Mittwoch, 21. Juli 2010

Totenmesse - Arne Dahl

In Arne Dahls neuesten Krimi befindet man sich erstmal bei Arto Söderstädt und Viggo Norlander, die mit ihren Familien unterwegs zu einer Auktion sind, bei der Arto sich einen alten Schreibtisch ersteigern will. Allerdings war für mich dieser Einstieg ein wenig verwirrend, da ich die Personen nicht kannte, es war das erste Buch des Autors für mich.
Danach folgen weitere verwirrende Handlungsstränge und bis man dann mal zu der Stelle der Leseprobe kommt, bei der Cilla, Paul Hjelms Exfrau, in den Banküberfall gerät, war schon einige Zeit vergangen, seit ich das Buch zum ersten Mal zur Hand genommen habe. Danach geht allerdings alles Schlag auf Schlag und die Story entwickelt sich über die meisten Passagen spannend weiter, so dass man mit dem A-Team mitfiebert. Schöne Einschübe sind die Kapitel mit den Tagebucheinträgen des deutschen Soldaten in Russland bei Stalingrad.

Ein verzwickter Fall für Kestin Holm und ihr stockholmer A-Team, denn die beiden Bankräuber verschwinden nach dem Zugriff in der Bank spurlos. Nach und nach kristallisiert sich ein politisch und persönlich motiviertes Verbrechen eines Ex-Stasiagenten heraus, der einige Menschenleben auf dem Gewissen hat. Es dreht sich in diesem Buch immer um den Krieg um Öl und eine wissenschaftliche Sensation, die von einem deutschen und einem russischen Wissenschaftler unter den Ruinen Stalingrads entwickelt wurde.

Es war eine etwas andere Leseerfahrung, deren erst zusammenhanglose Handlungsstränge, dann aber zum Schluss sehr schön zu einer Lösung zusammengeführt wurden. Trotzdem kam ich in dieses Buch sehr schwer rein und wurde auch mit den Protagonisten nicht richtig warm.

Allerdings würde ich das Buch schwedenkrimi-begeisterten Leseratten auf jeden Fall weiter empfehlen!
 


von Arne Dahl
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Piper; Auflage: 2 (September 2009)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492050182
ISBN-13: 978-3492050180
Originaltitel: Dödsmessa

Rezension vom 27.03.2009 

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