möchte ich schon wissen, wie es mit Ever und Damen weitergeht!



von Alyson Noël
Broschiert: 384 Seiten
Verlag: Page & Turner (2. November 2009)  
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442203600
ISBN-13: 978-3442203604
Originaltitel: Evermore
Rezension vom 15.01.2011

Montag, 10. Januar 2011

Schweigt still die Nacht - Brenna Yovanoff

Keiner darf merken, was du bist…

Im Städtchen Gentry ist unter der strahlenden Hülle nichts so wie es scheint. Etwas Unvorstellbares geht hier vor, etwas Böses lebt unter den Menschen. Gentrys Bürger allerdings tun so, als wäre alles in bester Ordnung, tun so, als wäre mit Malcolm, Mackie, Doyle alles in Ordnung. Aber etwas stimmt nicht mit dem Jungen. Er ist anders als alle anderen. Ihm schmerzt Eisen auf eine grausame Weise, er verträgt kein menschliches Blut, diese Dinge machen ihn krank. Doch keiner sieht das Offensichtliche, bis auf das Mädchen Tate, das plötzlich nach dem Tod ihrer Schwester anfängt Fragen zu stellen. Mackie mit der Wahrheit zu konfrontieren, so dass er sich, auch von seinem Gesundheitszustand, genötigt sieht sich an die zu wenden, die so sind wie er. Plötzlich findet er sich in einer Welt voller Tod und Verderben wieder und doch versucht er mutig Tates Schwester zu retten.

Zu Beginn der Geschichte lernen wir den merkwürdigen Mackie Doyle kennen und sind verwundert über seine seltsamen „Krankheiten“, doch je weiter die Geschichte fortschreitet, ist das alles gar nicht mehr schlimm, denn Brenna Yovanoff hat mit ihrem Debutroman ein Buch geschrieben, das das Unnormale fast normal erscheinen lässt. Die Autorin baut am Anfang den Spannungsbogen auf und treibt die Geschichte rasant voran, so dass die Spannung nie mehr abbricht. Es ist schwer, das Buch aus der Hand zu legen!

Der Schreibstil der jungen Autorin ist flüssig, aber nicht zu einfach gehalten, so dann man über manche Stellen auch einmal nachdenken muss, die Worte auf sich wirken lassen kann. Sie zieht den Leser in ihre Geschichte hinein, wie ein Strudel den Ertrinkenden zum Meeresgrund zerrt. Und wenn man mal nicht lesen kann, sitzt die Geschichte doch irgendwo im Hintergrund immer dabei, egal was man macht, und zupft einen am Ärmel. Mackie ist hier der personelle Ich-Erzähler, aus dessen Perspektive man die Geschichte durchlebt.

Mackie ist ein merkwürdiger Junge, aber seinen Freunden Roswell, Danny und Drew ist das völlig egal. Obwohl er so anders ist, schließt man diesen Protagonisten sehr schnell in sein Herz und man wünscht ihm einfach nur, ein normales Leben führen zu dürfen. Mit seiner Familie und Freunden. Emma, Mackies Schwester ist ein sehr wichtiger Teil seines Lebens, ohne sie, wäre er nicht so, wie er jetzt ist muss er später erfahren. Alle Figuren sind liebevoll und detailliert ausgearbeitet. Auch wenn die Zwillinge keine so große Rolle spielen, kann man sich ein gutes Bild von den Beiden machen. Tate hat einen ziemlichen Dickkopf und wird von der Trauer um ihre Schwester Natalie angetrieben. Aber auch sie muss man schnell gern haben, denn die weibliche Leserin kann sich ganz gut in sie hineinversetzten.

Die Covergestaltung des Schutzumschlags ist ganz schön düster, was aber die Atmosphäre in diesem Buch nur zu gut wiederspiegelt. Ein dunkler, nebelumwogter Kinderwagen im viktorianischen Stil, über dem mehrere spitze Metallgegenstände hängen, bildet das Zentrum, über dem der Buchtitel in schwarzen, glänzenden Lettern prangt. Das Buch wäre mir auch in der Buchhandlung sofort ins Auge gesprungen und der Klappentext hätte mich auf der Stelle zum Kauf animiert, den ich niemals bereut hätte!

„Schweigt still die Nacht“ liest sich wunderbar an dunklen Herbst- oder Winterabenden, wenn der Wind um die Gemäuer heult und es drinnen warm, hell und gemütlich ist. Als überaus gruselig habe ich das Buch jetzt nicht empfunden, aber ein paar makabre Szenen tauchen doch auf, die möglicherweise nichts für ganz zart besaitete Seelen sind. Allen anderen kann ich diesen düsteren Fantasy Roman von Brenna Yovanoff nur sehr, sehr ans Herz legen!!!!



von Brenna Yovanoff
Gebundene Ausgabe: 368 Seiten
Verlag: Script5 (15. Januar 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001277
ISBN-13: 978-3839001271

Rezension vom 12.12.2010

Vielen Dank an das Team von Lies&Lausch und den Script5 Verlag!

Sonntag, 9. Januar 2011

Lappalie - Kirsten Marohn

Vergewaltigung verjährt nicht!

Eigentlich hat Jasmin Bolger alles, was ein Frauenherz begehrt: Eine tolle Eigentumswohnung, einen Schriftsteller zum Ehemann aus einer reichen Familie, einen sehr netten Schwager, einen Job, der ihr gefällt und einen tollen Hund namens Flocke. Doch ein Schatten aus ihrer Vergangenheit lastet schwer auf Jasmin, genannt Jazz, ein Ereignis, das schon 12 Jahre zurückliegt und langsam aber sicher ihre Ehe zerstört hat. Damals, an Silvester 1992, wurde sie von ihrem Schwiegervater Richard vergewaltigt und hat bisher mit keinem Menschen ein Wort darüber geredet. Die Last erdrückt Jasmin fast, doch meint sie zu glauben, es wäre ihre Schuld. Aber da ist noch Schwager Sven mit den chromblauen Augen, der immer zu ihr hält, und eines Tages erfährt er von ihrem Unglück…

Kirsten Marohn hat mit „Lappalie“ ein erdrückendes Schicksal einer jungen Frau gezeichnet, der Schlimmes wiederfahren ist, was keiner Frau jemals wiederfahren sollte! Wie bei vielen anderen Vergewaltigungsopfern, glaubt Jasmin, selbst schuld gewesen zu sein, dass ihr Schwiegervater sich an ihr vergangen hat. Manchmal glaubt sie, redet sich ein, es wäre niemals passiert. Doch innerlich zerbricht sie an dem Geschehenen, denn sie hatte ihrem Schwiegervater vertraut. Aber „Lappalie“ ist auch die Geschichte über eine starke Frau, Jasmin, die Mut beweist und sich aus ihrem Gefängnis befreit! Es ist auch ein Mut-mach-Buch!

Die Autorin schreibt sehr bildlich und erzeugt einen sehr schönen Lesefluss, der kaum unterbrochen wird. Die Protagonisten reden sehr viel miteinander. In diesen Gesprächen mit Jasmins Freundin Lisa, oder mit Sven kommt Jasmins innere Qual und Zerrissenheit deutlich zum Ausdruck. Sie möchte so gerne darüber reden, aber wenn es soweit ist, kommen ihr die Worte nicht mehr über die Lippen. Egal, wie oft sie sich die Sätze zu Recht gelegt hat. Einzig an einer Stelle fand ich diese Unterhaltungssequenzen zu langezogen, es wurde zu langweilig und wirkte irgendwann unecht und unglaubwürdig. Das war die Stelle im Supermarkt mit Lisa. Diese Sequenz hätte eine Kürzung vertragen können.

Jasmin ist eine liebenswerte Chaotin, die von ihrem Schmerz zerfressen wird. Sie hat Probleme in ihrer Ehe mit Henrik, sie kann sich ihm nicht hingeben und weint sehr oft. Ihre Gedanken kreisen nur um ihre Vergewaltigung vor 12 Jahren und um Sven. Henrik war für mich nie als Person greifbar, man erfährt über ihn meist nur durch Jasmins Gedanken und Erinnerungen an die Vergangenheit. Sven jedoch ist allgegenwärtig, stützt Jasmin und versucht ihr Halt zu geben. Bei ihm fühlt sie sich geborgen und zu Hause. Jasmin und Sven haben tiefe Konturen, man kann sie sich wunderbar vorstellen und sich auch ihn sie hineinversetzten, während Lisa und Henrik nur Randfiguren sind.

Das Hardcover Buch ist mit einem silbergrauen Lesebändchen versehen und die Umschlaggestaltung für meinen Geschmack recht ungewöhnlich. Eine blaue Bank steht vor einer lachsfarbenen Hauswand auf einem Grasstreifen. Die Farbe der Hauswand sticht einem sofort ins Auge, während die Parkbank Ruhe ausstrahlt. Der Buchtitel ist in der gleichen Farbe, wie die Hauswand nur der Name der Autorin steht in schwarzen Lettern auf dem glänzenden Umschlag aufgedruckt.

„Lappalie“ ist eine rührende Geschichte über das immer aktuelle Thema „Vergewaltigung“, gut und sensibel umgesetzt von Kirsten Marohn durch eine starke Protagonistin, die ihren Weg zu finden im Stande ist!



von Kirsten Marohn
Gebundene Ausgabe: 204 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 2 (19. September 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3837066827
ISBN-13: 978-3837066821

Rezension vom 09.01.2011

Ich bedanke mir recht herzlich bei Kirsten Marohn  und BoD für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Samstag, 8. Januar 2011

Wintergeister - Kate Mosse

Knochen und Schatten und Staub

Mit einem alten Brief in einer alten Sprache begibt sich ein junger Mann zu einem alten Antiquar mit der Bitte diesen, für ihn wertvollen, Brief zu übersetzen. Schnell entwickelt sich ein Gespräch zwischen den Beiden und der junge Mann erzählt seine Geschichte:

Im Dezember des Jahres 1928 unternimmt der junge Engländer Freddie Watson nach langer seelischer Krankheit eine Reise durch den Süden Frankreichs. Von der Trauer um seinen, im Krieg gefallenen, älteren Bruder George zerfressen, sucht er Schutz und Trost in Anonymität des fremden Landes. Er fährt mit seinem Automobil eine steile Bergstraße entlang, als ein Schneesturm aufzieht und die Straße in eine eisglatte Rutschbahn verwandelt. Freddie hat einen Unfall und schlittert fast in den steilen Abgrund. Sein Auto ist beschädigt und er begibt sich auf die Suche nach einer Menschenseele, die ihm helfen kann. Gleichermaßen begibt er sich auf die Suche nach sich selbst, der Liebe einer Frau und ihrem Geheimnis…

Eine wundervolle und einprägsame Geschichte hat die Autorin Kate Mosse hier geschaffen. Sie ist mit 224 Seiten zwar verhältnismäßig kurz, dies wird aber durch die Intensität und Klarheit der Erzählung mehr als wettgemacht! Ich bin versunken in den Worten und Beschreibungen, in der Atmosphäre dieses Buches. Diese ist sehr dicht und nimmt einen von der ersten Seite an gefangen!

Der Erzählstil Kate Mosses hat mir sehr zugesagt. Freddie Watson tritt hier als Ich-Erzähler auf, der seine Geschichte und Gefühle Preis gibt. Man erfährt unheimlich viel über seine innere Zerrissenheit und sein Nicht-loslassen-können. In Worten voller Poesie beschreibt die Autorin Umgebungen und Begebenheiten, lässt einen eintauchen in die Zeit, in der die Geschichte spielt. Sie lässt Figuren lebendig werden, Stimmungen auf den Leser überspringen, wie ich es bisher nur selten erlebt habe. Mein Interesse war die ganze Zeit da und ich wollte unbedingt wissen, wie es mit Freddie weitergeht!

Freddie Watson steht als Hauptprotagonist natürlich im Mittelpunkt des Geschehens. Eigentlich ist er ein netter, freundlicher und rechtschaffener junger Mann, von der Trauer um seinen Bruder gezeichnet, die ihn fast um den Verstand gebracht hätte. Manchmal lässt ihn das auch an seiner Wahrnehmung zweifeln. Die Nebencharaktere bleiben alle relativ Konturlos, denn sie haben nur kurze Auftritte, die der Geschichte aber sehr viel geben. Die Bewohner des Dorfes Null umgibt insgesamt eine geheimnisvolle Atmosphäre der Traurigkeit, die einem die die herrschende Kälte des Dezembers in die Glieder fahren lässt.

Die Umschlaggestaltung des dünnen Hardcovers ist wunderschön und ein echtes Highlight in jedem Bücherregal! Überwiegend in dunklem Blau gehalten, sieht man ein altertümlich anmutendes, schneebedecktes Bauernhaus, umspielt von silbernen, glänzenden Fäden, die Eis oder Gestrüpp darstellen könnten. Der Titel und der Name der Autorin sind in Weiß und in einer unregelmäßigen Schrift aufgedruckt. Das Coverbild fängt die Stimmung der Erzählung wunderbar ein! Das Buch ist außerdem ausgestattet mit einem eisblauen Lesebändchen.

Kate Mosses Werk „Wintergeister“ hat mich berührt und gefesselt, hat mich nachdenklich gestimmt und begeistert, so dass ich jedem, der gerne eine schöne, nicht ganz anspruchslose Geschichte, lesen möchte, dieses Buch nur wärmstens empfehlen kann!




von Kate Mosse
Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
Verlag: Droemer (2. November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426198908
ISBN-13: 978-3426198902
Originaltitel: The Winter Ghosts

Rezension vom 08.01.2011

Mein Dank gilt der  für die Bereitstellung des Leseexemplars!

Freitag, 7. Januar 2011

Gone 01: Verloren - Michael Grant

Die Arena – Und mittendrinn: Kinder!

Plötzlich verschwinden alle Erwachsenen und Jugendlichen über 15 Jahre. Einfach in Luft haben sie sich aufgelöst und die Kinder des kleinen Städtchens Perdido Beach sind auf sich allein gestellt. Sam Temple ist 14, Surfer und sieht noch dazu ganz passabel aus. Zusammen mit seinem besten Kumpel Quinn und der Streberin Astrid macht er sich auf den Weg zur Plaza, dem Platz vor Kirche und Rathaus, wo sich alle Kids versammeln. Unterwegs sehen sie leere, ramponierte Autos, umgekippte Lastwägen und keine Spur von Erwachsenen. Nur Kinder! Als Sam todesmutig versucht ein kleines Mädchen aus dem Flammen eines brennenden Hauses zu retten wird er ungewollt zur Leitfigur der verstörten und verängstigten Kinder. Doch diese Herausforderung scheint zu groß für ihn, also macht er sich lieber mit Quinn und Astrid auf die Suche nach Astrids kleinem, autistischem Bruder. Sie entdecken, dass die ganze Stadt von einer durchsichtigen, undurchdringlichen Barriere umschlossen ist. Bald darauf taucht Caine von der Privatschule auf, der, ebenso wie Sam, die „Kraft“ hat und nun alle Befehlsgewalt an sich reißt. Eine grausame Zeit und ein Kampf um Leben und Tod beginnen, außerdem wird Sam bald 15!!!

Ich muss sagen, das Buch „Gone 01: Verloren“ hat mich wirklich überrascht und schockiert! Dass die Stadt in Chaos versinken muss, wenn es nur noch Bewohner unter 15 Jahre gibt, war mir klar, aber das 14-Jährige sich zum Diktator aufschwingen, sämtliche Gesetze aushebeln und grausame Willkür Einzug halten, fand ich schon heftig! 14-Jährige und Jüngere, die sich bis aufs Blut bekämpfen, frei nach dem Gesetz des Stärkeren: Wer die stärkste „Kraft“ hat, kann regieren. Und wieder einmal hängt es an einem einzelnen Jungen dem Schurken Einhalt zu gebieten. Der braucht aber ziemlich lange, bis ihm das klar wird und, ohne hier etwas vorweg nehmen zu wollen: Es hätte vielleicht nicht so weit kommen brauchen! Die Kids müssen übermenschliches leisten und ich frage mich wirklich, ob sie das in dem Alter überhaupt können! Eigentlich müssten sie nach der Hälfte des Buches physisch und psychisch zusammengebrochen sein.

Michael Grant hat hier wirklich ein spannendes, schockierendes und zermürbendes Werk geschaffen, von dem ich denke, dass es sich lohnt, es zu lesen, das will ich an dieser Stelle schon mal erwähnen. Mit Sicherheit werden sich an diesem Buch die Geister scheiden, wie es bei den „Tributen von Panem“ der Fall ist, wobei darüber viel mehr diskutiert wird. Das liegt vermutlich am unterschiedlichen Bekanntheitsgrad.

Der Schreibstil des Autors ist einem Jugendbuch angemessen: Leicht und flüssig fügen sich die Worte aneinander. Kurze Sätze, Abschnitte und Kapitel erlauben schnelles Lesen und voranschreiten der Geschichte, so dass die Spannung nie abbricht und es zu keiner Zeit langweilig wird. Ein zweiter Handlungsstrang um das Mädchen Lana gesellt sich bald zum Ersten um Sam und seine Gruppe. Immer wieder streut der Autor Passagen mit Lana ein und schafft so eine weitere dunkle Bedrohung und grausige Spannung, bis die beiden Handlungsstränge sich schließlich vereinen. Nicht mal zum Ende des Buches, als schon ein paar Geheimnisse gelüftet wurden, verrät der Autor was es mit der „Dunkelheit“ und der Barriere wirklich auf sich hat. Dies erfährt man hoffentlich in den Folgebänden „Hunger“ und „Leid“.

Die Protagonisten sind alles Kinder. Mal benehmen sie sich so, oft aber auch nicht. Oder zumindest glaube ich nicht, dass ein 14-jähriger Junge mit zerschossenem Knie nicht vor Schmerzen schreit oder die Besinnung verliert. Sam Temple ist eigentlich ein „Normalo“, aber irgendwie meinen alle, vor allem Astrid, er sei ein geborener Anführer. Nur möchte er diese Verantwortung zuerst nicht auf seinen zarten Schultern tragen. Das war für mich völlig nachvollziehbar. Astrid ist eine wahre Streberin und weiß auf so ziemlich alles eine Antwort. Nur jetzt hat sie plötzlich keine rationalen Antworten mehr und das kann sie gar nicht leiden, aber sie kümmert sich aufopferungsvoll um ihren kleinen Bruder Pete. Quinn ist Sams bester Freund, doch durch Quinns Verhalten wird ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt. Er ist trotzig, misstrauisch und ein wenig neidisch auf Sam. Die Personen, allen voran Sam, machen im Laufe der Geschichte eine Entwicklung durch, mal in die eine Richtung, dann in eine andere, aber es wird nie ermüdend, ihnen zu folgen!

Das 512-Seiten starke Jugendbuch ist ein Hardcover mit einer sehr schlichten Covergestaltung: Es ist komplett schwarz bis auf ein gelbes Leuchten um den Titel, der so vor dem schwarzen Hintergrund hervorgehoben wird. Eine weitere Besonderheit ist der grün eingefärbte Buchschnitt, der das Buch von der Masse abhebt.

Mein Fazit: Ein spannendes, aufrüttelndes Jugendbuch, das ich kaum aus der Hand legen wollte! Dennoch lässt es irgendwie ein ungutes Gefühl in mir zurück!



von Michael Grant
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Ravensburger Buchverlag; Auflage: 2., Aufl. (1. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3473353167
ISBN-13: 978-3473353163
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 17 Jahre
Originaltitel: Gone
 
Rezension vom 06.01.2011
 
Ich bedanke mich herzlich beim  Buchverlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Liebster Blog Award

Was sehen meine müden Augen da? Die liebe Bella von Bellas Wonderworld hat mir den "Liebsten Blog Award" verliehen! Ich freu mich wirkklich RIESIG über den schönen Award!!!

Ein bissel was zu tun gibts aber auch:

Voraussetzungen für den Award:
Du bist getaggt worden und möchtest teilnehmen?


Erstelle einen Post, indem du das Liebster-Blog-Bild postest & die Anleitung reinkopierst (= der Text den du gerade liest). Außerdem solltest du einen Link zum Blog der Person erstellen, die dir den Award verliehen hat & sie per Kommentar in ihrem Blog informieren, dass du den Award annimmst und ihr den Link deines Award-Posts dalassen. Danach überlegst du dir 3- 5 Lieblingsblogs, die du ebenfalls in deinem Post verlinkst & die Besitzer jeweils per Kommentar-Funktion informierst, dass sie getaggt wurden und hier ebenfalls den Link des Posts angibst, in dem die Erklärung steht.

Ziel des Awards:


Das Ziel, dieser Aktion ist, dass wir unbekannte, gute Blogs ans Licht bringen, deswegen würde ich euch bitten keine Blogs zu Posten, die ohnehin schon 3000 Leser haben, sondern talentierte Anfänger & Leute, die zwar schon eine Weile bloggen, aber immer noch nicht so bekannt sind.

Ich habe mir drei Blogs herausgesucht, die ich selber sehr gerne lese und an die ich den Award mit Freuden weiterreichen möchte:

Donnerstag, 6. Januar 2011

3 Fragen an Ruth Nestvold, das literarische Interview

Ich bin überaus froh und stolz, euch heute ein Blogspecial über Ruth Nestvold vorstellen zu dürfen! Nachdem ich ihren Debutroman „Flamme und Harfe“ das erste Mal gelesen habe, war ich hin und weg von der wundervollen Geschichte um Yseult und Drystan, Tristan und Isolde, und von ihrem bemerkenswerten Schreibstil, der einen einhüllt und fortträgt in ein Land voller Magie!

(c) By Ruth Nestvold

Im Jahr 1958 wurde die Autorin Ruth Nestvold im amerikanischen Colville, im Staat Washington, geboren. Seit 30 Jahren lebt und arbeitet sie allerdings schon in Deutschland. Nachdem Ruth Nestvold an der Uni Stuttgart im Fach Anglistik promovierte, war sie an verschiedenen Universitäten in ganz Deutschland tätig. 1998 flog sie in die USA, um am, vom Bestsellerautor George R. R. Martin geleiteten Clarion West Writers Workshop teilzunehmen. Hiernach erschienen ihre Kurzgeschichten und Novellen in verschiedenen Anthologien und Zeitschriften wie dem „Fantasy Magazine“ oder „Abyss and Apex“.


Die Novelle „Looking Through Lace“, erschienen im September 2003 in „Asimov’s Science Fiction“, wurde für den „Tiptree Award“ und für den „Sturgeon Award“ nominiert. 2007 wurde der italienischen Übersetzung die Auszeichnung "Premio Italia" für den besten internationalen Roman verliehen. Am 19. Januar 2009 erschien ihr erster großer Roman über die tragische Liebesgeschichte um Tristan und Isolde unter dem Titel „Flamme und Harfe“ als Hardcover im Verlag Penhaligon. Im November 2010 folgte die Taschenbuchausgabe bei Blanvalet. Ruth Nestvold lebt mit ihrem Ehemann heute in Stuttgart und arbeitet als freie Schriftstellerin und in der IT-Branche.

Ihre unsterbliche Liebe sollte die Welt verändern



Ein dramatisches und romantisches Fantasy-Epos, das seinesgleichen sucht — ein unvergesslicher Roman nicht nur für die zahllosen Leserinnen von Marion Zimmer Bradleys »Die Nebel von Avalon«.

Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden …

Tristan und Isolde, Tristram und Isot, Essylt und Drust, Yseult und Drystan: Die Namen haben sich im Laufe der Zeit geändert, Liebende aber waren sie immer — und ihr Schicksal wurde nie vergessen.

Die meisten Erzählungen über sie beginnen mit dem Mann. Diese beginnt mit der Frau.

(Quelle: Randomhouse)

Hier findet ihr meine ausführliche Rezension zu „Flamme und Harfe“.















Ruth Nestvold war so freundlich, mir für meine Blogserie „3 Fragen an …“ Rede und Antwort zu stehen, wofür ich ihr an dieser Stelle herzlich danke!

3 Fragen an Ruth Nestvold, das literarische Interview

BlueNaversum: Liebe Ruth, wie bist du dazu gekommen Schriftstellerin zu werden und was hat dich dazu veranlasst?

Ruth Nestvold: Schriftstellerin wollte ich seit meiner Kindheit werden, aber das ist ja bekanntlich keine besonders praktische Berufswahl. Deshalb habe ich in Literaturwissenschaft promoviert und bin einigen anderen Beschäftigungen nachgegangen, bevor ich mich endlich ernsthaft dem Schreiben gewidmet habe. Das war wohl 1998, nachdem ich den sechwöchigen Schriftsteller-Workshop Clarion West in Seattle besucht habe. Danach habe ich mein Leben umorganisiert und dem Schreiben andere Lebensbereiche untergeordnet, statt ihm nur in meiner Freizeit nachzugehen. Das hat die ersten Erfolge gebracht. Meine erste veröffentlichte Kurzgeschichte, "Latency Time", kam 2001 in der Zeitschrift Asimov's heraus.


BlueNaversum: In deinem aktuellen Buch „Flamme und Harfe“ geht es um die tragische Liebesgeschichte von Tristan und Isolde, die neben Romeo und Julia wohl eines der bekanntesten tragischen Liebespärchen sind. Wieso hast du gerade diese Sage für dein Buch gewählt und wieviel steckt von dir in Drystan und Yseult?

 
Ruth Nestvold: Die Artuslegenden haben mich immer fasziniert, und Tristan und Isolde ist nun einmal im englischsprachigen Bereich ein Teil der Geschichten um König Artus. Hinzu kommt, dass ich aus irgendeinem Grund eine Schwäche für tragische Liebesgeschichten habe; meiner Erfahrung nach haben sie eine größere emotionale Wirkung und bleiben so länger in Erinnerung als Geschichten mit einem "Happy End". Das Interesse speziell an Tristan und Isolde kam dann während meines Studiums der Mediavistik. Gottfried von Strassburgs Tristan fand ich hinreißend, und dann kam mir die Idee, eine eigene Version davon zu schreiben.


Drystan ist mir dabei näher als Yseult: Er ist der Kreative, der Sänger, der mit Machtausübung nicht viel am Hut hat. Dafür habe ich aus meinen Erfahrungen als Frau zwischen zwei Kulturen doch einiges für die Figur der Yseult geschöpft. Beide Hauptfiguren enthalten also ein bisschen von mir. So kann ich besser mit meinen fiktiven Figuren mitfühlen.

BlueNaversum: An welchen Buchprojekten arbeitest du gerade, was erwartet deine Leser in der Zukunft?

Ruth Nestvold: Vor etwa zwei Monaten habe ich das Manuskript zu "Shadow of Stone" bei meinem Verlag eingereicht, einem Nachfolgeroman zu "Flamme und Harfe", dessen Handlung über zehn Jahre später einsetzt. Während "Flamme und Harfe" als Hintergrundgeschichte die erfolgreiche Vertreibung der Sachsen durch den Heerführer Artus und seine Krieger hatte, ist es bei "Shadow of Stone" der Untergang von Artus' Führerschaft.

Im Augenblick arbeite ich an einer Neuerzählung des Nibelungenlieds, allerdings nur auf einer von drei Zeitebenen (der einzigen Ebene, die wirklich eine "phantastische" Handlung besitzt). Die anderen beiden Ebenen, eine zeitgenössische und eine mittelalterliche, handeln einerseits von einer Buchrestauratorin, die auf eine unbekannte Fassung des Nibelungenlieds stößt, und anderseits von der Frau, die die unbekannte Fassung im 13. Jahrhundert verfasst hat. Darüber hinaus bin ich gerade dabei, die Handlung und die Charaktere für einen Jugendroman auszuarbeiten, der im 17. Jahrhundert spielt. Kernidee hierfür ist, dass die Alchemie statt der Chemie den Sieg der Ideen gewonnen hat und dabei Magie freigesetzt wurde.

BlueNaversum: Danke, dass du dir kurz Zeit genommen hast, die drei Fragen an Ruth Nestvold zu beantworten!

Wenn ihr noch mehr über Ruth Nestvold erfahren wollt, besucht die Autorin doch mal auf ihrer Website: http://www.ruthnestvold.com/

Mittwoch, 5. Januar 2011

Flamme und Harfe - Ruth Nestvold

Eine zerstörerische Liebe, stärker als der Tod!

Yseult, die Schöne von Eriu, so schön, wie der Mond, so stolz, wie eine Göttin, lebt und wirkt zusammen mit ihrer Mutter, Yseult der Weisen, im Haus des Heilens. Sie lernt bei der besten Heilerin, ihrer Mutter, außerdem kann sie kämpfen, wie ein Krieger. Als ihr eines Tages der Kopf ihres Onkels gebracht wird entflammt sie in Hass und Wut auf seinen Mörder: Drustanus von Dumnonia. In Aremorica bestieg Drystan ein Schiff nach Dumnonia, heimgerufen von seinem Vater, Marcus Cunomorus. Bald darauf landete der erainnische Krieger Murchad an ihrer Küste um einen Geiselaustausch zu erwirken. Marcus ließ sich nicht auf den Deal ein und Murchad forderte ihn zum Zweikampf, den Drystan an seiner statt ausführte. Er erschlug Murchad, wurde dabei aber so schwer verletzt, dass nur eine ihm helfen konnte: Yseult, die Weise. Drystans bester Freund Kurvenal begleitete ihn bis kurz vor Eriu und setzte ihn, getarnt als Barde, in einem Boot aus. Wie durch ein Wunder erreichte er Yseult, die Weise und Yseult, die Schöne… und die Geschichte nahm ihren Lauf!

Ich bin immer noch ganz ergriffen und gerührt, ein Gefühl, dass nicht viele Bücher in mir hinterlassen, wenn die letzte Seite umgeblättert, die letzte Zeile ausgelesen ist. Ein Gefühl, das tiefer geht, die Gedanken beseelt und in meinem Herzen eine leere Stelle zurücklässt. Und ich weiß, dass diese Geschichte es wert ist, das seltene Tränchen wert ist, das ich zum Schluss verdrückt habe. Auch wenn man die Sage von Tristan und Isolde, so wie ich, kennt, hofft man doch bis zum Schluss, dass alles gut werden möge!

Ruth Nestvold hat meines Erachtens ein kleines Juwel geschaffen, in das ich mich sofort, beim ersten Lesen, verliebt habe! Sie nahm die Legende und wob ihre Magie, ihre Worte wie Magie und auch Magie selbst in und um diese wohlbekannte Geschichte. Sie gab Yseult eine Gestalt und Drystan einen Körper, die sich unweigerlich zueinander hingezogen fühlten, allen Widrigkeiten trotzten und sich selbst und andere damit ins Unglück stürzten. Dieses Buch voller Magie ist so wundervoll erzählt, dass es mich tief berührt und mitgerissen hat!

Die Autorin hat einen sehr schönen, flüssigen und poetischen Schreibstil, der schon den allerersten Sätzen zum Tragen kommt und mich sofort gefangen nahm: 

Einst, zu einer Zeit jenseits der Geschichte, saß eine Frau, so schön wie der Mond, auf einem Pferd und betrachtete ein Feuer. Das Feuer ist Teil der Geschichtsschreibung. Die Frau jedoch ist Teil der Legenden …


Dieser Schreibstil lässt einen völlig in die Welt von Yseult und Drystan abtauchen und es fällt mir jedes Mal schwer, wieder in die Wirklichkeit zurückzufinden. Das Buch ist aufgeteilt in vier Bücher, unterschiedliche Abschnitte, die die Geschichte, wie in verschiedene Akte, einteilt, in denen sich die Liebesgeschichte unter veränderten Bedingungen weiterentwickelt. Die insgesamt 34 Kapitel werden jeweils mit einem Auszug aus der historischen Tristan-Sage verschiedener Verfasser eingeleitet, die die Stimmung in den Kapiteln wiedergeben. Ein sehr schönes Stilmittel, das einen gut auf das vor einem liegende vorbereitet bzw. eingestimmt hat, ohne irgendetwas Vorwegzunehmen.


Die Charaktere, wie Yseult, Drystan, Kurvenal, Arthur oder Brangwyn zeichnet eine Tiefe und Schärfe aus, die die Personen lebendig werden lassen. Auch entwickeln sie sich beständig weiter und man entdeckt immer neue Facetten und Eigenarten an ihnen. Yseults Beweggründe und Handlungen stehe ich immer wieder zwiegespalten gegenüber, während ich Drystans oft besser verstehen und nachvollziehen konnte. Alle wachsen einem jedoch während des Lesens sehr ans Herz, so dass ich sie ungern ziehen lassen wollte, als das Buch beendet war. Selbst die Nebendarsteller waren fundiert ausgearbeitet, so dass man sich immer freut oder auch hasst, wenn diejenige Person in Erscheinung tritt.

Das Cover des Taschenbuchs, das ich hier bespreche, ist in warmen Erdtönen gehalten und zeigt eine nebelverhangene, schroffe Felsküste auf der eine Festung thront. Die Festung, eingerahmt in einen keltisch anmutenden Ring und Titel, sowie der Name der Autorin sind in Spotlackoptik aufgebracht. Am oberen und unteren Rand des Buches befinden sich ebensolche Ornamente, wie sie auch im Ring zu finden sind. Insgesamt macht das Cover einen mystischen Eindruck und lässt eine melancholische Stimmung aufkommen.

Ich habe „Flamme und Harfe“ von Ruth Nestvold nun zum zweiten Mal gelesen und mir hat es noch besser gefallen als beim ersten Mal! Das Buch löst in mir eine Stimmung aus, die ich bisher nur bei einem weiteren Buch gespürt habe: „Die Nebel von Avalon“. Ebenso mystisch und geheimnisvoll, voller Liebe und Leidenschaft und doch tragisch! Ich werde es immer wieder tun!



von Ruth Nestvold
Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (15. November 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442376262
ISBN-13: 978-3442376261
Originaltitel: Flame and Harp

Rezension vom 05.01.2011

Ich bedanke mich vielmals bei Ruth Nestvold, die mir dieses Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat!

Samstag, 1. Januar 2011

Leseliste Dezember 2010

Nicht nur das Jahr 2010, sondern auch der (leider sehr stressige) Dezember ist vorbei. Jetzt ist es wieder an der Zeit, zu schauen, welche Bücher letzten Monat durch meine Hände gewandert sind. Eins kann ich jetzt schon sagen: Sie waren alle super, was nur heißt, dass meine Auswahl so gut wie perfekt war! Insgesamt habe ich fünf Bücher und ein Comic gelesen, fast alle aus dem Genre Fantasy! Es war ein fantastischer Dezember!!!


Als erstes durfte ich in Andreas Gößlings Fantasy Welt abtauchen und den "Ruf der Schlange" vernehmen. Zusammen mit dem Mysto-Agenten Samu A. Rabov konnte ich steampunkmäßige Abenteuer erleben und diese waren äußerst spannend! Schon allein das Cover ist einen Blick wert!







Was würdest du tun, wenn du die Träume deiner Mitmenschen sehen könntest? Janie kann das und sie kann sich nicht dagegen wehren! Für sie ist das ein Fluch und für mich war der Ausflug in Janies Traumwelt ein sehr kurzweiliges Lesevergnügen, süße kleine Lovestory inklusive!!! WAKE - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast von Lisa McMann.




Brenna Yovanoffs "Schweigt still die Nacht" durfte ich vorab in einer Leserunde im Forum "Lies&Lausch" lesen und diskutieren. Mir hat die düstere Atmosphäre im Buch sehr zugesagt und Protagonist Mackie war diesen Monat einer meiner Lieblinge! Die Rezension kommt am 10. Januar 2011, dem offiziellen Erscheinungstermin, online!






Mit "Mottentanz" von Lynn Weingarten fand auch ein super spannender Jugend-Thriller Platz in meiner Leseliste. Die Geschichte um Ellie und ihre verschwundenen Schwester Nina nahm mich von der ersten Seite an gefangen und ließ mich nicht wieder los!








Ein düsterer Comic um das U-Boot USS Nebraska und ein schlimmes Geheimnis tief unten im Meer durfte im Dezember auch nicht fehlen! "Heiligtum Band 1" ist der Auftakt zu einer dreiteiligen, sehr spannenden Serie! Die Besprechung von Band 2 könnt ihr auch bald hier lesen!







Das letzte Buch, das ich im Dezember beendet habe, war "Die Teufelshure" von Martina André, die mich wirklich schwer begeistert hat! Die Autorin hat einen tollen Mix aus historischem Highland-Roman und schottischem Neuzeit-Thriller mit Mistery-Elementen geschaffen, der viel Abwechslung ins Buchregal bringt!