Freitag, 12. August 2011

Dying to live - Kim Paffenroth

Zombie-Apokalypse

In einer Welt, in der nichts mehr so ist, wie es mal war, in der untote Zombies langsam schlurfend und stöhnend durch die Straßen wandern, schlägt sich Jonah Caine ganz alleine durch. Sein Tag beginnt mit Zombies und er endet auch mit ihnen, bis er einen geeigneten Platz zum Schlafen findet. Eines Tages kommt er in eine der vielen Geisterstädte und beschließt, seine Vorräte in einem der geplünderten Läden aufzustocken. Doch da wird er von Zombies angegriffen und er flieht kämpfend. Als er fast von einer Zombiearmee überrollt zu werden droht, eilen ihm plötzlich unerwartet Menschen zur Hilfe und bringen ihn hinter Museumsmauern in Sicherheit…

„Dying to live“ in ein Zombie-Horror, wie man ihn aus vielen Horrorfilmen her kennt. Mich hat das Buch vor allem an die Horror-Serie „The walking Dead“ erinnert. Eine sehr gute Serie mit viel Story, charismatischen Darstellern und natürlich Zombies. So ähnlich würde ich auch dieses Buch beschreiben. Nur mit nicht ganz so guter Handlung. Wer auf traditionellen Zombie-Horror steht, der wird hier mit Sicherheit gut unterhalten werden, doch die Begebenheiten die der Klappentext verspricht, tauchen erst ganz zum Schluss auf, wenn man als Leser schon fast denkt, was kann denn jetzt noch großartig kommen? Ich hatte immer darauf gewartet, dass endlich diese andere Menschengruppe ins Spiel gebracht wird, aber ich musste lange warten!

Der Schreibstil von Kim Paffenroth ist sehr erzählerisch geprägt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jonah Caine erzählt. Er schildert als Ich-Erzähler die Begebenheiten, aber es wollte zu Beginn bei mir nicht wirklich Spannung aufkommen. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis mal wirklich Schwung in die Handlung kam und es mich wirklich interessiert hat, was Jonah als Nächstes erlebt. Das ist natürlich bei so einem kurzen Büchlein von 253 Seiten nicht wirklich vorteilhaft.

Die Charaktere haben mir allerdings sehr gut gefallen. Jonah war mir sympathisch und ich konnte gut mit seiner gepeinigten Seele mitfühlen. Auch Jack und Milton oder Popcorn waren interessant und alle Geschichten, wie sie die Zombie-Apokalypse überlebt haben, sehr bewegend. Die Frauen waren eher uninteressant. Natürlich bleibt bei 253 Seiten nicht großartig Raum für Entwicklungen  der Wesenszüge, aber den Umständen entsprechend waren die Figuren gut angelegt.

Das Cover finde ich sehr gelungen. Ein Mann mit Stoppelbart blickt ängstlich durch Lamellenjalousien und darunter ist die düster anmutende Silhouette einer Stadt zu sehen. Das Material fühlt sich sehr hochwertig an, die Coveroberfläche ist sehr glatt und angenehm zu halten.

Alles in Allem ist „Dying to live“ von Kim Paffenroth ein Zombie-Horror-Roman und nur Fans diesen Genres kann ich das Buch wirklich empfehlen. Ansonsten gibt es viel Machogehabe, wandelnde Leichen und zwischendurch ein wenig Spannung, aber von der Handlung her konnte mich dieses Buch nicht auf ganzer Linie überzeugen!



von Kim Paffenroth
Broschiert: 256 Seiten 
Verlag: Festa Verlag; Auflage: 1 (Mai 2010) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 386552091X 
ISBN-13: 978-3865520913 
Originaltitel: Dying To Live

Rezension vom 12.08.2011

Ich danke dem Festa-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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