Sonntag, 31. Juli 2011

Schauergeschichten vom schwarzen Schiff - Chris Priestley

Eine sturmgepeitschte Nacht…

…in einem einsamen Gasthaus auf einer steilen Felsenklippe an der englischen Atlantikküste. Zwei Kinder, Ethan und Cathy werden von einer schlimmen Durchfallerkrankung ereilt und ihr Vater geht hinaus in die stürmische Nacht, um einen Arzt zu holen.  Doch dann geht es den beiden auf einmal besser und sie setzen sich an das Kaminfeuer im Gastraum um auf ihren Vater zu warten. Plötzlich, als der Sturm am schlimmsten wütet, klopft ein junger Seemann in einer Marineuniform an der Tür und die beiden lassen ihn ein. Bei einem Glas Rum beginnt Mr. Thackeray den Kindern gruselige Seefahrergeschichten zu erzählen und zieht sie schnell in seinen Bann…

Mir ist zuerst das supergeniale Cover dieses Buches aufgefallen. Und auch der Inhalt kann sich durchaus sehen lassen! Zuallererst muss man natürlich beachten, dass „Schauergeschichten vom schwarzen Schiff“ eine Kurzgeschichtensammlung für Jugendliche ist und dass die Geschichten durchaus gruselig, aber harmlos sind. Alle Geschichten spielen auf einem Schiff, aber es sind unterschiedliche Schiffe, an unterschiedlichen Orten auf der Welt mit unterschiedlichen, aber durchweg jungen Charakteren, denen immer unheimliche und schreckliche Dinge wiederfahren. Am Ende jeder Gruselgeschichte kehrt man in den Gastraum des Old Inn zurück und erfährt ein paar Details über den mysteriösen Mr. Thackeray.

Der Schreibstil ist einem Kinderbuch angemessen, sehr einfach und flüssig zu lesen, aber an manchen Stellen nicht für ganz zart besaitete Jugendliche geeignet, denn manchmal geht es ein wenig blutiger zu, als man bei einem Jugend- oder  Kinderbuch erwarten würde. Die Altersempfehlung ist ab 12 und durchaus angemessen. Das Buch enthält neun Kurzgeschichten, die mir allesamt sehr gut gefallen haben. Gerne bin ich immer mit auf das jeweilige Schiff gegangen und habe alle Abenteuer miterlebt. Auch die Auflösung mit den beiden Kindern am Schluss war für mich nicht ganz genau vorherzusehen, so dass es mich bis zum Schluss weitergetrieben hat, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht.

Die Charaktere Cathy und Ethan sind gut ausgearbeitet und auch Mr. Thackeray hat mir äußerst gut gefallen. Die Protagonisten der Kurzgeschichten sind natürlich meistens sehr flach geraten, denn sie haben immer höchstens knapp 20 Seiten Platz für ihre Geschichte und auch nicht den Raum um sich zu entwickeln.

Die Umschlaggestaltung ist einfach super und spiegelt den Inhalt des Buches wunderbar wieder. Geheimnisvoll stehen die beiden Kinder Ethan und Cathy in Nebelschwaden gehüllt und von Elementen, die in den einzelnen Kurzgeschichten auftauchen, umgeben. Alles ist in hellem eisblau und grau gehalten, der Titel in schwarzen, krakeligen Kinderbuchstaben aufgemalt.

„Schauergeschichten vom schwarzen Schiff“ ist eine schöne Kurzgeschichtensammlung für Zwischendurch und auch eine schöne Abwechslung im alltäglichen Büchereinerlei. Die Kinder, die auf ihren Vater warten, haben mich berührt und ihre Faszination für die Gruselgeschichten hat mich einfach mitgezogen, so dass ich das kurze Büchlein in einem Rutsch durchgelesen habe!



von Chris Priestley
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten 
Verlag: Bloomsbury Kinderbücher & Jugendbücher (26. Februar 2011) 
Sprache: Deutsch 
ISBN-10: 3827054222 
ISBN-13: 978-3827054227 
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre 

Rezension vom 31.07.2011

Ich bedanke mich herzlich bei  für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


Kommentare:

  1. Schön, dass es dir auch so gut gefallen hat. Ich mochte den ersten Teil zwar noch ein bisschen lieber, aber auch der zweite Part ist echt gut gelungen.
    Freu mich schon auf das dritte Buch! =)

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  2. Den ersten Teil kenne ich gar nicht, ich weiß zwar, dass es das Buch gibt, aber ich bin über das tolle Cover aufs "schwarze Schiff" aufmerksam geworden. Das ist einfach super gut!

    LG
    Kathi

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