Mittwoch, 9. März 2011

Bodyfinder: Das Echo der Toten - Kimberly Derting

Mädchen mit besonderen Fähigkeiten jagt Serienkiller

Schon als sie ein kleines Mädchen war, war klar, dass Violet eine besondere Gabe geerbt hat: Sie kann das Echo der Toten wahrnehmen. Als Geräusch oder auch als Geschmack. So findet sie auch eine Mädchenleiche im Wald. Nun ist Violet 16 und schwer in ihren besten Kumpel Jay verknallt. Er ist außer ihrer Familie der einzige, der über ihre Gabe Bescheid weiß. Als ein Serienkiller beginnt Mädchen in der kleinen Stadt zu töten und Violet eines der Opfer in einem See findet, weiß sie, dass sie den Mörder aufhalten muss. Jay ist dabei an ihrer Seite und so langsam bahnt sich auch etwas zwischen den beiden an, doch der Mörder schläft nicht und bald ist auch Violet in großer Gefahr!

Es gibt viele überschwängliche und begeisterte Stimmen zu diesem Buch, die ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Natürlich ist die Geschichte nett, aber das wars dann auch schon: Sie ist eben nett. Nichts wirklich Neues, sondern nur in ein paar Details verändert, im Gegensatz zu anderen Romantasy Titeln, die derzeit den Jugendbuchmarkt überschwemmen. Diesmal ist es das Mädchen, das eine besondere Gabe hat und sie verliebt sich in einen stinknormalen Jungen ohne Superkräfte. Die beiden sind allerdings schon ewig befreundet. Und hier enden auch schon alle Unterschiede.

Das Buch an sich ist recht kurz, die Dicke täuscht, denn die Schrift ist wirklich riesig, es könnte fast unter Großschrift laufen. Somit kann man es wirklich sehr schnell durchlesen. Auch der flüssige Schreibstil der Autorin trägt dazu bei, dass man das Buch in einem Rutsch durch hat und ist einem Jugendbuch angemessen. Kimberly Derting schafft es mit ihrem Erzählstil schnell Bilder im Kopf des Lesers entstehen zu lassen und Spannung aufzubauen. Dennoch war die Geschichte sehr vorhersehbar und auch die „plötzlichen“ Wendungen kamen weniger unvorhergesehen, als die Autorin mit Sicherheit beabsichtigt hatte.

Violet setzt ihr Leben aufs Spiel um einen Serienkiller zu schnappen. Sie handelt sehr selbstlos und setzt dabei ihre Freundschaft mit Jay aufs Spiel. Violet ist eigentlich ein sehr mutiges Mädchen, denn sonst könnte sie nicht all die toten Tiere beerdigen und sich zu der Stelle am See vorwagen, an dem die Mädchenleiche versteckt liegt, obwohl sie ahnt, was sie dort erwartet. Jay ist mittlerweile sehr beliebt bei den Mädchen an Violets und seiner Schule. Er ist aber Violets Stütze, ihr Fels in der Brandung und plötzlich sind da tiefere Gefühle. Alle weiteren Charaktere sind nur Randfiguren und bleiben ziemlich blass im Gegensatz zu Violet und Jay.

Die Covergestaltung des Schutzumschlags ist dafür wirklich toll gelungen und ein echter Hingucker. Der ganze Umschlag ist schwarz und in glänzender Spotlackoptik gehalten. In der Mitte befindet sich eine rote Blüte, in der sich der Buchtitel befindet.

Mein Fazit: Nette Geschichte ohne großartige Höhen und Tiefen und darum hebt sich das Buch auch nicht viel von anderen Titeln des Romantasy-Jugendbuchmarktes ab. Einziger Vorteil: Die große Schrift ist sehr gut lesbar und das Buch sehr schnell gelesen.



von Kimberly Derting
Gebundene Ausgabe: 343 Seiten
Verlag: Coppenrath, Münster; Auflage: 1., Aufl. (1. September 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3815798736
ISBN-13: 978-3815798737
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre

Rezension vom 09.03.2010

Mein Dank gilt dem COPPENRATH VERLAG für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

Kommentare:

  1. juhu ich bin anscheined doch nicht die einzige, die das Buch "nur" nett fand, allerdings bei Weitem nicht nett genug um die Fortsetzung lesen zu wollen. LG :)

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    1. Haha, ja, hab auch gedacht, ich wär die Einzige!^^ Die Fortsetzung reizt mich auch überhaupt nicht.

      LG
      Kathi

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