Donnerstag, 27. Januar 2011

Weisser Schrecken - Thomas Finn

Im tiefen Schnee lauert eine dunkle Macht

Die Freunde Andy, Robert, Niklas, Elke und Miriam leben im beschaulichen Dörfchen Perchtal im Berchtesgadener Land. Sie verstehen sich super, aber jeder von ihnen hat mit seinen Eltern ein eigenes Päckchen zu tragen. Am Tag vor Nikolaus findet Elke bei einem Eishockeyspiel eine Mädchenleiche im zugefrorenen See, die sie anzublicken scheint. Und noch etwas ist sonderbar: Die Tote sieht Elke und ihrer Zwillingsschwester Miriam zum Verwechseln ähnlich. Am 06. Dezember will Pfarrer Strobel mit den fünf Teenagern eine Nachtwanderung machen. Dies und der Leichenfund macht die Freunde misstrauisch und sie beginnen in der Dorfvergangenheit zu forschen. Sie fördern Erschütterndes zu Tage, was ihre eigene Vergangenheit betrifft und sie kommen einer uralten und unglaublich grausamen Macht auf die Spur, die alles um sie herum zu verschlingen droht! Bald ist alles so verworren, dass sie niemand mehr trauen können! Kann sie noch aufgehalten werden?

Mit „Weisser Schrecken“ legt Thomas Finn einen überaus spannenden und mitreissenden Mistery-Thriller vor, der einem eisige Schauer über den Rücken jagt und an die Seiten fesselt. Er verwebt die Legende um den heiligen Nikolaus und seinem schaurigen Knecht Ruprecht zu einem Roman, in dem fünf befreundete 15-Jährige versuchen, sich und ihren Heimatort vor einer großen Katastrophe zu bewahren. Die Legenden, Überlieferungen und Brauchtümer des alpinen Raumes spielen ebenso, wie unser keltisches Erbe, eine große Rolle in diesem Buch. Während des Lesens fügte sich ein Puzzleteil passgenau in das Andere und so zeichnete sich eine überaus grausige Bedeutung des Nikolauses ab, was ich sehr interessant fand!

Der Schreibstil des Autors ist wunderbar flüssig zu lesen und durch lange, sowie kurze Sätze, schaffte Thomas Finn es, Spannung rasant aufzubauen und mich an den Buchseiten kleben zu lassen. Diese flogen nur so durch meine Finger und ich mochte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Andreas, Andy, ist als Hauptprotagonist besonders gut charakterisiert und herausgearbeitet. Er und seine Freunde leiden schon die ganze Zeit unter dem merkwürdigen Verhalten ihrer Eltern. So ist Andy ganz alleine und auf sich gestellt in einem großen Haus, was ihn selbständiger werden ließ, als es für einen 15-Jährigen zu erwarten wäre. Auch Robert, Niklas und die Zwillingsmädchen sind mit den unterschiedlichsten Charaktereigenschaften ausgestattet. Alle haben ihre liebenswerten Eigenheiten oder auch ihre Seiten, die einen Teenager ausmachen.

Das Cover des 496 Seiten starken Taschenbuchs ist sehr gelungen gestaltet. In eisigem Blau gehalten, starrt uns ein frostiges Auge entgegen, während der Titel des Buches in rostroten Lettern aufgedruckt ist. Das Buch hätte mich in der Bücherhandlung von selbst angesprungen!

„Weisser Schrecken“ erhält von mir eine uneingeschränkte Leseempfehlung, denn so ein spannendes, interessantes und eisigkaltes Buch ist mir schon lange nicht mehr unter gekommen!


Weisser Schrecken

von Thomas Finn
Broschiert: 496 Seiten
Verlag: Piper (11. Oktober 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492267599
ISBN-13: 978-3492267595

Rezension vom 27.01.2011

Ich bedanke mich beim  Verlag für die freundliche Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

1 Kommentar:

  1. Hallo BlueNa!

    Mir hat das Buch auch total gut gefallen. Hab´s sogar kurz vorm Nikolaustag gelesen.

    Den Autor sollten wir uns merken. ;)

    Lg, Sabine

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